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Gerrit, 30.09.2008

Gerrit macht sich frei – Teil 5: Das erste Jahr

Ein Jahr selbstständig, wer hätte das gedacht? Nun, ich eigentlich schon, denn wenn ich nicht die Aussicht gehabt hätte, mindestens ein Jahr durchzuhalten, hätte ich den Sprung nicht gewagt. So aber ist es zu einer der besten Entscheidungen geworden, die ich in meinem Leben getroffen habe. Und das kann ich ja wohl beurteilen, oder?

Das erste, was ich bei meinem kleinen Rückblick machen möchte: Mich bei allen Kunden bedanken, die an mich geglaubt haben. Und ihnen ein Lob aussprechen: Es war toll mit Euch! Ich hatte das seltene Glück eines Freiberuflers, dass kein einziges meiner Projekte über eine direkte Akquisetätigkeit zustande gekommen ist. Stets ward Ihr es, liebe Kunden, die auf mich zugekommen seid und schon vor Projektstart auf mich und meine Leistung gezählt habt. An dieser Stelle möchte ich insbesondere Sascha und Wolfgang hervorheben, die bereits Wochen vor dem offiziellen Start meiner Tätigkeit verbindliche, mittelgroße Aufträge gebucht haben, was mir sehr über die erste Unsicherheit hinweggeholfen hat!

Was ich falsch eingeschätzt habe

Es gibt unheimlich viele Angebote, kurzfristig für mehrere Monate in anderen Städten zu arbeiten, um ein großes Projekt gemeinsam mit anderen zu stemmen. Ich weiß nicht, wie andere Freiberufler das anstellen, aber ich konnte so etwas aus logistischen Gründen bisher niemals wahrnehmen, obwohl ich nicht grundsätzlich etwas dagegen hätte. Ich denke, wenn man in dieser Form als Freelancer arbeitet, darf man größtenteils wirklich nichts anderes machen. Ich ziehe es jedoch eigetlich vor, auch in meinen eigenen Räumlichkeiten zu arbeiten und eigene Kunden zu haben.

Dennoch habe ich im letzten Jahr auch einige Aufträge von Agenturen wahrgenommen, bei denen ich aber stets sichergestellt habe, dass ich keine Präsenzzeiten habe und auch sonst relativ eigenverantwortlich tätig bin. Ich liebe meine neu gewonnene Freiheit, weiß aber auch zu schätzen, wenn andere Leute den Kundenkontakt mit doofen Kunden übernehmen :-)

Feste Anstellungsangebote habe ich bisher immer dankend abgelehnt, obwohl da schon einiges dabei war, was mir vielleicht Spaß gemacht hätte. Aber will ich ins stinkende Berlin ziehen? Natürlich nicht.

Was ich richtig eingeschätzt habe

Mir macht Verwaltung Spaß. Und ich wusste, dass es kein Hexenwerk sein würde, das alles selber zu machen. Ich liebe es, den Überblick über die Finanzen zu haben, monatlich meine Spreadsheets auszufüllen, die Rechnungen zu schreiben und zu bezahlen, die Umsatzsteuer auszurechnen, das Geld für die Einkommensteuer auf dem Tagesgeldkonto zu horten.

Allein das wäre für mich ein Grund, keine GmbH zu gründen: Denn in diesem Falle wäre alles viel komplizierter und müsste einem Finanzbüro übergeben werden. So bin ich autark und immer bestens über mein Geld informiert. Über die vielen Unkenrufe von damals kann ich heute nur lächeln: Als Deutschlands Diszipliniertester Designer® weiß ich, wo ich mein Handtuch habe.

Im Ernst: Mein täglicher Arbeitsablauf ist wahrscheinlich strenger als der eines Angestellten. Ich komme zwischen 8.45 und 9 Uhr ins Büro und fange sofort mit E-Mails und Feeds an. Von 13 bis 14 Uhr ist Mittagspause bei SubWay, BurgerKing oder dem Bahnhofsasiaten. Und spätestens um 18:30 Uhr habe ich meine Sachen gepackt und bin auf dem Weg nach Hause. Ich brauche diese Regelmäßigkeit, weil sie mir hilft, den Shit done zu getten. Da ich mich nicht als kreativen Schöngeist, sondern eher als digitalen Ingenieur betrachte, klappt das wunderbar. Und die Abende mit Frau und Freunden sind ebenfalls unberührt. (Abgesehen davon habe ich auch schon im Studium nach 9 Uhr abends nichts mehr auf die Reihe bekommen…)

Was ich gelernt habe

  • Zeit ist Geld. Wenn mir die spontane Anschaffung einer 80-Dollar-Software langes Rumfummeln und Testen mit unausgegorenen Open-Source-Tools erspart, lohnt sich das.
  • Dienstleistungen kosten Geld. Seit einem Jahr zahle ich deutlich bereitwilliger für Automechaniker, Friseure und andere Selbstständige. Wir sind alle im selben Boot, Brüder!
  • Ein Conrad-Laden in Spuckweite des Büros ist enorm praktisch, wenn spontan die Peripherie abraucht!
  • Ich bin ein besserer Menschenkenner als ich dachte. Irgendwie weiß ich meist schon nach einem kurzen Telefonat, welche Art von Website dem Kunden gefallen würde. Oder weiß der Kunde schon vorher, was für Arten von Websites ich mache?
  • Zeiterfassung ist gar nicht so schlimm, wenn man niemandem Rechenschaft schuldig außer einem selbst. In der Agentur habe ich es gehasst. Mit mite macht’s Spaß, meine eigenen Stats zu erstellen und anzugucken.
  • Lieber großzügiger mit Zeiten kalkulieren und dann einen kleineren Stundenlohn berechnen. Meist bin ich schneller als erwartet und freue mich über Extra-Kohle. Pschologisch wichtig.
  • Kunden mögen Leute, die Klartext reden mehr als Leute, die ihnen in den Arsch kriechen. Zumindest solche Kunden, mit denen man auch zusammenarbeiten möchte.
  • Kundenbesuche sind überbewertet. Ich komme größtenteils ohne aus – Telefon, Skype und Screensharing machen’s möglich! Und falls doch mal, dann empfehle ich Tapas-Bars: Mag jeder, und man kann sich gut während des Essens unterhalten.
  • Jeden Kunden höflich fragen, ob eventuell ein festes Budget für das geplante Projekt eingeplant ist. Erspart Missverständnisse.
  • Immer eine Liste mit befreundeten Freiberuflern parat haben, die ähnliche Fertigkeiten besitzen wie man selbst. Wenn man gerade keine Kapazitäten frei hat, freuen sich sowohl Kunde als auch Kollege!
  • Die meisten meiner Website-Projekte kosten zwischen 1.600 und 4000 Euro.

Mein Setup

Ich weiß, dass die Techies unter meinen Lesern gerne wissen wollen, wie mein technisches Setup derzeit aussieht. Here we go:

  • MacBook Core Duo (1st Gen) für unterwegs und im Büro. Ja, das ist immer noch das von der Spendengala.
  • 1600×1200 formac Bildschirm im Büro, verbunden über DVI. MacBook im Büro stets geschlossen – ein Screen reicht völlig!
  • Uralte macalley-Tastatur und billige 10-Euro-Maus
  • brother MFC-210C Scanner-Drucker-Kombi
  • Time Capsule 500GB, per Funk mit dem Mac verbunden. Backups um 13 und 17 Uhr.
  • Drobo (1st Gen) mit 2×750GB als Archivplatte, bisher kaum benutzt
  • Meistbenutzte Software: Safari, Mail, Textmate, Firefox, Photoshop CS3, Transmit, Stickies, MAMP, NeoOffice, Pages, Adium, Skype, Twitteriffic, WriteRoom

Ich träume ab und zu davon, mir einen iMac für’s Büro und einen EEE-PC für unterwegs zu kaufen. Aber eigentlich weiß ich, dass ich mir eh wieder ein MacBook kaufen werde, weil dies alles in einem vereint und der beste und preiswerteste Kompromiss aus allen Welten ist.

Zahlen, Daten, Fakten

  • Gesamte Arbeitszeit vom 01. Okt 07 bis 30. Sep 08: 1143.58 Stunden
  • Durchschnittlich pro Arbeitstag (230 von insgesamt 366 Tagen): 4.97 Stunden
  • Durchschnittlich pro Arbeitswoche (50 von insgesamt 53 Wochen): 22.87 Stunden

Mite-Zahlen

Wie es weitergeht

Zurzeit arbeite ich an mehreren Projekten – manche spannend, andere weniger spannend. Über manche darf und will ich gar nicht reden. Auf jeden Fall ist derzeit nicht abzusehen, dass es anders weitergeht als in den vergangenen 12 Monaten. Und ich freue ich darüber, denn mit dem, was ich derzeit tue, komme ich meinem Traumjob schon ganz schön nahe! Fehlt nur noch eine komplett grüne Wand im Büro mit einem coolen praegnanz.de-Schriftzug drauf und ein Praktikant, die sich in Sachen IE6 super auskennt.

50 Kommentare

  1. Gregor am 30. September 2008 #

    Deutschlands Diszipliniertester Designer®

    Unterschreibe ich nach diesem Beitrag sofort :-) Alles gute für die nächsten Jahre!

  2. Michael am 30. September 2008 #

    Interessant mal zu lesen, wie ein Selbstständiger so arbeitet. Klingt nach Spaß aber auch nach viel Arbeit. So wie du es resümiert hast.

  3. Der Stefan am 30. September 2008 #

    Danke für den offenen und interessanten Beitrag. Bleibt nur, dir auch für die Zukunft alles Gute zu wünschen.

    Das mit der erhöhten Bereitschaft, für Dienstleistungen zu zahlen, kann ich übrigens bestätigen. Ich bin zwar nur nebenberuflich selbstständig, konnte aber auch schnell diese Einstellung entwickeln. Je nach eigenem Stundensatz und kann es auch günstiger sein, manches schnell mal vom Profi machen lassen und sich so selbst seinen Kunden widmen zu können.

  4. Alexander Langer am 30. September 2008 #

    Super-interessante Wasserstandsmeldung. Mich persönlich motiviert es. Ich mahcs gerade etwas anders und habe zum 1.9. auf der Arbeit auf 50% reduziert, ab 13 Uhr gehört mein Büro allein mir und meinem eigenen Gewerbe.

    Ein wenig finde ich mic bei dir wieder. Ich fand zwar erst im Mai zum Mac, will ihn aber nicht mehr missen. Mite setze ich ebenfalls ein, dein Textmate ist mein Coda..

    Ich versuche auch meinen Rhythmus beizubehalten. Freizeit und Wochenende sollen das sein, was sie sind. Ich möchte sie bewusst erleben und auskosten und mich und meine Kunden nicht in ein Wirrwarr aus allzeitiger Bereitschaft verflechten.

    Klar, Beruf kommt von Berufung und so grüble ich auch daheim mal vor mich hin, aber dann aus Spaß an der Freude und für mich, nicht direkt an Kundenprojekten – außer ich habe gerade mal einen Schub, dann muss es raus!

    Aber ich vermeide tunlichst meinen Kunden spüren zu lassen, wenn ich außerhalb gängiger Bürozeiten noch produktiv bin. Da wollen wir uns erst gar nicht dran gewöhnen…

    Rechnungen stellen finde ich toll! Sie superschnell bezahlt zu bekommen, finde ich noch viel toller! Und kaum ging es los, beschäftige man sich gedanklich damit, kamen so viel mehr Möglichkeiten auf einen zu..

    Alles wird gut! :-)

  5. Christoph am 30. September 2008 #

    Interessanter Rückblick! Was mich wundert, ist wie du nur auf knapp 23h/Woche kommst, wenn du täglich von 9 bis 18.30 Uhr (minus 1h Pause) arbeitest?

  6. Frank am 30. September 2008 #

    Vielen Dank für die Einblicke.
    Du hast mehr Freizeit als ich, ich starte um 5und ende meist gegen 0 Uhr mit Pause von 18-20Uhr; scheint also ein Nachteil zu sein, wenn man nur für die Community werkelt und der Arbeitgeber immer 120% sehen will.
    Willst du mich als Praktikant?
    (nicht im ernst gemeint, meine Familie springt mir dann wohl auf’s Dach)

    * Eine Session von dir zum WordCamp wäre wieder toll!

  7. Gerrit am 30. September 2008 #

    @Christoph: Ich trage nur solche Stunden in mite ein, die ich auch abrechnen kann. Die Differenz zum 8-Stunden-Tag ist Verwaltung und Blogs lesen und schreiben.

  8. Peter am 30. September 2008 #

    Sehr interessant das alles. Wobei ich nicht weiß, wie man mit nur einem Bildschirm überleben kann. Mir sind von Zeit zu Zeit selbst zwei zu wenig.

  9. Andy am 30. September 2008 #

    Haben die 250 Visitenkarten gereicht?

  10. Benny am 30. September 2008 #

    »…Praktikant, die sich in Sachen IE6 super auskennt.«

    hmmmm, schwingt da ein besonderer wunsch mit?

  11. Schepp am 1. Oktober 2008 #

    Gratuliere zu diesem positiven Fazit. Ich kann mich dem nach fünfeinhalb Jahren Freiberuflertum anschließen, auch wenn ich nicht ganz so akribisch wie Du Produktivstunden notiere.

    Als Praktikant kann ich mich Dir nicht anbieten, zumal nicht weiblich und daher optisch subattraktiv. Dafür habe ich dem IE6 bisher noch jeden Rendering-Bug ausgetrieben. Bei Bedarf oder Not am Mann, gerne melden.

  12. Peter / Blogwinkel am 1. Oktober 2008 #

    Liest sich, als dürfte man guten Gewissens gratulieren. Es gibt eine Menge Sachen, bei denen ich mich wiederfinde – ob zum Thema Zeitzettel, Aquise oder deinen »Kundenweisheiten«. Wie du allerdings mit nur einem Monitor auskommst, verstehe ich nicht – ich hab hier 22« + 19« und trotzdem wird es mir manchmal zu eng. Und zum Thema Praktikantin: bei mir ist erst jetzt – nach fast 9 Jahren Selbstständigkeit – die erste Anfrage nach einem Praktikumsplatz eingegangen. … mal sehen.
    In jedem Falle wünsche ich dir, dass es für dich genau so weitergeht und du auch in den folgend Jahren eine derart positive Bilanz ziehen kannst.

  13. Christian am 1. Oktober 2008 #

    Hallo Geerit
    Toller Bericht über deine Selbstständigkeit. Find ich cool wenn das jemand macht und dann auch so genau Bescheid weiss über wann er was gemacht hat. Sicher eine der Voraussetzungen um damit erfolgreich zu sein. Ich hab nur eine kleine Frage betreffend der TimeCapsule da ich mit dem Gedanken spiele mir eine solche anzuschaffen. Wird da nicht permanent ein Backup erstellt wie das mit Time Maschine eigentlich vorgesehen ist? Findest du einen Vorteil bei 2 Backups pro Tag?

    Vielen Dank für deine Antwort.

  14. Gerrit am 1. Oktober 2008 #

    @Christian: Time Machine macht normalerweise jede Stunde ein Backup. Da dies jedoch jeweils bis zu 40 Minuten Zeit in Anspruch nimmt, wäre die Time Capsule fast dauerhaft am Rattern, was ich der eingebauten Platte nicht zumuten möchte. Deswegen habe ich mit TimeMachineEditor die Backup-Zeiten so eingestellt, dass ich pro Tag zwei Backups machen lassen, was m. E. völlig ausreichend ist.

  15. Christian am 1. Oktober 2008 #

    @geerit: Vielen Dank für die Antwort. Jetzt wart ich noch ein wenig ab und dann schlag ich zu. :-) Hatte letzthin einen kompletten Datenverlust für 2 Monate. Zum Glück nur private Daten.

  16. Markus am 1. Oktober 2008 #

    Sehr interessanter Einblick hinter deiner »Fassade«.
    Hat Spaß gemacht es zu lesen und freu mich auf weitere Informative Jahre. Dir vorallen jede menge Spaß an der Arbeit und weiterhin einen gleichbleibenden Ansturm von Aufträgen.

    lg
    markus

  17. _Sven am 1. Oktober 2008 #

    Ganz schön offen, der Herr. Und 18.30 „Stift“ weglegen – Hut ab! Deine „Serie“ kann man gut als Motivation empfehlen. Disziplin und Struktur sind wohl das A&O.
    Dazugezählt sind wohl nicht die Zeiten der privaten Interesse an Typografie, Webdesign und Technik u.a. wie Ebay?

  18. Christian am 1. Oktober 2008 #

    Alles gute zum überstandenen ersten Jahr. Ich finde mich in Deiner Beschreibung irgend wie wieder. Ich bin zwar mitlerweile über 5 Jahre als Einzelkämpfer unterwegs, habe aber sehr früh gemerkt, dass ein geregelter Tagesablauf wichtig ist. Es ist unbezahlbar, ein Leben neben dem Beruf zu haben, egal wie gern man ihn macht – und dann auch mal Zeit für Dinge zu haben, die nichts mit dem Job zu tun haben: Sport, kochen, Freunde, Familie, sich mit Leuten zu umgeben, mit denen man nicht nur über Job und verwandtes reden muss. Bloss kein selbstreferentieller Kreativjunkie werden!
    Und klar, es braucht viel Disziplin und Organisation, dass man das hinkriegt, jeden Tag um 9 auf der Matte zu stehen und gegen 18:30 wieder abhauen zu können. Ich kenne viele (grade Grafiker :-)), die das nicht können und wollen. Und es hat damit zu tun, auch mal loslassen zu können, nicht bis 3 Uhr nachts an der 20sten Variante eines Entwurfs arbeiten zu müssen. Das fällt einem leichter, wenn man sich eher als Dienstleister und guter Handwerker sieht, als wenn man eher den akademischen Ansatz pflegt und als Künstler unterwegs ist.

    Mach weiter so. Viel Erfolg!

  19. Michael am 1. Oktober 2008 #

    Nochmal @Christoph: Diese nicht-abrechenbaren Stunden sind oft ein großer Batzen der gearbeiteten Zeit und dennoch einfach wirklich wichtig. Aquise, Fortbildung, Experimente (bei mir auch viel Reisen) gehören eben dazu – der Angestellte macht dies vielleicht während seiner Arbeitszeit – oder eben nicht. Daher kommen seitens nicht-selbständiger Kollegen auch manchmal so erstaunte Bemerkungen, wenn Stunden- bzw. Tagessätze genannt werden.

  20. Thomas Fö am 1. Oktober 2008 #

    Glückwünsche zum (ich schreibe nicht »überstandenen«) vollbrachten ersten Jahr.
    Wenn du darfst, kannst du ja mal wieder deine Referenzen aufbügeln – ist immer interessant deine Ergebnisse zu sehen.
    Weiter beste Erfolge, gute Kunden und immer ein kreatives Händchen.

  21. mark am 1. Oktober 2008 #

    Berlin stinkt nicht, hier riecht es überall nach Rosen und Meer!

    Interessanter Einblick, da sieht man mal, wie und unter welchen Voraussetzungen Selbständigkeit klappen kann, wobei das bei dir sicherlich schon sehr ans Ideal heranreicht.
    Viel Erfolg auch weiterhin!

  22. Raketentim am 1. Oktober 2008 #

    Gratuliere! Und die Zukunftspläne klingen ja schon fast nach einem kleinen Mehrkopf-Büro…

  23. Gerrit am 1. Oktober 2008 #

    @Raketentim: Naja, solange jeder für sich selber sorgt, bin ich einer GbR grundsätzlich nicht abgeneigt.

  24. Daniel am 1. Oktober 2008 #

    gerade die Schlussfolgerung, daß Kunden Leute schätzen die Klartext reden unterschreibe ich sofort.
    Ich stelle in meinem Umfeld immer wieder fest, daß gerade die die meinen man müsse immer alles freundlich verpacken, abschwächen etc. in der Selbstständigkeit grandios scheitern.
    Die besten Wünsche für das zweite Jahr!

  25. viola am 1. Oktober 2008 #

    glückwunsch, und weiter so!

  26. cortex am 1. Oktober 2008 #

    vielen dank für diese offenen schilderung – soviel positive eindrücke bestärken mich in meinem vorhaben.

    alles gute,
    cx

  27. Jörg am 1. Oktober 2008 #

    Sehr interessantes und ausführliches Fazit – Danke dafür! Wenn ich meinen abgestrebten Weg gehe, wird auch für mich die Selbstständigkeit eine Option sein. Schau mer mal ;)

  28. Jens Grochtdreis am 1. Oktober 2008 #

    Vielen Dank für die offene Schilderung. Das macht Lust, es selber auszuprobieren. :-)

  29. macx am 1. Oktober 2008 #

    Danke für deine offnen Worte. So etwas lese ich gern. Gern mehr davon!

  30. olaf am 1. Oktober 2008 #

    Sehr interessant und schön zu lesen. Danke! Und Glückwunsch, dass es bei dir so gut funktioniert!

    Aber:

    1600×1200 formac Bildschirm im Büro, verbunden über DVI. MacBook im Büro stets geschlossen – ein Screen reicht völlig!

    Das MacBook dabei offen oder zu? Weil, ich mache es ebenso, traue mich aber nicht, dass MB im Betrieb zu schließen. Einfach, weil ich den Eindruck habe, dass es dann nicht mehr genug warme Luft ausblasen kann. Wie machst du/ihr das?

  31. Malte am 1. Oktober 2008 #

    Ich selbst habe mich aus dem Studium heraus direkt selbständig gemacht. Ich teile deine Erfahrungen bis in das letzte Detail. Ich habe meinen Traumjob ebenfalls gefunden und wünsche Dir weiterhin viel Erfolg!

  32. Webrocker am 1. Oktober 2008 #

    Hiho auch von mir Gratulation zum ersten Jahr!
    Ich bin nun im vierten Jahr in der eigenen GmbH, nachdem ich vorher fast zehn Jahre als »Einzelkämpfer« unterwegs war (und wie Du nie aquirieren musste) – es hat beides seine Vor- und Nachteile.
    Was ich mittlerweile geniesse, ist die geteilte Verantwortung, das Wissen, nicht alleine dazustehen… was mir immernoch auf den Zeiger geht, ist, dass ich nicht mehr alles alleine entscheiden und durchziehen kann… :-)
    Das Verhältnis Produktiv- (abrechenbar) zu Sonstiges Stunden sieht ähnlich aus wie bei Dir, wobei seit der GmbH deutlich mehr an administrativen Aufwand entstanden ist, da ist man als Onemanshow deutlich schlanker.
    Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg und hoffen, dass Du auf jeden Fall das Blog weiter betreibst! :-)

  33. Christoph am 1. Oktober 2008 #

    Ein Mitschüler von mir hat sich nach dem Studium direkt selbständig gemacht. Sein Credo: »Keine Kosten.« Mit seinem alten Schreibtisch und Computer fing er an und ist inzwischen weltweit gefragter Berater. In diesem Sinne: Weiter viel Glück!

  34. meistermochi am 1. Oktober 2008 #

    ich habe diesen beitrag verschlungen. danke dafür!

  35. Christian am 2. Oktober 2008 #

    Lieber Gerrit,

    vielen Dank für deine offene Schilderung, ich hab mich in vielem wiedergefunden, besonders in den Arbeitszeiten. Auch wenn viele Kollegen Nachtarbeiter sind, bevorzuge ich eine relativ feste Struktur, da schaffe ich mehr.

    Ich bin jetzt im siebten Jahr – im vierten nach dem Diplom – und finde immer mehr, dass es die beste Arbeit für mich ist :-)

    Mein Tip, falls du über eine GbR nachdenken solltest: sprich mit allen Partner sehr genau über die Vorstellung der Arbeit und die Arbeitsteilung. Ich habe eine GbR wieder aufgelöst, als sich herausstellte, dass diese Vorstellungen grundverschieden sind.

    viel Erfolg weiterhin!

  36. Nijko am 2. Oktober 2008 #

    Genial!

  37. Leslie P. Polzer am 2. Oktober 2008 #

    Open-Source != kostenlos

  38. Sven am 2. Oktober 2008 #

    Herzlichen Glückwunsch, Gerrit!

    Ich befinde mich nun seit knapp 3 Jahren in der Selbständigkeit als Freiberufler in einer GbR und habe es bis jetzt nicht bereut. Alles selber zu entscheiden und zu verantworten ist eine sehr erfüllende Arbeitsweise.

    Keep it going!

  39. Andreas am 3. Oktober 2008 #

    Na herzlichen Glückwunsch! Macht mich schon ein wenig neidisch als jemand, der in einem völlig anderen, sehr technischen Bereich arbeitet, jeden morgen um 6 aufstehen muß und es dann mit einem ekligen, herrischen Chef zu tun hat.

  40. julia am 4. Oktober 2008 #

    aber so sehr stinkt berlin doch gar nicht!
    sehr spannend!
    aus berlin: herzlichen glückwunsch und weiter so!

  41. marcus aus berlin am 12. Oktober 2008 #

    Ja, herzlichen Glückwunsch! Der Anfang ist der schwerste und der ist geschafft. Die Freiheit und Flexibilität ist ein unbezahlbares Gut. Selbständigkeit ist (kann) pure Lebensqualität (bedeuten). Kann das sehr gut nachvollziehen. Aber Berlin stinkt wirklich nicht, es ist sehr grün hier in Zehlendorf ;)
    viele Grüße aus der Hauptstadt

  42. tercüme am 20. Oktober 2008 #

    Gratuliere! Und die Zukunftspläne klingen ja schon fast nach einem kleinen Mehrkopf-Büro..

  43. gerd am 22. Juni 2009 #

    Ich finde es mehr als toll, wenn jemand den Mut findet und sich selbstständig macht.
    Das wichtigeste dabei ist, das der Kunde wiederkommt und das scheinst du ja geschaft zu haben.

    Alles Gute für die Zukunft von
    Gerd

  44. Stefan Stiener am 16. Oktober 2009 #

    Als einer der ersten »offiziellen« Kunden bin zufällig und etwas verspätet über diesen schönen Artikel gestoßen und finde hier einige Erklärung für die hervorragende Zusammenarbeit mit Gerrit, die richtig Freude gemacht.
    Hinsichtlich Positionierung, Strukturierung und Arbeitsauffassung könnte da manch altgedienter Selbständige bzw. Dienstleister eine Menge lernen.

  45. Christian am 24. Oktober 2009 #

    Das macht einem ja fast Angst diese perfekte Zeiterfassung.
    Kann sich mal jdm. melden, der es nicht so „perfekt“ handhabt und dennoch gut von der Selbständigkeit leben kann?

    Würde mich dann deutlich besser fühlen.
    Nach 3 Jahren Selbständigkeit kann ich davon nämlich immer noch nicht leben ohne zuzuschießen…

    Danke.

  46. Stefan Weber am 20. Februar 2010 #

    Klasse Beitrag mit fast schon erschreckenden Parallelen zu meinem eigenen Arbeitsumfeld/ und -ablauf. Freut mich zu lesen, dass Geld verdienen andernorts auf ähnliche Weise funktioniert. Als nächster Schritt steht bei mir die Abnabelung vom Homeoffice an. Nach über einem Jahr in der Isolation wäre Co-working ein Ansatz. Das betahaus Zürich kommt da wie gerufen.

  47. Meister am 22. Januar 2012 #

    Mich als angehendem Existenzgründer würde noch interessieren, auf welche Software/welchen Service du für den Verwaltungskram zurückgreifst. Womit erstellst du deine Rechnungen? Welche Buchhaltungssoftware verwendest du? Wie erstellst du deine Steuererklärung und wie reichst du diese ein.

  48. Anne am 9. Juni 2014 #

    Hallo Gerrit,

    darf ich fragen, was du als selbstständiger Webdesigner ungefähr verdienst?
    Ich möchte mich auch selbstständig machen und eigentlich ist der Verdienst für mich eher zweitrangig, aber mein Mann möchte immer gerne irgendeine Zahl von mir hören, wenn ich ihm von meinem Vorhaben erzähle…

    Viele Grüße
    Anne aus Bremen

  49. Gerrit am 10. Juni 2014 #

    Hallo Anne, der Verdienst hängt natürlich stark von der Auftragslage ab, und davon, wie begehrt man als Dienstleister ist. Ich habe als Einzelkämpfer meist ca. 40-45.000 Euro im Jahr verdient, musste davon aber natürlich alle Steuern, Privatrente, Krankenkasse etc. selber zahlen.

  50. Christoph am 10. November 2015 #

    Hallo Gerrit,
    wäre bestimmt für viele interessant wenn du nach 7 Jahren mal ein Update geben würdest. Wie hat sich die Freiberuflichkeit entwickelt, sind die Projektbudgets/-größen gleich geblieben, arbeitest du noch im gleichen Modus, etc.

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