praegnanz.de büro für intervernetzte medien

Gerrit, 15.05.2014

Die CMS-Landschaft im Jahr 2014

Dreimal habe ich hier im Blog bereits verschiedene Content-Management-Systeme verglichen und Empfehlungen ausgesprochen:

Höchste Zeit für ein Update, denn es verändert sich ja so vieles! Nach wie vor sind bei den meisten Kundenprojekten entsprechende Systeme angesagt, auch wenn wir inzwischen ein wenig restriktiver mit der Frage umgehen, ob und wieviel Pflege seitens des Kunden tatsächlich zu erwarten sind.

Fangen wir zunächst mit den CMSen an, die wir derzeit aktuell in Betracht ziehen bzw. aktiv anbieten:

ProcessWire

Unser aktueller persönlicher Liebling, der sich bei einer Handvoll Projekte auch schon bewährt hat. Ein schlankes und von Altlasten größtenteils unbelastetes CMS, welches die besten Konzepte aus vorhandenen Systemen klaut und zu einem großartigen Gesamtpaket schnürt. Die Inhaltstypen sind von Haus aus komplett leer – bis auf einen pflichtmäßigen Titel und URL-Titel – und müssen vom Entwickler von Null aufgebaut werden. ProcessWire macht nichts von sich aus, aber macht es dem Entwickler gleichzeitig sehr einfach, die Strukturen Schritt für Schritt aufzubauen. So entsteht kein Overhead – man bekommt jedoch auch nichts geschenkt.

Bei ProcessWire gibt es keine nennenswerten, fertigen Frontend-Themes. Warum auch? Im Regelfall hat jede gut gemachte Website ganz individuelle Inhaltstypen und Felder, denen man mit einem Standardtheme gar nicht gerecht werden kann. Aber auch hier gilt: Dem Entwickler wird es sehr leicht gemacht, die individuellen Themes schnell und pragmatisch aufzubauen. Gecodet wird direkt in PHP in den Template-Dateien, mit einer sehr einfachen API, die im Wesentlichen aus dem Objekt $pages besteht, und dann in jQuery-ähnlicher Manier für die Ausgabe einzelner Feldwerte, sowie für foreach-Loops mit Filtern usw. genutzt wird.

Das Backend ist mit der Version 2.4 nochmal deutlich schicker geworden und führt den Redakteur durch visuell schlanke, aber potenziell sehr mächtige Eingabemasken. Eben genauso simpel oder komplex, wie es die jeweilige Website verlangt.

Kirby

Besonders viel haben wir mit Kirby noch nicht gemacht, aber das kommt noch – zumal in einigen Tagen Version 2 erscheinen wird. Kirby ist – von der Denkweise her – eine datenbanklose Version von ProcessWire, besitzt eine sehr ähnliche Template-API und macht prinzipiell alles, was man für die meisten Websites benötigt.

Inwiefern das System sich für umfangreiche, komplexe, mehrsprachige und laiensichere Websites eignet, vermag ich noch nicht zu sagen. Aber für technisch interessierte Kunden, die gerne auch mal elegante Wege einschlagen, sollte man sich das überlegen. Keine Datenbank! Das bedeutet: Deployment und Migration in wenigen Sekunden und ohne Stress. Oder sogar: Continuous Integration von Struktur und Inhalt über Git oder Dropbox (oder andere Syncing-Dienste)!

Dass Kirby auch über ein normales Admin-Interface mit Browser-Login verfügt, wird da fast zur Nebensache. Allerdings ist hier natürlich der Knackpunkt für die Arbeit mit »normalen« Kunden. Es muss sich zeigen, wie realitätsnah das Backend von Kirby 2 ist, um auch für den Schreinermeister von nebenan eine sinnvolle CMS-Alternative darzustellen.

WordPress

Auch wenn wir insgesamt keine ausgewiesenen Freunde von WordPress (mehr) sind, so kommt man natürlich nicht drum herum. Kein System ist so schnell von 0 auf 100% aufgesetzt, nirgendwo findet man eine größere Vielfalt an Plugins für jeglichen Anwendungsfall.

WordPress ist die eierlegende Wollmilchsau und gleichzeitig ein historisch gewachsenes Ungetüm, welches immer noch den Geist eines Blogsystems atmet, das jedoch über viele voneinander unabhängige Krebsgeschwüre zu einem vollwertigen CMS mutiert ist, dabei niemals den klaren Schnitt eines Reboots gewagt hat, obwohl er dringend nötig wäre. Der Fluch des Erfolgs: Ständig neue Sicherheitslücken, eine völlig chaotische API mit unterschiedlichen Naming-Conventions, 20 verschiedenen Plugins für grundlegende CMS-Funktionen wie Content-Fields, und ein riesiger Markt an fertigen Amateurthemes, die dann mit großer Mühe an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden können – oder auch nicht.

Wir haben uns darauf verständigt, dass wir nur noch dann WordPress einsetzen, wenn

  • wir das Theme komplett selber machen können, oder ein fertiges Theme ohne Anpassungen einsetzen können.
  • die Website tatsächlich blogähnlich oder zumindest newslastig ist.
  • es ein expliziter und gut begründeter Kundenwunsch ist.

Das Problem ist nicht nur rein technisch, sondern auch kulturell zu verstehen: WordPress animiert den Seitenbetreiber, selbstständig auf Knopfdruck Plugins und Themes installieren zu können, was dieser in vielen Fällen auch gerne in Anspruch nimmt. Dass aber viele Plugins nicht mit anderen Plugins, und andere Plugins nicht mit allen Themes zusammenarbeiten, kann der Laie vorher nicht ahnen. WordPress verspricht, das ultimative Baukasten-CMS zu sein, nur dass in der Realität häufig Duplo, Lego und Playmobil kombiniert werden sollen.

Dennoch gibt es natürlich positive Aspekte: Der WYSIWYG-Editor ist einer der am besten integrierten, die Medienverwaltung ist vorbildlich und sehr, sehr nutzerfreundlich. Mehrsprachigkeit über das WPML-Plugin rockt – auch wenn WPML inzwischen fast genauso komplex ist wie WordPress selber. Und natürlich die allgemeine Bekanntheit und Beliebtheit des Systems. Wir kamen noch nie in argumentative Schwierigkeiten, wenn wir WordPress empfohlen habe.

Drupal

Wenn es groß sein soll, die Website und das Budget, kommt oftmals Drupal ins Spiel. Das CMS scheut sich nicht, alle paar Jahre inkompatible Major-Versionen zu veröffentlichen und damit alte Zöpfe abszuschneiden. Derzeit ist Version 7 aktuell, doch viele Websites arbeiten noch erfolgreich mit Drupal 6. Nummer 8 steht schon in den Startlöchern – und die Migration zwischen den Systemen kann extrem hakelig sein, da sämtliche Plugins/Module umgeschrieben werden müssen.

Ansonsten habe ich in Drupal immer noch am meisten Vertrauen, was Stabilität und Flexibilität angeht. Es ist zwar immer kompliziert, aber letztlich kann man mit Drupal jede Art von großen Brötchen backen. Als Richtwert setze ich gerne die magische 10.000-Euro-Grenze an. Erst ab diesem Budget für die gesamte Website lohnt es sich, die große Keule namens Drupal auszupacken. Falls das jedoch möglich ist, kann man tolle Dinge anstellen, denn Drupal kommt spielend leicht mit großen Datenmengen zurecht: Viele tausend Einzelinhalte, die in beliebiger Struktur in Form von Seiten, Tabellen oder anderen Auflistungen frei platziert werden können, quer über die Website verteilt und mit hunderten von Benutzern (falls gewünscht). Angeschlossene Foren, multiple User-Blogs, externe Datenströme, Redaktionsworkflows, Mehrsprachigkeit, Baukastenlayouts… Drupal kann alles! Aber es ist oftmals umständlich, es sauber und mit schlankem HTML-Code einzurichten. Wenn die Kiste jedoch einmal läuft, gibt es verhältnismäßig wenig Schwierigkeiten. Bis zum ersten Major-Uprade.


Es gibt jedoch eine Reihe von Systemen, zu denen wir inzwischen nicht mehr raten würden, obwohl wir früher viel und gerne mit ihnen gearbeitet haben:

Viel wurde versprochen, kaum etwas wurde gehalten. Die monströse Basis-Installation mit vielen tausend Einzeldateien, das superträge ExtJS-Backend, die völlig verkopfte und kaputte Rechteverwaltung, die überdimensionierte Package-Verwaltung, das umständliche Bearbeiten von Inhalten. MODX Revo ist aus meiner Sicht ein Fehlschlag: überkomplex, theoriegetrieben und praxisfern. Alle Kritikpunkte aus dem Jahr 2011 sind immer noch gültig – es hat sich kaum etwas getan.

Grundsätzlich immer noch ein feines CMS, welches es verdient hätte, dass man ernsthaft weiter daran arbeitet – inzwischen gibt es ja nur noch winzige, kosmetische Updates. Man könnte ProcessWire als den legitimen Nachfolger von MODX bezeichnen. Interessanterweise habe ich bei meinen noch aktiven Evo-Kundenwebsites insgesamt weniger Bauchschmerzen als bei den Revo-Kundenwebsites. Neue Projekte würde ich allerdings trotzdem nicht damit anfangen – zu wenig aktuelle Weiterentwicklung ist hier zu erwarten.

Alles hat seine Zeit. Textpattern ist immer noch ein okayes Blogsystem für Liebhaber, und für die eine oder andere kleinere Website verrichtet es seinen Dienst. Aber der Zahn der Zeit macht nicht halt, und Textpattern hat sich seit Jahren nicht mehr weiterentwickelt. Ruhe in Frieden!


Bleibt noch die lange Liste von Systemen, die wir nicht so genau kennen, zu denen ich deswegen erstmal kein negatives Urteil fällen möchte. Einige von den genannten Systemen sind aber nicht ganz ohne Grund hier unten gelandet – bei anderen mag das anders sein :-)

29 Kommentare

  1. Florian am 15. Mai 2014 #

    Ich habe erst vor kurzer Zeit eine Webseite mit dem Kirby-CMS aufgebaut und bin hin und weg! Die Einfachheit die gegenüber datenbankgebundenen Systemen geboten wird überzeugt. Gerade die Arbeit auf einem lokalem Server und die folgende Publikation ins Web wird grundlegent erleichtert.

    Was für Kirby das Aus sein kann ist das im Browser angebotene Interface. Für den erfahrenen Nutzer leicht zu benutzen, für einen potenziellen Kunden eher nicht. Ich habe damit zwar selbst noch keine Erfahrung gesammelt, kann mir aber vorstellen, dass die Benutzernavigation erst schlüssig wirkt, wenn man auch den Dateibaum dahinter verstanden hat – vielleicht ändert sich das mit Version 2 dann aber wieder alles …

    Zu Textpattern kann ich nur sagen, dass ich durchaus noch eine Empfehlung übrig hätte, sofern man Seitenvorlagen und Bausteine (ohne Hilfe von Plugins) als Dateien in einem Texteditor bearbeiten kann.

    Wer nicht vor Datenbank und PHP zurückscheut und eine statische Webseite für Kunden bearbeitbar machen möchte, dem lege ich noch Perch ans Herz. Tut was es soll, einfach zu bedienen und Kunden kommen prima damit zurecht!

  2. Uwe am 16. Mai 2014 #

    Als Hersteller eines Windows-basierten Desktop CMS (guess who) finde ich es zwar verständlich, dass »Ihr Design-Profis« unsere Systeme ignoriert, sehr viele Anwender nutzen sie trotzdem.

    Ggf. ist das ein Bisschen so wie manche Filme beim Publikum sehr gut ankommen und bei den Kritikern trotzdem/deswegen durchfallen.

  3. ben_ am 16. Mai 2014 #

    Hach, ach! Da würde ich ja jetzt gerne richtig weit ausholen, hab aber gerade nicht soooviel Zeit. Darum nur ein paar kurze Anmerkungen.

    Wordpress halt ich immer noch für den Genre-Primus. Die Benutzbarkeit für Redakteure ist ungeschlagen und der stete Drang der Community das in schnellen Zyklen weiter zu verbessern ist wirklich einzigartig. Es gibt sooooviel UX-Kleinigkeiten im Backend, die einfach Ganz genau das machen, was Redakteure wollen.
    Die beschränkte Mächtigkeit von Wordpress gegenüber Drupal halten ich zudem für einen Vorteil. 80% aller Funktionen, die wir in großen Projekten für Kunden an ein CMS dranbauen, schmeißen wir nach 2 Jahren wieder weg, weil es nur goldene Türklinken waren, die die Kunden am Ende doch nicht nutzen. Am Ende läuft es echt immer auf ganz wenig wirklich nötige Features heraus.

    Drupal hingegen ist ein einziger Usability »Fuckup« (O-Ton eines ehem. UX-Kollegen). Und es ist auch nicht performant. Ein nacketer Drupal Core ist zwar genausoschnell wie Wordpress, aber in »großen Projekten« wird der schnell unfassbar langsam und ist ohne Varnish dann eigentlich gar nicht mehr ordentlich zu betreiben. Außerdem ist dank »Sitebuilding« das professionelle Deployment trotz Features seit D7 eine Katastrophe, die man immer nur so eben und eben im Griff hat.

    Drupal hat aber in der Tat unbezeifelbare Stärken: Für wirklich komplexe Domänen (mehr als ein halbes Dutzen Content-Typen, mehr als ein Dutzend Felder und Taxonomien) ist es deutlich ordentlicher und effektiver.
    Außerdem ist es für alle Anforderungen die »Community«-Funktionen beinhalten Wordpress bei weitem überlegen.
    Und: Wenn man wirklich anspruchsvollen CMS-lastigen E-Commerce machen will, ist Drupal + Drupal-Commerce die einzige überhaupt sinnvoll nutzbare Lösung.

    Und noch ein Nachtrag: Nach Projekten, bei denen wir ein Typo3 abgelöst haben (einmal Richtung Wordpress, einmal Richtung Drupal), möchte ich dem verbreiteten Irrglauben vehement widersprechen, dass Typo3 ein CMS sei. Typo3 strukturiert seine »Inhalte« nicht entlang deren semantischer Strukturen, sondern nur entlang der Frontend-Anmutung und Logik. ist ein Web-Layout-System. Es ist daher ein Web-Layout-System und kein Content-Management-System. Das hat natürlich auch seine Berechtigung – für irgendwas ist Photoshop ja auch gut – aber ein richtiges Redaktionssystem ist es halt nicht.

  4. Mo am 16. Mai 2014 #

    Bei WordPress stellt sich natürlich die Frage, ob das System, im Gegensatz zu den anderen, so viel mehr Sicherheitslücken hat, oder diese einfach nur, auf Grund der großen Community, dort gefunden werden und bei den anderen nicht.

    Ein Rewrite ist dringend nötig und auch die Ausgliederung von Funktionen in eigene Plugins/Module um wieder ein schlankes CoreSystem zu bekommen.

    Ich arbeite neben WordPress noch mit FirstSpirit, aber das ist schon wieder eine ganz andere Liga und imho daher auch nicht vergleichbar.

  5. Buddy am 18. Mai 2014 #

    @Gerrit
    »praegnanz.de« läuft aber immer noch auf TXP, oder?

    TXP macht immer noch genau dass was es soll und ist sehr flexibel und sehr performant.

    Klare Empfehlung für http://textpattern.com

  6. Christoph am 18. Mai 2014 #

    Die Integration von Mehrsprachigkeit in Kirby halte ich für exzellent: in der Konfiguration werden die gewünschten Sprachen sowie die Defaultsprache definiert. Für jede Sprache wird dann eine separate Inhaltsdatei angelegt, z.B. default.de.txt und default.en.txt. Das Tolle ist aber, dass Teile, die in einer Datei fehlen, automatisch durch Fallbacks in der Datei mit der Defaultsprache ersetzt werden – hilfreich z.B. bei Tags, einem Datumsfeld oder generell Sachen, die sich durch Wechsel der Sprache nicht ändern. Sogar der Permalink lässt sich für jede Sprache separat definieren.

    Ich habe bei einem CMS selten eine so sauber integrierte Mehrsprachigkeit gesehen. Einzig dass alle gewünschten Sprachen den vorangestellten Shortcut im Permalink voraussetzen (bspw. /en/inhalt) könnte man als kleines Manko ansehen, aber das soll in Kirby 2 wohl auch behoben worden sein (Defaultsprache braucht keinen Shortcut).

  7. Dave am 19. Mai 2014 #

    @ Gerrit
    »zumal in einigen Tagen Version 2 erscheinen wird«

    Woher kommt die Info?
    Im Kirby Blog steht bisher nur etwas von der beta!
    Gruß

  8. Gerrit am 19. Mai 2014 #

    Die Beta ist raus an interessierte Entwickler, dann kann’s zur finalen 2 nicht mehr lange dauern. Ob jetzt ein paar Tage oder ein paar Wochen, spielt ja keine Rolle.

  9. Stefan S. am 20. Mai 2014 #

    Ich fand interessant, dass Du die Frage Lizenz/Open Source gar nicht berührt hast (diese also bei Deinen Projekten keine/kaum eine Rolle spielt) und dass Du Typo3Neos gar nicht erwähntest, dachte ich doch die hätten einen größeren Hype letztes Jahr entfacht. (Nicht, dass ich es selber schonmal eingesetzt hätte…).
    Jedenfalls Danke für den Artikel, hatte ich mir doch neulich noch den letzten (von 2011) zu diesem Thema angeschaut und gehofft es käme bald ein neuer. Und Zack! da isser.

  10. Alexander Rutz am 20. Mai 2014 #

    Der Kern von ProcessWire scheint im wesentlichen eine One-Man-Show zu sein. Das hat sicher auch Vorteile, aber es macht mir etwas Sorgen was die Zukunft angeht. Seine eigene Site ist zumindest nicht sehr aktuell, was natürlich daran liegen könnte, dass er alle Zeit in PW investiert :)

  11. Christoph am 23. Mai 2014 #

    >> Der Kern von ProcessWire scheint im wesentlichen eine One-Man-Show zu sein.

    Der PW-Core wird tatsächlich im Wesentlichen von Ryan Cramer entwickelt (nach eigener Aussage steht er um 4 Uhr morgens auf, um Zeit für die Entwicklung neben seinen Aufträgen zu haben). Neben Ryan gibt es aber einige sehr kompetente Entwickler, die eng mit ihm zusammenarbeiten und die Entwicklung – just in case – sicher fortführen könnten. In der Community sind extrem engagierte Profis unterwegs, die Websites und Apps genau nach ihren Vorstellungen bauen wollen und in PW das ideale Werkzeug dafür sehen. Die lassen das System sicher nicht fallen, zumal auch etliche Vertreter großer Agenturen dabei sind, die große Budgets mit PW realisieren.

  12. Da Stefan am 28. Mai 2014 #

    Kann mich Christoph nur anschließen. Die PW-Community (um Ryan) ist (noch) klein, aber sehr aktiv und extrem hilfsbereit. Einfach toll!

  13. Michel am 13. Juni 2014 #

    Danke für den tollen Artikel!!
    Das hilft sehr und erinnert einen daran, dass man mit solchen, zum Teil schwierigen Überlegungen nicht allein ist.
    Schönen Feierabend.

  14. fwolf am 7. Juli 2014 #

    Processwire liest sich mitunter sehr geil. Geht in die Richtung meiner eigenen Ideen bzw. warum ich sehr gerne Simple HTML DOM verwende.

    Kirby? Ne, nicht wirklich.

    <rant>
    Zu dem Gejammer bzgl. WP: Jo. Selber schuld. Habari habt ihr ja alle geflissentlich ignoriert. DORT haben viele von WP enttäuschte bis genervte Entwickler all die Ideen reingesteckt, die NICHT in WP gelandet sind oder aufgrund der Überlast noch lange auf sich warten lassen werden. Läuft stabil, zuverlässig, und das Backend ist, auch wenn nicht superduper-trooper-RWD, doch immer noch erheblich besser als das von WordPress.

    Aktuell ist die Entwicklung recht eingeschlafen. Könnte man ändern.
    Glaube aber nicht, dass irgendeiner der Anwesenden das machen wird. Stattdessen einfach das Rad in zigfacher Iteration neu erfinden, scheitern, zurückkehren, weiterjammern.
    </rant>

    cu, w0lf.

  15. Dennis Hahn am 7. August 2014 #

    Wordpress ist und bleibt nunmal das Maß aller Dinge. Allein schon wegen der Unterstützung durch die unzähligen Plugins. So eine Auswahl findet man halt bei den alternativen CMS nicht.
    Wir benutzen auf unseren Seiten auch WP und sind damit sehr zufrieden. Man muss nur aufpassen, dass man das System nicht zuuuu sehr aufbläht und die Geschwindigkeit drunter leidet.

  16. The Artist FKA ... am 11. August 2014 #

    Danke für die Übersicht!
    Wordpress und ähnliche Kaliber können für kleine und einfache Projekte schon des Guten zu viel sein.

    Neben Kirby gibt es u.a. auch noch das Text-Datei-basierte CMS Stacey.
    Ich habe keine Erfahrung mit beiden, und kann daher zu den jeweiligen Stärken / Schwächen nichts sagen. Aber vielleicht jemand anders?

  17. Max am 15. August 2014 #

    Danke für deine Übersicht.
    ich habe noch 2 CMS mit denen ich ein wenig rumspiele und von denen ich das Gefühl hab, dass sie durchaus einiges richtig machen.

    Zum einen ist da Statamic , dass wie Kirby ohne Datenbank auskommt (habe beide aber noch nicht direkt verglichen)

    Und Craft welches leider etwas teuer ist aber für mich durchaus spannend erscheint (das kommt so aus der ExpressionEngine-Welt wirkt aber deutlich strukturierter)

  18. hans am 19. August 2014 #

    wordpress kriegt ja hier richtig auf die fresse *gg. ich benutze es seit jahren und mit custom fields und custom post types gibts eigentlich nichts was damit nicht geht. ich bin ganz froh das es so viele plugins gibt, auch wenn ich so viel geht mit hand mache (php, html, jquery …) gibt es doch funktionen wo einem ein gutes plugin eine menge arbeitsstunden erspart.

  19. Daniel am 7. November 2014 #

    Als schlanke CMS Alternative ist Cockpit – getcockpit.com – auch ganz interessant.

  20. Thomas Lohrum am 30. November 2014 #

    Sorry!
    Ich verstehe nur Bahnhof …
    Klar, kenne ich Wordpress und verschiedene Shopsysteme!
    Aber vielleicht sollte man, Webdesign und Webentwicklung den Profis überlassen!
    Oder man nimmt was von der Stange …

    Gruss Tom

  21. Philipp am 12. Januar 2015 #

    Du hast meine Abneigung gegenüber Wordpress wunderbar zusammengefasst. Ich werde mir sicherlich das ein oder andere Argument für die Zukunft merken :-)

  22. Sebastian am 20. Januar 2015 #

    Wenn es zum Thema keine Datenbank und Continuous Integration kommt, sollte Hugo nicht fehlen!

  23. Christoph am 16. April 2015 #

    Hallo,
    danke für diese schöne detaillierte Liste.

    ProcessWire hatte ich auch schon auf dem Schirm, aber bin leider noch nicht dazu gekommen mal ein kleines projekt damit aufzusetzen.

    ModX wurde kurzzeitig gehyped, aber ist jetzt eigentlich zu recht in die “Bedeutungslosigkeit” versunken. Damit zu arbeiten ist meist ohne Probleme, aber die Übersichtlichkeit und Anpassungsfähigkeit ist teilweise krass…

    Joomla ist eigentlich recht schick, wenn auch nicht mit einer so breiten Unterstützung wie Drupal oder Typo3. In einigen älteren Projekten setzen wir Joomla noch ein, aber für neuere nur noch Wordpress und Typo3, da diese für kleinere Seiten (WP) bzw. größere (Typo3) Seiten optimal sind. Typo3 bietet einige Features, eine LTS-Version, eine riesige Community und ist ebenfalls Opensource. Kann dir da nur empfehlen mal ein Projekt zu starten. Auch ist beispielsweise das Typo3 Neos (noch in der Entwicklung, leider) zukünftig sicher ein knaller. Plugins gibt es zwar nicht soviele wie in Wordpress, aber trotzdem schon einige.

    Drupal fand ich die letzte Version jetzt nicht so überzeugend (wie gesagt: typo3 finde ich besser), aber die Ankündigungen zur neuen Version lassen ja hoffen und vielleicht werde ich dann auch mal wieder ein Projekt mit der neuen Version von Drupal erstellen (ist ja besonders überm Atlantik beliebt).

    Aber ProcessWire ist jetzt wieder in Erinnerung gerufen worden und steht jetzt wieder auf meiner TODO Liste ;)

  24. Georg am 19. April 2015 #

    Wie sieht es mit der Sicherheit aus (Spamschleuder, Haftung etc.). Ich suche für ein neues Projekt hinsichtlich dieses Aspekts das richtige CMS, darf auch kostenpflichtig sein. Bislang habe ich Joomla verwendet. Bin damit aber auch schon auf die Nase gefallen, bzw. ziemlich genervt bzgl. der Hack-Nachrichten. Kann mir da jemand was empfehlen?

  25. Martin Gartner am 17. Juni 2015 #

    Sorry, aber ich muss jetzt mal eine Lanze für MODX Revolution brechen:

    —-
    Die monströse Basis-Installation mit vielen tausend Einzeldateien
    —-
    Was ist daran monströs? Was ist der Nachteil vieler Einzeldateien? Sollten die Klassen lieber alle in monströs langen Sourcen untergebracht sein? Der Verzeichnisbaum einer MODX Installation ist höchst übersichtlich aufgebaut und trennt zB. strikt Elemente, die vom Web aus erreichbar sein müssen von reinem serverseitigen Code. Ein aktuelles MODX Revo Installations-Paket enthält etwas über 5000 Dateien und Ordner.

    Im Vergleich dazu:

    Drupal v8 beta: knapp 16000
    Typo3 v7: 12300

    —-
    das superträge ExtJS-Backend,
    —-
    ExtJS ist nicht sonderlich performant. Jedoch relativiert sich Dein Argument rasch, wenn man die Roundtrip Zeiten bei anderen CMS Systemen addiert. Außerdem wurde das Backend mit Revo 2.3 deutlich beschleuningt und auch der HTML Source abgespeckt.

    —-
    die völlig verkopfte und kaputte Rechteverwaltung,
    —-
    Was ist kaputt? Die Lernkurve für das Rechtesystem ist zwar höher, dafür erhält man aber unschlagbar flexible Abstufungsmöglichkeiten wie ich sie noch bei keinem anderen CMS gesehen habe.

    —-
    die überdimensionierte Package-Verwaltung,
    —-
    Warum überdimmensioniert?

    —-
    das umständliche Bearbeiten von Inhalten.
    —-
    Ich finde die Inhaltsbearbeitung überhaupt nicht umständlich!
    Ich kann nur aus der Sicht unserer Kunden sprechen und hier haben wir für MODX die geringsten Aufwände bei Kundenschulungen.
    Durch die Baumstruktur ist es für “normnale” Benutzer recht einfach zu erfassen, wo Resourcen auf der Website angezeigt werden.

    —-
    MODX Revo ist aus meiner Sicht ein Fehlschlag: überkomplex, theoriegetrieben und praxisfern. Alle Kritikpunkte aus dem Jahr 2011 sind immer noch gültig – es hat sich kaum etwas getan.
    —-
    Dem kann ich nicht zustimmen. Das System hat – zugegeben – etwas Staub angesetzt. Dennoch ist es in vielen Bereichen (wie zB. Flexibilität, Erweiterbarkeit, Sicherheit, Community) für mich immer noch ungeschlagen.

  26. TYPO3 Internetagentur am 23. April 2016 #

    Mir fehlt irgendwie noch das CMS TYPO3 für das 2014. Das CMS hat auf jeden Fall seinen Durchbruch im Jahr 2014 bekommen. Und wurde seitdem stätig weiterentwickelt! Auch jetzt im Jahr 2016 ist es immer noch an der Spitze. Natürlich nicht zu vergleichen mit Wordpress.

  27. Alex L am 23. Juni 2016 #

    Hallo Blog-Admin,
    also natürlich ein lesenswerter Beitrag und ich zähle zu den Fans eines beliebigen OpenSource CMS. Damit sammele ich aber erst seit drei Jahren so meine Erfahrungen. Mit dem WP arbeite ich seit neun Jahren und ja ich weiss, immer diese Sicherheitslecks wie auch neulich, das neue Update 4.5.3. Das kann man alles nur packen, wenn man sich bewusst wird, jedes Update ist Pflicht und ich mache das ja meistens auch manuell, sodass ein paar Buttons angeklickt werden müssten.
    <p>
    Drupal 8 ist voll dabei und dieses setze ich etwas ein. Allerdings nach der Version 8.1.3 zeigen mir etliche Backend-Seiten kein CSS mehr dar, weshalb auch immer. Ob du dazu eine Idee hast?! Ansonsten sind alle Upgrades bei mir eine Routine und werden zeitnah angepackt.
    <p>
    Joomla auch ganz nett und agiere ein bisschen mit den Versionen wie 2.5 und 3.5. Beides scheint für viele CMS-User da draussen sehr sehr gewöhnungsbedürftig bis hin zu sehr kompliziert zu sein. Ich weiss, dass Joomla etwa schwierig sein kann, aber einmal gut eingearbeitet, kann es Spass machen. Etliche Blogger arbeiten damit privat sowie beruflich.
    <p>
    Hattest du dich schon mit den modernen Flat File CMS wie GRAV, HTMLy, Bludit und Yellow befasst. Was sind deine Ansichten dazu. Es sind Flat Files, die auf dem Webspace untergebracht werden und solche CMS-Systeme arbeiten eben ohne eine MySQL-Datenbank, haben meines Empfinden nach auch eine passable und voll akzeptable Performance.
    <p>
    Selbstverständlich nutze ich Kommentare nur zum Vernetzen und dem Netzwerken, nie als SEO oder ähnliches :-)

  28. karli am 22. November 2016 #

    Ich suche nach Alternativen zu MODX, Evo wird vernachlässigt und Revo ist mir zu groß und kompliziert geworden. Wichtige Extras werden nicht gepflegt oder kommerziell. Webkrauter, wie ich, sind dort schon lange nicht mehr gefragt. Wir waren gut genug, um das MODX bekannt zu machen und werden jetzt zu einer lästigen Altlast. Dabei konnte man ursprünglich richtig gut und flexibel damit arbeiten.
    Ich habe Processwire auf dem Schirm. Was mir fehlt, ist eine deutschsprachige Community. Ich werde altersbedingt mein lückenhaftes Englisch nicht mehr großartig verbessern. Wenn die deutsche Community kommt, habe ich meine neue Heimat gefunden. Ist da etwas zu erwarten? Andernfalls muss ich weiter nach Alternativen suchen. Vielleicht CONTAO. Das ist trotz dickem Handbuch ein ganz schöner Brocken, den ich erst einmal verdauen muss. Mir fehlt auch die Flexibilität und Einfachheit von MODX Evo.

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