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Gerrit, 27.09.2008

Subjektiver CMS-Einkaufsführer

Wenigstens bin ich nicht der einzige! Und neu ist meine Problematik auch nicht: Bereits Anfang 2004 war der große Dave Shea auf der Suche nach einem geeigneten CMS, das seine (wirklich nicht besonders exotischen) Forderungen erfüllt. So ähnlich fühle ich mich auch gerade, jedoch fast 5 Jahre später. Und wie es scheint, hat sich gar nicht soviel verändert :-)

Ich möchte mich in mittelfristiger Zukunft in ein CMS einarbeiten, mit dem ich typische, größtenteils statische, mittelgroße Websites für Kunden umsetzen kann. Folgende Anforderungen wären mir wichtig:

  • PHP/MySQL-basiert: Machen wir uns nichts vor: Perl, Python oder Ruby on Rails bekommt man nur schwer gehostet und Experten sind rar und teuer. PHP hingegen kann jeder – und falls der Kunde mich mal nicht mehr mag, kommt er leichter an einen Nachfolger.
  • Frontend-/Backend-Aufteilung: Eine klare Trennung der beiden Bereiche ist am einfachsten zu Begreifen.
  • Seiten- bzw. hierarchiebasiertes Grundprinzip: Die meisten Websites sind nun mal keine coolen dynamischen Blogs oder Foren, sondern langweilige statische Seitenbäume. Ist letztlich für den Kunden am einfachsten zu begreifen.
  • Aktives Open-Source-Projekt: Eine Community für Fragen wäre klasse. Und dass man nicht abhängig von einer kommerziellen Firma ist. Und wegen des Karmas. Und wegen Geld.
  • Übersichtliches und schnelles Backend: Idealerweise sollte das CMS nicht versuchen, die GUI von Windows oder Linux nachzuahmen (was erstaunlich viele Systeme leider tun).

Wenn man solche Fragen stellt, ist jeder meiner Leser und Follower auf einmal Bundestrainer CMS-Experte und will sein favorisiertes System anpreisen. Doch bitte: Ich habe mir natürlich schon einiges angesehen und es kommt einfach das meiste derzeit nicht in Frage! Ich gehe mal ein paar durch:

  • TYPO3 ist zu mächtig und zu kompliziert. Ich bin kein Drachentöter
  • WordPress kommt meinem Ideal prinzipiell schon nahe, doch ist mir das System einfach zu heikel: Aus Sicherheitsgründen, wegen der miesen Performance, und wegen dem Hände-schmutzig-machen, das stets doch immer dazugehört, wenn man individuelle Dinge mit der Installation anstellen will.
  • Joomla hat bei der Vorstellung auf dem Multimediatreff einen etwas seltsamen Eindruck hinterlassen – das Templatesystem erschien mir umständlich, und auch sonst hat sich das nicht so gut angefühlt. Und es ist halt auch wieder nix seitenbasiertes …
  • Drupal kenne ich inzwischen recht gut. Es liegt jedoch etwas außerhalb meiner Kompetenz. Der super-universelle Ansatz von Drupal verlangt vom Entwickler, noch eine Menge Arbeit reinzustecken, um daraus ein nutzerfreundliches und übersichtliches System zu machen. Ein spezielles Admin-Theme (und vielleicht gar ein vorkonfigurierter Fork) für seitenbasierte Auftritte wäre hilfreich – Garland ist zu generisch und platzraubend. Insgesamt ein cooles System, was ich auch weiterhin (mit Hilfe meines Kollegen) nutzen möchte, aber eben nicht so sehr für klassische statische Websites.
  • Sefrengo macht auf mich einen eher bäuerlichen Eindruck. Die Website bietet kaum Infos, das ganze wirkt nicht lebendig und mir persönlich auch nicht smart genug.
  • Redaxo wirkt sehr kühl, kommerziell und lieblos auf mich. Die Website bietet nur sehr wenig, sehr schlecht aufbereitete Infos über das System, und gerade mal zwei bemerkenswert hässliche Screenshots. Dafür jede Menge bescheuerte Stockfotos. Macht überhaupt keine Lust, dies auszuprobieren.
  • ExpressionEngine hängt derzeit zwischen zwei Versionen – der große Sprung auf die 2 ist noch nicht vollzogen. EE ist außerdem offenbar nicht hierarchie-basiert, wie ich dachte, kostet meines Erachtens etwas zuviel Kohle und konnte mich bei einem kurzen Testlauf der Core-Variante nicht begeistern.
  • MODx ist ein sehr heißer Kandidat: Super-Philosophie, auf der Website gut dargestellt. Derzeit sehe ich nur zwei Probleme: Zum einen wird gerade an einem kompletten Rewrite des Systems gearbeitet, der jedoch noch einige Wochen oder Monate dauern wird, bevor er produktiv eingesetzt werden kann. Da sich neben vielen anderen Dingen auch die Template-Syntax ändern wird, weiß ich nun nicht so recht, ob ich die alte Version noch lernen möchte, oder lieber auf eine stabile Version 2 warten sollte. Was mir auch nicht gefällt: Die Windows-ähnliche Backend-Oberfläche – zu kleinteilig. Generell gefällt mir aber die Tatsache sehr, dass ich einerseits eine Baumstruktur als Grundlage nehmen kann, gleichzeitig aber in den Templates ganz ähnlich wie in Textpattern verfahren kann: Mit Seitentemplates, scriptfähigen Codesnippets und statischen Chuncks.
  • TypoLight Der derzeit vielleicht noch eine Spur heißere Kandidat! Klasse Website, schicke Screencasts, man fühlt sich sehr gut aufgehoben in der Community. Wehrmutstropfen: Das Backend erinnert schon sehr an TYPO3 (Welch Wunder!). Natürlich ist das viel einfacher und besser in der Handhabung, aber es ist eine vollkommene Kehrtwende zu dem, was ich bisher so gemacht habe. MODx ist da näher dran, aber TypoLight wäre halt genau jetzt einsatzbereit, und es gibt sogar ein deutschsprachiges Handbuch vom deutschen Hauptentwickler.

Ich weiß, dass ich einigen Systemen nicht gerecht geworden bin. Aber ich kann mir nicht 15 Dinger installieren und jeweils mehrere Stunden darin herumspielen. Von daher muss ich mich wahrscheinlich auf mein Gefühl verlassen, und das schwankt derzeit zwischen MODx und TypoLight. Weil die CMS-Wahl auch Bauchsache ist.

Unabhängig davon habe ich zwei relativ neue, wirklich coole Systeme gesehen, die noch in der Anfangsphase stehen und sich auf extreme Einfachheit besonnen haben. Sie kommen vorerst nicht in Frage, weil sie zu neu und zu wenig bewährt sind, aber sie machen Lust auf mehr:

  • Chyrp ist super-charmant und kann verschachtelte, statische Seiten. Aber auch nicht viel mehr :-)
  • Wildflower basiert auf CakePHP (cool!) und bietet eine Mac-OS-X-inspirierte Oberfläche, auch sehr reduziert.

update am 12. Juli 2009: Da ich nun von vielen Seiten immer wieder gefragt werde, für welches System ich mich denn nun entschieden habe: Es ist MODx geworden! Zurzeit setze ich mein erstes Projekt mit Version 0.9.6.3 auf, und es ist eine wahre Freude, wie exakt MODx meine Anforderungen an ein alltagstaugliches CMS erfüllt. Alles, was mir in Textpattern fehlt, ist hier vorhanden (Seitenbaum, Medienverwaltung), und auch die Schwachstellen von WordPress gibt es hier nicht (schlank, schnell und sauber umgesetzt!). Ich empfehle allen, sich das mal in Ruhe anzugucken, es lohnt sich!

99 Kommentare

  1. Jared am 27. September 2008 #

    Ich kann dir persönlich Typolight wärmstens empfehlen. Es macht einfach Spaß mit dem CMS zu arbeiten und dank der hammer Community hat man wirklich für jedes Problem eine Lösung – und bei heftiger Not hilft der Leo höchstpersönlich auch mal :)

    lg
    Jared

  2. Hanjo am 27. September 2008 #

    Sieh dir Serendipity (S9y ; Featureliste ) an. Über das Forum gibt es sehr freundlichen und interessierten Support der Entwickler und Anwender, und das CMS kann alles, was du brauchst, ohne überladen zu sein. Ich betreibe vier Websites damit.

  3. Thomas Gigold am 27. September 2008 #

    Chyrp würde ich nicht unbedingt als CMS bezeichnen, eher als Tumble-Blog. Abgesehen davon buggt das Ding extrem rum. Nichts, was ich einem Kunden antun würde …

    ExpressionEngine ist in der aktuellen Version wirklich wie ein Bahnhof auf dem man wartet, dass die neue Version kommt. Auch, weil 2.0 dann auf dem FrameWork CodeIgniter basieren wird. Und genau das ist, was sicherlich auch Wildflower extrem interessant macht -> Die Erweiterung die möglich ist, weil ein offenes Framework die Basis bildet. Das macht es möglich die Systeme extrem erweitern oder »umformen« zu können.

  4. Labrami am 27. September 2008 #

    Du hast OpenEngine vergessen!

    www.openengine.de

  5. Uwe Chardon am 27. September 2008 #

    Vor einem Jahr stand ich vor dem gleichen Problem. Hab mich dann für Joomla entschieden und zwar wegen VirtueMart einem Shopsystem das sich nahtlos in Joomla einfügt. Inzwischen hab ich 5 Projekte damit gemacht und bin sehr zufrieden!
    TypoLight mit seinem moderneren Ansatz hat mir fast noch besser gefallen allerdings hat mir das Shop-Plugin gefehlt.

  6. Andreas am 27. September 2008 #

    Ich hab mit WebsiteBaker gute Erfahrungen gemacht.

    Es hat diese hierarchischen Seitenaufbau, die einfachste Oberfläche die ich kenne und man kann recht einfach irgendwelches special PHP reinhacken.

  7. Markus am 27. September 2008 #

    Hallo,

    gearbeitet habe ich mit Joomla, Redaxo und Typolight.

    Joomla ist meiner Meinung nach für den wirklich professionellen Einsatz nicht geeignet. Nach ca. fünf Jahren habe ich mich von dem CMS verabschiedet.

    Redaxo wirkt sehr nüchtern ist aber sehr gut gemacht. Modularer Aufbau und viele Möglichkeiten der Erweiterung sprechen hierfür.

    Typolight ist ebenfalls modular aufgebaut (alles andere käme bei mir nicht mehr in Frage). Das Backend ist ansprechender als bei Redaxo. Von Haus aus sind mehr Basisfunktionen als bei Redaxo implementiert. Das System ist von Grund auf intelligent durchdacht worden. Die Template-Programmierung ist denkbar einfach, wenn man das System einmal verstanden hat.
    Ich betreue mehrere professionelle Webauftritte mit diesem CMS und bin völlig begeistert.

  8. Frank am 27. September 2008 #

    Dir sit sicher klar, dass ich zu WordPress tendiere, weil mich die Anpassungsfähigkeiten begeistern. Oft ist es doch auch so, dass nach einer gewissen Zeitspanne zumindest ein Newsbereich die Seite mit Leben füllen soll und dann werden doch einige Bereiche wie Feed und Posts gebraucht. WordPress läßt sich sehr gut verwenden, page als klassisches CMS und die Blogfunktion für den Newsbereich. Entscheidend für den Anwender und Laien ist, dass man das Backend für sein Bedürfnisse anpasst und ungenutzte Bereiche und Funktionen deaktiviert oder versteckt. Mit meinem Plugin Adminimize geht das recht gut, auch ohne PHP-Kenntnisse.
    Ab 2.7 hat WordPress das Core-Update und direkte Editfunktion ohne in die Seiten zu springen, so dass der Nutzer noch einfacher Ändern kann und die Sicherheit sehr hoch ist, denn WordPress fixt extrem schnell bzw. die Community. Die große Popularität von WP sorgt einerseits natürlich für die Suche durch Hacker und andererseits für schnelle Fixes und hohe Sicherheit.
    Aber ich will nicht so weit ausholen, denn du willst ja WP nicht. Allerdings kann ich den Punkt »Hände schmutzig machen« nicht verstehen, was ist da bei anderen System anders?

    Alternativ könntest du ja mal Websitebaker anschauen, das ist zumindest extrem einfach und schlank gehalten. Der eine oder andere hat schon darüber berichtet, so dass ich es im Hinterkopf hatte.

  9. Baz am 27. September 2008 #

    Stand vor einiger Zeit vor der selben Entscheidung und hab mich für Drupal entschieden. Die Menge an stabilen Erweiterungen und Modulen entschädigt für so seltsame Eigenheiten von Drupal.

    Ansonsten fand ich ModX ziemlich klasse weil es eben genau den Code ausgespuckt hat den ich wollte. Eigentlich ein CMS für die Fälle bei denen man gar kein CMS bräuchte, aber ne menge Kleinarbeit erspart

  10. Anne-Kathrin am 27. September 2008 #

    Dein Eindruck von Joomla- gut getroffen.
    Da hing jahrelang sozusagen mein Herzblut dran und ich habe mich mit einem lachenden und einem weinenden Auge davon verabschiedet.

    Danach eine ähnliche Frage: modX oder TYPOlight.
    Hängen geblieben bin ich im ersten Schritt bei TYPOlight:
    elegant, sehr flexibel, professionell gemacht. modX auf den ersten Blick verwirrend, aber sicherlich unheimlich stark.

    Ein Shop Addon würde ich aus verschiedenen Gründen nicht zu entscheidenen Kriterium machen: die Anforderungen an einen Shop sind sehr komplex, individuell und meine Erfahrung zeigt, dass es nicht sinnvoll ist, jedem seinen Virtuemart aufs Auge drücken zu wollen.

    Nicht die Masse der Erweiterungen macht’s sondern die Qualität. Business Website braucht nicht jeden Gimmick.

    Und das Wichtigste:
    ein CMS muss man kennen, mit allem Macken.
    Man muss es lieben und man muss es selbst einsetzen wollen. Dafür muss man dann aber auch testen.

    Was das deutschsprachige Benutzerhandbuch betrifft:
    Für dich wird wohl die nicht-Existenz einer deutschsprachigen Anleitung keine Rolle spielen.
    Für die meisten Kunden empfiehlt sich eine individualisierbare, abgespeckte Variante, in der sie ihr System mit denen ihnen zugestandenen Rechten wieder erkennen können.

  11. GE am 27. September 2008 #

    Ich weiss ja nicht, was Du mit kleiner bis mittlerer Website meinst. Wahrscheinlich sowas wie Deine Ferienhaus- Griechenlandseite. Was man früher schnell mal von Hand geschrieben hat.

    Für solche Seiten kann ich Dir nur meine (für mich persönlich) Entdeckung des Jahres empfehlen: CMSimple .

    Nur php, keine Datenbank, keine Installation, nur hochladen, ein paar Dateien und Verzeichnisse auf 777 setzen, los gehts.

  12. Moritz am 27. September 2008 #

    Also ich kann dir auch nur raten mal Websitebaker anzuschauen. Sehr überschaubares Backend, Baumstruktur, OpenSource, lebhafte Community (auch auf deutsch) und eine sehr einfache Template Engine. Perfekt für Statische Seiten und schnell!

  13. Jared am 27. September 2008 #

    @Gerrit

    Ein Grund warum ich Textpattern nicht einsetze: Die Kommentarbenachrichtigung ist kompletter käse… Ich will nicht immer auf den Link klicken wenn im Minutentakt ein neuer Kommentar geschrieben wird :(

    Gibt es da nicht auch so ein tolles Plugin wie bei WP das man die Kommentare noch in der Mail lesen kann?

    Sorry für Off-Topic.
    Aber das ist mir schon vor 2 Beiträgen in denen ich kommentiert habe aufgefallen. Und dabei abonniere ich schon sehr gerne die Kommentare hier.

  14. Anne-Kathrin am 27. September 2008 #

    @GE:

    Also diesen Minimalismus Anspruch versteh ich nicht, nochdazu wo heute so ein bisschen Webspace mit Datenbank echt nicht die Welt kostet.
    Immer auch ein bisschen in die Zukunft denken (was nicht bedeutet, gleich mit Kanonen auf Spatzen schießen zu wollen).
    Kennst du nicht den Effekt des »ist ja cool, was da alles geht, könnten wir da nicht noch…?« bzw. »ich hab da kürzlich gesehen… , könnten wir das nicht auch…?«
    Und manchmal sind es wirklich Kleinigkeiten, die einem das Leben schwer machen.

    Unter kleiner Website versteh ich nichts grundsätzlich total statisches, vielmehr etwas, das eben nicht täglich aktualisiert wird, so wie das bei einer normalen Businesswebsite eines stinknormalen Betriebs eigentlich Gang und Gäbe ist. Es steht ja hier auch »grundsätzlich statisch«.

  15. GE am 27. September 2008 #

    @ Anne-Kathrin: CMSimple nehme ich für Seiten, bei denen ich früher nie im Leben daran gedacht hätte, ein CMS zu nehmen. Da will ich eine Datenbank weder anlegen, noch mich darum kümmern. ;-)

    Um Kosten geht es mir dabei gar nicht. Eine Systemanforderung weniger ist für mich ganz einfach grundsätzlich ein plus.

  16. Heiner am 27. September 2008 #

    > Sefrengo macht auf mich einen eher bäuerlichen Eindruck.

    Damit willst Du ausdrücken, dass Du Sefrengo klasse findest? Ansonsten müsste ich als Bauer mein tiefes Missfallen zum Ausdruck bringen!

  17. Nils Hörrmann am 27. September 2008 #

    Es ist in Deutschland nicht sonderlich bekannt, aber ich kann für alle Webstandardliebhaber nur Symphony wärmstens empfehlen (dies hat nichts mit dem PHP-Framework Symfony zu tun – dumme Namensgleichheit).

    Vorteile:

    * Inhalte und Seitenstrukture (URL) werden getrennt organisiert. * Inhalte lassen sich in verschiedene Sektionen unterteilen, die sich vollständig an die eigenen Bedürfnisse anpassen lassen (benutzerdefinierte Felder). Wenn man allerdings regelmäßig mit den gleichen Seiten- und Inhaltsstrukturen arbeitet, kann man sich einen Standard-Workspace anlegen, den man immer wieder verwenden kann. * Die URL-Struktur und -Betitelung ist komplett einstellbar. Verschiedene URL-Schemen für gleiche oder verschiedene Bereiche sind möglich. * Alle Daten werden als dynamisch generierte XML-Dateien zur Verfügung gestellt. Entsprechend findet das Templating ausschließlich über XSLT statt. Dadurch hat man vollständige Kontrolle über den Code. Und der XSL-Parser rückt am Ende auch alles noch ordentlich ein. * Das Admininterface ist aufgeräumt. Erweiterte Funktionalität kann mittels Extensions erzielt werden. * Es gibt Frontend-Editing-Möglichkeiten * Grundlage sind PHP 5+ und MySQL 4.1+. XML- und XSL-Verarbeitung werden vorausgesetzt.

    Symphony 1.7 (kostenfrei)
    Symphony 2 beta (kostenfrei, OpenSource – MIT)

  18. Lukas am 27. September 2008 #

    Hallo Gerrit,

    ich als CMS-Entwickler habe mir schon viele CMS angeschaut.. und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass die meisten aus einer einzigen Chaos-Code-Wüste bestehen.

    Wordpress ist wirklich das letzte, was ich meinem Kunden anbieten würde. Man gucke sich einmal den Code an – es ist wirklich unglaublich, wie sich die Entwickler darin zurechtfinden können.

    Was du benötigst, ist doch ein kleines, simples CMS – ohne 100 Plugins, die dann jeweils 5 Sicherheitslücken aufweisen, oder?

    Ich habe mich aufgemacht, mir mein eigenes CMS zu programmieren, und es ist schon einiges dabei herumgekommen (Auch wenn es noch nicht fertig ist..)! Auch wenn es dauert – PHP-Entwicklern, die Objektorientierung verstanden haben und sich auch schon mal mit Design Patterns vertraut gemacht haben, kann ich nur empfehlen, ein eigenes CMS zu entwickeln.

    Der Vorteil: Es gibt bislang wenige CMS in PHP, die Objektorientierung im Zusammenspiel mit Design Patterns umsetzen – wer sich jetzt aufmacht, und ein eigenes CMS entwickelt, kann dies immer nutzen, leicht erweitern und – den eigenen Wünschen anpassen!

    http://michaelbertsch.eu/
    zB hat Michael Bertsch ein CMS gebaut: objektorientiert, wenn auch nicht komplett – auch wenn ich es anders angehen würde, gut gemacht.

    http://kanedo.redio.de/en/
    auch ein, wie ich glaube, vielversprechendes CMS. Man gucke sich das Repository bei Google Code an.. es ist zwar nur sehr wenig Code online, sieht trotzdem nach einem stabilen Grundgerüst aus.

    Meines ist leider im Moment noch nicht online..

    Gruß,
    Lukas

  19. Christian am 27. September 2008 #

    eine Frage: Suchst Du ein CMS, mit dem Du, um Dir das Leben bequemer zu machen die Sites verwalten willst oder eines, was man auch einem Kunden gut an die Hand geben kann?
    Denn wenn es zweiteres ist, dann kann ich Deinen Kandidaten MODx nur stützen. Dank der – ja schon genannten – Windows-ähnlichen Bedienung finden sich meiner Erfahrung (vier Sites) selbst ziemliche DAUs schnell ein.
    Und wenn Du Deine Seiten nur mit Template-Variablen aufbaust nimmst Du dem User auch jede Chance alles zu zerstören und lässt ihm trotzdem ziemlich Freiheiten, seine Seiten in Deinem Rahmen zu gestalten.

    Kunden, denen ich ein WordPress an die Hand gegeben hatte hatten oft mehr Probleme.

  20. Damian am 27. September 2008 #

    Hi Gerrit,
    vor dem Problem stehe ich auch seit Jahren. Angefangen mit CMS wie PHPNuke, Mambo, Joomla bis hin zu Redaxo, Wordpress, PHPWebsite etc. Alles hat seine Stärken und Schwächen. Aktuell weiß ich auch nicht wirklich was ich machen soll. Die letzte Zeit hatte ich sehr viel Spaß an WebsiteBaker, da es wirklich sehr leicht zu erlernen ist. Es gibt zwar eine Community und man wird dort unterstützt, ist aber natürlich mit einer Community wie bei Typo3, Joomla oder gar Wordpress nicht zu vergleichen. Nichts desto trotz lässt sich Websitebaker leicht anpassen, Plug-Ins neu programmieren mit wenig Aufwand und die Templates lassen sich wirklich sehr fix anpassen. Einziges Manko, die Releases dauern oftmals recht lang, habe nach wie vor öfters Probleme mit UTF-8 und ISO Schriften und es hat keine Templatescriptsprache wie Typo3 oder Textpattern, so dass man funktionen in den Templates ähnlich unschön gestalten muss wie bei Wordpress.

    Das schöne an Wordpress ist, dass du von vorn herein den Menü/Linknamen sowie Meta-Description und Keywords eingeben kannst. Hierarchie ist auch mit dabei.

    Zu Typo3, ja was soll man sagen, ich will das können, da man damit ja viel machen kann, jedoch streubt sich irgendwas in mir das Ding mal vernünftig anzugehen….

    Zu MODx und Typolight kann ich nur JA sagen.
    MODx hat sogar die Möglichkeit richtige Statische Seiten zu produzieren (soweit ich das in Erinnerung habe).

    LG
    Damian

  21. Anne-Kathrin am 27. September 2008 #

    Na Gerrit, jetzt bist du so richtig schlauer, oder?

    Man kann dir echt nur einen Tipp geben: Teste ein paar CMSse online auf irgendeinem dieser Portale, mach dir auf cmsmatrix deinen eigenen Vergleich und installier dir deine drei ganz heißen Kandidaten, am Besten auf mehr als einem Server.

    Ich wette fast, es wird dann doch letztendlich eine Bauchentscheidung und ich halte die, mit ein bisschen Vorauswahl, auch gar nicht für allzu verkehrt.

  22. Oliver am 27. September 2008 #

    Sicherlich ist es um Sefrengo recht ruhig, aber wenn es wirklich nur um kleine Projekte geht, deren Inhalt größenteils statisch ist, ist es völlig ausreichend.
    Wichtig für mich bei Sefrengo: Auch der dümmste unbedarfteste Kunde versteht’s. Leider ohne Versionierung, das fehlt mir etwas aber dafür einfach erweiterbar.

    PS: Im Sefrengoforum gibt es grad einen Thread zum Thema CMS Auswahl:

  23. Jens am 27. September 2008 #

    @Lukas & Gerrit: Ich habe meine Suche ebenfalls aufgegeben und ein eigenes CMS Gebaut. Es hat keine Oberfläche, besteht nur aus APIs. So kann ich je nach Kundenwunsch immer eine passende / maßgeschneiderte Oberfläche »andocken«. Man kann den Inhalt auch als RSS oder PDF ausschpucken lassen , Flash und Ajax haben ebenfalls ihre Schnittstellen und über ein Zusatzmodul ist sogar eine Benutzerverwaltung mit drinn, die htaccess. verwaltet, via SSL laufen kann und die wahl zwischen Admin/user/Guest oder Rollen vergabe bietet … ich habe einfach gemerkt, das mich vorhandene CMS-Lösungen immer einschränken oder irgendwann vom Kunden die Bereitschaft verlangen Kompromisse einzugehen.

  24. Lukas am 27. September 2008 #

    @Jens: Hast du dein CMS objektorientiert gebaut?

    Sehr wichtig ist übrigens natürlich auch, dass man Content, wie Jens schon sagte, in allen Formaten ausliefern können muss (d. h. meiner Meinung nach dass das die Controller-Schicht nicht ein einziges HTML-Tag ausgeben/generieren darf. Die gesamte Ausgabe, wirklich alles sollte per Templates gemacht werden.). Und das kann fast kein CMS. Was ist, wenn plötzlich ein neues Ausgabeformat eingeführt werden muss? Keine komplizierten Businesslogik-Software-Updates, nein – einfach ein neues Template und fertig!

    Lukas

  25. Damian am 27. September 2008 #

    P.S.: Jetzt wo ich was von Matrix hörte… da gibts was feines zum vergleichen:
    http://www.cmsmatrix.org/matrix

  26. Anne-Kathrin am 27. September 2008 #

    @Damian:

    Genau das meinte ich natürlich, aber ich habe eigentlich gedacht, das sei bekannt… hm.

  27. Jens am 27. September 2008 #

    @Lukas: Ja, alles OOP. Der »Kern« des CMS wird auch als Session Variable im Speicher des Servers abgelegt, also einmal initiiert und dann nur noch angesprochen, wie ein normals (lokales) Programm/Software.

  28. Gerrit am 27. September 2008 #

    @GE: Mit mittlerer Seite (von klein war nicht die Rede, dafür nehme ich Textpattern) meine ich zum Beispiel sowas wie MorphoSys oder Pfleiderer, deren Auftritte ich damals in der Agentur zum großen Teil umgesetzt habe. Diese laufen auf einem selbtgestrickten CMS. Aber das ist eigentlich nicht gut so, denn man sollte seinen Kunden immer etwas offenes an die Hand geben, mit dem sie nicht an den Anbieter gebunden sind. Und wenn Sonderwünsche entstehen, kann man bei einem etablierten System immer ein Plugin finden. Bei einer Eigenentwicklung muss man immer alles komplett selber bauen. Mühsam.

  29. muhli am 27. September 2008 #

    Typolight ist wirklich sehr schick. Bisher war aber CMSmadesimple (www.cmsmadesimple.org) das CMS mit dem ich eine Seite am schnellsten habe realisieren können, und das auch für den Kunden sehr einfach zu benutzen ist. Die Template-Engine ist Smarty (nicht so schnell wie andere Lösungen, dafür aber sehr einfach und hochflexibel).

    Habe mich aber letztes Jahr auch daran gemacht mein eigenes CMS zu basteln. Fertig ist es leider noch nicht,
    anschauen lohnt sich mit Sicherheit auch für dich :) Ist übrigens Open-Source, Mitstreiter und Ideengeber fehlen aber noch :(

    Allerdings habe ich bis heute kein CMS gefunden, das es mir ermöglicht hätte die verschiedenen Wünsche verschiedener Kunden zu realisieren. Die Wahl des Redaktionssystems mache ich auch davon abhängig, wie groß der Wartungsaufwand der Seite ist und welche Kentnisse der Kunde/Redakteur hat. Vielen Systemen merkt man leider an, dass sie von Entwicklern gemacht sind, scheinbar ohne den Benutzer, bzw. die spätere Benutzbarkeit, wirklich einbezogen zu haben.

  30. rwc am 27. September 2008 #

    passt jetzt nicht in diese Reihe da es wirklich nur für sehr einfache Sachen benutzbar ist, aber die Idee gefällt mir: http://www.cushycms.com/

  31. Harald am 27. September 2008 #

    OOP ist ja nett, aber kein wesentliches Kriterium. Entscheidend ist, dass die Systemlogik von der Modullogik und vor allem der Ausgabe klar abgetrennt ist.

    Sicher kann man mit Wordpress und anderer Blogsoftware nette Vereinsseiten bauen, aber zumindest Wordpress gibt mir zuviel HTML vor. Für Standardblogs von Otto Normal ist das vielleicht auch ein Vorteil, jedoch nicht, wenn die Anforderungen mitwachsen sollen.

    Eine aktive Community und eine gute Dokumentation ist ebenfalls entscheidend. Ob ich es aber gut finde, wenn es dazu noch hunderte Module und Plugins gibt, weiß ich nicht so recht. Nicht nur, dass es dann häufig schwer fällt, das passende zu finde. Die Qualität der Zusätze ist auch nicht immer gewährleistet. Wichtiger ist mir, ob ich Module dank sinnvoller Programmarchitektur und guter Dokumentation selbst programmieren kann.

    Komplexe Zusatzmodule wie ein Shop oder Forum sollten schon mitgeliefert werden – wenn der Bedarf da ist.

    Ob es Boliden wie Typo3 oder eZ Publish sein sollen oder Consumer-CMS wie Joomla, entscheiden der Umfang der Website und der Ablauf in der Redaktion. Also gibt es einen Workflow, kann ich Inhalte in mehreren Sprachen verwalten, gibt es ein ausgereiftes Caching, kann das Backend mit großen Datenmengen umgehen …

    Der Handwerker von Nebenan hat da ganz andere Anforderungen. Der muss sich anmelden und loslegen können, was bei vielen CMS nicht gegeben ist. Menschen, die alle halbe Jahre mal was an ihrer Website machen, sollten nicht erst eine Schulung brauchen. Für solche Websites setze ich in Ermangelung von Alternativen bisher Wordpress ein. Ich werd mir mal CMSimple ansehen …

  32. Steffen am 27. September 2008 #

    Ich bin einer der Drachentoeter und muss mich deshalb hier auch mal zu Wort melden. Typo3 ist meiner Meinung nach durchaus eine Idee wert, denn wenn du das einmal beherrschst, dann kannst du damit nicht nur mittelgrosse Websites realisieren. Allerdings sind natuerlich die Lernkurve und Servervorraussetzungen nicht unerheblich. Und mit Typo3-Schulungen laesst sich auch gut Geld verdienen ;-)

  33. Harald am 27. September 2008 #

    CMSimple muss nicht sein. Simpel ist ja ganz nett, aber man kann es auch übertreiben.

  34. Kay Märthesheimer am 27. September 2008 #

    Ich weiß nicht, ob man sich bei der Auswahl eines CMS von seinem Bauchgefühl leiten lassen sollte. Speziell bei Redaxo lohnt sich der zweite Blick …
    Ich wundere mich immer wieder, wieviel Zeit und Energie manche darauf verwenden vorhandene Systeme so zu verändern, bis sie etwas tun können, für das sie eigentlich nicht gemacht sind statt. Viele Systeme leiden unter ihren eigenen unstrukturieren Anfängen (Joomla) oder haben eine konzeptionell sehr eingeschränkten Anwendungsbereich (Blogs). Hier gefällt mir das sehr durchdachte konsequente Grundkonzept von Redaxo – dass ich Dir, Gerrit, auch gerne mal persönlich vorstelle. Glaub mir, Du wirst begeistert sein!

  35. Jeena Paradies am 27. September 2008 #

    Auch wenn es nicht zu deinen Anforderungen passt und auch kein CMS ist, würde ich empfehlen sich mal wirklich Frameworks wie <a href=»http://djangoproject.com«>Django</a> oder <a href=»http://rubyonrails.org«>Rails</a> anzugucken. Damit kann man sich in wirklich kurzer Zeit solche Grundbausteine die man von seinem eigenen CMS erwartet zusammenbauen, und trotzdem ist man nicht durch die Fähigkeiten dieses CMS begrenzt, sondern kann darauf dann aufbauen und auch mal ausgefallenere Sachen mit einfachen Mitteln und ohne Verrenkungen umsetzen.

  36. Damian am 27. September 2008 #

    Das Problem bei Django und Rails ist die Hürde des Servers! Und klar die Spezis die sowas programmieren (PERL und RUBY) das will er ja nicht!
    Deswegen PHP/SQL

  37. Martin am 27. September 2008 #

    Damian: <pedantik>
    1. Django ist in Python geschrieben
    2. SQL ist eine Sprache, kein DB-Server ;)</pedantik>
    3. Die lassen sich mittlerweile recht einfach einrichten
    4. Mit Django kann man wirklich sehr schnell eine funktionierende, seitenbasierende Site erstellen. Da muss man wenig Python und gar kein SQL schreiben, und vor allem kein Admininterface. Das wird nämlich von Django generiert.
    5. Django und Rails haben auch Datenbank-Backends (MySQL, SQLite, PostgreSQL) ;)

  38. Jens am 27. September 2008 #

    @Harald: Sicherlich wird OOP in der Anwendung eines CMS kaum eine Rolle spielen. Möchte man aber tiefer in ein System hineinschauen ist es schon von Vorteil eine Ordnung wie sie OOP verlangt vorzufinden. Hinzu kommt, dass OOP Mechanismen anbietet die ohne OOP nur mit einiges mehr an Aufwand umzusetzen sind, und somit auch mehr Performance und Ressourcen verlangen. Und wie ich es bis jetzt überschauen kann, gibt es bei PHP nur mit OOP die Möglichkeit, eigene bliebig komplexe Objekte im Speicher des Servers zu laden um sie von jedem Ort der Seite wieder aufrufen zu können, was sowohl den Performanceanspruch als auch den Programmieraufwand um einiges reduziert.

  39. Damian am 27. September 2008 #

    @Martin
    Ehm ja dann habe ich mich halt vertan. Ist es halt Python.
    Nur, finde mal einen günstigen Server der perfomant genug ist für Python. Das es ein Framework ist, weiß ich auch. Und das SQL nur eine Query Language auch. CakePHP kann ähnlich wie Ruby oder Django auch nach dem MVC prinzip alles einfacher machen. Und Django ist auch gut, sicherlich! Nur, Server und Python als Sprache findest du nicht oft. PHP ist halt wesentlich verbreiteter auch bei den Programmierern :)

  40. micha am 27. September 2008 #

    chyrp ist ein unperfekter wordpress-clone und kann auch posts.

    kostete 5minuten das zu testen btw.

  41. datenkind am 27. September 2008 #

    Wie man an der Liste der Kommentare sieht, ist das Thema CMS schon wieder eine Glaubensfrage. Bleibt wohl nicht aus, wenn man sich aus einem Wust von mehr als 800 verschiedenen Systemen „entscheiden“ darf.

    Ich kann nur für System plädieren, bei den man die volle Kontrolle über den generierten Code hat, Skalierbarkeit, Unabhängigkeit (ich halte nichts von eigenbrödlerischeren Eigenkreationen, wieso das Rad neu erfinden?), nunja, der ganze Schmock, der einen ernsthaften Webentwickler eben interessiert.

    Wenn ich beispielsweise nur schon „Joomla“ höre, wird mir einfach nur schlecht. Typo3 ist ein irres System, hat aber eine extreme Lernkurve, die man erstmal überwinden muss. Wordpress hat die größte Community und man findet für jeden Furz eine Lösung.

    Was mich richtig anmacht ist ModX, ein für mich aktuell wirklich geniales kleines CMS, extrem flexibel und man hat alles in der Hand. Arbeite damit an einigen Projekten momentan.

    Letztlich bliebt natürlich nicht aus, dass man selber „seinen“ Favouriten aussucht und mit all seinen Macken kennt, dann kann man auch damit umgehen und das letzte Quäntchen rauszaubern.

  42. Lukas am 27. September 2008 #

    @datenkind
    Nein, keine neuen Räder erfinden. Das Rad an die eigenen Bedürfnisse anpassen, sozusagen. Ist besser, also sich über die Räder, die es schon gibt, aufzuregen. Macht man sein eigenes, hat man alle Fäden in der eigenen Hand!

  43. Dave am 27. September 2008 #

    Ich bin ein blutiger Anfänger im Webdevelopement, aber ich stand vor wenigen Tagen auch vor der grossen Auswahl an CMSen, die alle nicht alles können was ich will. Schlussendlich habe ich mich für ein ganz junges, simples und leichtes entschieden – Frog Das passt mir mehr oder weniger sehr gut und ich hatte mich nach einem Abend eingearbeitet…

  44. Anne-Kathrin am 27. September 2008 #

    Mal so eine provokante Frage:
    Es gibt ja wohl durchaus einige gute CMS Systeme, die die von Gerrit genannten Anforderungen erfüllen – persönliche Präferenzen hin oder her.
    Was bewegt so viele, hier nochmal bei Null anzufangen?
    Ist die Motivation nicht dann doch zunächst/unmittelbar, eine auf EINEN Kunden zugeschnittene Lösung zu stricken? (die man dann womöglich gleich für den nächsten verwendet und ausbaut, was ja legitim und verständlich ist)
    Ich sehe keinen anderen Grund, mich würde daher sehr interessieren, wo denn nun ganz konkret euere Motivation war und was es denn nun konkret unmöglich gemacht hat, auf eine bereits bestehende, stabile Lösung aufzusetzen und für die dann Anpassungen zu machen.

    Ach ja noch zum Bauchgefühl: die Chemie muss stimmen zwischen mir und einem CMS – sonst wird das nix. Auf den ersten oder auch den dritten Blick.

  45. Christian am 27. September 2008 #

    Hallo Gerrit,
    ich habe sehr ähnliche Erfahrungen mit den CMS gemacht wie du. Warte auch auf EE und kann MODx viel abgewinnen. Was hier noch gar nicht genannt wurde ist Silverstripe. Es ist – wie fast jedes CMS irgendwann mal – gerade ganz gut im kommen. Leider habe ich nicht ausreichend Erfahrung damit sammeln können, um es direkt zu empfehlen.
    Ich bin auf jeden Fall gespannt, wofür du dich entscheiden wirst, denn die Frage beschäftigt seit jeher eine ganze Branche jeden Tag aufs Neue.

  46. Ingo Schommer am 27. September 2008 #

    Schaut euch doch mal SilverStripe an (Demo). BSD lizensiert, OOP/MVC mit eigenem PHP5-Framework, pragmatischer UI und einfacher Erweiterung. Wir bereiten gerade das 2.3 Release vor, im dem dann noch integrierter RESTful Zugriff und ein Scaffolding-Interface für Datensätze hinzukommen. Skaliert auch ganz gut, z.B. wurde damit gerade die National Democratic Convention Website umgesetzt. Und es lassen sich auch wunderbar Applikationen damit bauen – aber sind das heutzutage nicht die meisten Websites?

    (Disclaimer: Ich bin Entwickler bei SilverStripe Ltd.)

  47. gestaltungsmetzger am 27. September 2008 #

    vor dem selben problem wie du stand ich vor ca 3 jahren auch. ich hab ein cms gesucht, mit dem vor allem meine kunden zurechtkommen, was die pflege angeht, ohne vorher erstmal 200 seiten anleitung lesen zu müssen. mir war es wichtig, das ich am system auch selbst schrauben kann und nicht großartig auf vorgaben der entwickler achten muss. grundsätzlich hätte man das alles mit typo3 umsetzen können, aber irgendwie hab ich in das ding nie richtig reingefunden. so hab ich mir dann schlussendlich mein eigenes cms gecodet. modulbasierend, damit ich das ganze schön erweitern kann und ansonsten nur auf das beschränkt, was die kunden auch wirklich brauchen. und was soll ich sagen – seit fast einem jahr verkauf ich das ding quasi wie geschnitten brot und höre von meinen kunden eigentlich nur positive resonanz – vor allem hinsichtlich der bedienbarkeit. naja und da ich das teil selbst programmiert habe, tu ich mich natürlich auch mit der weiterentwicklung und anpassung sehr leicht, weil ich ja weiss wo ich hinpacken muss. bislang habe ich die entscheidung, das system zu entwickeln nicht im geringsten bereut.

  48. Alexander Langer am 27. September 2008 #

    Ich war zuletzt Ende 2007 in der Evaluierungsphase um eine Grundsatzeidung zu treffen. Gesucht wurde ein CMS für alles. Hängen geblieben bin ich bei Drupal.

    Du hast Recht, es mag etwas mehr Einarbeitung erfordern, die Möglichkeiten des Systems auszuloten und auszunutzen, aber das ist doch mit allem so, was man beherrschen will.

    Alternativ mache ich für kleinere Standard-Blogs auch in Wordpress, aber ansonsten setze ich auch schonmal quasi-statische Corporate Websites in Drupal um, auch in Erwartung späterer Add-Ons auf Kundenwunsch..

  49. Harald am 27. September 2008 #

    @Jens
    OOP (Objektorientatierte Programmierung) ist eine feine Sache und sollte auch ein Kriterium sein. Aber andere Kriterien wiegen mehr, z.B. Usability oder eingebaute Features. Bei ECMS ist OOP sicher auch wichtiger als bei Consumer CMS und Blogs.

    @Alle
    Es scheint ja einen großen Bedarf zu geben an Entscheidungshilfen. Es gibt zwar viele Vergleiche im Web, aber die gängigen Kreuzchenchentabellen bieten wenig Information. Toll wäre ein CMS-Vergleich im Web, bei dem Beurteilungen und Vergleichsmöglichkeiten von Profianwendern gepflegt werden. Oder kennt jemand so eine Website?

  50. Dirk Schürjohann am 27. September 2008 #

    Ich wollte ja noch zwei Worte zu Redaxo sagen, aber bei dem Kommentarwust hier fühle ich mich überfordert ;)

    Ganz kurz also nur:
    3+: 1. Artikel in Slices statt einer Textarea, 2. dynamisches Image-Resize, 3. Mehrsprachigkeit.
    3-: 1. Schlechte Doku und verstreute Ressourcen, 2. Hoher Initialaufwand und viel Anpassungsarbeit für Webautoren, 3. vergleichsweise kleines Entwicklerteam.

    Als Textpattern-Fanboy brauchst du übrigens kein Redaxo, wenn du Txp mit dynamischem Image-Resize (Addon) und Mehrsprachigkeit (Addon) nachrüstest.

  51. Nicolai Schwarz am 28. September 2008 #

    Bei so einer Frage ist es kein Wunder, dass jeder für das CMS wirbt, das er/sie selbst einsetzt.

    Wenn man wirklich Ahnung von VIELEN verschiedenen CMS hat, wählt man idealerweise das CMS, das eine Aufgabe am besten erfüllt. Aber die wenigsten von uns haben Zeit und Muse, mehr als zwei oder drei CMS gut zu kennen. Irgendwann nutzt man einfach die Mittel, die einem zur Verfügung stehen.

    Für mich heißt das – nichts Neues – Textpattern für kleine (relative statische) Seiten und Drupal für alles andere. Es gibt keine eierlegende Wollmichsau. Alles hat Vor- und Nachteile. Ich bin ein großer Fan von Drupal, kann aber mittlerweile auch eine ganze Liste von Dingen nennen, die ich suboptimal finde. Ist eben so. Ist bei jedem System so.

    Es hilft, möglichst viele Module zu kennen. Und im Zweifel im Quellcode rumzuhacken oder eigene Module zu schreiben. Das geht schlicht am schnellsten.

    Und meine These ist: Egal, wie sehr einem ein System am Anfang gefällt, man kommt bei weiteren Projekten nicht drum herum, eigene Module zu schreiben. Je größer ein Projekt ist, desto eher sind spezielle Lösungen nötig. Nur wer immer mit schlichten Seiten zu tun hat, kommt ohne eigene Module aus. Und für solche Sachen reicht meist Textpattern.

  52. GE am 28. September 2008 #

    @ Harald:

    »CMSimple muss nicht sein. Simpel ist ja ganz nett, aber man kann es auch übertreiben.«

    Aber genau das richtige für Anne-Kathrins

    Feuerwehrseiten :-))

    Christian hat weiter oben eine interessante Frage gestellt:

    »Suchst Du ein CMS … um Dir das Leben bequemer zu machen … oder eines, was man auch einem Kunden gut an die Hand geben kann?«

    Man kann natürlich auch mit Schulungen gut Geld verdienen …

  53. Chris am 28. September 2008 #

    Ich komme sozusagen von der anderen Seite (also Typo3) und suche ein CMS für mittlere Seiten. Allerdings sind mir die Template-Möglichkeiten der meisten Systeme irgendwie zu beschränkt bzw. im Rahmen einer Schnellevaluation nicht umfassend verständlich.

    TypoLight macht z.B. einen guten Ersteindruck, aber irgendwie ist es per default eben doch auf die typischen 3-Spaltenlayouts ausgelegt. Angeblich funktionieren dort auch custom-modules, die das Spaltenschema etwas durchbrechen, aber in TYpo3 habe ich mit TemplaVoila ein flexibles Templatingsystem, das nichtmal die Begriffe »Header, Links, Mitte, Rechts, Footer« kennt.

    Auch die Beispiel-/Referenzgalerie(n) von TypoLight reissen mich nicht vom Hocker, meist sind es eben die typischen Spaltenlayouts, es werden wenig bis keine Alternativlayouts gezeigt.

    Die Präsentation des CMS, die Screencasts usw. sind dagegen toll gemacht.

  54. Johannes am 28. September 2008 #

    @Harald
    Ja, so eine Seite gibt es:
    http://www.opensourcecms.com/

    Zu (fast) jedem »open source cms« gibt es eine Demoinstallation, die auch immer wieder neu aufgesetzt wird. So kann man problemlos mit vielen Systemen rumspielen.

  55. Christian am 28. September 2008 #

    @GE:
    > Man kann natürlich auch mit Schulungen gut Geld verdienen …

    Neben diesem – natürlich nicht unwichtigem – Aspekt beobachte ich, dass der Anspruch der Kunden, Ihre Site selbst zu pflegen inzwischen so etwas wie ist, wie vor ein paar Jahren der Anspruch, »auch eine Homepage« zu haben. Selten ganz durchdacht, aber man hat das Gefühl, es muss sein.

    Trotzdem finde ich es angenehmer, wenn der Kunde dann im Alltag mit seiner neuen Site an seiner fehlenden Manpower oder seinem eigenen Desinteresse scheitert, als dass er mir hinterher – vielleicht auch zu Recht – vorwirft, dass das CMS zu kompliziert ist.
    (Natürlich baue auch ich Sites, die der Kunde gar nicht selbst pflegen will mit CMSe dahinter auf – je nach Größe und Anspruch der Site nehme ich eben MODx oder WordPress. Das macht mir dann einfach nur das Leben leichter.)

    Wobei ich – als dritte Situation noch den Erfahrungswert dazu gemacht habe, dass die klassische Printagentur für die ich Websites als Freelancer umsetze das Prinzip CMS sehr schwer versteht und dann hinterher Probleme macht, wenn ich eben einfach mit einem CMS arbeite.

  56. Harald am 28. September 2008 #

    Ich hab gerade mal Modx installiert. Das Backend ist nett und richtig schnell. Was mich allerdings stört ist die kryptische und nicht übersetzte Baumstrukutur, die sich auch bei anderen CMS wie Silverstrype findet. Das mag ja im täglichen Gebrauch sinnvoll sein, es fehlt aber eine ausführlichere Übersicht mit Beschreibungen. Das würde den Einstieg erheblich erleichtern.

  57. Gregor Nathanael Meyer am 28. September 2008 #

    Vorsicht bei TYPOlight: Die Seitenhierarchie schlägt sich hier nicht in den URLs wieder. Alle Seiten liegen in der URL direkt im Root rum, keine Ordner. Ganz wie »Simulate static pages« in TYPO3. Es gibt zwar ein Plugin namens folderurl, aber dabei muss man jeder Seite ihren kompletten URL-Pfad von Hand als Alias geben, ab 30 Seiten wird das ganz schön lästig und fehleranfällig. Dieser Umstand ist leider ein K.O.-Kriterium für mich. Schade eigentlich, denn TYPOlight übernimmt einige gute Ideen von TYPO3, was durchaus Spaß macht.

    modX hatte ich lange auf dem Schirm, aber der aktuelle Rewrite der Codebase spricht gegen den Einsatz: Die alte Version hat keine Zukunft und die neue ist noch nicht so weit. Mal in sechs Monaten noch mal schauen.

    Generell ist eine saubere Hierarchieabbildung in den URLs bei vielen CMSen ein Problem. Komisch eigentlich. Und den Code vieler Systeme sollte man sich auch besser nicht angucken, das gilt für das ausgegebene HTML und den PHP-Code dahinter.

  58. Jens am 28. September 2008 #

    @Anne-Kathrin: Ich habe mein eigenes CMS entwickelt, weil ich in der Entwicklung viel freier agieren möchte als es mir die meisten CMS erlauben. Und alle CMS auf ihre Grenzen zu testen kann ich mir zeitlich nicht leisten. Da kann ich schneller ein eigens CMS entwickenl, was meinen Ansprüchen gerecht wird. Mir werden momentan zusehr durch CMS Layout-Formate vorgegeben. Der Witz daran ist, es kann gut sein, das mein CMS für dich nicht anders oder gar weniger ist als Drupal etc., aber ich kenn mein CMS dermaßen genau, dass ich damit leicht und schnell auf jeden Kundenanspruch reagieren kann.

  59. Christian am 28. September 2008 #

    : Und den Code vieler Systeme sollte man sich auch
    : besser nicht angucken, das gilt für das ausgegebene
    : HTML

    Einer der Gründe für mich: Das HTML, das MODx ausgibt bestimme ich alleine.
    Das aktuelle Problem mit dem kompletten Rewrite habe ich allerdings auch …

  60. Achim M. am 28. September 2008 #

    Typo3 wird hier – wie auch bei vergleichbaren Diskussionen – immer gerne in die Ecke »superkomplexes Expertensystem« geschoben. Ich finde das übertrieben.

    In meinen Augen ist Typo3 einfach unheimlich flexibel. Auch hinsichtlich der Anpassungsmöglichkeiten an das Backend.

    Wenn ich sehe, wie umständlich es bei manchen CMS schon ist, eine Seite zu verschieben oder zu kopieren. Bei Typo3 macht man das per Drag-and-Drop im Seitenbaum.

    @Chris
    TypoLight macht z.B. einen guten Ersteindruck, aber irgendwie ist es per default eben doch auf die typischen 3-Spaltenlayouts ausgelegt. Angeblich funktionieren dort auch custom-modules, die das Spaltenschema etwas durchbrechen, aber in TYpo3 habe ich mit TemplaVoila ein flexibles Templatingsystem, das nichtmal die Begriffe »Header, Links, Mitte, Rechts, Footer« kennt.

    Sehe ich auch so. TemplaVoila hebt Typo3 von anderen CMS ab und gibt dem Redakteur auf simple Art einen verblüffenden Gestaltungsspielraum.

    Habe früher auch mein eigenes CMS entwickelt, hatte aber immer das Gefühl auf bestimmte Kundenwünsche nicht flexibel reagieren zu können, weil sich der Programmieraufwand nicht lohnte. Typo3 erwies sich da als richtige Entscheidung.

    TypoScript mag zwar etwas eigenartig wirken. Trotzdem ist es für mich immer noch verblüffend, wie man mit wenigen Zeilen komplexe Menüs erzeugen kann, die mit PHP deutlich umfangreicher zu programmieren wären.

    Ich setze seit 3 Jahren Websites mit Typo3 um und hatte noch nie eine Aufgabenstellung, die nicht zu lösen war.

  61. Gregor Nathanael Meyer am 28. September 2008 #

    TYPO3 leidet IMHO an etlichen Altlasten. TemplaVoilà zum Beispiel ist eben nur ein verhältnismäßig neues PlugIn, das die eigentliche Templating-Funktion ersetzt, das aber eben irgendwie nicht vollständig (Interoperabilität mit anderen PlugIns) und teilweise immer noch nicht recht ausgereift (nachträgliches Ändern der DS überschreibt manuelle Änderungen am Flexform).

    Trotzdem ist TemplaVoilà ein genial flexibler Ansatz. Und ich vermisse in den meisten anderen CMSen immer wieder sehr schmerzlich TYPO3-Selbstverständlichkeiten.

    Ach ja: TYPO3 4.2 hat schon große Fortschritte in der Usability des Backends gemacht, vielleicht doch noch mal einen Blick wert für manche hier.

    Und auch schön: TYPO3 kann super mehrere (kleinere) Websites in einer Installation betreiben. Schön, wenn man mehrere von diesen halbstatischen Kunden hat.

  62. Christian am 29. September 2008 #

    @Damian:
    : MODx hat sogar die Möglichkeit richtige Statische
    : Seiten zu produzieren (soweit ich das in Erinnerung
    : habe)

    Jein. MODX hat einen sehr effektiven Cache-Mechanismus. Grundsätzlich wird alles gecached, nur wenn Du eine Seite oder auch nur einen einzelnen Seiten-Bereich davon ausnimmst wird der immer frisch aus der DB geholt. Du kannst also zB eine Startseite gecached haben, aber trotzdem immer aktuelle News einbinden.

  63. Gerrit van Aaken am 29. September 2008 #

    Das vermeintliche Typo3-Totschlagargument lautet ja immer: »Damit kann ich alles erreichen, was ich will.« Ja, schon recht. Aber zu welchem Preis und mit welchem Aufwand und mit welcher gigantischen Einarbeitungszeit auf meiner und des Kunden Seite?

    Wenn eine große Universität mit zig Fachschaften und 20 Instituten beschließt, ihre 80.000 Einzelseiten umfassende Webpräsenz auf TYPO3 zu machen, ist das völlig korrekt und sicher die richtige Entscheidung.

    Es geht eben nicht immer nur darum, was möglich ist. Möglich ist in der Informatik irgendwie immer alles! Mir geht es vor allem darum, was praktisch, gutaussehend, nutzerfreundlich und zukunftssicher ist.

  64. Gerrit van Aaken am 29. September 2008 #

    Ach ja, noch eines: Die Haltung »Auch Schulungen bringen Geld« spiegelt exakt das Gegenteil meiner Haltung gegenüber meinen Kunden wieder. Ich hasse es, meinen Kunden unnötige Barrieren in den Weg zu legen, nur damit ich kurzfristig ein bisschen mehr Kohle für mich rausschlagen kann.

    Textpattern oder WordPress kann ich einem Kunden in einer einstündigen Sitzung mit Teamviewer erklären. Und ähnliches erwarte ich von meinem Traum-CMS für größere Websites.

  65. Christian am 29. September 2008 #

    Dann nimm doch meinen Erfahrungswert mit: MODX hast Du auch in einer Stunde erklärt. Bei mehreren Leuten und/oder aufwändigen Sites mit vielen Möglichkeiten inklusive Übungsphase auch mal zwei.

  66. Anne-Kathrin am 29. September 2008 #

    @ Achim M.

    Nein, das stimmt so nicht mit der Dreispaltigkeit bei TYPOlight. Man macht seine ersten Versuche sicher mit dem Seitenlayout Backend Feature und dort gibt es, ganz richtig die Spaltenvorgabe. Aber wenn man das einmal durchschaut hat, bastelt man sich eben selbst sein Template mit eigenen Layoutpositionen. Und glaub mir, damit geht einiges, so dass man das Backend Feature lediglich noch zur »Registrierung« des eigenen Layouts braucht. Zudem ist es möglich, nicht nur die Module, sondern auch Artikel an jede nur erdenklichen Position hinzupacken.
    Das System ist unheimlich stark und flexibel.

    @GN Meyer:
    Das ist mitunter ein Manko mit den URLs bei TYPOlight. Nicht übrigens, wenn man viel mit Artikeln arbeitet. Man muss sich jedoch dann genau überlegen, welche Schiene man fahren möchte.

    Was das Thema Schulung betrifft, kann ich Gerrit nur beipflichten: es muss schnell erklärt sein. Schulung als extra Service zu verkaufen, ist nur für den Dienstleister ein Benefit. »Klar erkläre ich Ihnen auch noch wie das funktioniert«- das verkauft sich doch viel besser, oder? Das bedeutet natürlich auch, dass ein Backend so sehr runtergeschraubt werden kann, dass nur halbwegs Selbsterklärendes übrig bleibt. Ein bisschen Einweisung und eine kleine Anleitung für Specials sollten da reichen.

    TYPO3 – ebenfalls kann ich hier auch nur das Argument mit der Hochschulseite bringen. Für mich ein Klassiker, sofern man selbst das Hosting machen möchte und damit viele TYPO3 Sites betreut. Ich seh das doch selbst bei größeren Firmen: am Server wird immer noch gerne gespart und da liegt nunmal bei TYPO3 wie auch manch anderem einfach schon mal eine Grundanforderung. Was mach ich denn mit dem Kunden, der aber seinen Webspace schon hat? Verkauf ich dem dann gleich noch eine neue Infrastruktur mit? Unabhängig davon, dass TYPO3 für vieles einfach mit Kanonen auf Spatzen geschossen ist.

  67. Alexander am 29. September 2008 #

    Wahrscheinlich hast du nicht viel Muße sich noch ein System anzuschauen, aber falls doch – Contenido (www.contenido.org) soll auch ganz nett sein. Ich selbst habe keine Erfahrungen damit, da mein Liebling TYPO3 ist, habe aber von einigen Leuten gehört, dass Contenindo wohl gut zu bändigen ist.

  68. Ole am 29. September 2008 #

    Die Anzahl der Kommentare zeigt: Das ist nach wie vor ein unglaublich wichtiges Thema! Auch ich stelle mir immer wieder die Frage, welches CMS das »richtige« ist.

    Ich habe vor ca. 2 Jahren mit ModX angefangen und fande es richtig gut. Nur leider lässt die angekündigte Überarbeitung auf die nächste Version (Revolution) schon ewig auf sich warten.

    Nun habe ich mir auch mal TypoLight angeschaut und war zuerst begeistert von seinem sauberen Code und dem extrem aufgeräumten Admin-Bereich. Nach näherem hinschauen und einigen Testseiten hatte ich das Gefühl, nicht die gesamte Kontrolle über den Aufbau zu haben. Das heißt, daß das System einem quasi vorschreibt, wie das Layout aufgebaut sein muß und was für ein JS-Framework man verwenden muß (nämlich Mootools).

    Also heißt es weiter mit einem Auge auf ModX zu schielen und mit dem anderen weiter Ausschau zu halten.

    Vielleicht wird DAS ja was…

  69. Steffen am 29. September 2008 #

    Also ich habe bis Dato wirklich gute Erfahrungen mit Movable Type sammeln können.

  70. Stefan am 29. September 2008 #

    Super Beitrag, Gerrit! Jetzt habe ich doch glatt 9 neue Systeme zum testen durch die Kommentare gefunden.

    Alle stehen wohl heute vor diesem Problem. Der Kunde will alles selber machen und möglichst wenig dafür bezahlen.

    Bei neuen CMS teste ich immer zuerst die SEO-Möglichkeiten, weil wenn die Website nicht gut platziert ist, motzt der Kunde nur ständig. Danach das Interface, da ich selbst Kunden hatte, die WordPress nicht begriffen haben und ich ständig ihre Fehler beseitigen musste. Die haben auch schon mal ganze »Pages« aus Versehen gelöscht.
    Dann schaue ich mir die Template-Engine an, die muss leicht zu bedienen sein, schnell zu erlernen und sauberen Code ausspucken können. Sachen wie OpenSource, Erweiterbarkeit, etc. sind dann sekundäre Kriterien.

    Ich bin zwar ein absoluter Django -Evangelist, aber ich sehe (mit Bedauern) ein, dass das für mittelgroße Kunden nichts wird. Nicht wegen der Installation auf dem Server oder Python (das lernt man in 30 Minuten), sondern wegen den Ressourcen, die so ein Framework braucht, das läuft halt nicht auf einem 1&1-billig-Account.

    Mein Hoffnungsträger (neben EE 2.0) war immer Symphony, nur leider tut sich da nichts, ewige Beta und wenig Interesse an Lokalisierung. Sonst ein Traumkandidat, vor allem weil die Templatesprache sauberes XSLT benutzt, also feinsten W3C-Standard.

    Sonst bin ich leider auch etwas ratlos derzeit, und noch auf der Suche. Und am Ende ändert der Kunde mit dem System dann 2× im Jahr seinen Content :(

    Also viel Aufwand für nix, aber der Kunde will ja bei seinen Vereinskollegen damit prahlen können, jetzt »soo’n CMS zu haben«.

  71. Thorsten am 29. September 2008 #

    Mit TYPOlight habe ich seit einem guten Jahr privat wie in der Agentur bereits mehrere Projekte erfolgreich und mit viel Spaß umgesetzt. Man kann sehr simpel eigene Templates erstellen und ist so auf keinen Fall auf ein »klassisches« 3-spaltiges Layout o.ä. festgelegt.

    Durch die hervorragende Benutzerverwaltung konnte ich den Kunden schön reduzierte Redakteur-User anlegen, sodass nur noch die wirklich notwendigen Menüpunkte sichtbar bleiben. So kommen bisher auch einige in Sachen CMS total unbedarfte Kunden sehr gut damit zurecht.

  72. Felix am 29. September 2008 #

    Haben einen ähnlichen Weg über WP -> Joomla -> Typolight hinter mir und bin, wie viele andere hier, total »happy« über dieses System.

    Das Template System ist zu 100% flexibel, das Backend einfach zu benutzen, Benutzerechte sehr fein granular zu steuern, Auto-Update System (gibt es sonst bei keinem(?) CMS) und einen perfekten Support (Handbuch, Forum).

    Auch die Entwicklung geht sehr schnell voran UND Benutzerwünsche werden schnell integriert.

    Bei Sonderwünschen könnne auf einfache Weise Module/Plugins selbst erstellt werden.

  73. Donk am 29. September 2008 #

    http://www.phpwcms.de

    Ich map Typo3 überhaupt nicht (völlig überbewertet)…

    Viele der anderen habe ich auch ausprobiert und bin aber bei obigem hängen geblieben.

  74. Anne-Kathrin am 30. September 2008 #

    Vielleicht sollte man eher der Vollständigkeit halber noch sowas wie ezPublish in den Raum stellen (oder hatten wir das schon eingehender?).
    Ich wünsche mir schon seit Monaten, dass endlich Weihnachten wird und ich mal Zeit habe, mich da rein zu arbeiten.
    Es machte damals auf mich einen sehr guten ersten Eindruck und wirkte so ein bisschen wie die Enterprise Lösung für alle, die kein TYPO3 haben wollen.

    Und dann schaut euch doch mal die Finalisten des Packt Award an. Ich bin skeptisch mit der Sache, weil zu sehr Community gesteuert, andererseits vielleicht eine aktuelle Inspiration. Voten kann man dann natürlich auch gleich…

  75. Paul am 30. September 2008 #

    Ich schreibe, wie auch Jens, gerade an meinem eigenen CMS, das leider bisher noch in einem Anfangsstadium ist. Später soll es mal in einer abgespeckten Version und in einer etwas »üppigeren« Version für alle Ansprüche verfügbar sein.

    Bei mir ist es ebenfalls der bestehende CMS-Markt, der mich nur enttäuscht.

    Bis bei mir aber erst ne richtige Community aufgebaut ist, die einen Haufen Plug-Ins schreibt, ist’s noch ne Weile, also wird dir das wenig helfen.

  76. Damian Plonka am 30. September 2008 #

    Also PHPWCMS kenne ich durch hörensagen, aber warum ist die Seite http://www.phpwcms.de anders als http://www.phpwcms.de/index.php?!?! Das würde mich schon als interessierten abschrecken, da es nicht wirklich »sauber« aussieht.

    Aufgrund der Resonanz gegenüber TYPOlight, werde ich mir das System dann doch noch mal angucken.

    EzPublish wie von Anne-Kathrin bereits angesprochen ist ein wirklich tolles CMS, was aber in meinen Augen auch wieder leicht in die Typo3 Ecke geschoben wird, da es auch eine Eierlegende-Wollmilchsau ist.
    Für größere Projekte sollte man sich ezPublish genauer anschauen, da es in meinen Augen eine gute alternative zu Typo3 ist.

  77. hans dampf am 30. September 2008 #

    MODX ist hoch suchmaschinen-kompatibel, einfach zu bedienen, sieht mit entsprechenden manager-themes gut aus und ist einfach next-gen mit dem ganzen ajax-schnickschnack :o)

  78. Simon am 30. September 2008 #

    ich bin immer noch am meisten von TYPO3 überzeugt. Da lässt vieles einfach machen und immer nett Open Source. Das rockt.

  79. leo am 30. September 2008 #

    Ich schließe mich Paul und Jens an – habe des öfteren an Projekte angepasste Systeme gebaut und bin im Moment endlich dabei, ein solides Grundsystem (auf Basis eines Frameworks) zu planen.
    Gründe waren und sind u.a. fehlende Konfigurations-Möglichkeiten, Usability anyone? und ein wenig Unabhängigkeit.

  80. Yannick am 30. September 2008 #

    Ich kann dir empfehlen einmal HesaSys anzuschauen. Das CMS ist vom Ansatz her echt Klasse und entspricht ziemlich genau deinen Vorstellungen. Einziger Haken: Die Entwicklung ist wohl zur Zeit eingeschlafen, allerdings ist die aktuelle Version 2.2.1 ziemlich Feature complete ;-)

  81. Damian Plonka am 1. Oktober 2008 #

    Also über die Kommentare bin ich auf das SilverStripe CMS gestoßen das, so wie ich das verstehe von Neuseeländern entwickelt wird.
    Die Videos vom Backend macht schon riesig Laune und habe selten so ein umfangreiches aber einfache Backend gesehen. Das werde ich mir definitiv genauer anschauen.

  82. CashBlog am 1. Oktober 2008 #

    Deine Meinung zu Joomla kann ich nur bestätigen. Habe versucht dafür Templates zu schreiben, doch das frustriet einfach. Grund dafür ist, das Joomla selbst sich zu sehr reinhängt. Gerade mit diesen Grafiken als Platzhalter und solche Spielereien.

    Ein wirklich einfaches CMS mit dem ich sehr gute Erfahrungen gemacht habe ist Website Baker. Aber das haben auch hier schon viele empfohlen. Es gibt meiner Meinung nach, nichts einfacheres derzeit.

  83. Frank am 1. Oktober 2008 #

    Hast Du dir schon mal Pixie angeschaut? Ich kenn mich mit sowas ja nicht aus, aber das schien mir recht nett zu sein.

  84. Lukas am 2. Oktober 2008 #

    @Frank
    Pixie sieht sehr gut aus, auch von der Adminoberfläche her. Aufgeräumt, simpel. Das mag ich. Unter der Haube sieht es aber leider nicht so aus, wie ich es gerne hätte. Was allerdings nicht heißt, das es schlecht ist.

  85. John am 7. Oktober 2008 #

    Hi Gerrit, ich fand deine Idee der subjektiven Übersicht ganz spannend und habe das auch mal gemacht: http://jooon.de/?q=node/280

  86. Arvid am 8. Oktober 2008 #

    Für nicht allzu große Projekte könnte moziloCMS dein Freund werden.

  87. Thomas Link am 9. Oktober 2008 #

    J. Nielsen hat CMSBox in seinem Artikel zu den 10 besten Webapplikationen aufgenommen. Der Screencast erinnert eher an ein Desktop-Programm (wie iWeb oder RapidWeaver) als an ein CMS – und zeigt leider nur das Autoren Frontend. Das ist aber meiner Meinung nach ziemlich überzeugend.

    Wir setzen aber im Moment weiter auf Typo3 und daher ist wohl das TypoLight der richtige Weg.

  88. Peppy am 12. Oktober 2008 #

    Vor ein paar Jahren hatte ich ein ähnliches Problem und habe mir deshalb sehr viele kostenlose Systeme installiert und diese auch getestet. Bis dahin hatte ich keine Lust und Zeit mich mit TYPO3 rumzuärgern, da es doch ein sehr mächtiges System ist. Allerdings hatten alle Systeme hier und da ihre Nachteile – bis auf TYPO3. Typo3 ist zwar sehr komplex und mächtig, dafür erfüllt es auch fast jede Anforderung, die man so an Internetseiten haben kann.

    Es hat mich viele Wochen gekostet mich in TYPO3 einzuarbeiten, aber die Arbeit war es wert. Mittlerweile kann ich mit diesem System fast alles umsetzen, was ich möchte. Selbst für kleine Internetseiten würde ich TYPO3 einsetzen, einfach, weil es jetzt seht schnell und einfach geht.

    Auch wenn es dir ein zu mächtiges System zu sein scheint: Kauf dir ein Buch von Gallileo zu TYPO3 und schau dir die ein oder andere Video2Brain DVD an. Die Investitionen lohnen sich!

  89. Bernd am 19. Oktober 2008 #

    und noch eines:
    http://www.skybluecanvas.com/

  90. outline4 am 23. Oktober 2008 #

    hallo,
    wenn du eigenes XHTML und CSS einfach in ein CMS umwandeln willst, ohne PHP kentnisse, dann solltest du dir wirklich Expression Engine nochmals anschauen!

    das CMS hat mir die augen geöffnet!
    es kommt praktisch ohne plugins/module aus! man kann auch praktisch alles ohne die payed version machen! das prinzip ist super durchdacht und der code sehr sauber! die community sehr aktiv und version 2 steht vor der türe!

    Expression engine ist soooo gut! vorallem wenn deine kunden einen hohen design anspruch haben…
    einziger nachteil: der lernkurve ist steil! sehr steil… dafür fühlst du dich danach wieder wie ein richtiger webdesigner, wo DU bestimmst WO WAS WANN WIE in welcher REIHENFOLGE dargestellt wird! der html code wird nur durch dich bestimmt! sehr sauber!

    typo light werde ich mir auch mal anschauen.
    danke für die tipps… stimme mit dem meisten überrein!

    und ja: Joomla pfui!

  91. gestalter am 11. Mai 2009 #

    ich kann Fresh Content Management System entwickelt von Heinrich H empehlen, http://www.fresh-cms.com/

  92. Max am 2. Juli 2009 #

    Silverstripe ist auch noch eine super Alternative!

  93. saniki am 6. Juli 2009 #

    Zwei CMS, die glaube ich noch niemand erwähnt hat, möchte ich noch nennen:
    Phenotype (http://www.phenotype.de/)
    und Concrete5 (http://www.concrete5.org/)

    Beide sehen auf den ersten Blick ganz passabel aus, auch wenn ich mit diesen noch nicht gearbeitet habe. Meine verwendeten CMS waren bisher typo3, webEdition, contenido, cmsmadesimple und noch so einige getestet.

    Falls jemand mit phenotype oder concrete5 schon Erfahrungen gemacht hat, würde es mich freuen, darüber etwas zu hören.

  94. tob am 12. Juli 2009 #

    Hi Gerrit,
    nachdem dein ursprünglicher Post schon eine Weile her ist, würd mich sehr interessieren, für welches System du dich entschieden hast. Und warum.

    Oder bist du noch auf der Suche?

    Grüße.

  95. Gerrit am 12. Juli 2009 #

    @tob: Ich habe den Artikel ergänzt :-)

  96. Nina Winter am 14. Juli 2009 #

    Ich kann auch nur Silverstripe empfehlen! Wir arbeiten in der Agentur täglich damit. Ist auch sehr einfach für die Kunden.

  97. DesignFjord am 20. September 2009 #

    Eher ein Framework, aber durchdacht und rasant : http://power-site.org/
    …und das CMS »dazu« http://powercms.org/

    Sehr schnell, sehr sauber, sehr flexibel und ein rasanter Entwickler ;D

  98. Roland am 19. Oktober 2009 #

    Vielen Dank für eure Eindrücke. Ich suche derzeit auch mein CMS. Mit Joomla bin ich nicht sehr glücklich. Voraussetzungen für ein gutes CMS sind neben den hier genannten Punkten (Usability, SEO) auch ein automatisches Backup der Datenbank sowie eine einfache Möglichkeit, das CMS zu aktualisieren. Meine beschäftigten Kunden würden sich über ein Auto-Update freuen.

    In dieser Übersicht vermisse ich CMS Made Simple und GetSimple.

  99. Klaus M am 28. November 2009 #

    Hat jemand schon mal das Exponent CMs ausprobiert? Soll auch recht einfach zu sein und vom Anwender gut zu bedienen.

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