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Gerrit, 14.05.2013

Die immer noch unerträgliche Shopsystemsituation

Beobachter unserer kleinen Agentur werden es mitbekommen haben: Besonders viele Shops haben wir in letzter Zeit nicht gerade umgesetzt. Das liegt an einer internen Verordnung innerhalb der GbR, dass wir nur noch in Ausnahmefällen über das Einrichten von Shops für unsere Kunden nachdenken. Grund ist das katastrophale Angebot an brauchbaren Open-Source-Lösungen für kleine bis mittelgroße Projekte.

Das immer noch meistgenutzte System, vor allem für die schnelle Billiglösung zwischendurch, ist xt:commerce 3. Da die Weiterentwicklung dieser Software bereits vor sehr vielen Jahren offiziell eingestellt wurde, tummeln sich mehrere offizielle und inoffizielle Nachfolger und Forks auf dem Markt, allen voran xtcModified modified eCommerce Shopsoftware, welches sich rühmt, eine vollkompatible, fehlerbereinigte und leicht erweiterte Version des Originals zu sein. Nun. Alles, was aus Richtung xt:c kommt, hat mit dem fast kompletten Fehlen eines Plugin-/Hook-/Modulsystems zu kämpfen. Sprich: Fast alle Erweiterungen sind Core-Hacks. Wer also nicht gerade peinlich genau Buch über alle Anpassungen führt, kann niemals ein Update machen, ohne alles kaputt zu machen. Wer konzeptionell auch nur einen Zentimeter vom Standard-Shop abweichen will, muss das System aktiv bekämpfen und sich dabei richtig die Finger schmutzig machen.

Wir hätten es gerne professioneller? Okay. Magento wird allerorts empfohlen, wenn es um große Lösungen geht. Mag sein, dass das großartig ist. Für die Belange der allermeisten kleinen Agenturen und für Kunden mit lediglich vierstelligen Budgets lohnt sich das jedoch höchstwahrscheinlich nicht. Es ist das TYPO3 der Shopsysteme, wenn auch mit nicht ganz so veralteter Technik. Aber mindestens genauso eklig zu hosten.

In der Mittelklasse spielen OXID und Shopware. Grundsätzlich kann man damit auch schon etwas anfangen, aber auch hier treffen wir auf Schwierigkeiten, wenn es um das Anlegen von individuellen Abläufen und Layouts geht. Mit OXID ist es de facto unmöglich, ein eigenes Template from scratch anzulegen, weil dafür der Recherche- und Testaufwand immens wäre. Man ist also auf das prosaische »basic« oder das hyperkomplexe »azure« angewiesen, und muss dies vorsichtig anpassen, wobei man ständig Dinge kaputt macht. Shopware hingegen schreckt allein durch das komplexe und langsame extJS-Backend ab.

Letzte Hoffnung PrestoShop? Aber nicht doch: Die deutsche Rechtsprechung in Sachen E-Commerce muss hier erst noch umständlich reingefummelt werden mit gekauften Modulen, die dann hoffentlich nicht das Theme kaputt machen – denn den Core hacken diese dann auch mal eben fröhlich.

Und und und.

Alle Systeme, die wir bis jetzt untersucht haben, kranken an einem oder mehreren der folgenden Probleme:

  • keine Rechtssicherheit für Shops aus Deutschland
  • kein sauberes Plugin/Modul-System
  • zu kompliziertes Template-System
  • schlechte Kontrolle über den HTML-Output
  • zu komplexes Backend
  • für simpelste Funktionen müssen teure Kaufmodule erworben werden
  • sind als Module für CMSe erhältlich, die es aber zusätzlich auch noch zu lernen gilt.

Und es ist ja auch nicht einfach! Denn im Gegensatz zu normalen CMSen gibt es bei Shops ein paar wünschenswerte Eigenschaften, die sich leider ein wenig widersprechen:

  • Ich kann nicht gleichzeitig automatische Rechtssicherheit verlangen und trotzdem ein hochflexibles Templating fordern, bei dem ich alles (auch den Checkout) selber gestalte. Damit mache ich jegliche Rechtssicherheit ja potenziell zunichte!
  • Jeder Shop hat sehr unterschiedliche Anforderungen, die die Komplexität in eine bestimmte Richtung erweitern. Größenvariationen, Farbvariationen, Rabattstaffelungen, Zahlmethoden abhängig vom Nutzertyp, und das sind nur ein paar Beispiele. Ein guter Allround-Shop muss also in viele Richtungen flexibel und damit komplex sein. Jeder Shop nutzt eine ganz andere Kombination von Funktionen. Und das Templating darf aber trotzdem nicht komplex sein? Und muss mit eigenem HTML komplett gestaltbar sein? Herzlichen Glückwunsch!
  • SEO-gerechte Performance bei vielen Artikeln ohne fehleranfälliges Caching? Speed ist für viele Shops überlebensnotwendig, das Ranking in den Suchergebnissen hängt davon ab.

Auf der einen Seite schreien diese ganzen Schwierigkeiten nach einem beherzten »für jeden Zweck das passende Shopsystem!«. Doch wie soll man sich das als Webdesigner vorstellen? Intime Kenntnisse in drei oder gar vier unterschiedlichen Shopsystemen? Jedes mit seinen eigenen Tücken? Oder doch lieber alles auf eine Karte setzen, und dann das Beste aus dem gewählten System rausholen, oder gar selber mitentwickeln?

Gehostete Lösungen sind auf dem deutschen Markt rar. Ein Kaliber wie Shopify sucht man vergeblich. Das auf WordPress basierende Supr ist nur für sehr begrenzte Anwendungsfälle die richtige Wahl.

Für uns heißt das derzeit leider, dass unter 5.000 Euro fast keine Möglichkeit besteht, einen Shop aufzubauen, der unseren Qualitätsansprüchen im Jahr 2013 entspricht. Und wenn es gar um ein individuelles Design mit nicht-standardisierter Nutzerführung geht, kann das recht schnell fünfstellig werden. Und das ist für fast alle unsere Projektanfragen zu viel Geld.

Der schnell aufgesetzte 1000-Euro-Shop mit xt:commerce, bei dem man nur ein paar Farben und Schriften austauscht, entspricht einfach nicht unserem Verständnis von Individualität und Qualität.

107 Kommentare

  1. Mario am 17. Mai 2013 #

    Habt ihr denn schon mal Contao mit Isotope probiert? Ein sehr schönes CMS mit einem extrem leistungsfähigen und flexiblen Shop-Modul.

    https://contao.org/
    http://www.isotopeecommerce.com/

    Gruß

  2. Handfeger am 17. Mai 2013 #

    Da ich grade selbst bei der Recherche zu Shopsystemen bin, möchte ich hier auch noch den Namen WooCommerce einwerfen. Das ganze basiert auch auf Wordpress und dessen Schwächen, sieht aber recht solide umgesetzt aus. Dem kommt natürlich der Vorteil des WP-Themings zugute.
    Da ich selbst noch in der Analyse stecke, kann ich keine abschließenden Gedanken hierzu schreiben. Dieses Plugin scheint aber grade für den kleinen, schnellen Shop eine gute Wahl zu sein.

  3. Mario am 17. Mai 2013 #

    Deckt sich auch mit meinen Erfahrungen. Magento ist da nur der Einäugige unter den Blinden. :-/
    Was erstaunlich ist, denn Shopsysteme sollten doch eigentlich lukrativer sein als zum Beispiel CMS. Und trotzdem hat sich offensichtlich noch niemand hingesetzt und was ordentliches auf die Beine gestellt.

  4. Stephan am 17. Mai 2013 #

    Noch nicht selber angeschaut, aber was ist mit Shopware (http://www.shopware.de)?
    Ansonsten sind aber 5000 Euro nur für die Umsetzung und ohne Brimborium wie Projektführung usw. und nur das Anpassen einer Defaultinstallation, oder?

  5. Matt am 17. Mai 2013 #

    Ja, leider ein Drama. Wir suchen derzeit auch nach einer Nachfolgesoftware für unsere in die Jahre gekommenen xt:Commerce-Shops.
    Magento haben wir schon in die Tonne getreten, schießt in Sachen Komplexität und Umständlichkeit ganz klar am Ziel vorbei. Derzeit versuchen wir mit OXID warm zu werden…

  6. Hansi am 17. Mai 2013 #

    Schaut Euch mal Commerce-SEO (http://www.commerce-seo.de/) an – allemal einen Blick wert!

  7. Gerrit am 17. Mai 2013 #

    @Hansi: Das hat SEO im Namen! Du glaubst nicht im Ernst, dass ich da einen Blick drauf werfe?

  8. Hansi am 17. Mai 2013 #

    Zugegeben, das ist nicht gerade glücklich, aber mit OXID & Co kann das Ding meiner Meinung nach mithalten. Außerdem sind es Entwickler aus Deutschland, die durchaus offen für Vorschläge sind.
    Profi in diesem Bereich bin ich keiner, aber ich hab mir auch schon so einiges angesehen und bin dabei verzweifelt…

  9. Eric Eggert am 17. Mai 2013 #

    Wir haben ein paar Shops mit Drupal Commerce umgesetzt, was auch sehr flexibel und damit rechtssicher ist, aber für jedes kleine Stück Funktionalität muss man ein Modul installieren, Versandkosten gehen nur über Rules, das kann man eigentlich keinem Kunden antun. Ich hoffe, dass das mit dem neueren Commerce Kickstart 2 besser geworden ist, aber damit haben wir noch keine wirkliche Erfahrung sammeln können.

  10. mike am 17. Mai 2013 #

    ?? »Da ich grade selbst bei der Recherche zu Shopsystemen bin, möchte ich hier auch noch den Namen WooCommerce einwerfen.« ??

    Ohne Cookies lande ich da in einer Schleife, die Seite bekomme ich erst, wenn ich Cookies zulasse. Mein Browser fragt mich bei der Demo:
    Sie haben bereits 17 Cookies von der Domain, noch paar weitere zulassen?
    Ergebnis der Bemühungen:

    ?? »We’ll be back soon

    The WooThemes Playground will be back soon.« ??

    Das hat sich auf jeden Fall gelohnt.

  11. Dirk am 17. Mai 2013 #

    Diese SEOphobie finde ich wirklich kindisch. Als gäbe es keine seriöse Aufbereitung von Inhalten/Angeboten für Suchmaschinen. Insbesondere, wenn es um einen online-Shop geht, ist Suchmaschinenpräsenz ja wohl unverzichtbar. Wie soll der denn verkaufen, wenn er nicht gefunden wird? Klar, dass dessen Betreiber eine professionelle Software so nicht bezahlen kann…

  12. Andreas am 17. Mai 2013 #

    Auch ich kann Isotope Ecommerce für Contao empfehlen!

  13. Jan am 17. Mai 2013 #

    Schonmal Webedition CMS mit Shop-Modul in Erwägung gezogen?
    Open-Source, wird seit Jahren konstant weiterentwickelt, die Template-Engine erlaubt beliebiges Markup, kein ekliges Hosting, Trennung zwischen Core und Plugins etc.

    Es gab die Tage einen Artikel bei T3N über den Open Press Verlag, die ein solches System implementieren liessen.

    Ansonsten vielleicht mal schauen, was das Processwire CMS an Extensions o.ä. bietet.

  14. Paul am 17. Mai 2013 #

    Details kann ich keine verraten, aber eine gehostete Shop-Lösung ist in der Mache. :)

  15. Gerrit am 17. Mai 2013 #

    @Paul: Ui, magst du mal bei uns im Büro vorbeikommen?

  16. Paul am 17. Mai 2013 #

    @Gerrit: Warum das denn?

  17. Gerrit am 17. Mai 2013 #

    Mal’n Kaffee trinken und über Shopsysteme austauschen…

  18. Markus am 17. Mai 2013 #

    Full Ack für diesen Beitrag! Wir haben erst Anfang des Jahres alle o.g. Systeme intern auf zweckmäßigkeit geprüft und das Ergebnis war niederschmetternd.

    Es ist wirklich unerträglich was wir aktuelle an Shop-Systemen in Deutschland haben – egal ob Open Source oder nicht. Man sollte zehn erfahrene Entwickler für sechs Monate einsperren. Wenn sie wieder rauskommen steht mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Lösung da, die besser ist als alles was es aktuell gibt.

    Aber das Problem geht noch viel weiter. Es gibt kaum Innovation. Beispiel: Jemand bezahlt per Vorkasse, überweist aber nicht innerhalb von 5-6 Tagen. Mir ist kein Shop-System bekannt, das out-of-the-box in der Lage wäre eine einfache und freundliche Erinnerungs-Mail mit den Bestelldaten und Bankverbindung nachzusenden. Oft sind es schon solche vermeintlich kleinen Dinge, die den Unterschied zwischen 5000 € und 7000 € Umsatz/Monat ausmachen. Das ist übrigens eine reale Messung.

    Darüber hinaus ist ein Shop-System immer auch ein bisschen Warenwirtschaft. Hier hört es dann mit freundlichem Verweis auf externe – ebenfalls grottige – Desktop-Software auf, vgl. JTL-Shop.

    Contao ist ein wunderbares CMS und Isotope sicher eine ambitionierte Erweiterung, die wir mit Spannung verfolgen. Dennoch hätte ich hier aktuell bauchweh es produktiv in größeren Umfang einzusetzen. Wird Contao aus sicherheitstechnischen Gründen aktualisiert, verlieren Extensions oft die Kompatibilität.

    Letztendlich geht es uns wie Gerrit. Wir haben aus o.g. Gründen Shop-Lösungen enorm im Portfolio runtergefahren, weil es schlichtweg kein System gibt, das halbwegs vernünftig läuft (und ich bin da wirklich kompromissbereit), ohne viel Aufwand aufgesetzt werden kann und bei dem wir dem Kunden die Bedienung noch halbwegs zumuten könnten.

    Und »muss« man dann doch mal ein Shop umsetzen, schämt man sich insgeheim danach in Grund und Boden. Auch wenn nach Außen und auf den ersten Blick erst mal alles ganz gut aussieht, ich weiß einfach, dass es keine Lösung ist, wie ich sie mir 2013 eigentlich erwarten würde.

    Das einzige was mich jetzt ein wenig beruhigt ist, dass es offenbar nicht nur uns so geht … ein schwacher Trost.

  19. Kai am 17. Mai 2013 #

    Dieses Problem kennen bzw. kannten wir bei uns in der Agentur auch nur zu gut, bis wir irgendwann unser eigenes CMS entwickelt haben, dass sowohl für »normale« Websites als auch für Shop-Systeme verwendet werden kann.

  20. Susanne am 17. Mai 2013 #

    Kennt sich jemand mit ofbiz aus? Ist dieses System zu empfehlen?

  21. Thomas am 18. Mai 2013 #

    OK und jetzt erklärt mir doch mal was gegen eine Umsetzung mit WordPress spricht. Für WooCommerce gibt es sogar eine Erweiterung in Bezug auf deutsche Rechtssicherheit (http://marketpress.de/product/woocommerce-german-market/) und/oder sogar ein in Deutschland entwickeltes Shop-Plugin, welches gut ist: http://wpshopgermany.maennchen1.de/

    Wenn Ihr damit nicht in der Lage seit, einen Shop unter 5000 aufzusetzen, dann weiß ich auch nicht….

  22. Heiko Krebs am 18. Mai 2013 #

    Noch relativ frisch aber vielleicht mal ein Blick wert: http://sylius.com/

  23. Lars am 20. Mai 2013 #

    Wir fahren in unserer kleinen Agentur gut mit Isotope in Verbindung mit Contao. Flexibel, mit Erweiterung für den deutschen Markt rechtssicher und leicht verständlich. Nur die Lagerverwaltung fehlt noch.

  24. Oliver am 21. Mai 2013 #

    @ Heiko
    Sylius sieht gut aus, aber wie sieht es mit rechtlichen Anpassungen für Deutschland aus? Gibt es da schon was?

  25. Roland am 21. Mai 2013 #

    Also bei meinen Projekten hab ich immer das CMS Zeta Producer verwende, die haben auf der Seite einen Demoshop erstellt, der zeigt was möglich ist, damit kannst du dir ein Bild davon machen. Ist halt ein Website Baukasten.
    »http://shopdemo.zeta-producer.com/de/index.php«; ist ziemlich einfach zu integrieren und grade für kleine und mittelständige kostengünstig.
    Hat bis jetzt immer zuverlässig funktioniert.

  26. Steffen am 21. Mai 2013 #

    Was wpshopgermany und WordPress angeht: ich habe vor kurzem einen Shop damit realisiert. Zunächst: das Plugin ist halbwegs aufgeräumt und auch am Ende nach Schulung für Redakteure ganz gut bedienbar und für den deutschen Markt ausgelegt, d.h. es gab bisher keine Probleme mit Steuersätzen/Versand etc.

    Aber auch hier gilt wie (gefühlt) auch für alle anderen Shop-Systeme: wenn das Layout nicht nur ein bisschen vom Standard-Template abweichen soll ist das ganz schönes Gebastel, und zwar kein schönes.

    Und bei wpshopgermany war ich sehr enttäuscht was Code-Qualität und Dokumentation angeht, gerade bei einem nicht kostenfreien Plugin. OK, man muss hier wenigstens nicht am Core rumhacken, aber allzu Update-freundlich ist das Ganze am Ende dann auch nicht.

    Kurz: ich schließe mich an: es muss ein ordentliches Shopsystem her. Im Sinne von kundenfreundlich, entwicklerfreundlich und vor allem gut dokumentiert.

  27. nu. am 26. Mai 2013 #

    Commerce für Drupal ist bis ins letzte Detail das, was ich mir unter einem guten Shopsystem vorstelle. Nämlich:

    · jede Funktionalität, jedes Feature ist ein Drupal-Modul
    · es werden konsequent alle Drupal-eigenen Konzepte verwendet, Commerce erfindet nichts neu, nichts wird einfach »aufgesetzt«
    · mit Rules lassen sich viele Abläufe ändern – ohne zu Programmieren!
    · es gibt kaum Vorgaben, wie der Shop zu laufen hat – man kann ohne Hacks fast jeden Shoptypen umsetzen
    · auf Wunsch gibt es kommerziellen Support von den Hauptentwicklern und -sponsorn: Commerce Guys

    Das alles hat natürlich seinen „Preis“: hohe Komplexität (nicht programmier- oder bedienmäßig, sondern die Konzepte muss man erstmal verinnerlichen als Sitebuilder). Ein Shop lässt sich nicht mal eben so aus dem Boden stampfen. Jedoch scheint Commerce Kickstart genau dieses „Problem“ anzugehen (ungetestet).

    Nach jeder Umsetzung eines Commerce-Shops kann man sein Portfolio an Verbesserungen/Features erweitern. Dank Drupals Modulen total simpel für kommende Projekte anwendbar.

  28. ogee am 28. Mai 2013 #

    Hm, ging mir ähnlich und nach einigen Versuchen mit Magento, PrestaShop und Oxid bin ich bei OpenCart gelandet. Sehr einfach zu bedienen, übersichtlich und leicht zu erweitern mit Erweiterungen… schauts euch mal an…

  29. fwolf am 3. Juni 2013 #

    Ha .. ogee hat’s schon erwähnt: OpenCart ist nicht ohne. Allerdings brauchts zusätzlich die deutsche Erweiterung, sonst muss man fürchterlich viel selber erledigen (in Sachen nachträglicher Anpassung für den deutschen Markt – besonders Themenkreis »jetzt kaufen«-Button etc.).

    Bin derzeit auch wieder am Herumtesten – speziell für WP sieht TheCartPress recht fein aus, auch wenn die Admin-Integration strukturell etwas zu wünschen übrig lässt bzw. es noch an ein paar Ecken bisserl hakt.

    Für kleine und mittlere Shops scheint Jigoshop besser geeignet zu sein – werde ich dieser Tage für einen Kunden aufsetzen, und vermutlich auch entspr. darüber was zusammenschreibseln ;)

    cu, w0lf.

  30. Tim am 11. Juni 2013 #

    Ich kann das Dilemma ein Stück weit nachvollziehen.
    Wir standen vor gut zwei Jahren auch wieder vor genau dem selben Problem und sind damals dann zufällig über Shopware gestoßen.
    Das ist zwar auch nicht an allen Stellen Ideal, aber es nur wegen des (zugegebenermaßen doofem) Backends zu diskreditieren ist etwas unfair.
    Gerade für Budgets um die 5000 lässt sich mit dem Standard-Theme, den Einkaufswelten und Marketingtools schon recht ordentliche Shop-Präsentationen bauen.

    Die Kunden zudem finden das Backend recht toll. Gerade die, die keine Wawi betreiben.

    Ich weiß nicht welche Version ihr euch angeschaut habt, aber mit der 4.x hat sich auch im Backend die Performance verbessert und ist insgesamt etwas aufgeräumter geworden, so lange man das bei extjs sagen kann.

    Die Kombination aus contao und isotope kann ich auch empfehlen. Sehr gutes CMS, sehr flexibel. Einzig die Frage, ob Isotope auf lange Sicht bestand hat sollte man sich hier stellen.

  31. Thomas Afrim am 1. August 2013 #

    Grundsätzlich: Selbst wenn man zwei Shops mit gleichen Shopsystemen vergleicht, keines gleicht genau dem anderen…
    xtcommerce versteht es aber das zu toppen! Hier unterscheiden sich Verzeichnisstrukturen grundsätzlich, Dateien fehlen oder wurden ausgelagert und Anpassungen werden am Core vorgenommen.

    Updates sind dadurch ein Horror! Und Änderungen müssen ganz genau notiert werden. Ständig gibt es eine negative Wechselwirkung von Modulen und anderen Funktionen. Die Datenbankstruktur ist der letzte Müll und die Bedienung und Möglichkeit von Anpassungen unterirdisch. Noch heute hat man den Eindruck, der Shop steckt in der Betaphase und sollte besser mit folgendem Satz zum Download angeboten werden: Download und Nutzung auf eigenes Risiko!

    Und die »größte Community« outet sich ganz schnell als Super-DAU! Wie oft habe ich solche Fragen im Forum lesen dürfen: »Nutzen einen xtcommerce Shop. Will umziehen. Ein Kollege hat mir was von FTP-Zugangsdaten erzählt… Wo gibt es die?«
    Wirklich viele brauchbare Infos kann ich hier nicht erwarten, sollten Probleme auftauchen.

    Natürlich ist Magento kein Wundermittel! Aber Magento versteht es viele Funktionen und Updatefähigkeit miteineander zu kombinieren. Änderungen werden nicht am Core vorgenommen. Das nur als ein Beispiel…

    Wer es ernst meint, der sollte zumindest die Kosten für ein anständiges Hosting monatlich aufbringen. Die Entwicklung, die Module und die Community ist klasse! Wer sich etwas einarbeitet, hat ein grundsolides Shopsystem! Magento eignet sich prima für mittelgroße bis sehr große Projekt und findet bei mir immer wieder den Einsatz im Projekt.

    LG
    Tommy

  32. Andreas am 6. August 2013 #

    Nun, wir nutzen Contao & Isotope – auch wenn es hier definitiv viele offene Baustellen gibt und die Umsetzung in der Tat einiges an »Fummelei« bedarf haben wir noch immer (fast) alle Anforderungen damit umsetzen können. Ein bisschen nervig ist allerdings, dass das primäre Entwicklerteam aus der Schweiz ist und somit bei individuellen Programmierungen gezwungener Maßen auch Schweizer Verhältnisse in Punkto Preisen gelten. Das System an sich ist open source und kann natürlich individuell erweitert werden – dennoch sind die Strukturen oftmals sehr komplex. So empfiehlt es sich bestimmte, sicherheitsrelevante Dinge vom Entwicklerteam selbst umsetzen zu lassen. Dies treibt aufgrund der finanziellen Situation den Preis oftmals in eine Region in welcher jeder auch noch so wohlwollender Kunde sich den großen kommerziellen Lösungen zuwendet.

  33. Josef am 17. August 2013 #

    Der beitrag hört sich sich irgend wie nach »Alles ist scheisse, es gibt kein perfektes system« an. Natürlich gibt es kein perfektes system und das wird es auch nie geben (ob in der digitalen und realen welt).

    Und zu sagen mit oxid wäre das umsetzen eines eigenen themes nicht möglich ist einfach blödsinn bzw. zeug nicht gerade davon das man sich damit beschäftigt oder ahnung hat. Einfacher als mit dem smarty systen geht es ja nun wirklich nicht.

    Design erstellen (lassen) -> html markup+css -> smarty code an die gewünschen stellen implementieren! Und du/ihr sagt dazu »zu kompliziertes template-system«.

    Man kriegt auch defintiv unter 5.000 € einen individuellen, rechtssicheren shop auf die beine gestellt, wo ihr ja das gegenteil behauptet.

    Der ganze artikel hört sich nach »ich will ein shop wo ich nur ein knopf drücken muss und fertig soll der individuelle, rechtsichere, perfekte shop sein. Arbeit will ich nicht reinstecken.«

  34. Falk am 28. August 2013 #

    Mir ging es auch eine ganze Weile so, bis ich mich mit JTL-Shop3 und der passenden Warenwirtschaft beschäftigt habe. Alle Shopprojekte aus den letzten 2 Jahren wurden damit realisiert. Wir haben keine Anpassungs- oder anderen Probleme. Im Gegenteil, der Mehrwert in der Warenwirtschaft (Anbindung ebay und Amazon) bringt die Kunden nach vorn. Rferenzen sind unter shopkompetenz.de zu sehen.

  35. thomas am 9. September 2013 #

    Habe schon lange nicht mehr so interessiert Kommentare gelesen. Schön, aber auch zugleich traurig, dass wir nicht alleine sind, die mit der derzeitigen Situation an Shopsangeboten unzufrieden sind. Wir testen derzeit Drupal und oxid. Oxid ist komplex und flexibel. Drupal Commerce ist noch ein wenig flexibler. Da wir sehr individuelle Produkte im Shop anbieten bzw. sich der Kunde selber sein Produlkte zusammen stellt, ist eigentlich Drupal Commerce hierfür perfekt. Auch sehr komplexe Versandkostenregeln sind mittels RULES in Drupal möglich. Eigentlich alles schon – doch wenn man nicht gerade ein ein Mann Unternehmen ist, dann hat man auch eine entsprechende Warenwirtschaft im Einsatz und hierfür ist Drupal Commerce nicht ausgelegt. Es gibt keine Schnittstellen zu irgend einer Wawi. Daher suchen wir bisher für Drupal einen Programmierer der uns zu einem moderaten Preis eine Schnittstelle zu unserer Wawi bastelt. Bei oxid gibt es zwar Schnittstellen, jedoch ist Oxid an sich nicht ganz so flexibell wie Drupal commerce.

  36. Ralf Liebaug am 10. September 2013 #

    Ich bin gerade erst über den Beitrag gestolpert, habe aber noch in keinem Beitrag einen Hinweis auf plentymarkets.de gefunden. Ich habe viele Jahre mit Magento gearbeitet und war die ewigen Updateorgien leid. Jetzt arbeite ich bereits seit 2 Jahren mit dem System und bin sehr zufrieden. Das ganze gibt es ab 99 Euro zum Mieten. Das Besondere an plentymarkets ist die Möglichkeit Prozesse und Prozessketten abbilden zu können. Das System ist außerdem multichannelfähig und mit ein wenig HTML und Smarty Kenntnissen kann man auch schöne Frontends für den Shop kreieren. Da es aus Deutschland stammt ist es auch rechtssicher, hat eine kleine Warenwirtschaft und Fulfillment schon standardmäßig an Bord. Außerdem lässt sich seit Neuestem auch Shopware anbinden. Das System ist zwar nüchtern in deutschem Stil programmiert, aber kann sich am standardmäßigen Funktionsumfang mit Shopify messen. Ich hoffe mal das war nicht zu viel Werbung. Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung. Man kann aus dem System schon sehr viel rauskitzeln.

  37. Maike am 15. September 2013 #

    Toller Artikel! Mit Oxid haben wir in punkto Wartungsvertrag, Updatepolitik und Support keine guten Erfahrungen gemacht. Zu Magento habe ich noch einen weiteren Kritikpunkt: seit das System von ebay aufgekauft wurde, erscheint es mir hauptsächlich als Türöffner für deren hauseigenes Bezahlsystem PayPal – mit allen bekannten Problemen. In den Kommentaren habe ich hier auch zweimal die Empfehlung isotope/Contao gelesen. Obwohhl nur ein CMS-Plugin, ist es trotzdem auch für mich aktuell die beste Lösung für kleine bis mittlere E-Commerce-Projekte.

  38. Kai am 25. September 2013 #

    Hallo Maike,

    kannst du Deine Erfahrungen konkretisieren? Oxid ist bei uns schon in der engeren Auswahl. Leider habe ich noch keine Infos über die Update und Lizenzpolitik von Oxid bekommen ( abgesehen von Marketinggeschwafel auf diveren Seiten )

  39. Eddy am 29. November 2013 #

    Nach XT, Virtuemart, Magento habe ich jetzt Shopware im Einsatz.

    Zu Shopware sei kurz gesagt: Vorne hui, hinten pfui.

    Fazit: Shopware ist wahnsinnig stark mit sich selbst beschäftigt – es dreht sich alles um Anpassungen, Coding, Marketing-Blabla, Fehlersuche, Plug-ins, mit denen Grundfunktionen umständlich nachgepflegt werden etc.
    Worum es scheinbar überhaupt nicht geht, ist dass man damit was verkaufen will und auch tatsächlich Verkäufe stattfinden und Bestellungen reinkommen. Oops – und nun?

    Listen mit diversen Auswahlmöglichkeiten? Nein.
    Packzettel? Nein.
    Kundenadressdaten filtern? Nein.
    Fehler z.B. in der Ausgabe der CSV-Dateien? Ja.
    Konfigurationsprodukte in Form einer Produktbox? Nein. (Schlimm)
    Redaktionelle Seiten, Galerien, Videoseiten? Nein.
    Transparente Kommunikation mit den Kunden? Nein.
    Artikelveränderungen allen Kaufkunden mitteilen? Nein.
    Flexible Lieferzeiten? Nein.
    Paypal-Zugriff? Ja (aber der aktuelle Kontostand – keine Liste der PP-Käufe im Shop)
    etc. etc. etc.

    Ohne fremde Warenwirtschaft ist nicht mal das nötigste an Bord. Die Wunschlisten der User sind kilometerlang (essistenzielle Einfachheiten, die überraschenderweise nicht enthalten sind, viele ernüchterte User) und es ändert sich nichts.
    Wenn man bedenkt, dass solche Fehler für echte Shops existenzgefährdend werden können, dann verstehe ich deren Gelassenheit nicht.

    Stattdessen werden auf Fragen lapidare Kommentare abgelassen und die starke Marketingabteilung streut den Leuten Sand in die Augen. Das beste Shopware aller Zeiten – hahaha. Für mich ist das ein Showroom ohne Lagerfunktion.

    Als Versuchsballon hatte ich mal zwischendurch einen Jimdo-Shop eingerichtet und bestückt. Ihm fehlen auch ein paar Sachen, aber vom Ansatz her ist es ein System, an das man sich schnell gewöhnen kann (danach sucht man die Funktionen überall). Vor allem die Bibliothek an drag&drop Bestandteilen ist klasse – schneller habe ich noch nie einen Shop aufgesetzt. Leider ist der Support ziemlich schlecht – Textbausteine als Antwortmail auf klare Fragen helfen nun wirklich nicht weiter.

    Also, ich kann den Beitrag verstehen und ich bestätige, dass es zum Verzweifeln ist, wie veraltet, kompliziert und umständlich die Strukturen mittlerweile sind. Ich bin sehr unzufrieden – wenn es nach mir ginge, wünsche ich mir etwas modulares auf HMTL5-Basis und drag&drop. Mit komfortablen Im- und Exportmöglichkeiten und API.
    Einen Shop im Dienste der Kunden UND der Verkäufer – Programmierer willkommen, aber nicht nötig in der Grundversion.
    Im Grunde müsste sowas die Komplexität und Ausgereiftheit einer App haben. Out of the box.

  40. Claudia am 29. Januar 2014 #

    Kann mit Euch fühlen und die meisten Kommentare nur bestätigen. Nach den Anfängen mit OSCommerce, von XTC3 über xtCommerce Veyton bin ich nun mit Oxid und Shopware am Testen.

    Klar, alle Shopsysteme haben ihre Vor- und Nachteile. Die meisten Kunden wollen aber halt immer die eierlegende Wollmilchsau, die es leider aber noch nicht zu geben scheint. Oft mußt Du dann für einfachste Funktionen tagelang rumfrickeln oder teure Plugins nachkaufen. Von einer einfachen Anbindung an gängige WaWi System reden wir erst mal gar nicht…Krieg oft schon graue Haare, wenn ich nur dran denke :-( Es wird aber auch 2014 nicht bessern werden.

  41. Sylvester am 31. Januar 2014 #

    Hallo,

    habe einen uralten Shop auf XT:C 3.4 betrieben. Er kann nicht viel aber baut schnell die Seiten und wird gut gerankt. Wollte mich weiterentwickeln und habe eine neue Shopsoftware gesucht. Magento war mir zu fett, Oxid schon im Vorabsupport zu nachlässig, und auf Shopware bin ich hereingefallen.
    Wie schon hier gelesen: Vorne hui hinten pfui. An und für sich scheint das ein gutes System zu sein aber es ist langsam und Arbeiten im Backend sind ein Katz und Maus Spiel mit den Drop Down Menues. Dazu kommt eine Agentur, welche sich mehr ums »Blaue vom Himmel runterversprechen« als den Support kümmert. Bei den Preisen einfach unverschämt. Bin mit meinen XT Fricklern im Endeffekt besser gefahren.
    An und für sich fällt mir auf, das in den meisten Shopsystemen ähnlich Handys einfach zuviel Schnick Schnack integriert wird und die Agenturen einen eher ermutigen alles zu nutzen.
    Mit Rücksicht auf die Zusammenarbeit mit der Agentur möchte ich hier nicht mehr ins Detail gehen.
    Mein Fazit: Die Auswahl eines Shopsystems hängt mehr von dem ab der es einrichtet. Und das ist im vorneherein schwierig zu prüfen oder mit für den Laien schwierig zu formulierenden Verträgen ganz exakt zu definieren.

  42. Martin am 18. Februar 2014 #

    Hallo,

    sehe vieles ähnlich wie ihr.

    Ich kann von meiner Erfahrung sagen (bin online Bücher Versender), dass es in Deutschland nichts passendes gibt, was schick vom Design und ohne Programmierkenntnisse zu handhaben ist, und günstig dazu.

    Dass solche diese Lösungen in verschiedenen Varianten schon längst auf dem Markt sind (aber nicht rechtssicher für Deutschland benutzbar), ist völlig kurios!

    Im englischsprachigen Raum gibt es:

    bigcartel
    Squarespace
    Tictail (sehr neu, für kleine Shops, aber sehr innovativ aus Stockholm)
    Shopify
    Supa Dupa
    Airsquare
    Enstore
    Goodsie
    Magento Go
    Storenvy
    Flying Cart
    Virb
    Jimdo (einzige Ausnahme aus Deutschland., aber nur für sehr kleine Shops)

    Beschrieben sind diese SaaS Lösungen in folgendem Blog unter:

    https://iwantmyname.com/blog/2013/11/13-platforms-for-creating-a-customizable-online-store.html

    LG Martin

  43. Peter Wolter am 19. Februar 2014 #

    Ich finde wpShopGermany für kleine bis mittelgroße Shops die beste Wahl. Man kann es mit vielen Themes nutzen und die Anpassung im Vergleich zu anderen Lösungen ist gut umgesetzt. Hinzu kommen die unzähligen Module die direkt von den Entwicklern kommen. Ist gerade im deutschsprachigen Markt die beste Lösung.

  44. Dominik am 21. Februar 2014 #

    Mir kommt Woocommerce hier etwas zu schlecht weg. Die deutsche Übersetzung macht das Plugin relativ rechtssicher. Und wenn du mit WP Templates umgehen kannst, wirst du auch diesen Shop gut hinbekommen.

    Nebenbemerkung: diese Seite springt bei Google auf, wenn ich nach woocommerce + wawi suche. Falls also jemand in deser Richtung etwas anzubieten hat, bitte unbedingt melden. Oder entwickeln und verkaufen, denn es gibt bisher noch nichts!

  45. JoKü am 26. Februar 2014 #

    wer hat inzwischen Erfahrung mit shopify für einen deutschen shop gemacht? Stehen kurz vor der Entscheidung, diesen für uns zu nutzen.

  46. August am 17. März 2014 #

    Wir sind ebenfalls auf der Suche nach einer Komplettlösung, vorzugsweise »made in germany«. Hat jemand Erfahrung bzw. Kenntnisse mit und von Athenos? Beschreibung klingt ganz vielversprechend, eins oder zwei Erfahrungsberichte wären trotzdem von Vorteil.

  47. Mike am 22. März 2014 #

    Hat jemand Erfahrung mit JTL-Shop?

  48. Manuel Schmöllerl am 25. März 2014 #

    Wundert mich, dass versacommerce hier noch nicht erwähnt wurde!?
    Eigentlich das Shopsystem für Webdesigner, Support inklusive! Anschauen lohnt sich.

    www.versacommerce.de

    Internette Grüße ;-)
    Manuel

  49. dermitdemkorbtanzt am 9. April 2014 #

    Moin,

    schöne Zusammenfassung des Desasters… Ich habe xt:C 3 und 4.1, Oxid CE sowie Contao+Isotopecommerce zu bieten

    Mit xt:C (waren) kleine Shops schnell aufgesetzt und die Anpassungen schnell gemacht – aber immer »one-way«! Updates im Core (sofern mal welche (ge)kommen (sind) waren ein Graus.

    In xt:C 4.1 bereite ich gerade einen Shop vor. Das BE ist ExtJS – mit allen Vor- und Nachteilen den der Klotz so mit sich bringt => aber wenigstens kommt es »frisch« herüber. Bei einigen Sachen stolpere ich durch die Anzeigen wie z.B. werden bei Select-Menüs nach der Auswahl nicht der Text sondern eine Zahl angezeigt – muss man halt wissen was die zu bedeuten hat….

    Oxid (4.7) hat m.E. das schrottigste BE von allen Shops. Sofern man sich nicht zu weit von Azure wegbewegt, gehts mit den Anpassungen. Die Dokumentation – ins besondere was die Programmierung angeht – ganz einfach: www.google.de & viiiell Glück haben. Von einer Firma mit (scheinbar) prof. Auftreten ist das leider eher mickrig – wahrscheinlich sind deshalb die Stundensätze der Oxid-Programmierer so hoch (sofern man überhaupt einen bekommt).

    Mein »Haus&Hof-CMS« ist Contao – mit Isotope kann man seine Seite mit einem Shop »pimpen« – Schwerpunkt sollte aber eher beim CMS liegen… Was die reinen Shopfunktionen angeht (Regeln, Kaufinformationen usw.) kann Isotope hier nicht ganz mithalten. Man kann es aber schön geschmeidig anpassen und in die normalen CMS-Seiten einfließen lassen.

    Die Eierlegende-Wollmilchsau muss noch erfunden werden :-(

  50. Alex Hofmann am 7. Mai 2014 #

    Stimme in weiten Teilen zu, auch wenn die Veröffentlichung schon 2013 war!

    STICHWORT: VERGLEICHEN VON SHOPSYSTEMEN

    Als Betreiber eines »kleinen« Amazon-Shops habe ich mich 2012 gefragt – um von Amazon unabhängiger zu werden- wie ich die nicht unerheblichen Provisionen besser und v.a. zukunftsfähiger in einen eigenen Shop investieren kann.
    Ich wurde leider nicht fündig, einen systematischer Vergleich über verschiedener Shopsysteme gab es nicht…

    Natürlich ist es ein immenser Unterschied, welches Budget man zur Verfügung hat. Ich hatte damals, aus der Amazon-Sicht (denke es ist bei ebay genauso) zwar anfangs keine großen Funktionsbedürfnisse, aber beim Vergleich der ersten Shoptarife war mir klar, dass ich strategischer denken musste, um nicht in einem Jahr wieder vor dem selben Problem zu stehen.
    Preis: Dazu kommt natürlich, dass man – ich zumindest – auch ein gutes Bauchgefühl haben sollte nach dem Motto: »Ja, richtig entschieden, Preis-Leistung ist OK, jetzt können die nächsten Jahre kommen..«

    Ähnlich wie in der Überschrift »…unerträgliche Shopsystemsituation« kam dieses Gefühl jedoch absolut nicht auf!
    Ähnliche Frustrationen kommen ja aktuell auch in dem Kassenzone.de Artikel »Das Beste Shopsystem« zum Ausdruck.

    Aber wie so oft, wenn etwas nicht existiert > man macht es selbst!

    In diesem Falle dauerte die Konzeption und Realisierung des Vergleichs von Shopsystemen allerdings auch 1,5 Jahre. Daraus entstand eine professionelle Online-Dienstleistung, die Anfang 2014 fertiggestellt wurde: www.ecomparo.de
    Ob dies dem ein oder anderen weiterhilft > Bitte selbst beurteilen. Ich empfinde es jedenfalls als sehr großen Fortschritt zur Vermeidung von falschen Entscheidungen.

    Grüße
    Alex

  51. Gerrit am 7. Mai 2014 #

    @Alex: Danke für den Hinweis, ecomparo sieht wirklich cool aus.

  52. Micha am 5. Juni 2014 #

    Oxid bietet mir mitunter die schnellste Möglichkeit Erweiterungen zu schreiben und auch mal ein Template from Scratch umzusetzen. Azure oder Basic sehe ich als reinen Funktionskatalog an dem man sich orientieren kann. Letztenends ist Oxid für mich auch nicht nur ein Shop sondern ein für Onlinehandel entwickeltes, leicht zu erweiterndes PHP MVC Framework. Ich habe verschiedene Systeme entwickelt und bin immer wieder von der Entwicklungsgeschwindigkeit in Oxid begeistert.

    In Kombination mit Bootstrap 3 und Wordpress als Content Management Software sehr mächtig und vor allem echt super angenehm zu entwickeln.

    Allein wenn man sich den Code zwischen einem Shopware und einem Oxid Modul anschaut stellt man auch schnell fest warum ich zu Oxid gegangen bin. Aber das ist ja jedem selbst überlassen. Auch ob es Mittelklasse ist, hängt stark von deiner Idee und den Skills deiner Entwickler ab. Aber das ist sicherlich in jedem Projekt mit jeder Software eine Frage.

  53. Hans Holdener am 30. Juni 2014 #

    So, und nun wissen wir, dass alles was auf dem Mark ist, unbrauchbar, schlecht, nicht strukturiert usw. ist. Offenbar begreifen einfach viele Entwickler nicht, dass einige Shops sehr wohl brauchbar sind. Man muss nur zu seiner Entscheidung stehen und dann das Beste aus der Lösung herausholen. Wir haben Kunden, die machen sehr gute Umsätze mit E-Shops und das mit zwei verschiedenen Produkten.

    Man muss sich einfach auf ein Produkt konzentrieren und dann die Anpassungen selbst vornehmen. Und die vielbesprochene Rechssicherheit ist nun wirlich nicht das grosse Problem. Da wird etwas aufgebauscht, was in den allermeisten Fällen leicht zu lösen ist.

    Sorry, aber es bringt wirklich nichts, wenn man jahrelang Shops testet, sich bei keinem tiefer eindenkt und dann alle in die Pfanne haut.

  54. Gerald Rusche am 2. Juli 2014 #

    Kann die ganze Problematik zwar verstehen, aber sehe persönlich weniger Probleme.
    Ein CMS muss nur Texte und Bilder liefern. Da gibt es dann eindeutige Sieger, Zweite und viele Verlierer.
    Den Online-Shop gibt es nicht!
    Ich habe im Einzelhandel gelernt als es noch Radio-Fernsehgeschäfte gab. War später im Vertrieb und biete seit 11 Jahren KMU Lösungen im Internet an. das hat mich vor allem gelehrt, das Internet ist nur eine Spiegel, eine neue Platform des realen Lebens. Und genau wie ein echtes Ladengeschäft, ja nach Produkte, Zielgruppe und Betreiber, haben Online-Shops extrem unterschiedliche Anforderungen hinsichtlich Ausstattung und Einrichtung.

    Der Fehler ist einfach nach einem System für alle zu suchen!
    Das würde im echten Leben ja auch nicht funktionieren.

    Sicher gibt es Dinge die Standard sein sollten. Aber eben nicht alles was der jeweilige Betreiber oder Programmierer, Gestalter sich wünscht. Für den einen ist Etiketten-Druck wichtig, wären eine anderer sagt:„was soll ich damit?“ Manche sagen ohne SEO geht gar nicht. Während einige sagen SEO, was soll das ich habe einen funktionierenden Vertrieb?

    Meiner Erfahrung nach muss ein Shop es ermöglichen rechtssicher betrieben zu werden. Er sollte skalierbar sein, Anpassungen effizient umsetzbar sein und vor allem für den Kunden einfach handhabbar.

    Viel größer sind meiner Ansicht nach die strategischen Probleme, durch die manche technischen erst an die Unlösbarkeitsgrenze geraten. Da werden oft Shops aus dem Boden gestampft ohne das der Betreiber sich über Besonderheiten im Onlineshopping auch nur Ansatzweise bewusst ist. Gestandene Realshopbetreiber legen manchmal Wert auf Funktionen die für Onlienshops nahezu irrelevant sind. Neushopbetreiber vergessen Dinge einzuplanen die erst im gut laufenden Betrieb relevant werden.

    Wer draußen einen Shop aufmacht muss sich ja auch um alle mögliche kümmern. Die Ladenausstattung kann er sich meist nicht bei Ikea aus’m Regal ziehen. Und ein Ladenbauer will auch bezahlt werden. Selbstgestrickte Online-Shops, sind ähnlich wie ein, am Feierabend zusammengebastelter Kiosk. Das kann gut gehen, muss es aber nicht.

    Und wer Onlineshops anbietet, sollte das für eine Art von Verkauf machen mit dem er halbwegs vertraut ist. Oder würdet ihr einen Ladenbauer der schon zig urige Kneipen gebaut hat, als erste Wahl zur Einrichtung eines Modehauses heran ziehen?

  55. rhodes am 7. Juli 2014 #

    Ich kann leider allem, was hier gesagt wurde, nur beipflichten und suche auch schon sehr lange einen webshop, der mit halbwegs vernünftigem Aufwand ans Laufen zu bekommen ist.

    Als Drupal Entwickler kenne ich zwar Ecommerce und Ubercart, aber das erscheint mir für die allermeisten Kunden viel zu umständlich. Ein Kollege von mir hat gute Erfahrungen mit woocommerce gemacht.

    Kennt jemand gambio.de? Das gefiel mir auf den ersten Blick wg. der in D anerkannten Bezahlsysteme. Hab’s aber noch nicht getestet.

    Eigentlich bräuchte ich einen performanten Shop, der mit Drupal gut zusammenarbeitet.

  56. Ludwig Gramberg am 17. Juli 2014 #

    Shops sind oft komplexe Szenarien, sowohl technisch als auch prozessbedingt.
    Beispiel Magento: es will gleichzeitig CRM, Warenwirtschaft mit Lagerhaltung, Faktura, Liefermanagement etc. sein. Der Anspruch ist eine hohe Anpassbarkeit an allen möglichen Stellen, das ist bereits eine kleine ERP in Shopform.

    Fügt man dann noch den Anspruch hinzu, dass die Benutzungsoberfläche ergonomisch jede mögliche logische Kombination an Funktion abbildet muss die Software einfach scheitern. Niemand kann das leisten.

    Macht man mal einen Schritt zurück sind Shopsysteme schlicht Softwaresysteme die bestimmte Dinge leisten sollen, je stärker diese Dinge miteinander verschränkt, je komplexer die Daten und Abläufe, desto schwieriger wird die Software zu entwickeln und/oder zu bedienen sein.
    Echte Komplexität lässt sich bei vielen Optionen und Varianten nur noch unter enormen Programmieraufwand abbilden.
    Alle genannten Systeme sind aber Opensource-Systeme die von einer begrenzten Zahl Entwickler programmiert werden.

    Eine Vorkasse-Reminder-E-Mail würde 2000 Euro mehr Umsatz im Monat bringen? Dann lassen Sie sie entwickeln, das amortisiert sich praktisch sofort.

    Mein Fazit: bedenken Sie als Shopanwender die Amortisierung der Entwicklungszeit der Shopanbieter gegenüber dem Aufwand den Sie für Anpassungen benötigen. Sagen wir Magento entwickelt sehr aufwändig über ein Jahr hinweg einen graphischen Ablaufeditor des Checkouts damit Sie die Reihenfolge der Schritte, mögliche Abfragen etc. bequem zusammenklicken können. Das Feature werden evt. 20% der Anwender verwenden. Stattdessen könnten in der selben Zeit 10 Features entwickelt werden die zusammen 80% der Anwender nützlich sind und die 20% von eben passen ihren Checkout selbst, per Programmierung an.

  57. ecotox am 19. Juli 2014 #

    bin gerade am Start(en) mit dem 100% kostenlosen SUPR Onlineshop. Sieht bisher recht brauchbar aus. Kann mir einer sagen, ob der Shop wirklich kostenlos bleibt oder wird man ausgedrickst?

  58. Tobias Rehermann am 11. August 2014 #

    Ein absolut geiler Beitrag zum Thema Shopsysteme. Viele der hier angesprochenen Systeme laufen einer Web-Agentur im Laufe der Zeit zwangsläufig über den Weg… Von XTcommerce über WP-Shopgermany, Open Cart. Prestashop oder Magento… unsere Erfahrungen decken sich zu 100% mit den hier beschriebenen – und mir kam einige male das Schmunzeln, einfach weil’s so passend wie Arsch auf Eimer ist -.

    WooCommerce steht noch bei uns auf der Liste der zu testenden Shopsysteme :-)

  59. Marco am 9. September 2014 #

    Klasse Artikel, wenn man eine Gesamtlösung sucht mit ordentlichem Shop / Amazon / Ebay und Wawianbindung incl. Versandmodul zu DHL
    dann wird es in DE frustrierend.

    Was nützt mir der schönste WP Germany Shop wenn ich auf einmal zahlreiche Aufträge bekomme? Dann wird die Abwicklung schwierig.

    Plentymarkets hört sich toll an, aber die Preisstruktur ist heftig.

    JTL ist meiner Meinung nach das was für Startups gut funtioniert und auch vernünftige Bestellmengen abwickeln kann. Zu überschaubaren Kosten.

    Wenn es doch noch mehr Template Auswahl gebe. Verrückt finde ich da die Preisbildung. Während ich für Magento bei Themeforest schon richtig schöne Magento Templates für unter 100 Dollar bekomme wollen JTL Anbieter richtig abkassieren.

  60. Christof am 9. September 2014 #

    Wir sind gerade dabei, für VersaCommerce (> versacommerce.de, deutsche Cloud-Shop-Lösung, die nach meiner – parteiischen – Meinung alle wichtigen o.g. Anforderungen erfüllt) eine JTL-Anbindung umzusetzen.

    Ich glaube, dass viele, die hier zu Recht über die Mängel der Systeme klagen, hier fündig werden.

  61. Steffi am 10. September 2014 #

    Interressante Kommentare. Ich bin zur Zeit auf der Suche nach einem Shop-System und es wachsen die ersten grauen Haare. Ich bin hier auf die Shoplösung von Powergap gestossen. Hat jemand hier Erfahrung?

  62. Maxi am 16. September 2014 #

    Kann ich allen zustimmen, ich suche auch schon seit Jahren eine brauchbare rechtssichere alternative zum alten Gambio (xt/osCommerce)
    Hatte auf Presto gehofft, aber das umrüsten auf deutsche Rechtssicherheit ist mir einfach zu nervig und zu wartungsintensiv.

    Mietshops wie versacommerce.de sind mir zu teuer, ich habe keine Lust jeden Monat einen Grundpreis zu zahlen!

    Gibt es nichts vernünftiges zu Joomla?

  63. Wolfgang Fuchs am 7. Oktober 2014 #

    Wir sind nach Magento nun bei Shopware (mit Plentymarkets Anbindung) und auch immer wieder erstauntwas Shopware alles NICHT kann.
    Ich Bereich Varianten und Multi Shops hat Shopware massive Mängel und auch wenn man bei Shopware das tolle Frontend bewirbt, aktuelle WP Shops sind das schon um vieles besser bieten unzählige innovative Möglichkeiten der Erweiterung und Plugins.
    Ideal wäre für uns ein reines E-Commerce cloud all in WAWI/ERP System ohne Shop mit Fokus auf Anbindung auf ein schlankes, modulares Frontend CMS System wie WP.
    Commercetools ist wohl im Moment in dem Bereich auf dem richtigen Weg, für 4 stellige Summen läßt sich damit aber mit Sicherheit kein Shop machen…

  64. Hannes7 am 11. Oktober 2014 #

    Meine Frau führt seit 15 Jahren einen kleinen spezialisierten Internetshop. Da ich selber Programmiererfahrung habe, habe ich der Zwischenzeit viele Systeme getestet ‘aus der Not’ auch gekauft (2 Hersteller waren plötzlich nicht mehr erreichbar). Vor ca. 3 Jahren bin dann auf ein System gestoßen das unseren Vorstellungen wie auch Kosten-Nutzen entsprach. Nach über 2 Jahren mussten wir feststellen, das es sich um eine 1-Mann Firma handelt. Mal wurden gesetzliche Vorgaben sofort umgesetzt, dann mit Verzögerung. Mein Entschluss war daher, es muss ein Mietshop her, der schon lange etabliert auf dem Markt ist, aber durch das Template System trotzdem etwas offen. Mit einem Mietshop System geht man bestimmte Restriktionen ein, die wir aber für nicht als k.o.-Kriterium gesehen haben. Siehe auch mietshop.de

  65. Christian Siegmann am 17. Oktober 2014 #

    Leider bin ich kein Stück schlauer. die Beiträge waren dennoch interessant und amüsant zugleich, da ich nach XT:Commerce, Magento & WooCommerce die Problematik kenne. Ich scheue keine Mühe mich in ein System einzuarbeite, bloss die Entscheidung welches, konnte ich bis jetzt noch nicht fällen. Eine Anbindung an TYPO3 oder WP und einer WaWi, individuelle RG und LS Layout sowie Gutscheinmodul sind wünschenswert. Was gar nicht geht, sind sinnfreies Gefrickel am Core, überteuerte Pluginlösungen die bestenfalls zu 50% die Anforderungen abdecken. Oxid und Shopware sind momentsn in der engeren Auswahl jeweils in der Comunity Version, nach all den Beiträgen wachsen mir graue Haare. Welches System soll es denn jetzt sein?

    Ich bedanke mich für sinnvolle Tipps zur Auswahl des passenden Systems.

  66. Emile am 19. Oktober 2014 #

    Eine interessante Diskussion, die schon über ein Jahr dauert. Und es gibt leider (!) noch immer keine gute von vielen akzeptierte Lösung.

    Offensichtlich war OS/XT-Commerce damals nicht so schlecht, aber das Update auf etwas Modernes hat gefehlt.

    Ich betreue mehrere Shops, die auf OS-Commerce basieren, aber inzwischen zu individuell programmierten Shops geworden sind. Eine Anpassung von so einem Shop an einen neuen Kunden ist nicht einfach, weil die Shops inzwischen ihre Sonderlösungen haben.

    OS/XT-Commerce war aus meiner Sicht so gut, weil man den Code so einfach verstehen und anpassen konnte. Magento/Oxid/Shopware sind code-mäßig (zu) schön strukturiert, aber dadurch sehr komplex. Man braucht lange, bis man das System versteht. Wenn man nicht in den Core eingreifen will, kann man Einiges nicht machen.

    Mir würde ein einfach programmiertes System gefallen (wie OS-Commerce, aber natürlich mit Klassen und Templates), mit vielen Hooks, wo man eigene Funktionen reinhängen kann.

    Ich stimme einem der Vorredner zu: “Man sollte zehn erfahrene Entwickler für sechs Monate einsperren. Wenn sie wieder rauskommen steht mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Lösung da, die besser ist als alles was es aktuell gibt.”

    Aktuell würde ich bei kleinem Budget einen Mietshop nehmen (zB supr.com) und bei hohem Budget einer meiner bestehenden und gut laufenden, individuell programmierten Shops anpassen.

    Emile, www.donauweb.at

  67. roland am 27. Oktober 2014 #

    Für Prestashop gibt es ein Modul, dass das System rechtssicher auch für DE machen soll:
    http://addons.prestashop.com/en/administration-tools-prestashop-modules/17810-eu-legal-legal-security-for-germany-and-eu.html
    hat das schon jemand ausprobiert, gibt es damit auch so viele Probleme?

  68. Kinga Borowska am 10. November 2014 #

    Mal wurden gesetzliche Vorgaben sofort umgesetzt, dann mit Verzögerung. Mein Entschluss war daher, es muss ein Mietshop her, der schon lange etabliert auf dem Markt ist, aber durch das Template System trotzdem etwas offen. Mit einem Mietshop System geht man bestimmte Restriktionen ein, die wir aber für nicht als k.o.-Kriterium gesehen haben.

  69. Dennis am 12. November 2014 #

    Hi,

    falls noch jemand auf der Suche nach einem kostenlosen Plugin zur Gewährleistung der technischen Rechtssicherheit von WooCommerce ist, sei WooCommerce Germanized empfohlen. Damit erweitert ihr WooCommerce um typisch deutschen Funktionen (Lieferzeiten, MwSt- und Versandkosten-Hinweise, Checkboxen im Checkout uvm.). Das Plugin ist sogar bereits von Trusted Shops zertifiziert worden und kann kostenlos gedownloadet werden :)

  70. Andrei Nocek am 14. November 2014 #

    Bedanke mich für die vielen neuen Tipps, Hinweise und Inspirationen. Teste gerade Prestashop, Oxid und Shopware und wunderte mich schon, warum das eine oder andere nicht klappt. Jetzt ahne ich: es liegt nicht an mir. Gott sei Dank. Werde weiter tapfer dranbleiben.

  71. Henryk am 16. November 2014 #

    Hallo Zusammen,
    wer an Woocommerce denkt (Es soll ja bald eine Multishoplösung vom Team geben) der sollte sich noch ein neues Plugin anschauen, dass seit ein paar Monaten auf dem Markt ist. Das smarte an diesem Plugin: es lassen sich viele css Anpassungen direkt in der Adminoberfläche einfügen, Mwst, Versandkosten, und alle anderen Funktionen der anderen Plugins. Dazu die Möglichkeit ein Rechnungsmodul mit PDF Anhang zu aktivieren. Zu finden unter http://www.vertrieb-im-netz.de/woocommerce-german-shop-unter-wordpress-4-0/
    Ich hoffe es nützt dem einen oder andere.

  72. Andrew am 19. November 2014 #

    Genialer Artikel! Um ehrlich zu sein fand ich Shopware und Pretashop vom Ersteindruck her super, aber der Beitrag und sogar noch viel mehr die Kommentare haben mich eines Besseren belehrt.

    In meinem Familienkreis wird in einer Firma Gambio (xtc/os-commerce) eingesetzt. Durch meine Mitarbeit bei bestimmten Projekten habe ich die Software im Detail kennengelernt und kann guten Gewissens sagen, dass die Jungs und Mädels bei Gambio sehr hohen Wert auf Rechtssicherheit legen und generell sehr fit sind, was Support und Anforderungen angeht. D.h. bei wichtigen Änderungen gibt es ein Servicepack/Update, bei sehr wichtigen (rechtlichen) Änderungen werden alle Nutzer per E-Mail informiert.
    Zudem finde ich nicht schlecht, dass man 150€ für ein Jahr Support zahlt und auf Wunsch die Software danach kostenlos nutzen kann – nur geht Rechts- und Updatesicherheit flöten.

    Aber mal eine Frage an alle Profis:
    Ich studiere noch, habe danach aber einen Plan für ein Startup. Und zwar soll es den Kunden möglich sein Artikel auf einem ganz neuen Level zu personalisieren. Evtl. kennt ihr das, wenn man online bei T-Shirt Designern oder Autoherstellern sein Produkt individualisiert/gestaltet und gleich sieht was am Ende rauskommt.
    Ziel ist es, dass der Kunde im Bestellprozess genau sieht was er später bekommt. Da ich in den Bereich Accessoires/Mode gehen möchte, wäre meine Wahl auf http://www.layoutbuddy.com gefallen. Das lässt sich wohl leicht in Shopware als auch Pretashop integrieren (Magento/JTL habe ich aufgrund der Kommentare hier ausgeschlossen).

    Was würdet ihr mir raten in dem konkreten Beispiel? Da ich außer Gambio soweit nicht viel kenne, bin ich nach dem Lesen der Texte hier sehr unsicher in welche Richtung ich weiter planen kann.

  73. Stefan Hartmann am 3. Dezember 2014 #

    Was ist eigentlich mit spreecommerce?
    http://spreecommerce.com/
    https://github.com/spree/spree
    Das ist super anpassbar. Erlaubt sich mal nicht php zu sein sondern ruby on rails. Auf einem 1und1 Webspace geht das natuerlich nicht, gibt aber auch rails webspace fuer ab 5 euro im monat (falls man nicht mehr bereit ist fuer seinen Online-Shop zu bezahlen).

  74. kainer am 10. Dezember 2014 #

    WooCommerce und die dafür erhältlichen Erweiterungen (es sind viele) stellen eine oftmals unterchätzte und sehr flexible Shoplösung dar.
    Wir haben mit Magento, XT-commerce, Prestashop und Shopify gearbeitet und nutzen jetzt nur noch WooCommerce. Weil es eben so günstig und flexibel ist.

  75. Thomas Lohrum am 19. Dezember 2014 #

    Ich versuche es jetzt mal mit der Shoplösung von Supr.com!
    Ja, sicher werden viele sagen: lass es sein!
    Hier brauche ich keine Geld zu investieren und selbst wenn nichts daraus wird, hab ich nur meine Zeit verbraten!

    Gruss Tom

  76. Michael Hagedorn am 14. Januar 2015 #

    Der Originalbeitrag trifft den Kern der Sache. Auch zwei Jahre später leider immer noch.
    Wenn ich mit die Quellcode der genannten Shops ansehe wird mir schlecht. Mir kommt es so vor als wenn selber programmieren keiner mehr kann. Da wird ein Framework und ein Plug-In nach dem anderen geladen. Sicher in Zeiten von LTE, 50MB DSL und Quadcore was die Ladezeiten angeht kein so großes Problem (gibt es übrigens noch lange nicht überall) , aber für Anpassungen ist das die totale Katastrophe.
    Ähnlich übel sieht es beim Zusammenspiel von ERP und Shop aus. Etablierte Systeme wie zb. Sage Office Line haben das gesamte Thema E-Commerce völlig verschlafen. Was Drittanbieter mit zweifelhafter Kompatibilität auf den Plan ruft.

  77. Bagstage am 23. Januar 2015 #

    Hallo, also wir haben uns für OpenCart entschieden und einen kleinen Erfahrungsbericht geschrieben… vielleicht hift es ja dem einen oder anderen bei seiner Entscheidung…

  78. Gerhard Weise am 23. Januar 2015 #

    Ich schließe mich an: interessanter und guter Artikel. Vieles deckt sich auch mit meiner Beobachtung. – Allerdings kann ich die Quintessenz nicht teilen.

    Keiner von uns käme doch auf die Idee WORDPRESS mit TYPO3 zu vergleichen. Das geht nicht. Was bei den CMS Systemen gilt, findet m.E. bei Shopsystemen die gleichen Anwendungen: was ich beherrsche, das kann ich auch meinen Kunden verkaufen. Und, hey, es ist doch so: auch die CMS Systeme sind im professionellen Handling ohne individuelle Anpassung der Sitestruktur nicht out-of-the-box verwendbar, oder?

    Was das Problem der Versionsupdates in Korrelation zum Template Management angeht: bereits bei normalen Websites sind Overrides meistens der Garant dafür, dass die Basics nicht überschrieben werden. Bei fundamentalen Updates warte ich ohnehin mindestens das erste Release ab und kann sicher sein, dass die gröbsten Bugs erkannt sind.

    Noch ein Hinweis zur Rechtssicherheit: dieses zentrale Thema gehört zu den Basis-Beratungsleistungen, die ich den Kunden erbringe. Das kann und will ich nicht von einer Shopversion verlangen. Sollte der Super GAU eintreten und eine Abmahnung hereingeflattert sein, wird kein Shophersteller die Haftung übernehmen. Dazu gibt es z.B. eine Trusted Shop Mitgliedschaft und auch der Onlinehandel-Verband bietet quasi Leistungen an, die hohe Rechtssicherheit vermitteln.

    Also: die one-fits-it-all wird es auch in 20 Jahren noch nicht geben. – Aber es gibt uns, die sich die Köpfe nach besten Kundenlösungen zerbrechen. Und solange wird es auch gute Onlineshops geben.

  79. Peter am 3. Februar 2015 #

    @Gerhard Wiese
    Richtig die one-fits-it-all Lösung gibt es nicht, aber wenn ich sehe, dass es schon an der einheitlichen Ausgabe von Mehrwertsteuer und Mehrwertsteuersätzen, oder Summen, oder Lieferkosten oder Lieferzeiten happert, dann frage ich mich echt was die ganzen Entwickler über die Jahre hinweg so entwickeln.

    Die tollsten Spielereien werden integriert, aber grundlegende Basics funktionieren 2015 noch immer nicht out of the box.

    Von vernünftigen Importen fange ich besser nicht an. Shops mit tausendeb Artikeln und reinem Import von z. B. Preisupdates sind noch immer ein Krampf (Eigenentwicklung leider noch immer nötig).

    Rechtssicherheit ist dabei nochmal ein anderes Thema, welches auch eher unter Beratungsleistung und Support fällt.

  80. christian am 9. Februar 2015 #

    XT Commerce – Das Problem ist, das die Kommunikation mit dem Support oder der Firma selbst unmöglich ist. Selbst die Geschäftsleitung hat überhaupt kein Interesse an einzelnen Kunden. Man denkt, das solch ein Unternehmen einen gesunden Mitarbeiterstamm hat, der Schein trügt hier !!

    Ebensfalls Fingerweg insofern jemand ein eigenes Shopdesign o.ä. wünscht und diese bei XT Commerce in Aufrag gibt. Hier wird man dann erfolgreich vertröstet und ein Projekt kann anstatt bestätigten 4/6 Wochen – schnell mal 3/4 Monate dauern – danach ist der Shop dann zu 80% fertig.

    Das Motto von XT Commerce: der Kunde soll sich bemühen, das wir etwas für Ihnen fertigstellen – wenn er Zeit hat, werden wir es irgendwann dann erledigen. Aber nicht nach seinen Vorstellungen und wie besprochen im Vorfeld.

    Fazit – Alle sollten die Finger weg lassen, die einen Support benötigen und der Meinung wären, das sie als Kunden bei XT Commerce gut aufgehoben sind. Sie dürfen nie Probleme haben, da diese nicht bearbeitet werden, sondern erfolgreich totgeschwiegen werden, eine telefonische Kontaktaufnahme ist nicht möglich !!

  81. Peter am 21. Februar 2015 #

    ongr.io (früher foxx), das als sehr gut skalierendes high-performance-frontend framework angepriesen wird und das vor einen bestehenden Shop gesetzt werden kann, scheint mir ein guter Weg zu sein, die View aus den Fängen monolithischer Architekturen zu befreien, sodass man echte Gestaltungsfreiheit gewinnt.

    Die Daten und den Checkout-Prozess verwaltet weiterhin die bestehende Shopsoftware, während das Frontend, also der Artikelkatalog von ongr übernommen wird, wenn ich die Informationen richtig verstanden habe. -> https://github.com/ongr-io/ongr-sandbox

    Es sind gerade verschiedene Konnektoren am Entstehen, beispielsweise für OXID oder Magento.
    -> http://ongr.io/

    “Linktext”:

  82. Mike am 28. Mai 2015 #

    Der Artikel ist zwar schon zwei Jahre alt, aber selbst 2013 war z.B. wpShopGermany schon sehr brauchbar. Ich setze es jedenfalls gerade bei kleinen Projekten gerne ein und bleibe damit WEIT unter einem Budget von 5000 Euro. Woocommerce lässt sich (zumindest heute) sehr leicht für den deutschen Markt anpassen. Das (kostenpflichtige) Plugin von German Market ist dafür absolut nicht nötig.

    Disziplinierten Kunden mit wenig Geld kann ich ohne Schmerzen für weniger als 1000 Euro einen voll funktionsfähigen und rechtssicheren Shop einrichten. Das war 2013 nicht wesentlich anders. Diese Situation finde ich alles andere als unterträglich (für den Kunden).

  83. Jörg am 20. August 2015 #

    Dem Credo des Artikels kann ich nur beipflichten. Wir selber setzen seit 2006 auf JTL (nach xtc / oxid) und waren schon einige Male am Verzweifeln – immer mal wieder kam der Wunsch auf, aufgrund der seltsamen Politik (Termine werden nicht genannt / fehlende Anbindungen an Marktplätze / Prioritäten), das Shopsystem zu wechseln. Davon gibt es ja schon einige, aber spätestens beim Thema WaWi / ERP hört der Spaß auf und man steht mit Fragezeichen da… Im Spätsommer des Jahres 2015 kommt nun endlich ein Nachfolger des betagten JTL-Shops in der 4. Version. Aber auch hier sind wir mehr als skeptisch.

    Wir suchen für unsere kleinen Nischenshops immer noch ein gut aussehendes, leicht konfigurierbares System…

  84. Thomas am 10. September 2015 #

    ..was für eine lange Diskussion!

    Wir sind ein Getränkehandel, der nach einem Shopsystem sucht. Ziel ist das Thema Bier, was wir regional bestens besetzen, im Netz zu testen..

    Auf der Suche sind wir auf den Shop www.bierselect.de aufmerksam geworden. Basiert auf einem POWERGAP System, so viel konnte ich bisher herausfinden. Ein für uns elementares Pfandsystem ist eingebaut, LMIV auch. Optik super.

    Nun die Frage, hat jemand Erfahrungen mit POWERGAP? Kann im Netz jedenfalls nicht negatives finden.
    Preis ist ok, wenngleich ich für einen Test nicht viel investieren möchte. Opencource ist keine Alternative, da ich mich nicht um Technik kümmern will.. Bzw sich in meiner Mannschaft hier keiner dran traut.

    Habt Ihr sonst einen Tipp? Projekt soll 2016 starten..

  85. fwolf am 15. September 2015 #

    Dieser Tage werkel ich vor allen Dingen mit WooCommerce. Bin aber unzufrieden damit – ob des recht monolithischen Aufbaus. Denn: Will der Kunde nur einen Katalog, aber mit shopartiger Struktur, muss ich zig Funktionen erstmal DEaktivieren. Oder auf ein anderes Plugin setzen. Oder gar ACF benutzen, um das selber zu bauen. Recht umständlich, sowas.

    Mir schwebt was Modulares vor. Also bei dem man als Basis erstmal nur nen Katalog hat. Rest per Plugin = Modul; z.B. Preisauszeichnungen mit Steuern, Warenkorb, Bestellsystem, Payment-Gateways = alles zusätzliche Plugins, die alle im Shop-(Plugin-)Verzeichnis lagern, aber erst DANN aktiviert werden, wenn man sie benötigt, und nicht umgekehrt.

    Ein komplett neues System würde ich nicht bauen wollen – denn das A und O bei einem solchen ist der Admin-Bereich; wenn der nicht top sämtlichen Usability- und Accessibility-Ansprüchen genügt, kann man’s voll vergessen. Ist also ein heftiger Aufwand.
    Somit nimmt man besser mit einem vorhandenen System wie WP vorlieb, das einem aber eine solide Oberfläche zur Verfügung stellt.

    cu, w0lf.

  86. Michael Gahn Design am 21. September 2015 #

    Ansich alles richtig. Viel Unfug auch in den Kommentaren. Naja.. Hier mal ein paar Hinweise: zum einen WooCommerce ist ein sehr einfaches Shop-Plugin, das (wie auch andere Shopsysteme) mit einem Plugin der deutschen Rechtsprechung genügsam wird. Es lässt sich WordPress Typisch sehr einfach und umfangreich gestalten und dank einfachem PHP und dem WP Codex auch umfangreich selbst anpassen. Der größte Nachteil: es wird vermutlich nie Mals die Möglichkeit geben es mit einem Warenwirtschaftssystem wie JTL Wawi zu verbinden da es keinen connector gibt und vermutlich nie geben wird (außer ein Programmierer mit zu viel Zeit wird von einem gelangweilten Milliardär bezahlt um einen Connector zu entwickeln). Und warum gibt es keinen connector? Weil Produkte keine Produkte sind in der Datenbank sondern Beiträge. Also Blog-Beiträge die einfach nur anders dargestellt sind und andere Funktionen haben. Jeder der sich mit WP auskennt weiß was ich meine.

    Shopware 5: ist einen Tipp Wert. Stabiles System, Hosting ist angenehm und es ist verdammt schnell. Rechtssicher und dank kostenpflichtiger Plugins sehr umfangreich. Die Community Edition reicht für die meisten Projekte. Die kostenpflichtige Version (~1.300€) bietet sogar das neue Feature des Story-Telling, welches einem gänzlich neue Möglichkeiren offenbart! Wirklich fantastisch. Voll responsive und SEO technisch das beste Shopsysteme das man finden kann. Von deutschen Entwicklern. Einziger Nachteil: selber mit CSS / less gestalten ist aufwendig und ohne programmiererfahrung und Wissen um den Core kaum zu bewerkstelligen. Aber die standartmöglichkeiten von Story-Telling und dem Seiteneditor bieten ohnehin schon viele Gestaltungsmöglichkeiten. Zudem kann via JTL-Connector JTL Wawi problemlos angebunden werden.

    Magneto: das umfangreichste Shopsystem, das nahezu alles kann. Mit Plugin genügt es dem deutschen Markt und kann komplett frei mit PHP, CSS /less gestaltet werden. Diverse kostenlose Pligins gibt es auch. Es ist Open Source und bietet von Haus aus die Möglichkeit den Shop als Multishop in mehreren Sprachen und mit mehreren Währungen und Steuersätzen zu konfigurieren. Es wird stetig weiter entwickelt und dahinter steht eine große Community. Und das beste: JTL Wawi ist dank connector einfach anzubinden. Was Hosting angeht: ja, wenn man keine Ahnung hat ist es schwer nen passenden Hoster zu finden und die richtigen Settings der PHP Version, SQL Version und Co vorzunehmen. Aber es ist nicht unmöglich ;)

    Alle anderen Shopsysteme: sind meist schnulli weil sie entweder nicht Rechtssicher sind, sich nur in Verbindung mit schlechten cms verwenden lassen, nur bedingt für produktive Einsätze eignen oder beschissenes SEO ermöglichen. Aber Hey, jedem das, was einen aus Ziel bringt. Hauptsache man hat genug Ahnung damit man nicht von bösen Anwälten vom Platz gejagt wird.

    Wer noch Fragen hat kann sich gern bei mir melden:
    Michael Gahn Design
    www.Michael-Gahn.de
    Mail@Michael-Gahn.de

  87. Sebastian Schalipp am 25. September 2015 #

    Ich bin mit den meisten Beiträgen hier voll einverstanden – entwickle seit 2003 Online-Shops und habe von OsCommerce über XT, Gambio, Magento, Presta alles probiert und mitgemacht. Manche der Shops laufen sogar noch :-) Die ultimative Lösung war nicht dabei. Magento kann am meisten, der Projektaufwand ist aber für viele kleinere Projekte schlicht zu teuer.

    Seit ca. 1 Jahr setze ich nun für alle kleineren Shop-Projekte auf WooCommerce von den südafrikanischen WooTheme-Entwicklern. Ich muss sagen dass sich bislang wirklich alles, was an Kundenwünschen kam, damit recht einfach umsetzen liess. Etwas Erfahrung in WordPress-Theming sollte man natürlich schon mitbringen, aber es gibt auch wirklich viele tolle fertige Shop-Themes für Woo, und für fast alle möglichen Anpassungswünsche Plugins, die oft sogar kostenlos sind.

    Was mich besonders begeistert ist, dass man bei dieser Lösung immer gleich noch ein komplettes WordPress mit dabeihat – sehr viele Shops möchten zusätzlich zu ihren Produkten auch Support- oder Infoseiten veröffentlichen, für die die oft schlechten CMS-Grundfunktionen vieler Shopsysteme schlicht nicht reichen. Oder ein Kundensupport-Blog, oder einen Newsletter, FAQ, Kundenbereich, …, oder… ich kann ja fast alles mit WordPress-Plugins machen, was mir so einfällt.

    Das WordPress ausserdem immer noch recht SEO-freundlich ist und über YOAST-Plugin super SEO-optimiert werden kann, hilft auch.

    Und nicht den Anwender vergessen! Meine Kunden haben mich, speziell bei XT:Commerce und Co., mit ihren Supportanfragen schon manchmal in den Wahnsinn getrieben. Mit WordPress kommen sie eigentlich alle klar.

    Mein Fazit ist, für kleine Shopprojekte so zwischen 1000 und 5000 Euro gibt es momentan eigentlich kaum was Besseres für mich als WooCommerce. Alles, was größer ist, kann ich mit Magento abdecken.

    LG Seb

  88. Andreas Grundner am 5. Oktober 2015 #

    Danke für den geilen Artikel erstmal. Ich habe mich durch einige Agenturen gekämpft und jeder verwendet etwas anderes.
    Nun bin ich in einem Holzunternehmen gelandet in dem meiner Meinung nach nur optimalste Lösungen zum Einsatz kommen. Websites sind alle Wordpress mit bekannten Themeforest Themes und unsere Holz Shops (http://www.stainer-online.com) laufen alle auf Magento! Bezüglich speed setzen wir auf den APC Cache. Der mach auch Magentos schnell!

  89. Tom Mellenkamp am 23. Oktober 2015 #

    Shop-Systeme sind das eine. Wir verwenden zum Aufbau unseres Shops auch einen Blog und dieser Blog läuft, wie sollte es auch anders sein, auf dem Wordpress CMS. Als Beschleuniger kommt der W3-Cache zum Ist dieser erstmal ordentlich konfiguriert steht meinem Holz-Blog nichts mehr im Weg.

  90. Wolfgang am 28. Oktober 2015 #

    Da wir bereits vor der Auswahl des Shop wussten, dass für die Integration eines externen Wawi umfangreiche Anpassungen am Shop notwendig würden, haben wir uns für einen ASP.net Shop namens nopcommerce entschieden.

    Dieser Shop hat nebst sehr vielen Grundeinstellungsmöglichkeiten eigentlich alles was man von einem modernen Shop erwarten darf. Die manuellen “Eingriffe” können immer um den Core herum gemacht werden. Damit bleibt der Shop Update-fähig. Wir haben z.B. eine eigene kundengesteuerte, individuelle Preisberechnung eingebaut ohne den Core anzurühren. Dasselbe gilt für den Datenimporte aus dem Wawi oder auch die Verwaltung der verschiedenen Adressen pro Kunde inkl. Export ins Wawi. Ein super-Plugin-System erleichtert auch jede zusätzliche Aufgabe.

    Programmiert ist der Shop in C#. Erweiterungen können in jeder .net Sprache erfolgen. Es gibt verschiedene Hersteller von Plugins und Themes. Eine deutsche Übersetzung gibt es kostenlos. Es sind auch viele andere Sprachen verfügbar.

    Nachteil: der Provider muss ASP.net sowie MVC zur Verfügung stellen. Wenn man keinen eigenen Server am Netz hat, kostet dies i.d.R. um die 15-30 Euro / Monat.

  91. Frank am 12. November 2015 #

    Liebe Freunde der SHOP-CMS’S,
    Drupal verlangt zwar, wenn man es denn hochindividuell haben will, so einiges an Progkenntnissen, ist aber in den aktuellen CK-Versionen auch ohne besondere Kenntnisse sehr leicht einzurichten. Wer da noch hier und da ein kleines Gimmig braucht, wird bei den tausenden von Modulen und Themes auch schnell fündig. Und das beste: es kostet nichts.
    Viel Spass, Gruß Frank

  92. Marco Janc am 8. Januar 2016 #

    Hallo Thomas,

    was genau meinen sie mit “im Netz” testen? Für einen lokalen Lieferservice oder mit nationalem Versand?

    Wir von Deloma haben unser eigenes Shop-System für Getränke, Kiosk und Lebensmittelmärkte aufgebaut. Es unterstützt den lokalen Liefer- und Abholservice und in nächster Zeit werden wir auch ein online Bezahl- und Versandmodul einbauen.

    Deloma übernimmt zudem die Produktaufname, wodurch sich der Aufwand für unsere Kunden/Händler auf ein Minimum reduziert und sie sich auf Ihr Tagesgeschäft und die Auslieferung konzentrieren können.

    Die komplette Verwaltung kann bequem über einen Admin-Bereich erledigt werden und Anbindungen an ein Warenwirtschafts- oder Kassensystem wurden auch für die Systeme unserer Kunden eingebaut.

    Unsere Shops besetzen Top-Positionen im lokalen SEO-Ranking und darüber hinaus, weshalb viele Kunden und Bestellanfragen von ausserhalb kommen.

    Bei Interesse können Sie unsere Seite anschauen oder uns kontaktieren.

    Mit freundliche Gruß
    Marco Janc

  93. Michael Gröner am 13. Januar 2016 #

    Habe mich mich jetzt durch die Kommentare der letzten 2 Jahre gelesen. Sehr interessant!
    Vielen Dank für die vielseitigen Erfahrungen, allerdings haben wir uns gewundert, dass nicht einmal Virtuemart genannt wurde (Shop-Erweiterung für CMS Joomla!).
    Wir haben mit den Versionen 2 und jetzt 3, verschiedene kleine bis mittlere Shop-Projekte realisiert. Es erfüllt die Anforderungen in diesem Segment, ist Open Source und auch rechtssicher einsetzbar. Die Kunden und wir sind damit recht zufrieden.
    Gruß
    Michael

  94. Diz am 13. Januar 2016 #

    Ich setze Modified-Shop für unseren kleinen Teeshop ein.
    Der Shop basiert zwar auf XTC3 und hat somit dieselbe update Problematik aber die Community ist sehr hilfsbereit. Zudem tummeln sich auf der Plattform auch viele zuverlässige Dienstleister falls man nicht selber installieren und programmieren will.
    Für JTL-Wawi gibt es auch einen Connector allerdings ist der nicht mehr umsonst in der neusten Version.

    Gruss
    Diz

  95. Wolfgang Schmerge am 18. Januar 2016 #

    Hallo,

    ein sehr interessanter Beitrag den ich leider erst heute gefunden habe.
    Auch wenn der Beitrag von 2013 schon etwas älter ist, an der Problematik hat sich nicht wirklich etwas geändert.

    Wir haben für unsere wenigen Kunden für die wir einen Shop realisiert haben eine ganz gute Lösung gefunden.
    SmartStore.NET
    SmartStore.NET basiert ebenfalls auf ASP.NET und es handelt sich dabei um eine kostenlose ecommerce-Lösung.

    Die wichtigsten Funktionen sind bereits im Shop enthalten und das Shop-System wurde von Trusted Shops zertifiziert.
    Einige zusätzliche Plugins sind leider kostenpflichtig aber dies ist bei den anderen Shop-System auch nicht anders.
    Dafür braucht man für zusätzliche Untershops, mit abweichenden Domains, keine zusätzlichen Lizenzen kaufen.

    Was uns ein bisschen stört sind die nicht so zahlreichen zur Verfügung stehenden Themes.
    Allerdings lässt sich das Theme mit vorhandenen CSS/HTML-Kenntnissen ohne große Probleme nach Kundenwunsch anpassen.

    Liebe Grüße

    Wolfgang

  96. Ronny am 28. Januar 2016 #

    Hallo Gerrit,

    hab den Artikel gestern gefunden, über eine Suche nach XT:Veyton :-O. Und muss sagen, das Thema ist auch 2 1/2 Jahre später immernoch aktuell, im Grunde hat sich daran nichts geändert.

    Es gibt heute ja ein paar gecleante Frameworks wie Spryker oder ongr.io, aber da bist du, um daraus fertige Shops mit allem pipapo zu machen mal eben 6stellig :-).

    Ich persönlich denke, das es die 1000 €-Shops auch extrem schwer hätten zu bestehen. Wenn ich ein Budget von 1000 € für Shop + Design habe, was habe ich dann für das Marketing, für Payment, für…
    Wenn ich im Haifischbecken eCommerce bestehen will, dann muss ich heute schon 5stellige Beträge zur Verfügung haben.
    Ich kenne diverse Agenturen, da bewegt sich unter 10K niemand, und die sind sehr gut gebucht. Vielleicht trennt sich so auch die Spreu vom Weizen, als Agentur willst du ja auch länger mit Kunden zusammenarbeiten und mit/ an denen verdienen.

    Wenn es schnell und günstig sein soll, dann bieten sich ja noch die Mietshops an, etwa Rakuten oder Yatego oder der Verkauf über Amazon. Einen eigenen Shop mit eigenem, vielleicht sogar coolem Design mit starken Features für paar Euro, das wird wohl ein Traum bleiben. Oder der Neffe eines Freundes eines Arbeitskollegen hat an der VHS grad nen Kurs abgeschlossen ;-)

    Wir haben 1999 angefangen, da ging das noch. Da hat im Grunde auch nur Elan, Wissen und Fleiss gereicht.

    Und was spräche gegen die Community-Version eines OXID oder Shopware, da nen Template für 200€ gekauft und dann mit voller Kraft gestartet. Wenn dann Gewinne da sind, kann ich immenroch ins Design und in Features investieren. Denn, so meine Erfahrungen, wegen Design kauft kein Kunde bei dir im Shop.

  97. datenkind am 4. Februar 2016 #

    Habe gerade das Testpaket des JTL-Shops (Version 4.irgendwas) heruntergeladen und letztlich ist es auch nur ein xt:commerce. Wir haben 2016 und es gibt tatsächlich noch Derivate von xt:commerce die auch noch allen Ernstes für bis zu 4-stellige Beträge verhökert werden!!!

    Ich weiß gar nicht, in welche Ecke ich kotzen soll. Das letzte mal, dass ich mit diesem Dreckssystem zu tun hatte, war 2008 und ich hege die tollkühne These, dass sich rein gar nichts an diesem Mist verändert hat. Ich will das Backend gar nicht erst anschauen. Unfassbar, dass sich dort primär über die WaWi gebrüstet wird und sich dann doch viele Fullfilment-Anbieter auf diesen Sondermüll stützen.

    Unfassbar. 10 Jahre und es tut sich einfach nichts.

    #neuland

  98. Christian Kagerbauer am 7. Februar 2016 #

    Hallo,

    also ich kämpfe auch seit mehr als 10 Jahren jetzt mit halb fertigen lieblosen Shopsystemen. Da Systeme wie Magento, Oxid usw. für mich auf keinen Fall in Frage kommen genau so wenig wie ein Typo3 als CMS System bleibe ich meinen Systemen treu. Ich habe bis jetzt keine bessere Software finden können welche sich einfacher, flexibler anpassen oder auf eigene Bedürfnisse anpassen lässt. Meine Empfehlung bleibt www.commerce-seo.de und redaxo.de
    Offener Quellcode, klare Strukturen. Direkten Kontakt zu dem Entwickler. Einfach nur Genial!

  99. Andre Harwaldt am 26. Mai 2016 #

    Ja.. Ich muß wirklich gestehen, ein Update unseres modified Shops würde sich bei nicht peinlichst genauer Buchführung aller Änderungen sehr schwierig gestalten. Alle gewollten individuellen Code- und grafische Anpassungen und sind sehr zeitaufwendig Stück für Stück in Eigenregie umgesetzt worden.
    Leider finde ich die Artikelverwaltung über das Shopsystem auch viel zu spartanisch und umständlich. Daher habe ich kurzerhand eine eigene Software inklusive aller notwendigen Funiktionen(Größenumrechnung der Artikelfotos, FTP Upload, automatische Erstellung bzw. Änderung der Artikeldatendatei zum ShopImport… uvm.) in VB geschrieben.. ;)
    Aber ansonsten sind wir mit dem modified Shop sehr zufrieden für quasi 0 EURO (exklusive der Eigenleistungen natürlich)

  100. Marcus Meyer am 27. Mai 2016 #

    Hier sind massiv viele Luecken an Infos in den Kommentaren. xt:Commerce 4.2 hat wenig mit xt:Commerce 3.04 zu tun. Es ist extrem stabil in den Updates, Hooks etc. sind voellig unproblematisch und es lassen sich auch fuer Laien schnell schoene nutzerfreundliche Shops betreiben. Wenns ums Verkaufen geht, ist das klar Preis/Leistungssieger.

    Prestashop ist schon lange auf den deutschen Markt und die rechtlichen Anforderungen der EU angepasst. Es ist eines der weit verbreitesten Systeme in Europa und kommt gerade was die Anforderungen an Nutzbarkeit im Backend und Aufwand in der Programmierung bei Template-Individualisierungen den meisten Wuenschen von KMU schon sehr nahe.

    Shopware ist in der Tat extrem sperrig und ich bin mir nicht sicher, ob die Jungs und Maedels der Shopware AG sich da nicht ein wenig verlaufen haben. Bei kleinen und kleinen-mittleren Projekten ist das kaum gut individualisiert einsetzbar. Aber das ist aber eher nicht die Zielgruppe von Shopware.

    Integrierte Shop-Plugins in Wordpress, Joomla! oder typo3 sind meistens nicht ausreichend skalierbar, wenn die Anforderungen an den Shop steigen (z. B. im WaWi/ERP-Bereich, neue Zahlungssysteme). Das Risiko, dass ein Shopsystem ausfaellt, wenn der Core upgedatet wird, das Plugin aber eben nicht, weil der Hersteller mit dem Update nicht zeitgerecht nachkommt, ist hoch und ein stetiges Risiko. Allein aus der Sicht muss man da sehr vorsichtig sein. Wenn in klassischen Shopsystemen Plugins/Module mal nicht fuer die aktuelle Version verfuegbar sind, bricht nicht gleich alles zusammen in der Regel.

    modified eCommerce hat maechtig zugelegt mit der Version 2.0 und ist gerade fuer die 3.04-Wechsler, die kein Risiko bei Google & Co. eingehen wollen, Templates uebernehmen wollen oder viele Daten und einfach die Url-Struktur die absolute 1. Wahl.

    Und nebenbei, wer im Backend taeglich viele Bestellungen bearbeitet, ist zwar erfolgreich, macht aber im Bereich der Prozessoptimierung einen Fehler. Der Shop ist Ausstellungsflaeche und Bestellannahme, aber kein ERP-System :-)

  101. Jens am 15. Juni 2016 #

    Klingt für mich ziemlich gruselig. Aber es interessiert mich wie sich die Beteiligten hier denn eine mögliche Lösung vorstellen. Einen Haufen Komponenten und man strickt sich das selber zusammen? Oder lieber doch aus einem Guss und u.U. punktuelle Änderungsmöglichkeiten?

  102. badhotrod am 22. Juni 2016 #

    Und was ist mit Barrierefreiheit? Das kam hier noch garnicht vor. Viele blinde und sehbehinderte Menschen nutzen heutzutage das Internet und damit auch Onlineshopping. Leider suche ich schon ewig eine Shoplösung, die alle modernen Anforderungen erfüllt, zudem aber auch bzgl. usability und accessibility auf dem neuesten Stand der Entwicklung sind. Ich dachte immer, DAS sei ein großes Problem, da die Anbieter von Shop-Lösungen an diesen Anforderungen überhaupt erst garnicht interessiert zu sein scheinen. Nach lesen aller Kommentare kommt es mir jedoch eher so vor, als hätten wir hier ein viel grundlegenderes Problem in Deutschland. Derzeit teste ich Gambio, grundsätzlich nicht schlecht, aber relativ schlecht im Bereich accessibility. Ermüdend das Ganze…

  103. Iain Macnab am 4. Juli 2016 #

    Über 20x Contao mit Isotope ohne Schwerigkeit – beste Lösung!

  104. Alexej am 20. Juli 2016 #

    Cooler Beitrag. Du sprichst alle Probleme an die es tatsächlich gibt. Die Perfekt lösung gibt es momentan noch nicht. Ich Suche nach einer schönen Lösung mit Laravel Framework.

  105. WIR Shopper am 3. August 2016 #

    Im Kern stimmen wir der Analyse zu. Aber: wir sind der Meinung, dass Prestashop zu unrecht negativ bewertet wird ausschliesslich wegen der fehlenden Rechtssicherheit. Das ist so nicht mehr aktuell. Vielleicht gibt es mal ein Update zu diesem Thema? Beste Grüsse.

  106. Keroangar am 12. August 2016 #

    Auch wenn das hier ein älterer Beitrag ist, lohnt es sich immer noch ihn und die Kommentare zu lesen.

    Zuerst ein paar Bemerkungen zu Shopsystemen und weiter unten dann Ausführungen zu Schwächen, die alle Shopsysteme in kaufmännischer Hinsicht haben.

    Wir planten ab 2013 einen neuen Shop. Es gab damals schon zwei Shops, beide mit xtC realisiert. Ganz zufrieden waren wir mit xtC nicht, deshalb wurde zuerst nach Alternativen gesucht.

    Magento und Oxid schieden ganz schnell aus. Bei 3 Hostern, die wir gebucht hatten, ließen sich die Systeme entweder gar nicht installieren oder verursachten nur Probleme.

    Mein damaliger Webmaster empfahl shopware und kündigte an, er würde zukünftig nur noch shopware einsetzen und keine modified oder Gambo Shops mehr machen. Für shopware musste bei einem meiner Hoster ein Server gebucht werden. Der Hoster meinte, es würde zwar auch im normalen Webspace laufen, aber Performance sei nur mit einem Server zu erwarten. shopware erledigte sich dann auch sehr schnell. Es lief auch auf dem sehr guten Server schon mit wenigen Testartikeln nur sehr langsam.

    Nachdem ich 2 Monate lang ab und zu alleine daran gearbeitet hatte, setzte ich meine Frau und Angestellte vor Shop und Backend. Sie sollten das Listen von Artikeln üben. Fazit meiner Frau und Angestellten: wer noch nicht Augenkrank ist, wird es dank shopware! Wer damals die Idee hatte, im Adminbereich weiße Schrift unleserlich auf hellblaue Hintergründe zu legen, gehört “gesteinigt”. Mein damaliger Webmaster hatte natürlich eine Lösung: CSS kann man doch anpassen. Kurz danach erfuhr ich von einer shopware Agentur, dass man das CSS dann aber auch nach jedem Update wieder neu anpassen müsste. Na prima, Geld ausgeben für Nüsse!

    Shopware blieb immer noch in der engeren Wahl bis es dreimal innerhalb weniger Tage abstürzte. Mag sein, es hat sich seitdem etwas gebessert, die letzte Version, deren Backend ich sah, hatte leider immer noch Farben, die Augenkrebs verursachen.

    Mit den drei Abstürzen stürzte damals auch mein damaliger Webmaster ab. Er versicherte zwar, dass er alle Probleme lösen kann, der testshop in ein paar Tagen wieder laufen würde, und für Probleme, die er nicht lösen könne, arbeite er mit einem shopware Experten zusammen, der viel shopware Erfahrung habe. Keiner von beiden konnte die Installation wieder zum Leben erwecken.

    Danach wurde der Presta Shop getestet. Nach dem Motto, was bei meinem schlechtesten Hoster im Webspace läuft, muss funktionieren, installierte ich es bei einem Billighoster ohne jede Probleme.

    Unser neuer Shop sollte fünfsprachig werden, die alten sind zweisprachig. Für shopware hätten wir 2013 alles selbst übersetzen müssen. Mag sein, es gibt heute mehr Sprachmodule dafür, aber alle 5, die wir brauchen, gab es immer noch nicht, als ich vor einigen Monaten nachschaute.

    Beim Presta Shop macht man die Übersetzungen relativ einfach im Backend. Ein Vorteil im Vergleich zu vielen anderen Systemen, denn dort kann man auch die Standardsprüche, die nicht passend sind, bequem anpassen. Sehr vorteilhaft erschien uns auch, dass der Presta Shop Artikel nur dann für alle Sprachen anzeigt, wenn der Artikel in alle Sprachen übersetzt ist. Ein Modul, das den Presta Shop für Deutschland rechtssicher macht, gab es damals auch schon.

    Da aber noch Anpassungen nötig waren, die ich nicht machen konnte, suchte ich nach Webmastern und Agenturen, die sich mit dem Presta Shop auskennen. Die waren 2013 / 2014 dünn gesät und so starb dann der Presta Shop auch ganz schnell, zumal alle Agenturen und Anbieter völlig inkommunikativ agierten, für Kunden nur Support Tickets parat hatten, auf ihre FAQ verweisen und offenbar kein Interesse hatten, einen Shop individuell zu betreuen. Kostenvoranschläge für Änderungen, wir wir brauchten? Ja, da konnte man lange drauf warten …

    2014 fiel dann die Entscheidung doch zugunsten des modiefied Shops. Leider hat er die Nachteile, die hier von vielen schon beschrieben wurden, es ist zu viel hard zu coden, die sogenannten Module sind eigentlich keine usw. Mit dem modiefied shop haben wir dann allerdings in sehr kurzer Zeit einen fünfsprachigen Shop für wenig Geld auf die Beine gestellt.

    Es kommt offenbar auch sehr darauf an, weiviel Erfahrung jemand hat. Meine neuer Webmaster löst einige Probleme on the fly und manche Änderungswünsche erledigt er innerhalb von Minuten noch während des Telefonats. U.a. Änderungen, für die ich, bevor ich meinen neuen Webmaster kennen lernte, bei ca. 6 Agenturen und Einzelpersonen um Kostenvoranschläge gebeten hatte. Deren Antwort war regelmäßig: ja, da müsse man erst macl eine Lösung suchen, das wäre nicht eo einfach zu realisieren. Oder, sowas haben wir noch nie gemacht.

    Im Vergleich zum xtC ist der modified Shop in vielen Punkten verbessert worden. Anderes wurde leider schlechter oder verschlimmbessert. Insgesamt ließ sich damit aber sehr schnell ein produktiver Shop in 5 Sprachen aufbauen. Sehr viel Arbeit machten nur die Sprachmodule, weil für Frontend und Backend oft katastrophale Übersetzungen vorlagen oder Ausgaben im Frontend wie im Backened manchmal völlig fehlten.

    Nun zu den eingangs erwähnten kaufmännischen Mängeln, die so ziemlich allen Shopsystemen gemeinsam sind.

    Die meisten Coder haben nun mal keinen Plan, was kaufmännisch sinnvoll ist. Sie bauen das ein, was Mainstream ist.

    Mehrwertsteuerbefreit kaufen:

    Die meisten Shopsysteme lösen das so, dass der Kunde seine Eu-Umsatzsteuer einträgt und schon kauft er ohne MwSt zu bezahlen. Das ist völliger Unsinn, den eine mehrwertsteuerbefreite Lieferung innerhalb Deutschlands gibt es schon lange nicht mehr. Der Kunden aus dem Eu-Ausland oder anderen Ländern kann steuerbefreit kaufen. Diese Funktion müsste also an das Land, in dem der Kund seinen betrieb hat, gekoppelt werden und nicht an das Eintragen einer Steuernummer. Übrigens bildet sich auch manmal Egon Endverbraucher ein, er müsste was in das Feld für die Steuernummer eintragen und wenn er neppen will, besorgt er sich eine gültige Nummer, im Web sind die ja nicht so schwer zu finden.

    Lieferländer für bestimmte Artikel sperren:

    Wir versenden z.B. Gefahrgut, das nicht in alle Länder, in die wir liefern, transportiert wird. Andere Händler haben vielleicht Markenartikel, die sich nicht in jedes Land verkaufen dürfen. Kein Shopsystem bietet dafür eine sinnvolle Lösung an, Nachbessern ist fast unmöglich. Dasselbe gilt für Shops, die B2C und B2B verkaufen, aber Produkte haben, die nur an gewerbliche Kunden verkauft werden dürfen. Ein Thema, das sich aufgrund überzogener EU Bestimmungen für einige Waren in den nächsten Jahren für viele Händler verschärfen wird. Beispiel, das neue und vom Gesetzsgeber nicht durchdachte Elektrogesetz. Für jede Produktgruppe muss in jedem Lieferland ein Bevollmächtiger bestellt werden. Kostet locker 900 € pro Produktgruppe und Land und lohnt sich fürviele Händler nicht mehr. Was macht der Händler. Er bietet auch für Deutschland nichts mehr an, weil kein Shopsystem eine Lösung für solche Probleme hat.

    Kunde wohnt in einem Land in das man nicht liefert, könnte aber doch bestellen

    wenn er ein Lieferland angibt, in das der Händler liefert. Fehlanzeige, auch das bietet kein Shopsystem, der Kunde kann nur einen Account eröffnen, wenn er in einem Lieferland wohnt.

    Staffelpreise nach Kundengruppen:

    Schön, das es sowas in einigen Systemen gibt. Nur werbewirksam ist es nicht! Der Kunde sieht die Staffelpreise und seine Kundengruppe dummerweise erst nach dem Einloggen! Wann loggt sich der Kunde ein? Wenn er die Bestellung abschließen muss! Das machen die allermeisten Kunden so. Der Kunde wundert sich nur, dass er beim Checkout weniger bezahlt, warum, bekommt keiner mit. Noch schlimmer: Preisänderungen bei Staffelpreisen. Wenn man 3 bis 5 Kundengruppen hat, hat man viel zu tun. Und vor allem darf man suchen, welcher Artikel einen Staffelpreis hat! Bei keinem mir bekannten Shopsystem sinnvoll durchdacht, diese Funktion.

    Artikelattribute:

    Die Folterkammer für Shopadmins … Insbesondere beim xtC, modiefied shop u.ä. Systemen. Auch da sind bei allen mir bekannten Shopsystemen Preisänderungen die reinste Qual. Und Sonderangebote? Tja, das geht dann nur für alle Artikel in der Liste der Attribute, aber nicht für den einnen Artikel, der gerade mal besonders billig raus soll.

    Kunde kauft auf Vorkasse und zahlt nicht:

    kann ich mich nur einem anderen Kommentator anschließen. Das Shopsystem müsste den Kunden automatisch nach einer festgelegten Frist an die Überweisung erinnern und noch besser nach Ablauf der Frist auomatisch stornieren. Ist nicht, muss der Shopbetreiber alles manuell erledigen.

    Ausverkauft?

    Wer Artikel abzählen muss, ist bei den meisten Shopsystemen aufgeschmissen. Einige Shopsysteme legen den Artikel still, er ist dann auch nicht mehr für den google spider sichtbar. Sehr “intelligente” Lösung! der Shopbetreiber darf die Lagerwarnung nicht verpassen, manuell auf wieder für den robot sicchtbar, aber nicht kaufbar stellen. modified Shop u.a. bieten noch andere Lösungen: der Kunde kann, was nicht auf Lager ist, in den Warenkorb legen. Und was dann? Wenn das Sprdukt nur ein paar Euro kostet, die Bestellbestätigung eine Lieferung der anderen Waren innerhalb von x Tagen garantiert? Nachliefern kann teurer als der Warenwert werden. Für Kunde wie Händler unbefriedigend.

    Gutscheine?

    Ach, ja Gutscheine, deswegen habe ich diesen Artikel auf Eurer Seite überhaupt gefunden. Gutscheine biette jedes Shopsystem an. Nur keine sinnvollen. Wie werden Kunden zu Multiplikatoren? Wenn Sie einen Shop an Freunde und Bekannte weiter empfehlen. Wann tun Kunden das? Wenn Sie etwas davon haben. Zum Beispiel, wenn der Kunde, der empfiehlt, bei seinem nächsten Einkauf einen Rabatt bekommt. Solange es kein Schneeballsystem ist, ist es legal und ok. Lösungen dafür bietet meines Wissen auch kein Shopsystem.

    Und einige beliebte alte Funktionen halte ich vom kaufmännischen Standpunkt leider auch für überholt bis kontraproduktiv:

    z.B. “Kunden, die diesen Artikel kaufen, kauften auch”. Das mag für Textilhandel und PC-Teile funktionieren. Für viele andere Branchen kann es in die Hose gehen, weil immer mehr Kunden nicht mehr die Artikelbeschreibung lesen und schnell in den Warenkorb klicken, was andere für passend fanden, aber nicht für jeden Kunden passend ist.

  107. Andreas am 12. August 2016 #

    Ein gelungener Kommentar von Keroangar, der die Sicht eines Anwenders auf einen Shop beschreibt. Und doch kann ich nich ungeteilt die Eindrücke eines Anwenders stehen lassen.

    Die Anforderungen an das Hosting eines Shopsystems sind sehr speziell, weil es eine komplexe Software ist. Mal eben auf einem (root) Webserver installieren reicht eben nicht aus und viele (Standard) Hoster sind an dieser Stelle mit ihren Möglichkeiten am Ende. Ich gehe doch auch nicht zu Ikea und schaue mir ein Expedit Regal an, möchte aber dazu Flügeltüren aus Rosa, Inneneinsätze für A4,A5 sowie A6 Ordner und Rollen – soll ja schließlich ein Rollregal sein. Kann man schon alles machen, bekommste aber eben nicht als Standardlösung. Und genau das sind Open Source Systeme. Ein Standard, eine gemeinsame Schnittstelle. Oft International ausgerichtet, damit überhaupt die Möglichkeit besteht diese System zu pflegen und warten. Auf deutsches Handelsrecht zu 100% einzugehen ist dabei einfach nicht machbar. Und das ist aus meiner Sicht auch ok.

    Ich hab auch tausend Verbesserungswünsche bei jedem Shopsystem. Immer. Dann hab ich zwei Möglichkeiten: Ich suche mir Experten, die meist nicht günstig sind, und lasse mir die Probleme lösen. Oder ich arrangiere mich mit dem Standardset.

    Es fehlt, wie so oft, die Erfahrung für Aufwand einer webbasierten Software. Das ist nicht nur bei Shopsystemen so, wird hier aber besonders deutlich.

    Damit das ganze nicht zu negativ wird. Aus User Sicht kann ich Keroangar Probleme zu 100% nachvollziehen. Ich sehe hier als optimale Lösung die SaaS Shopsysteme dieser Welt. Sie sind das Bindeglied zwischen Professioneller Eigenlösung und lass mal Shop zusammenklicken.

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