ZOE bestellt, Ladestation (beinahe) bestellt

Wie schon seit einigen Monaten geplant, habe ich nun zugeschlagen und heute eine Renault ZOE bestellt. (Exkurs – die offizielle Sprachregelung ist crazy: Intern in den Autohäusern und unter Besitzern und Interessierten ist die ZOE weiblich. In der TV-Werbung und unter Nicht-Eingeweihten ist der ZOE männlich)

ZOE hat sich knapp gegen Nissans Leaf durchgesetzt. Erstere ist vom Listenpreis her ein wenig günstiger und kann in allen möglichen Geschwindigkeiten geladen werden (bis 22kW mit Wallbox zuhause, bis 43kW unterwegs). Letzterer ist etwas größer, besser verarbeitet, kostet etwas mehr, kann aber nur sehr langsam oder sehr schnell aufgeladen werden (bis 4,6kW mit Wallbox zuhause, bis 50kW unterwegs an sehr seltenen CHAdeMO-Ladesäulen). Beide Händler bzw. Hersteller machen derzeit großzügige Rabatt-Angebote, wollen ihre Tageszulassungen und Vorführwägen loswerden. Für 15.000–19.000 Euro kann man sich ein neuwertiges Elektroauto kaufen, wenn man die Batterie zu mieten bereit ist (was man aus Gründen unbedingt tun sollte).

Die ganzen Auflademöglichkeiten, Geschwindigkeiten, Stecker, Ladesäulentypen, Anbieterverbunde usw. sind übrigens die Pest! Ohne tagelange Recherche im Netz bekommt man hier kaum ein halbwegs sicheres Gefühl für die Materie.

Am 10. August holen wir unsere Vorführ-ZOE in Weiß-Metallic, 3000 Tachokilometern und »Life«-Basis-Ausstattung ab. Bis dahin sollte die Frage der Zuhause-Auladung geklärt sein. Natürlich kann ich ein paar Tage mit dem Notladekabel an der Schuko-Steckdose zurecht kommen, doch wer ernsthaft ZOE fährt, will zuhause 22kW haben. Dafür benötigt man zweierlei Dinge: Einen dreiphasigen Starkstromanschluss mit 32A, sowie eine passende Wallbox, die den Strom in ZOE-gerechtes Format umwandelt.

In den letzten Tagen stellte sich die große Frage: fest installierte Wallbox oder eine mobile Ladeeinheit (die bescheuerterweise meist »mobile Wallbox« genannt wird). Nach intensiver Recherche auf teilweise gruseligen Online-Shops habe ich zwei Modelle des deutschen Herstellers Stromox im Auge: Die wunderschöne wallb-e home, sowie die grottenhässliche wallb-e to go.

Technisch sind beide Geräte angeblich quasi identisch, nur dass die stationäre Version auch ohne FI bestellt werden kann, und dadurch billiger sein kann, während die mobile Version seinen FI fest integriert hat. Im Grunde tendiere ich zur stationären Variante. Den FI lasse ich schick vom Elektriker in den Stromkasten im Keller installieren, oder nutze gar meinen vorhandenen CEE-Anschluss und lasse ihn nur nach außen verlegen, wo in wenigen Tagen ein kleiner Schuppen installiert wird.

Ganz billig ist der Einstieg in die heimische Schnell-Ladung mit 22kW also nicht – min. 1.000 Euro für die Hardware und nochmal geschätzte 200 Euro für den Elektroinstallateur muss man rechnen. Aber eine Aufladezeit von 0 auf 150km Reichweite  (Stadtverkehr*) in ca. einer Stunde geht voll in Ordnung.

  • Auf die Autobahn-Reichweite bin ich gespannt. Hier kann man extrem unterschiedliche Zahlen aufschnappen, je nach Wetter, Klimaanlage, Fahrgeschwindigkeit usw.

Kommentar verfassen

Mit dem Absenden dieses Formulars erklären Sie sich damit einverstanden, dass ich die von Ihnen eingegeben Daten auf meinem Webserver speichere. Ihr Name, der Kommentartext und die angegeben Website werden für die anderen Besucher von praegnanz.de angezeigt. Ich gebe jedoch insbesondere Ihre E-Mail-Adresse nicht an Dritte weiter und nutze diese auch nicht zu Marketing- oder Statistik-Zwecken. Sie können alle Daten zu einem späteren Zeitpunkt wieder entfernen lassen.