WordPress 2.7 – warum nicht gleich 3.0?

Daran wird man sich erst gewöhnen müssen – WordPress 2.7 kommt mit einem runderneuertem Backend daher, das so einiges auf den Kopf stellt. Sehr viel Liebe zum Details, alles sehr durchdacht, allerdings ist mir die Funktionsvielfalt der Listen- und Einzelansichten ein bisschen zu überladen. Überall verstecken sich spezielle Funktionen, Slides, Toggles, Switches und Knöpfchen … Ein bisschen zuviel. Aber immerhin sieht es gut aus, das kann man sicher festhalten.

Mal sehen, wann ich meinen Kunden die neue Version aufspielen werde. Die Änderungen im Backend rechtfertigten jedenfalls einen Sprung auf 3.0, oder?

WordPress 2.7

25 Kommentare

macx

Nö.

Tocki

Also ich bin auch erstmal mit Orientieren beschäftigt. Bei mir hat es 2 Plugins verhauen, ansonsten fühlt es sich aber gut an, find ich.

Aber du hast schon recht. Die Veränderungen sind recht einschneidend für einen normalen Versionssprung.

Söan

Matt hat sich vor kurzem dazu geäußert.
Es werden keine Versionsnummern von WordPress mehr übersprungen. Man zählt in Zehnerschritten, nach der 2.9 kommt also die Version 3.0 nicht 2.10. Zwar ist 2.7 eine Version mit vielen Änderungen, aber die Nummern basieren nur noch auf den Veröffentlichungen, nicht mehr auf Umfang oder Bedeutung der Änderungen.

Neq'

Normalerweise werden Versionssprünge von z.B 2.7 auf 3.0 erst dann gemacht, wenn sich die Engine komplett ändert. Das heißt nicht nur neuentwicklungen hinzukommen sondern vielmehr wenn ein Refactoring etc. der Fall war.

Flo

Ist das hart!
Wo ist das kleine einfache Blogsystem Wordpress geblieben?

So viele neue Funktionen. Es geht mit der Zeit, wie schön!
Ich werde es die Tage selbst mal aufspielen. Der Artikel hatm mich doch neugierig gemacht. ;)

Michael

Man hat auf OS X verwiesen, wo es auch trotz weitreichender Änderungen nur in 0.1er Schritten geht. Also von 10.4 auf 10.5. usw.
Außerdem finde ich, dass man sich nicht so an den Versionsnummern hochziehen sollte. Im Endeffekt sind es nur nichts sagende Zahlen.

Frank

Wie schon angesprochen – es wird keine größeren Versionsprünge geben – eine Diskussion hat dazu im Vorfeld in der WP-Hacker-List und parallel im Web statt gefunden. Es wird immer in Zehnerschritten gezählt. Der Core hat nur noch ca. 10% des Originals und trotzdem hat man die Versionen nicht anders gezählt.
Wem es zuviel ist, dem sei auf die Möglichkeit des Einschränkens hingewiesen. Zum Beispiel macht das das Plugin Adminimize.

Tom

Bin auch schon sehr gespannt auf das neue Wordpress, werde es die Tage mal ausprobieren :-)

Sven

Wordpress <-> Habari?

Thomas Schürmann

Mir gefällt diese neue Oberfläche nicht. Jetzt nimmt Wordpress das auf, was mich schon an Drupal immer genervt hat – die vertikale Administrationsleiste. Gerade das horizontale Navigieren im Backend fand ich in WP immer sehr sehr angenehm. Mit diesem Schritt tue ich mich sehr schwer.

Ãœbersichtlich und einfach sieht das nicht aus!

Roman

Ich habe WordPress schon lange nicht mehr benutzt, weil es mir immer zu überladen, zu hässlich, zu frickelig, zu (…) gewesen ist. Ich bin positiv überrascht und erstaunt, dass es anscheinend gelungen ist, dieses Dickschiff in Richtung schönes, durchdachtes UI-Design zu manövrieren. Man kann es ja eh nicht jedem Recht machen, und demokratische Design-Entscheidungen einer Community führen oft eher zum Gegenteil von gut gemacht, nämlich gut gemeint. Ich habe es nicht selbst getestet, aber z.B. die per Drag-and-Drop anpassbare Oberfläche macht im (übrigens auch sehr professionell gemachten) Werbevideo einiges her, finde ich.

Matthias

die Versionsnummer ist doch relativ trivial. Wozu also die ganzen Blogbeschwerden?
;)

friedrich gerken

Warum nicht gleich Drupal?
Das wäre doch der logische Schritt!

Gruß Friedrich

Gerrit

Weil sich Drupal und WordPress nun mal überhaupt nicht vergleichen lassen.

Ratatatam

Spiele Deinen Kunden doch einfach eine andere Software auf, wenn sie an der Null-Euro-Software etwas zu meckern haben. Du kennst Dich doch aus, ne 3nuller läßt sich sicher auftreiben.

Felix de Ruiter

Mir gefiel das Backend der Vorgänger-Version besser, weil sie in meinen Augen übersichtlicher war. Diese Leiste links beinhaltet meiner Meinung nach zu viele Einträge, die mich nicht auf den ersten Blick erkennen lassen, was ich wo finde.

Daniel

Ich bin mit der neuen Version grundsätzlich sehr zufrieden: Das Menü ist endlich ohne Plugin (tiger style admin.) bedienbar und das Dashboard beherbergt nun gleich die Kommentare, so dass ich sie gleich freischalten kann. Aber vieeeel wichtiger –und eine Funktion, die meiner Meinung nach eine Versionsnummer 3 rechtfertigen würde– ist die Möglichkeit Wordpress zu updaten, ohne es per FTP komplett austauschen zu müssen. ENDLICH!

Labrami

Was mich viel mehr interessiert: Wie siehts aus bei der BigIphone Aktion? Auf welchem Platz bist du aktuell?

Dan

Also das Backend im Sinne einer stetigen Weiterentwicklung zu optimieren ist gut gemeint, allerdings sollte man sich fragen, womit diese Änderungen begründet werden! Haben die WordPress-Entwickler einen groß angelegten Usability-Test durchgeführt?

Auf jeden Fall dürfen jetzt (gerade) geschulte WP-Redakteure (ohne Technik-Know-How) wieder ein komplett neues Interfaces kennen lernen. Das ist ziemlich sinnlos, denn das alte war sehr gut.

Das »alte« WP-Backend-Interface ist ein Paradebeispiel dafür, dass im Falle eines Mensch-Maschine-Interfaces immer weniger mehr ist. Insbesondere die Textorientierung und die Schriftgrößen waren sehr gut für die Verständlichkeit, die Browseability, die Readability und die Steuerbarkeit. Natürlich gab es strukturelle Schwächen, aber die hat jede Anwendung. Es gibt keine perfekte Applikation. Es gibt nur solche, die ihre Anforderung gut erfüllen (fofofu).

Prinzipiell bin ich der Meinung, dass man User einfach nicht vergraulen darf. Nicht alles neue ist auch besser. Klingt wie eine Floskel und auch ein bißchen Banane, aber es gibt eine derartige generelle Lernkurve, auf der man Aufbauen sollte. Windows Vista sieht deshalb auch aus wie Windows 95 und es fühlt sich auch so an. Natürlich kann man alles neu versuchen, aber es wird nicht besser. Das zeigen die vielen Desktop/GUI-Versuche auf Unix/Linux-Ebene.

Sicher soll die Neuanordnung der einzelnen Module mehr Browseability sicherstellen und eine spätere Erweiterbarkeit gewährleisten. Allerdings ist dies auch (neben den Icons und dem AJAX-Blödsinn) die größte Schwäche des neuen Backend/Themes…

Persönlich finde ich das neue WP Backend gefährlich, da es nun noch weitere Ausbaumöglichkeiten bietet. Und weshalb soll das nun gefährlich sein? Nun, nichts ist für ein Interface schlimmer als den Entwicklern einen derartigen »Spielraum« zu geben. Das ist eine absolute Danger-Zone für den erfolg einer Anwendung. Wenn man nicht aufpasst hat man am Ende eine SAP Netweaver-Applikation oder ein Typo 3-Backend. Beide zeichnen sich insbesondere dadurch aus, das User erst »geschult« werden müssen. Und das ist eben schon ein Zeichen für zu viel Komplexität.

Beide Beispiele (Netweaver, Typo3 BE) zeichnen sich insbesondere durch Icon-Tsunamis, zu kleine Schriftgrößen, und vollkommen Funktionen-Overflows pro Backend-»Seite« aus. Positiv sei hier man das Radiant CMS erwähnt (Ruby On Rails). Das beschränkt sich auch auf das wesentlich, ist natürlich aber super minimalistisch.

Das was am Wordpress-Backend bis 2.6.5 so toll ist, ist die hohe Selbstbeschreibungsfähigkeit des gesamten Systems. Die User können das Backend wirklich während der Nutzung erlernen (auch absolute Beginner). Das neue Backend sieht schon ein bißchen nach Typo3 aus. Und das schmeckt sich nicht gut an…

Kilian

Was die Admin UI betrifft halte ich 2.7 für einen großen Rückschritt im Vergleich zu 2.6. Da wurde ja Einfachheit und Ãœbersichtlichkeit granz groß geschrieben.

Ich frage mich auch, was die Designer geritten hat, dass sie Menüeinträge in der Winzgröße in einer Antiquaschrift halten, das ist nun wirklich nicht besonders lesbar.

Außerdem finde ich es langsam echt mühsam, dass trotz der sehr hohen Update-Frequenz grundlegende Schwächen einfach nicht verbessert werden, wie wenn ich im Main-Loop an mehreren Stellen Artikel zu verschiedenen Kategorien aus der DB ziehen will, dann ist das die reinste Zangengeburt. Wenn ich denke wie super einfach das bei ExpressionEngine geht, da könnte man doch ein bisschen abgucken und lernen, oder?

Alex

Ich bin auch gespannt auf das neue Wordpress! Unbedingt muss ich es ausprobieren, wenn ich ein bisschen mehr Zeit habe.

Frank

Also ich war zuerst mal überrascht, dass ich mein PHP in MAMP umkonfigurieren musste, um WP auszuprobieren. Das Memory Limit von 8MB wurde sofort gesprengt. Das fand ich schon heftig…

Manuel

Ich finde die neue Oberfläche gut gelungen, allerdings habe ich seit dem Update das Problem dass es jetzt jedes mal zirka 2 Minuten dauert bis die Seite geladen ist, wenn ich im Admin Tool einen link anklicke.
Gehts da nur mir so?

Thomas Scholz

Dan, ja es gab Usability-Studien – mit sehr deutlichen Ergebnissen.
Ich mag das neue Backend, obwohl ich auch erst einmal Zeit brauchte, um mich umzustellen.
Ich mag besonders, daß ich endlich Plugins und das komplette Wordpress sehr einfach aktualisieren kann.

René

Mir gefällt das neue Backend – und zwar wesentlich besser als die alte Variante. Was ich allerdings nicht so prickelnd finde ist immer diese Versionsgalloperei. Kaum hat man mal einen Blog aktualisiert, kann man schon wieder eine neue Wordpress-Version aufspielen. Und bei ca. 15 Blogs macht das dann icht mehr so viel Freude… ;-)

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