Wir sammeln Berufsbezeichnungen! (update)

update: Der Essay ist gestern erschienen!

Am 14.5.2007 schrieb ich folgendes:

Ich plane derzeit einen neuen Essay und benötige dafür ein wenig Input von meinen Lesern. Es geht um Berufsbezeichnungen und das Selbstverständnis von uns Webworkern.

Vier konkrete Fragen, bitte kurz in den Kommentaren zu beantworten, herzlichen Dank:

Wie nennt ihr üblicherweise jemanden, der  …

1) grafische Website-Entwürfe macht (in Photoshop oder Illustrator), ohne sich um die Umsetzung zu kümmern?

Meine Antwort: Designer oder Screendesigner

2) der bereits vorhandene Entwürfe in HTML/CSS/Flash/JavaScript umsetzt?

Meine Antwort: Frontend-Entwickler

3) der beides kann und macht?

Meine Antwort: Webdesigner

4) der sich um die Serverseite von Websites und Webapplikationen kümmert und CMSe aufsetzt und/oder entwickelt?

Meine Antwort: Backend-Entwickler

Und jetzt ihr: was schwirren noch so für Berufe im Bereich Webworking herum, die es zu sammeln lohnt? Und was bedeuten sie für euch? Was macht ein Webentwickler allgemein? Wie spielt der »Mediengestalter Non-Print« hier hinein? Usw, usw.

52 Kommentare

Perun

Hi Gerrit,

ich setze gerne, zumindest für mich persönlich, den Begriff Webworker ein. Vor allem weil es imho ein breites Spektrum abdeckt (abdecken kann) und weil dabei nicht unbedingt die künstlerische Komponente im Vordergrund steht, wie z.B. bei einem Grafik-Designer der in den Web-Bereich gewechselt hat (Webdesigner).

Für Leute die Serverseitig programmieren gibt es auch diverse Bezeichnungen: Webentwickler, Web-Programmierer, [Sprachenname]-Programmierer.

Ach ja, dann wäre da noch klassisch der Webmaster, den darf man bei so etwas auch nicht vergessen. Zumal ich in letzten Wochen einige Anzeigen gesehen habe wo Webmaster gesucht wurden. Entscheidend war hierbei die Kenntnis über diverse CMS und die Auswertung der Besucherströme.

Und nicht zu vergessen, in naher Zukunft wird es auch in D nicht ungewöhnlich sein wenn sich Leute als Blogger (berufsmäßig) bezeichnen. :-)

pixiebar

Die Aufteilung in Frontend und Backend ist schon recht geläufig und das geht auch auf technischer Seite immer deutlicher auseinander durch stärker Trennung von Markup und Programmlogik. Wobei JS und AS da Ausnahmen sind.
Ich finde den Begriff »Webworker« recht käsig. Da passt Online-Entwickler besser. Für reine Layouter gibts noch den »Interface-Designer« – der konzentriert sich auf die Nutzerschnittstelle unabhängig vom Medium (Web, Mobile, Konsole etc). Auf der Seite der Server sitzt oft ein »Systemadministrator« während der klassische »Webmaster« begrifflich eigentlich immer mehr verwässert.

Lothar Baier

Spaßig. Genau mit diesem Thema habe ich mich auch gerade herumgeschlagen. In eigener Sache sozusagen. Ich bin in unserer Agentur der Mann für alles Web-mäßige. D.h.: Ich vereinige alle diese Jobs in einer Person — Frontend- und Backend-Entwickler, Gestalter und Usability-Mann, zusätzlich administriere ich unseren Server.

Und dann sollte ich sagen, was für eine Job-Bezeichnung denn auf meiner neuen Visitenkarte stehen soll. Ich hab mich für »Mediengestalter Internet« entschieden, obwohl das nicht alles umfasst. Aber ich denke, Otto Normalkunde versteht das besser, als all die Anglizismen, die ja doch nur die Nerds kennen.

ichigo

ich denke deine bezeichnungen passen eigentlich schon recht gut. es macht sinn in frontend und backend einzuteilen. natürlich gibt es auch leute die mit beidem gut umgehen können. ich würde daher vielleicht als wortwahl web-frontend entwickler, web-backend entwickler und web-entwickler in betracht ziehen.

was mich persönlich ein bisschen stört ist, dass der name »webdesigner« schon ziemlich heruntergekommen ist und eher belächelt wird. ich nehme an das hat seinen ursprung bei den ganzen leuten die sich webdesigner schimpfen obwohl »frontpage bastler« oder »word dokument als html abspeicherer« eine passendere bezeichnung für sie wäre. man muss aber wohl in kauf nehmen, dass wörter mit der zeit ihre bedeutung verändern oder verlieren.

interessant finden würde ich auch eine möglichkeit wie man mit hilfe einer berufsbezeichnung auch ausdrücken kann ob man ein web-frontend entwickler ist, der sich um semantik gedanken macht und auch einsetzt (sinnvolles markup, trennung von inhalt und design, microformats, ...). in dem zusammenhang ist mir schon öfter der begriff »webauthor« über den weg gelaufen, der aber irgendwie nach understatement schreit. webmaster oder webdesigner klingt im vergleich »wichtiger«. marketingtechnisch wäre es vielleicht am einfachsten das mit dem allerorts beliebten web2.0 buzzword auszudrücken.

web2.0-frontend entwickler, web2.0-backend entwickler, web2.0 entwickler (wieder der allrounder). wobei 2.0 bei backend dann vielleicht für so dinge wie »webservice API«, »feeds für text, ton, bild, musik« und »openID« stehen könnte.

sorry falls ich etwas ins schwafeln gekommen bin, es ist aber auf jeden fall ein interessantes thema und ich freue mich schon auf dein essay.

Johannes

Ich nutze auch sehr gerne Webworker (oder spaßeshalber in deutsch: Webschaffender), weil es soviel umfasst. Meine Haupttätigkeiten im Web: Frontend-Entwickler, Blogger, Konzepter.

Webworker entwickelt sich allerdings, aus meiner Sicht, schon von einer reinen Arbeitsbezeichnung zu einem stehenden Begriff für einen bestimmten Schlag von Leuten, die nicht nur im Web leben, sondern z.B. auch gerne in Cafes arbeiten etc.

Siehe webworkerdaily.com

Mo

Den erwähnten Mediengestalter kann man, je nach Fachrichtung, für einige der angeführten Aufgaben einsetzen, zumindest auf dem Papier ;)

zu 1) Mediengestalter Non Print Fachrichtung Mediendesign
zu 2 +4) Mediengestalter Non Print Fachrichtung Medienoperating

Martin

MultiMedia-Producer klingt, finde ich, gut. Ist aber sehr weitreichend. Dieser sollte auch mit Film, Filmschnitt, Flash, Director usw. umgehen können.

Stefan

Ich würde sagen, in der Praxis muss der »Mediengestalter Non-Print« oftmals von Design bis zur Umsetzung alles machen.

Christian Pfeil

Hi Gerrit,

ich nenne einfach mal die in meiner Firma üblichen Berufsbezeichnungen:

1) Screendesigner
2) Frontend Application Engineer
3) Webentwickler
4) Backend Application Engineer

Es gibt ja leider so viele Titel für dieselbe Tätigkeit. Wie soll man da den Ãœberblick behalten bzw. wissen das es sich noch um dasselbe handelt? Meine Philosophie: Wenn man die Tätigkeit beherrscht und sie einem Spaß macht dann ist der Titel doch sowas von wurscht!

Grüße Christian

Diana

Hi Gerrit, ich finde du hast dir deine Fragen schon ganz gut selbst beantwortet. Hier trotzdem noch ein paar Vorschläge für Alternativbezeichnungen.

1) User Interface Designer, Conceptual Designer, Konzepter
2) Online Procucer, Website Producer
3) Website-Manager
4) Web-Entwickler

Obwohl ich Ichigo zustimme, dass der Begriff Webdesigner leider schon ziemlich verkommen ist, denke ich, dass das der Begriff ist unter dem sich die meisten etwas vorstellen können.

Alex

Also eigentlich gehe ich mit Gerrits Bezeichnungen konform. Die Trennung von Back- und Frontendentwickler finde ich übertrieben und würde das ganze (web)Entwickler nennen.

»Frontend Application Engineer« finde ich, ist eigentlich eine typische Bezeichnung der heutigen Zeit, hört sich tierisch wichtig und kompliziert an.
Das ist wie der Fließbandarbeiter der für »Assemblyline Managing and Engineering« zuständig ist oder ähnlich ;-)

Screendesigner finde ich für den »Mediengestalter Non-Print« eine schönere Bezeichnung.

Wie Christian schon gesagt hat, ist die Bezeichnung eigentlich wurscht, wenn der Rest stimmt.

hangy

Ich denke, dass die Aufteilung der verschiedenen Berufe generell relativ schwierig ist, da es oft genug Leute gibt, die alles von dem machen. Das ist generell sicherlich nicht schlecht, führt aber zu ganz anderen Ergebnissen als wenn die verschiedenen Aufgaben Profis in ihren Bereichen zugeordnet sind.
Die Annahme, dass man als Anwendungsentwickler auch (X)HTML und CSS (Okay, die Bürde habe ich mir selbst auferlegt ;)), in Kombination mit Design und Backend-Programmierung (ob man jetzt ASP.NET kennt oder bisher alles in PHP realisiert hat ist bei der Wahl des Backends natürlich nicht entscheidend :)) können, scheint selbstverständlich. Ob künstlerisches Verständnis oder Begabung vorhanden sind, ist für die Zielsetzung »Implementierung der Corporate Identity« allem Anschein nach auch nicht immer ausschlaggebend. ;)

Tobias

Ich bezeichne mich ganz gerne als »Web-Developer«, da ich sowohl im Frontend- als auch im Backend-Bereich tätig bin. Dabei fallen die Anteile ca. so aus: 65% Frontend-Umsetzung, 20% Backend-Entwicklung und 15% Frontend-Design. Da ich – so wie es die Zeit erlaubt – mir auch im Umkreis des W3C laut Gedanken über zukünftige Webstandards mache, glaube ich, daß ich das Web irgendwie auch weiter voran bringe & daher »Developer« schon irgendwie angemessen ist.

mark J.

Web-Entwickler
ist wohl der allgemeinste Begriff für den branchenüblichen Hans Dampf (Developer ist hier ein unnötiger Anglizismus). Würde ich aber gerne vom grafisch beschwerpunkteten »Web-Designer« trennen.

Web-Designer
ist für mich ein reiner Designer.

Web-Producer
(Produzent passt hier in der Ãœbersetzung nicht) ist der (leider noch) branchenübliche Tabellen-1px-gif-Knecht, der fertige Layouts umsetzt.

Zunehmende Spezialisierung und Professionalisierung gebären neue Berufsbilder, die hoffentlich auch bald bei uns Fuß fassen:

Web-Konzepter
macht Seitenaufbau, Siteaufbau, Usability, Nutzerführung, Navigation, inhaltliche Konzeption,... aber weder Grafik noch Produktion

Information Architect
kümmert sich ausschließlich um die Organisation von Inhalten

Herr Voß

1.) von 2.) »Pixelschubser« genannt, nennt sich selbst aber »Designer«
2.) von 1.) »Dilettant« genannt, nennt sich selbst aber UI Entwickler
3.) von 1.), 2.) und 4.) »Halbkönner« genannt. Nennt sich auch Designer, fühlt sich aber 1.) überlegen, weil er seine Designs schon auf die Bedürfnisse des Codes, der BITV usw. abstimmen kann.
4.) von 1.) und 2.) »Idiot« genannt, weil Pixelschubser so ein schönen Layout gemacht hat, das Dilettant nicht mit dem Syste, von Idiot auf den Pixel genau umsetzen konnte. Nennt sich selbst »Code Poet«

Als jemand, der tendenziell alles macht, würde ich mich als »Web-Application Developer« bezeichnen. Fachfremde nennen das »Computer-Freak« und fragen mich danach, wie man unter Windows einstellt, dass der Drucker druckt.

Dentaku

> 1) grafische Website-Entwürfe macht (in Photoshop oder
> Illustrator), ohne sich um die Umsetzung zu kümmern?

Designer (oder Grafiker).

> 2) der bereits vorhandene Entwürfe in
> HTML/CSS/Flash/JavaScript umsetzt?

Das ist ja die Online-Entsprechung eines Fotosetzers, gleichzeitig erfordern zumindest Flash und JavaScript Programmierkenntnisse. Dafür habe ich mal den Begriff »Online-Publisher« gehört, richtig glücklich bin ich mit dem aber auch nicht …

> 3) der beides kann und macht?

Hmmm, »Webdesigner« wurde in der Vergangenheit so oft von Nichtskönnern als Bezeichnung für sich selbst benutzt, daß ich zu den Leuten, die das können lieber Webentwickler sage.

> 4) der sich um die Serverseite von Websites und
> Webapplikationen kümmert und CMSe aufsetzt und/oder
> entwickelt?

Das sind eigentlich zwei verschiedene Gruppen, die einen sind Systemadministratoren, die anderen Softwareentwickler.

(Im echten Leben bleibt oft sowieso alles an einer Person hängen)

Gerrit

Offenbar kommt der Webdesigner wirklich nicht gut weg. Allerdings halte ich das immer noch für die beste Bezeichnung für den Allrounder aus Usability/Designer/Frontend-Entwickler. Ich sehe mich als Webdesigner! Ist das so schlimm? Hilfe.

Susanna

Webdesigner ist mir nur deshalb so unsympathisch, weil in den goldenen Zeiten des 1. Internetbooms sich jeder, der Frontapge bedienen konnte, als Webdesigner bezeichnete und selbständig machte. Für die Seite des Geschäfts, die mit Design zu tun hat (Nr. 1) ist es allerdings wirklich passend und sollte darauf hinweisen, dass der Designer wirklich Web denkt, wenn er das Layout für die Website entwirft.

Für alles andere bevorzuge ich Webentwickler, da ist mE Programmierung, CMS, Usability und Barrierefreiheit (technischer Teil, nicht Text und Grafik) enthalten.

trm

1) Designer oder Screendesigner

2) Programmierer

3) Webdesigner oder Webworker oder Designer und Programmierer

4) Programmierer

ecki

In meinen Augen bin ich auf der Arbeit der »Junior Web Director« – aber auf die Visitenkarte hat sich der Begriff noch nicht verewigt …

Gero

Also, ich mache hauptsächlich Backend-Entwicklung und Frontend-Umsetzung, mitunter aber auch grafische Entwürfe oder zumindest Anpassungen (keine Ahnung, was unsere Grafiker dazu sagen :-P  … meineswissens ist aber noch keiner ohnmächtig vom Stuhl gefallen).

Wenn ich mich englischsprachigen Geschäftspartnern umgangssprachlich vorstelle, bezeichne ich mich meist flapsig als »the web guy«, damit kann jeder etwas anfangen. Aber auf meiner Visitenkarte steht die Buzzphrase »Web Content Manager«.

... Was im Kern natürlich dasselbe sagt – denn die suggestive Aussage, ich hätte irgendetwas oder irgendjemanden zu managen, verpackt natürlich euphemistisch, dass ich der einzige Web Guy in unserer kleinen Firma bin. ;-)

Philipp

Schöner Einwurf, Herr Voß.

Vielleicht sollten wir Webdesigner (ich nenne mich auch gerne so, auch wenn manchmal mehr drin ist als drauf steht) einfach wieder damit anfangen, stolz darauf zu sein.

Ich habe mich witzigerweise auch heute genau darüber mit einem ehemaligen Mitstudenten unterhalten und bin, was die Gestaltungs-Seite angeht, zu genau dem selben Schluss gekommen: Screendesigner schubst nur Pixel, Webdesigner gießt sie auch in (X)HTML und CSS und lässt sie eventuell auch noch fliegen oder individualisieren oder was man eben so macht.

Und Entwickler sind Entwickler, ob Frontend, Backend oder (wenn er beides macht und kann) Web. Eine Bezeichnung wie „Frontend Application Engineer“ halte ich für overdone ;-)

Gerrit

Vielleicht sollte ich mich einfach »Diplomdesigner und Webentwickler« nennen, dann habe ich beides drinnen plus die akademische Legitimation, auch Kunst machen zu dürfen :-)

Markus Wulftange

Das ist ein wirklich interessantes Thema! Ich finde es aber auch schade, dass die Berufsbezeichnungen in diesen Bereichen meist nur englische sind. Allerdings gibt es zu manchen auch einfach kein passendes deutschsprachiges Gegenstück.

Erhard Wimmer

Auf http://www.interactiondesign.at/usability-testing/usability-interaction-design findest du eine ähnliche Diskussion, die dir vielleicht auch etwas Input geben kann.

Lampe

Netzgestalter?
Für 1. und 2.?
Ist das deutsch genug?
Oder zu deutsch?

Woolf

ich hatte letztens auch die Bezeichnung Internet Developer und Web-Developer bzw. -development gesehen. Klingt ein wenig abstrus, aber ist schon sehr umfassend. Auch Engineer ist mir schon unter die Augen gekommen.

Ansonsten bevorzuge ich den Begriff Webworker und für den, der für die Gestaltung der Page verantwortlich ist, schlicht und einfach Designer.
Der das CMS und die Page bearbeitet ist für mich der Coder (wenn er auch etwas mit Programmieren zu tun hat) ansonsten eben der Webmaster.

Aber bevorzuge wie gesagt Webworker, auch wenn Web-Developer originell ist hihi

Funbug

Ich nenne mich Web-Entwickler, weil ich eigentlich alles mache. Angefangen beim Kundengespräch und dem Entwurf in Photoshop, über HTML/CSS/JS, mit PHP und Datenbank, wenn’s sein muss auch als CMS und das ganze im Front- und Backend. Das Projekt-Management darf natürlich auch nicht vergessen werden. Einmal kräftig umrühren, fertig!

Dabei ist mir »Entwickler« eigentlich fast schon wieder zu »hart«. Da denken zu viele, ich würde NUR programmieren und nicht auch gestalten.

Was ich schon lange suche ist eine Mischung aus »Webdesigner« und »Web-Entwickler«.

Ich finde übrigens nicht, dass »Webdesigner« ausgelutscht oder übermäßig negativ behaftet ist. Wenn man einer ist und noch dazu ein ordentlicher, wieso sollte man sich nicht auch so nennen? Würden gute Webdesigner mehr zu ihrer Berufsbezeichnung stehen, könnte der Begriff ganz schnell wieder als positiv angesehen werden.

Die vielen Kommentare hier verdeutlichen aber mal wieder ganz deutlich: jemand der mehrere Dinge auf einmal macht, hat ganz offensichtlich ein Problem. Entweder die Berufsbezeichnung ist zu verwaschen, zu wenig oder sie passt nicht auf eine Visitenkarte.

philipp

Für front-end- und back-end-Entwickler gefällt mir auch Webentwickler/-developer sehr gut.

Webworker klingt für mich wie das online-Gegenstück zum Streetworker. ;)

Gerhard

Webautor. Schließlich schreiben wir Dokumente.

masone

1) Designer
2) Webdesigner?
3) Webdesigner!
4) Webdeveloper

Zunehmend verschwinden die Grenzen zwischen dem, der die Webseiten umsetzt und dem Webdeveloper. Die Frontends werden immer aufwändiger und wenns um AJAX und andere Sachen geht, ist doch eine ganz beträchtliche Menge Programmierlogik in der View. Vielleicht gibts deshalb hier auch noch keine klare Trennung.

Die Unterscheidung zwischen Frontend- und Backend-Entwicklern ist mir neu :)

Christian Pfeil

Alex schrieb: Trennung von Back- und Frontendentwickler finde ich übertrieben und würde das ganze (web)Entwickler nennen.

Das mag wohl sein ist aber notwendig: Spätestens wenn es um die Kosten geht, liegen zwischen beiden Stundensätzen teilweise krasse unterschiede.

Es ist aber sehr wohl richtig, dass im Bereich der Webentwicklung diese Jobs meist dicht beieinander liegen.

Grüße Christian

Martin H.

1) Grafiker, Grafikdesigner, Weblayouter
2) Coder, Web-Programmierer (ja, ist blöd, ich weiß)
3) Webdesigner
4) Programmierer, Informatiker

Ich freue mich schon auf das Ergebnis.

René

Ich frage mich, ob es keine deutschen Begriffe gibt? Begriffe, mit denen auch außenstehende Menschen etwas anfangen können  …

Der Grafiker ist ja noch ganz i.O.

Martin

Nunja …
In den Foren, in denen ich meistens aktiv bin, nennt man …
1. Designer
2. Slicer
3. Designer & Slicer
4. Coder

Was eigentlich ziemlich idiotisch, aber so ist es nunmal … Wenns nach mir ginge, wäre es so:
1. Designer (»Design« kann auch mit »Entwurf« übersetzt werden)
2. Umsetzer
3. Webdesigner
4. Coder

Ich habe aber auch eine Ausrede für die Anglizismen: Ich bin Engländer ;)

Christian Fischer

Ich nenne mich auch noch Webdesigner. Immer schön zusammen mit Internet-Consultant – dazwischen ist genug Platz für alles, was ich tue (Beraten, strukturieren, gestalten, Programmieren, Html schreiben, reaktionell arbeiten)
Ich merke, meine Kunden suchen meist einen »Webdesigner« – alles andere ist ihnen zu abgehoben und aufgebläht, auch wenn es vielleicht passendere Bezeichnungen innerhalb der Branche gäbe.
Netzgestalter habe ich mich (auch als »Firmen«-Bezeichnung auch eine Zeitlang genannt – bis ich einer freundlichen Bitte desjenigen, der eine sehr ähnlich klingende Marke besitzt nachgekommen bin. (Nein, ich versuche hier nicht, eine Abmahnung zu umschreiben).
Was solls, die Menschen, die mich buchen, suchen – wie gesagt – eh einen Webdesigner oder direkt mich als Menschen. Aber das ist ein anderes Thema.

Kilian

Im Prinzip ist es doch wurst, wie man sich nennt, da ohne genaue Definition der Begriffe eh nicht klar ist, was man macht und kann.

Daher finde ich es viel wichtiger, daß man seine Kompetenzen anderweitig kurz und bündig vermitteln kann. Und dafür reicht ein Titel nicht aus.

Sebastian

Auf der Visitenkarte::
Gestaltung | Entwicklung.

... Und ich hasse die Frage »Als was arbeitest du?« :-)

DerJan

So – und jetzt mache ich auch noch Print mit. Was nu?

Lange hatte ich auf meinen Visitenkarten nur »Internet« stehen. Mittlerweile sage ich »Ich bin eine Werbeagentur«.

Markus P.

Nebenbei erwähnt (Offtopic): Vielleicht hast du ja mal Zeit und Lust, dich an ein halbwegs akzeptables Print-Stylesheet zu setzen, hätte den Artikel mitsamt Kommentaren zu gerne ohne Umstände und ohne sinnlose Website-Bausteine wie Navigation ausgedruckt.

Keine Kritik, nur eine leicht ironische Bemerkung. :D

Schönen Samstag noch!
gruß Markus

Finn

dann geb ich auch nochmal kurz und knackig meine 2 cent ab:

1) Webdesigner
2) Webentwickler
3) Webworker
4) Technischer Entwickler

Matthias

Ich bevorzuge für mich selbst den Begriff »Webentwickler«, da ich überhaupt nichts designe, aber für Frontend- und Backendentwicklung zuständig bin.
Durch meine nicht-vorhandenen Designfertigkeiten wäre bei mir »Webdesigner« völlig falsch gewählt. Jetzt aber mal zu den Fragen:

1) Designer oder Webdesigner
2) Webentwickler, bzw. Frontendentwickler
3) Webdesigner
4) Backendentwickler oder Webmaster oder Webentwickler

Die Entwickler werden natürlich oft als »Developer« bezeichnet. Was aber eigentlich nur »cooler« klingt, wie ich finde.

johannes

ich persönlich nenne ja die person zu nummer 2 composer.
der begriff stammt wahrscheinlich noch aus der zeit, als man
das ganze frontend nur in html »gesetzt« bzw. composed hat.

Markus

Ich nutze den Begriff »Internetspezialist«, da hiermit der ganze Bereich von Design, Programmierung, Technik (Webserver, Netzwerk), das nötige Fachwissen drumrum usw. mit einem Begriff erschlagen wird, der noch nicht so abgenudelt ist. Man wird so auch gerne vorgestellt, da das griffiger ist als Webentwickler (kommt bei den meisten zu »programmierlastig« rüber) und die Bezeichnung transportiert gleichzeitig noch einen guten Schuss Zusatzkompetenz ;) . Ist auch in meiner Firma so anerkannt, wenn man Internetfuzzi ist :)

Siegfried

Schade, daß der Begriff »Designer« im Web-Bereich so verkommen ist. Webdesigner wird immer mit rein graphischen Arbeiten verbunden. Dabei umfasst der Begriff wesentlich mehr. Vielleicht sollte man das mal mit dem Begriff »Produktdesigner« vergleichen. Der Produktdesigner ist ja auch nicht nur zuständig für die Farbe der Kaffeetasse. Der Produktdesigner ist zuständig für Form wie für Funktion. Gerade das Design der Funktion, der »Usability« des Produkts ist für einen Produktdesigner essentiell. Logischerweise sollte der Begriff Webdesigner ebenso das Design des kompletten Produkts in seiner gesamten Wirkung und Benutzbarkeit umfassen, eventuell ausschließlich des Coding (Der Produktdesigner fertigt ja auch allenfalls Prototypen, die Produktion übernehmen andere). Webdesign mit Bildchenmalen zu assoziieren greift drastisch zu kurz. So gesehen ist also der Webdesigner das, was die Meisten Webworker, jedenfalls die, die was auf sich halten, tun. Angefangen vom klassischen Webmaster, der eher die backend-Bereiche abdeckt, über den Softwareentwickler, der frontend-Funktionalität abdeckt, bis zum Verkaufspsychologen und Marketingexperten, der das emotionale Erlebnis des gesamten Produkts designt. Zum Design einer Webseite gehört eigentlich zwangsläufig das Design geeigneter Strukturen und geeigneter Klassennamen. Informationsdesign ist ein entscheidender Bestandteil des Webdesigns, der leider von diesen vielen möchtegern-Webdesignern völlig übersehen wird. Ach ja, und gute Texte schreiben gehört auch dazu.
Den Begriff Webdesigner mit reinem Bildchenmalen zu assoziieren ist eine Verunglimpfung der Berufsbezeichnung Designer.

Carlo

Ich würde lieber die an sich guten Begriffe Webdesigner und Webentwickler wieder aufwerten in dem man diese klar definiert und eingrenzt (und damit alle die sich »unrechtmässig« so nennen ausschliesst.)

tucci

@Herr Voß: Endlich habe ich dich gefunden, mein verloren geglaubter Bruder (im Geiste)...
Gehöre ebenfalls zu den »Computer Freaks« sehe mich aber lieber (in Anlehnung an Gero) als »Web Guy« und werde auch so behandelt und gefördert ;-) .

sprungmarker

Man muss sich ne Weile schlicht die Bezeichnungen in den Jobangeboten über die Jahre ansehen. :-)
Die Trennung von Back- und Frontend ist da meisthin nicht gegeben und auch nicht gewünscht. Auch bei mir ist das nicht gegeben.
Ich habe mich daher interessiert, schon um eine offizielle Bezeichnung für mich zu finden, wie das dann benannt wird: Jemand der sich in der Integration, also zwischen Back- und Frontendentwicklung aufhält, heisst ganz offiziell Webproducer. Auch wenn dass ein merkwürdiger Begriff ist. Aber sämtliche grosse Firmen pflegen diesen Begriff zu verwenden. :-)
Da gibt es auch schon Unterabstimmungen, was den Erfahrungbereich betrifft: Junior und Senior.

Webdesigner, ebenfalls Junior und Senior, ist dann tatsaechlich jener, der an der Ãœberschneidung von Grafik und HTML arbeitet, aber nicht im Templatebereich oder Developmentbereich.

Webdeveloper, wie es früher in den Jobanzeigen auch HTMLer miteinbezogen hat und ich mich früher auch immer benannt habe, ist heute wirklich »nur« noch jener, der in der Entwicklung von Backend-Technologien arbeitet (also: PHP, Datenbanken und so).

Wenngleich die Schnittstelle, wenn man in der Templateentwicklung mitarbeitet, immer noch schwammig im begrifflichen Ãœbergang ist. :-) Bist Du nun dann noch Webdeveloper oder schon Webproducer.

soophie

Also für 1) kenne ich den Begriff Grafiker
für 2) Webproducer, benutzer aber auch gerne den Begriff Interface-Programmierer (vermutlich als Einzige), kenne aber auch den Begriff Webproducer, den sprungmarker bereits nannte
3) Web-Designer
4) Backend-Entwickler

Ich arbeite im Bereich der Integration, also 2), bin aber Azubine Mediengestaltung Digitalmedien. Die Ausbildung differiert daher stark mit dem, was ich im Ausbildungsbetrieb mache.
Andere MG Digital, die ich kenne sind vornehmlich Flash-Programmierer oder in der Spieleentwicklung, da MG doch sehr gestaltungslastig ist. Sie würde ich eher zu 1) zählen.

Martin H.

Im Fernsehen wird häufig von „Onlinern“ gesprochen, wenn es um den Webauftritt des Senders geht. ,-)

GE

1. Künstler (Grafiker)
2. Handwerker (Coder)
3. Kunsthandwerker (Webdesigner)
4. Arbeitsvorbereiter (Programmierer)

oder so  … ;-)

Eugen Wirz

Etwa so?

1. Designer
2. Implementor (?)
3. Webdesigner
4. Technical Developer

Kommentar verfassen