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Gerrit, 05.05.2010

Welches Tablett soll’s denn sein, bitteschön?

Und jetzt sprießen sie aus dem Boden wie Pilze, die ganzen Tablet-Computer mit Fingertouchbedienung. Und ist ja auch ganz recht. Doch langsam könnte es anfangen, verwirrend zu werden. Zeit für einen kleinen Schnellvergleich der Möglichkeiten:


Das iPad

Eine Beschreibung kann ich mir sparen, oder? Größter Vorteil gleich vorweg: Man kann es jetzt schon kaufen (in USA)

  • Vorteile: Gute Verarbeitung, schnell und stromsparend, hochgradig mediengerechte Software, technisch exzellente native Apps, technisch exzellente Web-Apps, großes Softwareangebot
  • Nachteile: Keine offene Plattform für native Programme, kein Flash, nicht ganz billig

apple.com/ipad


Das WePad WeTab

Das Design und Bedienkonzept kommt von einer deutschen Firma. Das WePad WeTab bietet außerdem ein interessantes Subventionsmodell: Verlage können ihren Lesern das Gerät verbilligt anbieten und mit einem digitalen Abo bundlen.

  • Vorteile: Vollwertiges Linux im Hintergrund, (angeblich) Android-App-kompatibel, echte USB-Schnittstellen für Massenspeicher, interessantes Bedienkonzept, Subventionsmöglichkeiten über Verlage
  • Nachteile: überladene Optik, unfertige und/oder kaum angepasste Software, Batterielaufzeit, nur Querformat

wetab.mobi


Das joojoo

Ursprünglich als Crunchpad geplant, gilt als hochgradiger Vaporware-Kandidat – niemand weiß, ob es das Gerät jemals wirklich geben wird, aber die Website ist schick gemacht.

Das joojoo ist inzwischen erschienen, kann aber offenbar nicht wirklich begeistern.

  • Vorteile: Konzentriert sich ausschließlich auf den Webzugriff per Browser, schicke Menü- und Navigationselemente, stylische Aura
  • Nachteile: Software noch sehr beta, relativ teuer für ein reines Surfgerät.

thejoojoo.com


Das Adobe/Google-Tablet

Hat noch keinen echten Namen, soll aber total gut mit Flash und Air umgehen können und auf Android 2.2 basieren.

  • Vorteile: Finanzkräftige Firmen im Hintergrund, einzige realistische Konkurrenz zum iPad, ausgereiftes Betriebssystem, mediengerechte Konzeption der Software, großer Bildschirm, kann Multitouch
  • Nachteile: Möglicherweise schlechte Batterielaufzeit und Flash-Performance.

Artikel bei Engadget


Der HP-Slate

Wurde eingestellt. Man hat dann wohl begriffen, dass ein quasi unmodifiziertes Windows 7 nicht das richtige OS für den Betrieb eines Tablets ist.

14 Kommentare

  1. dasuxullebt am 6. Mai 2010 #

    Ich kapiere irgendwie grad nicht diesen ganzen Hype um Tabletts.

    Zum Einen gibt es unlängst Laptops, die man in Tabletts umfunktionieren kann (mit drehbarem Bildschirm, etc.), das sind dann wenigstens auch vollwertige Laptops – warum werden nicht lieber die Consumer-Tauglich gemacht? Zum Webbrowsen sollte ein richtiger PC doch im Allgemeinen besser sein.

    Zum Anderen, wie oft braucht man wirklich so ein Tablet? Und wieso scheinen diese Tablets alle irgendwelche seltsamen Softwareansprüche zu haben? Wenn man wirklich eBooks lesen will, sollte wohl ein eBook-Reader die billigere Alternative sein. Fürs Webbrowsen ist wie gesagt ein netBook oder einfach ein normaler Laptop sinnvoll.

  2. Wolfgang Wagner am 6. Mai 2010 #

    Ich finde es toll, dass endlich die Pads auf den Markt kommen. Im Prinzip warte ich schon seit Jahrzehnten auf so etwas (seit ich die Pads in »Star Trek – The Next Generation gesehen habe ;-) ).

    Ein Laptop oder Netbook auf dem Sofa oder unterwegs in Bus/Bahn ist doch meistens ein wenig unhandlich.

    Ich tendiere momentan ziemlich zum iPad, denn seit ich mir vor ein paar Monaten ein iPhone zugelegt habe, bin ich ein klein wenig zum Apple-Fan mutiert. Und das es keine quelloffene Architektur ist, ist mir ehrlich gesagt ziemlich egal, hauptsache es funktioniert. Und das tut es im iPad. Ich werde wahrscheinlich auch ein regelmäßiger Kunde im iBook-Store werden, sofern er auf dem deutschen Markt ein gutes Angebot bringt.

  3. Nico am 6. Mai 2010 #

    Wieso fühle ich mich immer versucht Fanboy! zu rufen, wenn du über das iPad & Konsorten schreibst?

  4. Gerrit am 6. Mai 2010 #

    Weil ich einer bin! Ist ja nicht schlimm. Gibt auch viele Fans vom FC Bayern München, die kommen auch irgendwie durch’s Leben.

  5. Gaba am 6. Mai 2010 #

    Gerrit das JooJoo wird in den USA schon ausgeliefert.
    Hier findest du z.b. ein Testbericht

  6. Stromkopf am 6. Mai 2010 #

    auch in Europa und Canada kann das JooJoo bestellt werden, direkt im shop auf deren website (»buy« im menü).

  7. Willi am 6. Mai 2010 #

    Soweit ich weiß ist die Einstellung des HP Slate bisher nur ein unbestätigtes Gerücht. Da es ja bereits einen ersten Test gab, halte ich eine Einstellung für äußerst unwahrscheinlich – bis HP WebOS an Tablets angepasst hat, wird noch einige Zeit vergehen, ihnen bleibt also momentan gar keine Alternative zu Windows 7.

    Und wenn es in diesem Artikel Vaporware gibt, dann ist es sicher nicht das Joojoo, sondern das Wepad (es gibt zwar halbfunktionierende Prototypen, aber ansonsten nur viel heiße Luft) und das Google-Tablet (konkrete Informationen gibt es hier gar nicht, nur das Bekenntnis »Wir wollen auch!«).

  8. sebbo am 6. Mai 2010 #

    Wenn ich mir eins kaufen würde, dann warscheinlich das iPad. Ja, mir wird öfters vorgeworfen, ein elendiger Apple-Fanboy zu sein. Aber seht’s mal so:

    Adobe’s Tablet: Wenn auf dem Adobe/Google-Tablet wirklich Flash läuft, dann kann man die Akkulaufzeit voll vergessen.
    WePad: Sorry, aber die Oberfläche ist einfach grausam. Total überladen. Dann kann ich auch gleich Windows auf’s Tablet schmeißen.
    JooJoo: Nice, das kannte ich noch gar nicht. Wäre auf jeden Fall das Gerät 2. Wahl, aus folgendem Grund: Keine nativen Apps. Da hat das iPad durch’s iPhone ganz klar Vorteile.
    HP-Slate: Forget it, das wird nicht funktionieren. Windows ist ein Betriebssystem für Mäuse, nicht für Touchscreens.

    @dasuxulleb Ich glaube, dass Tablets wesentlich besser designt werden können, um die Bariere zu diesem Gerät kleiner zu machen. Wenn sich etwas direkt »mit dem Finger« bewegen lässt, ist das wesentlich einfacher zu verstehen als das Prinzip mit der Maus. Klar gibt es Fälle, für die ein Tablet total ungeeignet ist. Ich würde beispielsweise nie einen längeren Aufsatz auf einem Touchscreen tippen. Da bevorzuge ich dann doch einen Laptop. Aber für viele Aufgaben würde so ein Tablet schon reichen und diese Dinge warscheinlich sogar besser machen.

  9. 4yrs2l8 am 6. Mai 2010 #

    In der Liste fehlt ein indisches Produkt, der Adam von Notion Ink.

    Verschiedene GNU/Linux-Systeme möglich, starke Hardware und ein raffiniertes Display

    Spezifikationen und Video

    Die neusten Meldungen, die ich gerade finden konnte, sind aber leider auch schon einen Monat alt.

  10. Andi am 6. Mai 2010 #

    Das wäre wohl Apple-Fanboys Wunschtraum, dass Birnen einfach abgeschafft werden. Die Lage beim HP Slate ist aber wohl etwas komplexer (http://bit.ly/aA1rEf) und auch Bill Gates gibt sich wohl so schnell nicht geschlagen (http://bit.ly/ce9R9w). Aber für die sinnvolle Weiterentwicklung ist bei Appel ja gesorgt ;) (http://bit.ly/bYm4wn). Für mich bleibts dabei: »There’s probably no iGod. Now stop worrying and enjoy your right-clicks.«

  11. Micha am 7. Mai 2010 #

    Das Ipad ist für mich die genau das fehlende Bindeglied zwischen Smartphone und PC(Laptop)

    - perfekt für die Couch (mal eben google, wikipedia, leo.org, etc. pp.) – perfekt auf längeren Reisen, gerade im Flieger – perfekt wenn man keine Lust hat den »großen« anzuwerfen

    Soweit die Theorie, wenn sie sich beim Testbesuch im hamburger Apple Shop bestätigt wird
    das Teil gekauft.

    Nachteile: Keine offene Plattform für native Programme, kein Flash

    Sind das Nachteile ? Wenn man das Gerät als physische Inkarnation des Google OS betrachtet, gibt
    es bis auf Flash keinen Nachteil. Das man für »lokale« Dokumente, Musik und Videos noch einen
    Kompromiss bietet ist doch nur dem Fehlen von praktikablen Stream- und Onlinestoragekonzepten
    geschuldet (bzw. noch fehlender Akzeptanz)

    ps:ich bin ein konvertierter (TM Riddick)

  12. hans am 8. Mai 2010 #

    es gibt eine sache die ich am ipad wirklich gut finde, und zwar das es eine einheitliche oberfläche gibt über die man informationen einfach erreichbar macht. ich glaube auch daran das evtl. in 20 jahren oder früher »webseiten« nicht mehr »designt« werden sondern nur noch über standard-interfaces (angeboten von diversen anbietern) informationen veröffentlich werden (auch wenn ich mir dann als webdesigner einen job suchen muss).

    mir reicht jetzt persönlich mein pc. aufm sofa greif ich dann zum iphone. für menschen die aber nicht den ganzen tag am pc arbeiten ist das ipad eine alternative. die konkurrenz überheugt mich da mnoch nicht wirklich, aber das ist sicher nur eine frage der zeit. einen iphone killer gab es 3 jahre lang auch nicht, aber mittlerweile zeigt z.b. das htc legend wie es noch besser geht.

  13. joe am 15. Mai 2010 #

    vielleicht sollte man noch anmerken dass hp mit dem kauf von palm angekündigt hat das von palm eigens entwickelte webos auch auf anderen geräteformen einzusetzen. Mit dem kauf von palm wurde die slate+win7 kombo gekillt hat, aber nicht das slate.da webos mit dem nächsten update flash unterstützt und natives multitasking bietet, hat das slate meiner meinung nach großes potetial,auch wenn der sinn und zweck dieser geräte mir noch zu sehr gehyped scheint

  14. Don am 25. Juli 2010 #

    Würd mir ja auch ein iPad zulegen aber irgendwie vermiss ich eine Sache nemlich: einen Pen oder Stift :) ..zum … ja, zeichnen. :)
    Undzwar nicht so eine globigen, der so breit ist wie der Finger sondern eine feine Spitze, das wäre wunderbar, dann könnte man das ganze Ding als mobiles Skizzenbuch verwenden. Aber, da das nicht geht, brauch ich eigentlich auch kein iPad momentan.

    Hab auch schon versucht mit dem iPhone zu zeichnen, das geht auch nicht, das einzigste Gerät was da funktioniert ist der NintendoDS, weil der eben so einen kleinen Stylus hat.

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