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Gerrit, 09.10.2007

WebKit nun mit Quasi-Font-Embedding

Ich hatte den Artikel bei A List Apart eher als bedeutungslos eingestuft, weil er eine Suppe aufwärmt, die niemals richtig heiß gewesen ist: Die Idee, man könne doch beliebige Schriften per Browser darstellen, wenn man einfach die entsprechende Schriftdatei auf einen Server legt und dann vom Client verwenden lässt.

Offenbar fand der Safari-Entwickler Dave Hyatt die Idee jetzt doch wieder sexy und hat die Funktionaliät mal in den aktuellen Nightly Build von Safari/Webkit eingebaut. Grund genug das mal auszuprobieren:

Hallo, ich bin eine eingebettete Schrift!

Wenn Ihr Euch den aktuellesten Nightly Build holt, sollte das nun in der spektakulären Schrift CuttyFruty zu sehen sein, ansonsten müsste Comic sans zur Rettung bereit stehen.

Wie ist das für Euch? Macht das Spaß? Und wann werden wir alle von Onkel Jürgen verklagt, wenn wir wild die Font-Datein auf unsere Server stellen? Ganz viele Fragen, die man sich eventuell in Zukunft stellen muss, und die auch schon diskutiert werden, nämlich hier, hier und hier.

Yo, das klappt offenbar. Sehr schön geglättet sogar:

Safari Font Embedding

Wie habe ich das gemacht? So:

@font-face {
  font-family: "CuttyFruty";
  src: url(http://praegnanz.de/layout/CuttyFruty.ttf) format("truetype");
}
div.fontembed { 
  font-family: "CuttyFruty", Comic Sans MS, "Comic Sans", sans-serif;
  font-size: 2.5em;
  line-height: 1.4em;
  margin-bottom: 0.5em;
  color: #666;
}
 

27 Kommentare

  1. marten am 9. Oktober 2007 #

    interessant daran ist dann sicherlich auch noch die rechtliche seite. uhrheberrechte an den schriften werden dann sicher zu hauf gebrochen. ich find den gedanken an sich ganz tüffig weil man einige bilder nun ersetzen könnte – ergo, speicherplatz einstampfen und eine bessere(100%tige) skalierbarkeit ist dann auch möglich. gut auch für die barierefreiheit, so vom prinzip. man könnte also auf einer seite wirklich alles als schrift darstellen, was schrift ist. semantische trennung von design und inhalt wird dadurch schon gebünstigt oder?

  2. Gerrit am 9. Oktober 2007 #

    Klar, man muss natürlich freie Schriften nehmen, bei denen in den Lizenzbestimmungen auch ausdrücjlich die Republikation über das Netz erlaubt ist. Das ist nicht so leicht, denn meistens behalten sich die Schriftgestalter die Kontrolle über den Download usw. vor. Was ich hier mache: Ich stelle die Truetype-Fontdatei zum Download bereit, nichts anderes! Dessen muss man sich bewusst sein.

  3. Marten am 9. Oktober 2007 #

    wow, hab mir extra mal den webkit drauf gehauen. das ist wirklich geil. du verwendest sie ja nicht direkt. das ist echt geil und die möglichkeiten sind ja nun mal riesig. schade nur das der ie sicher nicht so schnell nachzieht. das wäre ja auch zu schön. nicht das wir jetzt bald alle seite nur noch in modernen browsern schick sehen und all die ie-nutzer mit abgespeckten seiten umgehen müssen. schwierig.

    wäre echt cool, wenn sich daraus was entwickelt. jetzt noch formatierung die schrift (drehen, spiegeln, etc. ) und ich bin happy :D

  4. marten am 9. Oktober 2007 #

    ich sollte aufhören so früh zu versuchen zu kommentieren. ausdruck, form und rechtschreibung sind ja nicht auszuhalten. erzählt bloß niemandem das ich n abi hab :)

  5. Johannes am 9. Oktober 2007 #

    Im Firefox bekomm ich leider nur die Comic Sans zu sehen..
    Aber die Sache muss ich mal beobachten.

  6. Ralf Herrmann am 9. Oktober 2007 #

    Hier noch eine Diskussion dazu:
    http://www.typophile.com/node/37793

  7. stefano picco am 9. Oktober 2007 #

    einerseits finde ich das spanned aus gestaltersicht, doch auf der anderen seite ahne ich schreckliches, wenn jeder eine »beliebige« schrift vorgeben kann  … tschüss lesbarkeit :P

  8. Ilja am 9. Oktober 2007 #

    Der Artikel bei »A List Apart« ist von Håkon Wium Lie, der ja als Chief Technology Officer bei Opera tätig ist. Es ist also nicht auszuschließen, dass diese Technik bald auch in Opera zu finden sein wird.

  9. Onkel Jürgen am 9. Oktober 2007 #

    Ich würde doch nie jemanden verklagen  … weil ich es gar nicht kann. FontShop ist ein Händler, und kein Schrifthersteller. Hugendubel kann auch nicht den Herausgeber einer Harry-Potter-Raubkopie verklagen: Da muss schon der Verlag ran. Im Übrigen träume ich auch von Webseiten, die beim Empfänger so aussehen, wie ich sie mit meinen eigenen Schriften erstellen würde.

  10. Gero am 9. Oktober 2007 #

    Noch griffiger wäre es natürlich, wenn man ein (hüstel) Digital-Rights-Management für derart eingebettete Fonts etabliert.

    Oder mit weniger allergenen Worten: So, wie es in PDFs oder in Corel-TrueDoc-Dateien auch funktioniert, dass also die Verwendung des eingebetteten Fonts rein auf die einbettende Seite oder Site beschränkt bleibt.

    Sprich: Download der nackten Font-Datei nützt nix, weil der Font nicht rendert, wenn der Referer nicht stimmt, oder weil an der Site und am Font nicht dasselbe Referer-Zertifikat dransigniert ist – oder hassenichgesehn, irgendwas wird einem schlauen Kopf aus dem Hause Webkit oder Opera schon dazu einfallen. Und wenn das dann OpenSource ist, kann Gecko das schneller, als man »Mozilla« sagen kann.

    Und spätestens dann hätten wir wieder Banner a’la »Best viewed with anything else but Microsoft Internet Explorer«. ;-)

  11. tolki am 9. Oktober 2007 #

    @gerrit:
    »Was ich hier mache: Ich stelle die Truetype-Fontdatei zum Download bereit, nichts anderes!«

    hmmmm  … ich glaube irgendwie nicht, dass das rechtlich haltbar ist. schließlich hat der user nicht die wahl, die schrift nicht herunterzuladen.

    (alternativ könnte man den browsern natürlich eine entsprechende auswahl-möglichkeit mitgeben, evtl. auch mit einem rechte-zertifikat  … aber welcher gestalter will das schon)

    das wäre dann ungefähr so, als wenn ein user für die pop-ups, mit denen er zugeballert wird, selbst verantwortlich wäre.

    am ende fällt alles auf den seiten-eigentümer zurück  … vllt sollte vom schriften-verleger einfach eine lizenz bereitgestellt werden, die diese verbreitung explizit erlaubt?

  12. Gerrit van Aaken am 9. Oktober 2007 #

    @tolk: Selbstverständlich ist das nicht haltbar, genau das meine ich doch. Wenn ich das obige Experiment mit einer Kaufschrift gemacht hätte, zum Beispiel der FF Meta oder der Avenir Next, dann ist das eindeutig eine strafbare Handlung, für die der Seitenbetreiber verantwortlich ist, also derjenige, der den Font ins Netz gestellt hat.

    Da es sich um einen Freefont handelt, den ich bei dafont.com gefunden habe, ist das »nur« eine Grauzone, da sich kaum ein Kläger finden wird.

  13. Ralf Herrmann am 9. Oktober 2007 #

    >>am ende fällt alles auf den seiten-eigentümer zurück

    Oder auch nicht. Das schlimme ist ja, dass die Fonts nicht mal auf dem eigenen Server liegen müssen. Wenn die Raubkopie auf einem Uni-Server in Südamerika liegt, kann man sie auf der eigenen Seite einbinden, ohne belangt werden zu können.

  14. Cassiel am 9. Oktober 2007 #

    Na ob das eine gute Idee von Dave Hyatt war…

    Was nützt es wenn Firefox, Safari und vielleicht noch Opera dieses lang ersehnte Feature endlich integrieren, der Internet Explorer jedoch nicht?

    Von den möglichen rechtlichen Konsequenzen und kommenden Abmahnwellen mal ganz abgesehen. Ich kann mir auch gut vorstellen das die Fontdesigner auf die Barrikaden gehen werden.

  15. Stanislav am 9. Oktober 2007 #

    und hier gibts auch noch was zum thema.

  16. tolki am 9. Oktober 2007 #

    »Was nützt es wenn Firefox, Safari und vielleicht noch Opera dieses lang ersehnte Feature endlich integrieren, der Internet Explorer jedoch nicht?«

    da fällt mir doch ein, dass genau dieses feature ja in der tat ein relikt vergangener tage ist, dass aber schonmal »branchendeckend« unterstützt wurde:
    http://de.selfhtml.org/css/eigenschaften/schrift_datei.htm

  17. Gerrit van Aaken am 9. Oktober 2007 #

    Nur dass da halt zwei absolut unbekannte Schriftformate verwendet wurden, für die es auch keine wirklich benutzbaren Konvertierungsprogramme gab …

  18. Daniel am 9. Oktober 2007 #

    Ich finde das Prinzipiell eine gute Idee. Nützen würde ich sie vermutlich kaum. Und es graust mir bereits an den Gedanken wenn man Seiten im Netz findet welche man kaum mehr lesen kann weil jeder irgendwelche schreckliche Fonts einbindet schlicht weg ganz einfach unleserlich sind.
    Ich bin froh, dass sich das WWW inzwischen so erholt hat, dass man in ruhe surfen kann ohne dabei zu »erblinden« [traue mich gar nicht 5 Jahre zurückzudenken – Stichwort: marquee/blink/bg-fading/...]

  19. Tillmann Assenheimer am 9. Oktober 2007 #

    Kapiere nicht ganz, was daran jetzt neu ist außer, dass die Funktion ins Webkit eingebaut wurde —>
    http://de.selfhtml.org/css/eigenschaften/schrift_datei.htm#font_face
    Der IE konnte das schon eine Weile, aber der Befehl wurde nie in Mozilla integriert. Heise schrieb auch mal, dass er aus CSS rausfliegt. —>
    http://www.heise.de/newsticker/result.xhtml?url=/newsticker/meldung/60654&words=%40font%20Face&T=%40font-face%20

    Klugscheißer Ende ;-)

  20. Gerrit van Aaken am 9. Oktober 2007 #

    Bitte Kommentare lesen. Neu ist, dass in Webkit nun Truetype-Schriften unterstützt werden!

  21. Maik am 9. Oktober 2007 #

    Ich denke, dass das Rechteproblem hier deutlich übertrieben gesehen wird. Die Leute sind nur deshalb ein bisschen hysterisch, weil derart einfaches Einbinden von Fonts was neues ist, müssen sich eigentlich aber nicht wirklich Sorgen machen: Ist Getty Images pleitegegangen, weil das IMG-Element existiert? Ist die komplette Kulturlandschaft des Abendlandes ausgestorben, weil das JPEG-Format kein DRM kennt? Locker bleiben.

    @Gero: Das mit dem DRM vergiss bitte ganz schnell. Dein Denkfehler liegt in der Annahme, dass »es bei PDF funktioniert«. Einschränkungen wie »darf gelesen, aber nicht gedruckt werden« oder »eingebetteter Font darf nicht für Editing genutzt werden« aus einem PDF wegzumachen dauert keine zwei Sekunden. Die meiste Open Source Software ignoriert diese Flags sowieso. Ähnliche Versuche bei Browser Embedding wären ähnlich erfolgreich, nämlich gar nicht.

  22. Orlando am 9. Oktober 2007 #

    Mit »Web Fonts« lässt sich schön spielen. Interessant wird vor allem die Kombination mit anderen CSS-Möglichkeiten wie first-letter für Initialen. Endlich keine hässlichen Image-Replacement-Techniken nur für normale Schrift!

    Ich bin zuversichtlich, dass Browser, die @font-face künftig unterstützen werden auch eine Möglichkeit anbieten, dies zu deaktivieren, um nicht vom Ästhetikempfinden des Erstellers abhängig zu sein (1337.ttf und Konsorten …).

    Viel Hintergrundinformation bietet die CSS-Mailingliste WWW Style des W3C, auch zum Urheberrecht. Vor 1½ Jahren wurden die Grundlagen bereits intensiv diskutiert. Es lohnt sich, beide Threads zu lesen.

    Das auf dieser Seite angeführte Beispiel ließe sich für WebKit mit text-shadow:2px 2px 2px #000; noch ein bisschen aufpeppen.

  23. Cassiel am 9. Oktober 2007 #

    Gut dann lassen wir mal das Rechteproblem außer acht. Es ist da, aber ignorieren wir es einfach mal. Die Vergleiche mit Getty und Kulturlandschaft hinken übrigens sehr, das aber nur nebenbei bemerkt.

    Nehmen wir also einmal an wir hätten uns einen Schriftschnitt gekauft, vielleicht nicht der teuerste aber sagen wir mal zwischen 80 und 160 €. Jetzt gehe ich als Designer daher und lade die Schrift auf meinen Webspace wo diese später per CSS in meine Webseite eingebunden wird.

    Jetzt kommt ein Designer daher, findet den Schnitt schick und guckt mal so aus Neugier ins CSS. Jeder der sich halbwegs mit Webdesign beschäftigt weiß spätestens nach dem zweiten Blick was er tun muss um diesen Schnitt kostenlos zu erhalten. URL im Browser anpassen, Schrift importieren und fertig.

    Mit als denjenigen der die Schrift erworben hat würde dies ziemlich ärgern. Mal ganz abgesehen davon das es den einen oder anderen exklusiven Schnitt gibt, den man nicht einfach so wieder per Lizenz kaufen kann.

    Die hier genannten Versuche wie z.b. »Referer-Prüfung« beim »GET« der Datei durch den Browser bringt absolut nichts. Der Referer ist keine unveränderbare Variable. Mit einem PHP-Skript, dem Befehl header(»Referer: ...«); kann man diese einfach ändern. Ebenso ist DRM keine Lösung, siehe die Beispiele mit dem PDF-Format.

    Die einzig sinnvollen Lösungen für diese Probleme scheinen für mich die folgenden zu sein:

    1. Nur Schriften verwenden die als Creative Commons, Freeware, Public Domain, Opensource, oder durch sonstige freie Lizenzen gekennzeichnet wurden.

    2. Ein neues Dateiformat auf Basis eines Standards für Schriften im Web einführen.

    3. Eine Lösung ähnlich wie bei sIFR. Hier wurde die Copyright-Problematik ebenfalls behandelt und ziemlich gut gelöst wie man hier nachlesen kann.

  24. Maik am 9. Oktober 2007 #

    Cassiel, das funktioniert so nicht.

    Klar ist es manchmal ein Zwiespalt, ob man etwas ins Netz stellt oder nicht. Es gibt aber keinen Zwischenweg! Einmal veröffentlich bleibt veröffentlicht.

    Auch die sIFR-Lösung beruht zu 100% auf der Annahme, dass der Client sich an die Anweisung »aber bitte nur auf diesen Domains« halten wird. Wenn der Client das einfach nicht tut, wozu du ihn nicht zwingen kannst, oder wenn jemand das entstandene .swf disassembliert und seine eigene Domain zum »allowedDomains«-Array hinzufügt, ist der Spaß vorbei.

    Auch wenn man ein weiteres Dateiformat für Schriften einführen würde (Noch eins? Es gibt schon zu viele!), würde sich nichts ändern. Dann schreibt einfach jemand ein Tool, das die Vektorformen und das Hinting extrahiert und wieder ein normales .ttf/.otf draus macht. Da kannst du die Leute technisch nicht dran hindern. (Dass es noch kein solches Tool für in PDF eingebettete Schriften gibt, dürfte übrigens ausschließlich daran liegen, dass es viel bequemer ist, sich das Original aus irgendeiner Tauschbörse zu ziehen und daher kein Bedarf besteht.)

    DRM funktioniert nicht. Das ändert sich nicht, nur weil man sein DRM nicht so nennt.

  25. Cassiel am 9. Oktober 2007 #

    Ob das was sIFR macht DRM ist oder nicht kann man sehen wie man möchte Maik. Klar muss sich der »Client« an die Bedingungen halten damit das funktioniert und selbstverständlich kann man ein SWF disassemblieren. Aber das ist für locker 90% der Personen die sich im Internet bewegen einfach zu viel verlangt, sprich: Zu schwer, zu kompliziert.

    Meines Erachtens muss ein »angemessener« Schutz her, der den Großteil einer Personengruppe das »einfache Kopieren« verhindert und ich bin eigentlich kein Freund von DRM. Aber wo ich mein Urheberecht/Eigentum schützen muss sollte das auch möglich sein.

    Selbstverständlich würden wir in einer viel einfacheren und besseren Welt leben wenn Dinge wie DRM, Kopierschutz, etc. nicht vorhanden wären. Dennoch würde das nichts daran ändern das sich Personen trotzdem auf illegalem Wege Kopien besorgen.

    All dies zu legalisieren würde bedeuten wir müssten uns von vollständig von der freien Marktwirtschaft und der Konsumgesellschaft frei machen und alles müsste auf dem Prinzip der Informations- und Dienstleistungsgesellschaft neu aufgebaut werden. Das mag in weiten Teilen bereits funktionieren (siehe Opensource) aber der Weg zu einer »neuen Welt« ist noch sehr lang und beschwerlich.

    Bis dahin gilt es andere Lösungen zufinden die sowohl für Rechteinhaber als auch Rechteverwerter akzeptabel sind. Darauf zu hoffen das sich ehrliche Menschen, in diesem Fall die vom Lizenznehmer erworbene Schriftdatei, nicht einfach vom Blog Ihres Vertrauens herunterladen reicht aber meiner Meinung nach (noch) nicht.

    Darüber hinaus würde mich einmal interessieren ob sich David Hyatt über das Ausmaß der Diskussion, die er da losgetreten hat, überhaupt bewusst ist.

  26. Gerrit van Aaken am 9. Oktober 2007 #

    @Orlandoi: text-shadow ist in 9 von 10 Fällen eine grafische Verschlimmbesserung – es sieht sooo 1998 aus!

  27. Ralf Herrmann am 10. Oktober 2007 #

    >>>Ist Getty Images pleitegegangen, weil das IMG-Element existiert?

    Ein haarsträubender Vergleich.
    Getty verdient Geld mit hochaufgelösten Bildern für den Druck, so wie Fonthersteller mit »Druckschriften« Geld verdienen. Die einzigen Getty-Bilder, die man im Netz bekommt, sind Mini-Bildchen mit Wasserzeichen. Keine Bildagentur würde auf die Idee kommen, ihre Ware zum kostenlosen direkten Download zur Verfügung zu stellen, oder den Kunden dies zu erlauben. Genau das passiert aber hier bei den Fonts.

    Gegen eine PDF-Einbettung haben die Schrifthersteller deshalb nichts einzuwenden, weil der Font nicht 1:1 enthalten ist. Der Zeichensatz ist auf die benutzen Zeichen beschränkt und wichtige Informationen wie etwa die Unterschneidungstabellen fehlen völlig. Wenn man den Font extrahieren würde, wäre er zumindest im professionellen Umfeld kaum zu gebrauchen.

    Webdesigner fordern zu Recht seit Jahren ein funktionierendes System zur Schrifteinbettung. DIES ist es allerdings nicht, weil professionelle Fonts schlicht außen von bleiben, da man sie nicht auf einen öffentlichen Server laden darf.
    Das hier angedachte System taugt zum aufmöbeln von MySpace-Seiten, zu mehr leider nicht.

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