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Gerrit, 05.01.2007

Web2.0 nicht Oma-kompatibel

Weil Alex das dieses Jahr mit dem Bloggen wohl nicht mehr hinbekommt, wir uns aber neulich so interessant darüber unterhalten haben: Das Social Web ist definitiv nicht Oma-kompatibel. Vielleicht nicht mal Mama-kompatibel. Eigentlich ist Web2.0 nur was für nerdige 20–40jährige Westeuropäer/Amerikaner aus der Medienbranche. Wieso?

Ein realitätsnahes Beispiel: Es gibt Nachwuchs. In Zeiten von Digitalkameras bedeutet Nachwuchs hunderttausende Fotos und zehntausend Filmchen. Papa hat das Bildmaterial, Oma hat die Zeit, es anzuschauen. Aber wie kommt das gewünschte Material in das Internetz von Oma?

Flickr ist zwar geil, aber auf Englisch. Todesurteil! Wusstes Ihr, dass Flickr auf Englisch ist? Wir haben es in zwei Jahren heftiger Benutzung nicht einmal gemerkt – da sieht man mal. Trotzdem eine unüberwindbare Oma-Hürde, denn Englisch stand damals nicht auf dem Stundenplan, schon gar nicht Wörter wie Tag-Cloud oder Gruscheln Slideshow.

Sevenload ist zwar auf deutsch (bis auf den Namen) und stylisch obendrein, aber dennoch ziemlich unübersichtlich und vollgeknallt mit Funktionen.

Und schaut man sich weiter um, so entdeckt man, dass es keine wirklich einfachen Fotosharing-Social-Webdinger gibt. Und mit einfach meine ich wirklich einfach. Keine Tags, keine Kommentare, kein internes Mailsystem, kein Geotagging, keine alberne ¡Hola!-Begrüßung. Einfach nur Bilder hochladen, URL der Oma diktieren und gut ist.

Natürlich gibt es immer die Alternative, die ganzen Bilder von iPhoto in eine HTML-Fotogalerie rendern zu lassen und diese dann per FTP raufzuladen. Dann ist das wirklich supereasy zu betrachten und durchzuklicken. Wenn auch hässlich, aber das ist erstmal wurscht. Aber genau das – von einem Desktop-Client per FTP raufladen – passt so gar nicht in die fluffige Ajax-Welt von Web2.0. Denn statische HTML-Galerien per FTP raufladen konnte man schon 1997 machen.

Dies nur als kleines Beispiel und Denkanstoß: Wenn wir vom Web2.0 als neue Mainstream-Bewegung reden, liegen wir falsch oder sind zu früh. Social Software und Tagging-Bli-Bla-Blubb ist ein Spielzeug für unseren speziellen Dunstkreis und findet für einen Großteil der Menschheit schlicht nicht statt. YouTube ist zu chaotisch und schrottig, auch wenn findige Nerds dort Perlen heben können. Del.icio.us ist was für Hardcore-Surfer und Infojunkies, Bloggen ist eine Disziplin für sendungsbewusste Alpha-Tiere oder verträumte Teenager. All das findet nicht wirklich in der Mitte der Gesellschaft statt. Nennt uns Elite oder Freaks – repräsentativ für die Bevölkerung sind wir sicher nicht.

Aber das macht nichts – denn wer will schon normal sein? Deshalb: Ärmel raufkrempeln und weitermachen, ich muss noch schnell ein paar Trackbacks per XML/RPC im Blog platzieren und über GoogleMap’s Mashup-API podcasten!

54 Kommentare

  1. Thomas am 5. Januar 2007 #

    Oma: Was arbeitest du so den ganzen Tag?
    Ich: Ich bin Webdesigner.
    Oma: Also du machst das Intanetz? (Die Zusammenhänge hat sie schon drauf alle Achtung)
    Ich: Also genauer gesagt kümmere ich mich um Gestaltung  … (Denkpause). Ja genau, ich mach das Intanetz. Kann ich noch Kekse haben?

  2. Paul am 5. Januar 2007 #

    Internetagenturen haben sich früher einen Schei*dreck um neue Technologien gekümmert, als ich im Praktikum vor 4 Jahren mit XHTML ankam gab es nur aha/wow. Nur ein einziger in einer 14Mannen Webagentur kannte damals XHTML in Verbindung mit CSS, alle anderen waren Dreamweaver-addicted.
    Heute steht in jeder Stellenausschreibung AJAX drin.

    Irgendwie hat man die Angst, Web 2.0 ist wichtig, da muss ich dabei sein, sonst ist der Zug abgefahren.

    Dabei achten die meisten nur auf die Trends. Warum gibt es denn ein Social Network für Studis, aber keins für 50+?
    Das müsste doch machbar sein: Einfacheres Interface, andre Farben, andre Audrucksweise, skaliebar …
    Klar Internet»senioren« sind die Minderheit, aber wenn ich seh wie viele trendige SocialNetworks es gibt und da ist keins für 50+ dabei, dann macht mich das stutzig.

  3. tamimat am 5. Januar 2007 #

    Klasse Beitrag. Spricht mir aus der Seele.

  4. Flobot am 5. Januar 2007 #

    ne, also ich weiss nicht. Wir sind die Gesellschaft von morgen, wir müssen uns weiterentwickeln. Natürlich können wir andere mitnehmen, aber das flickr auf englisch ist, macht sicher keinen Unterschied, auf deutsch würden die omas und mamas und sicher auch viele opas und papas auch nicht mehr verstehen. Es ist ja die grundlegende Vertrautheit mit dem Medium, die uns (die »Freaks«) intuitiv 99% aller Websites auf den ersten Blick logisch strukturiert begreifen lässt. Sowas hängt aber nicht so sehr mit 2.0 zusammen, wie dein Beitrag suggeriert. Finde ich zumindest. Das war bei 1.0 auch schon so.

    Ausserdem sind wir in spätestens 5-10 Jahren die Mehrheit, und die Alten kommen auf’s Abstellgleis. Ist zwar hart, klar. Es tut mir auch weh, so ist das nicht. Aber es wird genauso andere Dinge geben, mit denen unsere Kinder aufwachsen, mit denen sie spielend klarkommen, während wir in die Röhre, ach nee, ins LCD gucken ;).

  5. Susanna am 5. Januar 2007 #

    Web 2.0 ist mE keine Frage des Alters, sondern ob man die Zeit dafür hat. Auch wenn man den ganzen Tag vor der Kiste sitzt, hat man doch lieber den Editor oder das Backend von TYPO3, vielleicht noch Spiegel online offen als Flickr. Zu Web 2.0 gehört in seiner heutigen Gestalt schon ganz schön viel Spieltrieb und die Zeit, ihn auszuleben. Kann sein, dass Oma zwar des Englischen mächtig ist, aber in ihrer knappen Zeit neben dem Job lieber Seiten mit mehr greifbarem Nutzwert aufsucht?

  6. typneun am 5. Januar 2007 #

    Gerrit spricht mir auch aus der Seele. Und Web2.0 hat sicherlich was mit dem Alter zu tun – denn als Älterer tut man sich mit Neuem immer schwerer – das merke ich als 30-Jähriger ja schon mit der neuen Mode, den aktuellen »Tophits«, etc … ;)

    Und wenn ich als Designer und mit Web1.0 und Web1.5 aufgewachsener Mensch schon ungern mit solchen Onlinetools wie flickr arbeite, wie sieht es dann mit Leuten aus, die das erste Mal »das Internetz anschalten«?

    Einige WebPunktNuller sollten sich die ganze Sache wirklich mal von etwas weiter oben betrachten – und den ganzen Hype einfach nüchterner sehen. Dann platzt die Blase Web2.0 nicht ganz so schnell wie die der DotCom-Zeit …

  7. Gabi am 5. Januar 2007 #

    Es gibt sicher eine Menge Omas, die Englisch gelernt haben, aber ihnen fehlt der Wortschatz und das Vokabular von heute. Das Hauptproblem scheint aber doch die ganze Technik und die Vielfalt des Web 2.0 zu sein. Ich glaube, da steigt heute nur noch jemand durch, der sich tagtäglich diesen Dingen widmet. Web 2.0 ist einfach nicht »volksnah« genug.

    Dass es auch anders geht und Oma und andere interessierte Laien sehr wohl mit den neuen Medien zurechtkommen, beweisen u.a. das große Auktionshaus mit den bunten Buchstaben, die Versandhäuser, Kaffeeröster u.dgl. Die beiden letztgenannten nutzt meine Mutter (76, 6-fache Oma, PIV, 2,2 GHz, 512MB RAM) gern und außerdem liest sie im Netz die Namibische Tageszeitung, weil es die hier am Kiosk nicht gibt ;-)

  8. Gerhard am 5. Januar 2007 #

    Stark sehr schöner Beitrag. Da fällt mir aber auch auf. Das was heute an Sites da ist und weder in die 2.0 Schublade noch in die 1.0 Schublade passt, wie etwa die Bahn.de, ist so weit, ja so irre weit von Oma weg, da graust es mich.
    Sicher wären in diesem Falle ein paar dicke bunte Button a la 2.0 trallala und ein aufgeräumtes interface – die echte OMA 2.0 , sorry web 2.0 Anwendung

  9. Markus am 5. Januar 2007 #

    Da ist was dran, web 2.0 muss noch einfacher werden, hat aber strukturell auch die Möglichkeiten im Kontakt mit den Nutzern (und nicht nur mit den Freaks) immer anwenderfreundlicher umgesetzt zu werden.

    Und dass nicht alle Silversurfer außen vor bleiben müssen, hat ja im letzten Jahr eindrucksvoll Peter (78) gezeigt:
    http://tub.de1.cc/?p=1139
    Klar, ‘ne Ausnahme, aber eine beeindruckende.

  10. Roland am 5. Januar 2007 #

    Super Beitrag, Gerrit. Meine Erfahrung zeigt, dass das Internet in diesen Zielgruppen häufig noch als unpersönlich und vor allem ungeordnet wahrgenommen wird. Hinzu kommen elementare Barrieren, wie (nur als ein Beispiel) den Umgang mit der Maus oder die für Laien kryptisch anmutenden Adressen voll von http, www. oder @. Und wenn man schließlich »drin« ist, dann ist die nächste große Frage: Ja toll, und jetzt? Und überhaupt, was ist pdf, wma, doc, mov und wie kann ich denn diesen Podcast hören. Wie kommt der denn auf mein Gerät? USB, keine Ahnung. Wo ist der Anchluss? Oder: »Guck mal, die sagen ich habe gewonnen. Soll ich das jetzt klicken?«

  11. Stefan am 5. Januar 2007 #

    Ein wirklich netter Artikel, Du triffst den Nagel auf den Kopf. Oma braucht halt auch ‘mal ein wenig Zuneigung und ‘nen dicken Kuss

  12. Gero am 5. Januar 2007 #

    Gerrit – es ist immer wieder schön, wenn Du die Sachen auf den Punkt bringst, die mir schon seit geraumer Zeit durch den Kopf schießen. Chapeau!

  13. Hondo am 5. Januar 2007 #

    Ein starker Auftritt, dieser Artikel, Du triffst es auf den Punkt. Auch viele gute Kommentare. Nur aufgepasst bei Definition bzw. Interpretation der Zielgruppe 50+, bitte: die stehen mitten im Leben und bedürfen ganz bestimmt keiner legasthenischen Hilfestellungen, weil sie so furchtbar alt sind. Und nur dass man kein Geflickre nutzt oder keine Pupscontest-Videos auf Youtube guckt heißt noch lange nicht, dass man zu blöd ist für neue Online-Trends.

  14. Roland am 5. Januar 2007 #

    @Hondo Es ist ja auch überhaupt keine Frage des Intellekts. Die Kürzel bzw. Buzzwords sind jedoch so spezifisch und häufig unerklärt, dass demjenigen, der eintauchen will, schnell die Luft ausgeht. Gerade intelligente Menschen wollen es übrigens einfach und klar und brauchen kein Fachchinesisch zur eigenen Profilierung. Komplex genug ist schon das eigene Berufsleben oder das soziale Miteinander.

  15. Jannis am 5. Januar 2007 #

    Markus sagt, es muss »noch einfacher« werden. Da frage ich dich, ob es wirklich viel einfacher geworden ist, seitdem es Tag-Clouds, Trackbacks, Kommentare und Geotags gibt. Übersichtlicher ja (zumindest für den Macher), aber es sind in fast allen Fällen nur unnötige Funktion durch neue unnötige Funktionen ersetzt worden. Allein was der Standardblog um die Ecke alles an Kategorielinks in der Sidebar anbietet … Möglich, dass jemand sowas nutzt, aber damit die Seite zukleben, anstatt es auf einer getrennten Seite bereitzustellen? Genauso: Archive. Da ist mir die gute alte »< Neuer – Älter >« Variante um einiges lieber, als mich Monat um Monat vorwärts, beziehungsweise rückwärts zu kämpfen. Neuigkeiten in den Kommentaren? Wayne? Ich besuche Websiten wegen des bereitgestellten Inhalts, nicht vorrangig der folgenden Reaktion wegen.
    Neue Funktionen und Features sind eine tolle Sache. Aber man sollte sich dabei einen Grundsatz aus der Designwelt zu Herzen nehmen: Weniger ist oft mehr.

  16. Rene Meissner am 5. Januar 2007 #

    Stimme vollkommen zu und stelle daher die Frage, wie denn z.B. ein Upload-Service für Bilder aussehen sollte für Leute, die es naturgegeben etwas schwerer haben mit der Maus. Mir scheint da der Ansatz von iPhoto und iWeb der richtige zu sein.

  17. Stefan am 5. Januar 2007 #

    Das Zauberwort ist »Informationsarchitektur«; nicht nur für ältere Menschen. Überall Minipixelschriften, unübersichtliche Strukturen, schlechte Kontraste.

    Ich schaue meinen Großeltern (85+) oft beim Surfen an ihrem Mac mini zu, und Wahrnehmung, Auffassungsgabe und Motorik lässt im Alter rapide nach (und das übrigens schon ab 40 Jahren).

    Apple macht es mit ihrem Safari genau richtig. Einen Submit-Button im Safari erkennt meine Oma, einen im Firefox (wohlmöglich noch schlecht mit CSS gestyled) übersieht sie.

  18. Steffen am 5. Januar 2007 #

    Klasse geschrieben, gefällt mir sehr gut! Seit meine Schwiegereltern ihre ersten Gehversuche im Internet machen sehe ich erst so richtig, dass es keine »einfachen« Dienste und Seiten für sie gibt.

  19. Sascha am 5. Januar 2007 #

    Viele Dinge die für »uns« selbstverständlich sind oder wir
    intuitiv machen (bei einer einfachen Softwareinstallation angefangen) ist für nicht PC-affine Menschen eben einfach schwierig. Aber: Was würdet Ihr z.B. eurer Oma erklären, wie Sie Ihr Konterfei neben ein solches Kommentar hier setzen kann? Ich könnte dies nicht sofort beantworten.

  20. Stefan am 5. Januar 2007 #

    @Sascha: Das »Konterfei« wird über den Dienst von gravatar.com in jeden Blog eingebunden, der es unterstützt. Dafür wird die E-Mail-Adresse gelesen. Derzeit kann man sich aber nicht neu anmelden, weil Gravatar weiterentwickelt wird.

    Gravatar ist übrigens definitiv nicht Oma-kompatibel. Ein pures Geek-Tool ;)

  21. Paul am 5. Januar 2007 #

    Apples Ansatz ist in der Tat sehr genial. Nämlich nicht nur Software bereitzustellen sondern mit .Mac auch die Internetschnitstelle. Die 100€ sind für 50+ mit Mac oder allgemein mit PC nicht das Problem. Dafür bekommen Sie eine Schnittstelle in ihrer Software, die sie bedienen können.

    Und genau das vermiss ich bei Web 2.0. Web2.0 findet nur im Browser statt und das ist ein Fehler. Warum gibt es denn kaum Plugins? Ich kenn keins dass meine Bilder aus iPhoto direkt zu Flickr hochlädt.

    Web 2.0-Entwickler sind so fixiert auf dass was sie steuern könnnen. Flickr ist vollgebombt mit Web2.0 Features, aber die Anbindung an gängige Photosoftware ist miserabel!

    Ein zweiter Problem dass ich seh ist die Eindimensionalität von Webanwendungen. Flickr, Spon, YouTube … Keine dieser Anwendungen ist auf meine Bedürfnisse angepasst.

    Es gibt keine Spon-Oberfläche für 50+, keine YouTube-50+ Oberfläche … Alles rauscht, was gerade für 50+ das »Aus« ist. Warum bietet man keine modulare Oberfläche an?
    Vision: Sohnemann richtet Oma einmal Flickr ein, nimmt Tagclouds und den ganzen Schnickschnack raus und sie kann damit umgehen.

  22. Gerrit am 5. Januar 2007 #

    Wahnsinn, da ist man mal einen Tag offline und schon wird hier kommentiert, was das Zeug hält. Sehr schön, eigentlich hatte ich jedoch mit etwas mehr Kontroverse gerechnet statt mit Zustimmung auf breiter Front.

    Es ging mir allerdings gar nicht so sehr konkret um die Seniorentauglichkeit von Websites, sondern generell darum, dass wir Web2.0er mal unser Online-Weltbild einem Realitätscheck unterziehen müssten. Wir müssen erkennen, das 97% der deutschen Bevölkerung noch nie in einem Weblog kommentiert hat, und dass das Abonnieren von RSS-Feeds völlig außerhalb der Vorstellungskraft der allermeisten eBay-Nutzer liegt.

    Allerdings eBay: Das größte Phänomen aller Zeiten und sprengt eigentlich meine komplette Argumentation. eBay ist das Musterbeispiel für eine beschissene überfrachtete Dreckswebsite, und trotzdem unfassbar populär. Wahrscheinlich ist der Nutzwert von eBay so unendlich hoch, dass es sich auch für unerfahrene Surfer lohnt, sich einzuarbeiten. Ich weiß nicht. Aber eBay ist mir ein Dorn im Auge, weil es ein Totschlag-Argument gegen mein Minimalismus-Dogma darstellt.

  23. Dominik am 5. Januar 2007 #

    eBay, Google, Amazon … kann man alle in eine Reihe stellen …

    Doch was, wenn man diese – hm, ich sag mal »Services« – mit dem Blogsphere-Social-Service-Web-zwo-null vergleicht. Welcher Punkt wird dann wohl am markantesten herausstechen? Richtig: PR.

    Und die Mittel dazu.

    LG
    Dominik

  24. a. am 5. Januar 2007 #

    Wikis sind wohl noch am ehesten omakompatibel, wie man z. B. in der Wikipedia anhand einiger älterer Mitarbeiter sehen kann. Aber auch da krankt die Umsetzung an einer für Ältere (und viele Jüngere) völlig undurchschaubaren Benutzerführung, Jargon (ob Deutsch oder Englisch) bis zum Abwinken und vollgemüllten Bildschirmen. Und es wird immer schlimmer: wenn ich (als Admin in drei Wikimedia-Projekten) mal zwei Wochen nicht in einem Projekt tätig war, kenn ich mich selbst nicht mehr aus, weil irgendwelche Trottel schon wieder alles umbenannt und umorganisiert haben.

    Bezüglich Youtube, Flickr und Delicious (sorry, ich will mir nicht merken müssen, wo was groß geschrieben oder mit Punkten getrennt wird) muss ich z. B. ehrlich gestehen, dass ich selbst (Anfang 30) nach 12 Jahren Internetefrahrung nicht durchsteige, wie man in so einem Wirrwarr überhaupt irgendetwas finden soll. Tagging schön und gut, aber die Hauptseite muss doch zielstrebig neue Nutzer einfachst zu gesuchten Inhalten führen (Google macht’s vor).

    A propos: unter dieser Kommentarbox steht »Kommentartext gestalten mit Textile«. Weder das noch der Link dahinter sagen mir irgendwie, um was es da gehen soll oder wie das funktionieren soll.

  25. Dominik am 6. Januar 2007 #

    Vielleicht hilft dir das ja ein wenig weiter … Einiges, wie hn bspw. für Überschriften, ist allerdings deaktiviert. Testen und Vorschau nutzen ;-)

    LG
    Dominik

  26. Roland am 6. Januar 2007 #

    @Gerrit Ich kann mich auch auf die andere Seite stellen: Technologische Innovation und dessen Anwendung und Nutzen war immer schon den »First Adopters« zugeordnet und hat auch so funktioniert. Es dauert eben ein Weilchen, bis der »breite Nutzen« erkennbar und nutzbar wird. Wir stecken in einer Zukunft, die uns (wie so oft) hoffentlich einholen wird. Und wer nicht aufspringt, wird an vielen Teilen der beruflichen und sozialen Kommunikation nicht mehr teilnehmen können. Auch wenn die Barrieren hoch sind: vorgestern war mono, gestern stereo und heute kommt´s von überall. Join the vision!

  27. timm am 6. Januar 2007 #

    natürlich sollte das mitmach-netz leicht zugänglich gestaltet sein und nicht nur von-geeks-für-geeks.

    aber die bedienung abwärtskompatibel bis zur oma machen zu wollen, ist völlig übertrieben. ebay zeigt es doch ganz gut: wenn die breite user-masse etwas wirklich WILL, dann fuchst sie sich da auch rein.

    die super billigen interfaces sind zwar schön für oma und und co., aber für uns digitale bohemiens viel zu beschränkt. verschiedene services? aber im web2 sollen doch gerade alle leute zusammenkommen!

    neue designansätze sind gefordert, wie wärs mit aufklappbarer funktionalität alá experten-modus? und nicht ein youtube-mäßiges kuddelmuddel auf der startseite.

  28. IBE am 6. Januar 2007 #

    Muß ich doch mal danke sagen. Bisher dachte ich doch tatsächlich, dass ich bloggen und surfen kann ohne die geringste Ahnung davon zu haben, wie web 2.0 und cloud tags funktionieren. Aber nun weiß ich es ja besser und verfüttere die Maus mal vorsichtshalber an die Katze. ;o)
    Ein schönes neues Jahr wünscht Oma 50plus

  29. Gerhard am 6. Januar 2007 #

    Ebay ist wohl die einzige Website, deren Bedienung man in Volkshochschulkursen erlernen kann …

  30. ill66 am 6. Januar 2007 #

    nicer artikel und auch viele gute kommentare, besonders word@Paul!!

    @markus: haha »silversurfer«! :D
    darf ich den begriff weiterverwenden?^^

  31. ferdinand am 7. Januar 2007 #

    ad paul & gerrit wegen direktem iphoto-upload:
    es gibt für flickr und picasa (google) plug-ins für iphoto – geht schneller und einfacher als mit iphoto/html-export/ftp. zudem kann ich bei picasa meine bildbeschreibung in voller länge sehen, bei apples eigener iweb-lösung sind ja nur ein paar wörter möglich. zudem ist picasa auf deutsch und nicht so unübersichtlich wie flickr.
    links:
    http://picasa.google.com/web/mac_tools.html
    http://connectedflow.com/flickrexport/
    lg
    ferdinand

  32. danofthenorthstar am 7. Januar 2007 #

    »Web 2.0« ist eine Verlagerung von sozialen Strukturen bzw. von Kommunikationsformen jüngerer Menschen auf eine sehr »technische Ebene«.

    Die meisten älteren haben eine andere Art der Kommunikation erlernt. Für jüngere Menschen, die z.B. in einem größeren Büroraum gemeinsam arbeiten mag es logisch sein, per Instant Messaging miteinander zu kommunizieren oder Geschäftskontakte über Xing zu knüpfen. Ältere Menschen würden auf jeden Fall den direkten Kontakt bevorzugen.

    Ich gehe mal noch etwas weiter: Ältere Menschen haben einfach mehr Lebenserfahrung. Sie würden einen Web 2.0 Dienst erst dann nutzen, wenn er ihnen einen tatsächlichen Vorteil gegenüber ihrer aktuellen Lebensart oder Denkweise bringen würde. Die Beispiele ebay und Amazon zeigen, das es geht.

    Das hat nichts mit Bedienbarkeit oder Verständlichkeit zu tun. Ältere Leute sind auch lern- und begeisterungsfähig. Sobald etwas tatsächlich einen Vorteil verspricht, wird es sehr wahrscheinlich angenommen und mehr oder weniger freiwillig erlernt.

    Warum sollten sich ältere Menschen aber für Web 2.0 aktuell interessieren? Ein Großteil des „User generated Contents“ wird von jüngeren Menschen erstellt. Weshalb sollten ältere Menschen Teil einer jungen (Sub-)Kultur werden? Müssen alte Menschen unbedingt an der sozialen Globalisierung mitmachen nur damit ein paar Konzerne Metadaten über ihren Musikgeschmack aufzeichnen können? Dabei kann man Oma und Opa doch schon so schwer Musik-CDs verkaufen – sie wollen Schallplatten.

    Web 2.0 Communities sind größtenteils Gemeinschaften junger Leute. Das Karma bzw. die Aufmachung und der Charakter der neuen Plattformen und die zumeist jugendliche Sprache schrecken ältere Menschen womöglich zusätzlich ab.

    Nichtsdestoweniger ist es die Oma-Kompatibilität eine interessante Sache: Wie würde etwa die Blogosphäre aussehen, wenn plötzlich viele „alte Omis“ anfangen Blogs über Ihren Alltag ins Netz zu stellen? Wie würde Wikipedia aussehen, wenn ein Heer an Opas die Artikel einstellen und überarbeiten würde?

  33. Paul am 7. Januar 2007 #

    @danofthenorthstar genau dass ist wohl der Punkt:
    Mehrwert!
    Treffender lässt sich das ganze Dilemma Web 2.0 nicht zusammenfassen. Es richtet sich schlicht nicht an Bedürfnissen sondern an der Machbarkeit aus.

  34. Simon Reinhardt am 7. Januar 2007 #

    @Hondo & Roland: ich stimme zu, ich mag viele Seiten nicht und bin kein großer Blog-Freund, würde mich deshalb aber nicht als unfähig dafür oder gar als ungeeky bezeichnen. ;-)
    Ich mag nicht jeden Trend und einfache Sachen ziehen mich an.
    Meine Freundin ist sehr Computer-erfahren und gescheit, liebt es aber minimalistisch. Ihr Linux-Desktop ist so leer wie die nächtlichen Straßen von Bad Hinterobersdorf und für mich unbenutzbar (ich habe mir lieber alles effektiv und schnell erreichbar eingerichtet), Toolbars von Programmen schaltet sie meistens aus (habt Ihr schonmal Opera nur mit Menü- und Tableiste benutzt?).
    Ich denke aber, eine Seite modular und auf die Wünsche eines Jeden anpassbar zu gestalten dürfte recht schwierig sein. Dann doch eher von Anfang an ein klares Konzept haben, wie die Seite für alle (a) einfach und (b) effektiv benutzbar ist.

    @Dominik: eBay, Google und Amazon in eine Reihe stellen? Bei Ersterem und Letzterem stimme ich zu, aber welche von Googles tausend Projekten meinst Du? Die Suchmaschinenseite selbst vertritt meiner Meinung nach wunderbar das »Minimalismus-Dogma«. Gut, die Ergebnisseiten sind etwas werbebehaftet, aber sonst ist Google das Musterbeispiel an Einfachheit – einer der Gründe, dass es so populär ist.

    Hier hat sich jemand hingesetzt und gesagt: »Was will der Benutzer, der diese Seite besucht?« – und nicht »Was will ich wie anbieten?«. Das Ergebnis einer solchen Analyse ist meist erstaunlich einfach, leider lassen sich davon aber nur wenige Webdesigner überzeugen. Das musste ich bei der Musikmetadatenbank MusicBrainz.org schmerzvoll erfahren, der dortige Hauptprogrammierer der Oberfläche hat lieber mit JavaScript rumgespielt, anstatt sich um Zugänglichkeit zu kümmern, was dringend nötig wäre, da die Lernkurve für diese Seite recht hoch ist (allerdings muss ich auch fairerweise sagen, dass er die Seite größtenteils XHTML-valide gemacht und Vereinfachungen und Zusammenfassungen am Code vorgenommen hat). Es gibt bei diesem Projekt viele Stimmen, auch Mitglieder die länger dabei sind, die sagen »ich mag Google – ich würde eine einfache Version nach diesem Vorbild vorziehen«.

    @a.: Dass Wikipedia in der Benutzung als Betrachter Oma-kompatibel ist, da stimme ich zu. Ein Wiki aber zu Editieren? Mit all dem Pseudo-Code? Es ist besser als HTML zu schreiben, aber wirklich verständlich ist das nur für Computer-Versierte.

    Sehr schön finde ich hier übrigens die Kommentare wo auf eine Frage wie »wie könnte ich zum Beispiel das und das einfach machen / jemandem erklären?« mit total geekigen Antworten gekontert wird, die wunderschön zeigen, warum Oma es nie kapieren wird. :)

  35. Wolfgang am 8. Januar 2007 #

    Ja …so ist das. Ich hab auch das Gefühl der ganze web2.0 Gedöns wird von mehr Leuten GEMACHT als wirklich GENUTZT.
    Klar heute bieten auch ZDF&Co Podcasts an aber steht der Geld/Zeit-Aufwand in Relevanz zur Nachfrage?
    Müssen Öffentlich-Rechtliche vor lauter Panik was zu verpassen zu early-adaptors werden?
    In meinem Studiengang Online-Journalismus (Durchschnittsalter 23) glaubt der große Großteil fest an Print, nur die wenigen Nerds beschwören Blogs als next-only-Massenmedium.

    Es fehlt einfach die Relevanz bei dem ganzen …

  36. Gerrit am 8. Januar 2007 #

    Jetzt hat Spiegel Online auch noch Teile meine Headline geklaut! Schweine!

  37. Thomas am 8. Januar 2007 #

    Hallo Gerrit,
    super interessanter Artikel (mit nicht minder interessanten Kommentaren) zu einer Frage, die mir auch schon mal in den Sinn gekommen war …
    Meine »Mitbloggerin« Marcella und ich haben uns nun von Dir anregen lassen, das Thema für unseren eigenen Podcast aufzugreifen und uns ein wenig darüber zu unterhalten – anzuhören unter
    TechCrowd-Podcast #09: Wer nutzt Web 2.0 wirklich?

  38. beingboring am 8. Januar 2007 #

    Schöner Beitrag! Vielleicht interessiert sich jemand für meine Abschlussarbeit, die sich auch mit dem Thema »Internet für Oma« befasst hat:
    http://www.corpid-label.de/Konzeption_eines_barrierefreien_Webportals_für_Senioren.pdf

  39. samunai am 9. Januar 2007 #

    Für viele Omas ist Internet und überhaupt Computer, eine ganz andere Welt. Nur wenn sie überzeugt werden, dass es ein praltisches Nutzen für ihr Leben bringen wird, lassen sie sich das erklären. Beispiele sind schon gennant worden: eBay, Amazon, tchibo.de (TechCrowd-Podcast :).

    Sehr viele Seiten im Web (2.0) sind nützlich. Aber die sind oft nur für unseres »virtualles« Leben nützlich. Tutorialicio.us, stellt Tutorials für Webdesigner bereit. Wozu braucht das meine Mutter??? Flickr? Fotos auf dem Bildschirm anschauen? Wozu? Wenn ich meine Karte aus der Kamera dem Mitarbeiter an der Theke abgebe, und nach ein Paar Tage die Fotos als Papier bekomme und meinen Verwandten per Post zuschicken kann?

    Da ein Gegenbeispiel: exchangeme-Portal, Seite, wo Menschen Dienstleistungen austausschen können. Das könnte meine Mutti interessieren …

    Also, die 50+ Generation braucht vieles aus Web 2.0 einfach nicht!

  40. fwolf am 9. Januar 2007 #

    hm .. wie stehts mit Zenphoto? da knallt man die sachen auch einfach per FTP hoch, und gut is.

    letztlich auch wurscht. slide-shows gehen auch gut ohne irgendwelchen mega-firlefanz. einmal irfanview angeschmissen, 2x durchlaufen lassen mit verschiedenen einstellungen, danach feines html-zeugs dazu, nochn bisserl JS-würze mit vorschau-geschichte, fertsch.

    solang die buttons vor und zurück gut zu erkennen sind, und man irgendwo ne voransicht der bilder haben kann, reicht das doch völlig.

    cu, w0lf.

  41. Alexander am 9. Januar 2007 #

    »Aber das macht nichts – denn wer will schon normal sein?«
    richtig – keiner will das.
    Aber falsch – W2.0 ist zwar nicht Oma-Kompatibel – sollte es aber!

    Wieso – weil Einfachheit (ich verwende mit Absicht nicht das englische »Fachwort«) mit eines der wichtigsten Schlagworte, gleich neben Benutzbarkeit (dito) des Web 2.0 ist – das wird nur beim AJAX Boom immer vergessen.
    Auch GMail – ist wirklich super, was man alles hinbekommen kann – ist nicht in Richtung Benutzbarkeit optimiert – sonder dahingehend zu zeigen, was man eigentlich alles in der Lage ist zu machen. Wieso? Soll ich mir jede Tastenkombination aus der Hilfe rauslesen und merken – von zig Funktionen, wo ich sonste klicken müsste oder die ich anders garnicht habe? Nö – dann lass ichs halt, wenn das nicht offensichtlich geht!

    Weißraum ist auch einer der Begriffe die in den Blogs in den letzten Tagen kursieren wie nie zuvor. Das hat den Machern von YouTube und co aber anscheinend noch keiner erzählt (auch wenn ich mich gegen das »Weiß« immernoch wehre – der Raum muss nicht weiß sondern leer/frei sein!) die folgen immernoch ausschließlich dem »Klicki-Bunti« Prinzip. Möglichst überall Farben und möglichst viele Infos auf möglichst wenig Raum, als müsse man pro Pixel bezahlen …

    Das mag zwar das Prinzip vieler Web2.0 Dienste sein – ist aber eigentlich das Gegenteil von Web2.0. Denn dieses durcheinander mag auch ich als Freak (und ich bin stolz darauf) definitiv nicht.

    Es gibt natürlich genügend Beispiele die Zugriffs- und Benutzbarkeitkriterien in den Vordergrund stellen und Einfachheit zum Design-Prinzip erklären. Bei denen nicht nur der Quellcode aufgeräumt ist, nur geladen wird, was benötigt wird sondern der Besucher sich auf Anhieb zurecht findet (_auch_ Oma). Leider noch zu selten, aber es gibt sie – da ist das Web 2.0 Prinzip verstanden worde.

    Das ist Web 2.0 – Useability, Accessability, Simplicity, gemischt und hervorgerufen durch sauberen Quellcode und Funktionen die erst durch AJAX und ähnliches möglich wurden. Wenn Awards inzwischen nicht so verpönt währen (dank so manch einem Awardspammer), müsste man welche vergeben (sowohl Positiv als auch Negativ).

  42. Ralph am 9. Januar 2007 #

    Das Web2.0 ist eine große Spielwiese für Leute mit viel Zeit und hat eher geringen Nutzwert. Denn mal ganz ehrlich: Ob de.icio.us oder Blogosphäre – was bringt das dem »Normalmenschen«, der kein Internet-Geek ist? Die Themen drehen sich fast alle ums Internet oder irgendwelchen Technik-Kram. Ach ja, und um Politik – aber wen »da draußen« interessiert Politik? Selbst wenn sie es verstünde, würde das meiner Mutter wenig Nutzen bringen. Echte Errungenschaften sind E-Mail und vielleicht auch Internet-Telefonie. Aber Flickr, Youtube, Secondlife, myspace, Blogs, Podcasts – alles Zeugs, das kein Mensch, der einem weltlichen Job nachgeht und in seiner Freizeit eine Familie am Hals hat (soll’s geben) wirklich braucht in der ohnehin kaum zu bewältigenden Informationsflut. Ausnahme vielleicht OpenBC/Xing: Darüber hab ich mal ein Job-Angebot gekriegt.

  43. Alexander am 10. Januar 2007 #

    Ralph – Das Web 2.0 sollte eigentlich auch eine Philosophie für Websites sein – aufgeräumt, einfach zu bedienen, schnell, schlicht benutzbar – insbesondere für den »Normalo«.
    Leider wird das immer zumeist ignoriert und nur noch das Können die programmiertechnischen Möglichkeiten des Website besitzers gezeigt. Größtenteils also ein Schwanzvergleich der Progger – andere schaffen dadurch aber wirklich einen Mehrwert für den User.
    Siehe z.B. http://www.webdesignfromscratch.com/web-2.0-design-style-guide.cfm
    worin beschrieben wird, wie das Web 2.0 aussehen sollte – und was das dem Betrachter bringt.

  44. Zippo Zimmermann am 11. Januar 2007 #

    Schön gesprochen!
    Ist mir schon seit langer Zeit aufgefallen, dass das Bloggervölkchen abgekapselt in seiner eigenen kleinen Welt lebt, wo die seltsamsten Dinge unglaublich wichtig sind, die für die übrige Menschheit in keiner Weise von Belang sind  …

    Und das hat nichts mit dem Alter zu tun. Fragt doch mal die Leute Euren Alters, in »normalen« Berufen, ob Ihnen »Flickr«, »Blog«, »Web 2.0« etc. irgendetwas sagt!
    Viele Grüße von Zippo!

  45. nennett am 11. Januar 2007 #

    Mein Vater hat letztes Jahr zum 70. ein iBook bekommen, für meine Mutter gibts demnächst Ubuntu. Seine »soziale« Funktion könnte das web gerade für die Generation der 60 bis 80jährigen voll ausspielen. Und auf wunderschöne schlicht-gestylte userfreundliche Seiten haben alle Menschen einen Anspruch. Egal wir alt: The best things in life  … . Nicht grell, nicht bunt, nicht laut, sondern einfach und gut.

  46. Dillers am 17. Januar 2007 #

    »Ausserdem sind wir in spätestens 5-10 Jahren die Mehrheit, und die Alten kommen auf’s Abstellgleis. Ist zwar hart, klar. »
    Tja, hier irrt sich jemand  … Rund ein Viertel der Bevölkerung lassen sich nicht so schnell aufs Abstellgleis schieben, die wollen auch das Intanetz nutzen! (Unten ein Link zu einer animierten Bevölkerungspyraminde vom Statistischen Bundesamt).
    Useability, Accessability, Simplicity – das kann ich nur unterstützen – danke an Alexander für diese Stellungnahme!

  47. Roland Schäfer am 27. Januar 2007 #

    Man kann diese Situationsanalyse bestimtm so im Raum stehen lassen, sollte dabei aber nicht vergessen, dass:

    - es mit dem Heimcomputer – mit Modem/Mailboxen – mit dem Internet – mit dem www – mit E-Mail – etc.

    auch so angefangen hat. Aber die Penetrationsgeschwindigkeit erhöht sich. Bis 2010 werden diese Art von Web-Services (auf die ich in diesem Case Web2.0 beschränke) auch die gesellschaftliche Mitte erreicht haben.

  48. Benjamin am 29. Januar 2007 #

    wenn ebay und youtube schrottig sind und trotzdem am weitesten in die Mitte der Gesellschaft reichen, dann müssen wir uns fragen, ob wir unsere Seiten nicht einschrotten sollten. Zumindesten dann, wenn wir stinkreich werden wollen …

  49. michael am 29. Januar 2007 #

    beitrag ist gelungen, aber sorry, bin bald erst 14 und trotzdem voll auf web 2.0-fahne – bloggen tu’ ich auch, und bin sicherlich kein verträumter teenager, der sehnsüchtig auf das nächste blonde mädel wartet …

  50. Gerhard am 1. Februar 2007 #

    Ich hab’ mir heute mal einige Kommentare bei youtube durchgelesen. Scheinbar tummeln sich dort fast ausschließlich geistige Tiefflieger. Web 2.0? Erschreckend.

  51. Socialweb Guide am 2. Februar 2007 #

    An der Sache ist was dran. Aber war es nicht auch schon vor 10 – 15 Jahren so, dass Omas und Opas keinen geistigen Zugang zu den damals noch mit DOS-Befehlen recht komplizierten Computern hatten? Neue Technologien brauchen Ihre Zeit um aus den Kinderschuhen zu wachsen. Bis das Internet wirklich nutzerfreundlich ist wird es noch eine ganze Weile dauern.

    Die aktuelle Entwicklung im Social Web / Web2.0 kann man ganz gut auf Socialweb Guide mitverfolgen. Dort werden ausschließlich deutschsprachige Projekte vorgestellt.
    http://www.socialweb-guide.de

  52. Reinhold am 21. Februar 2007 #

    Gegenfrage: Ist das Internet überhaupt OMA kompatibel?
    Die meisten Leute 60 / 70 Plus haben zeit ohne Ende aber benützen den PC nicht, das wird wohl erst anderst wenn wir so alt sind :)
    Die Mischung machts: xing, youtube, flickr, del.icio.us, last.fm, alles klasse Projekte. Sicherlich werden noch weitere kommen, viele deutsche Projekte, aber mir gefällt was es momentan gibt schon sehr gut.

    Viele Grüße vom Bodensee (www.seechat.de)

  53. iAlex am 27. Februar 2007 #

    wow bin zufällig auf die seite gestossen und muss dem blog-beitrag nur beipflichten. während unsereiner froh ist das internet heute mehr und mehr in »professionell gestalteter« hand zu sehen, wäre es doch für viele benutzer besser es bliebe »alles beim alten«.

  54. Patriots Jersey am 15. August 2011 #

    The Buffalo Bills have traded receiver Lee Evans to the Baltimore Ravens for an undisclosed pick in the 2012 draft.Evans, 30, had two years remaining on the contract extension he signed in 2009 and was due to earn a base salary of $3.27 million this season.He was Buffalo’s first-round pick in 2004 and enjoyed 1,000-yard receiving seasons in both 2006 and 2008.»He’s a quality veteran receiver who stretches the field and gives us a significant downfield presence,« Ravens general manager Ozzie Newsome told the team’s official site.»He’s the type of person you want on your team.»He brings leadership and maturity to the locker room.«

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