Richtig Runterrechnen in Photoshop

Als triviale Faustregel mag es sich fälschlicherweise rumgesprochen haben: Beim Bilder skalieren sollte man im Photoshop immer die Methode »bikubisch« wählen, weil das bessere Ergebnisse erzeugt. Gut, solange man mit fotografischen Motiven arbeit, stimmt diese Regel auch.

Allerdings sollte man bei der Skalierung von eher grafischen Motiven und/oder Screenshots einmal die »bilineare« Methode versuchen: Oft gibt es dann knackigere Resultate.

Hier beispielsweise eine um exakt 50 Prozent verkleinerte Version meiner iTunes-Podcast-Einstellungen (Übrigens die sinnigste Methode, seinen Speicher zu schonen: Nur die ungehörten Podcasts verbleiben im iTunes und auf dem iPod. Der Rest kommt weg!)

Hier die bikubisch skalierte Version:

Screenshot bikubisch skaliert

Hier die bilinear skalierte Version:

Screenshot bilinear verkleinert

14 Kommentare

Nick Blume

Gerrit, danke für den Tipp. Bislang hatte ich immer bikubisch genommen, weil es sich so schön anhört.

Thomas

Gerrit, einen andere Frage. Wie hast Du den »Schlaflos in Muenchen« Podcast in dein iTunes bekommen.
Der will bei mir nicht.

Gerrit

Einfach abonniert! :-) URL kopieren, fertitsch!

Ivo

Astrein. Das Problem hatte ich auch schon öfter, aber auf diese Idee bin ich noch nicht gekommen. Danke.
Hast du das selbst rausbekommen, oder irgendwo gelesen? ;-)

Beate

Auch OT, kannst ja dann löschen:
http://www.iliveonyourvisits.com/helvetica/ ;)

thomas

kommt immer darauf an…
in ps cs hast man zusätzlich die möglichkeit mit »bikubisch schärfer« zu arbeiten oder ansonsten mit »bikubisch« und manuell angepasstem scharfzeichnen mit der »unscharf maskieren« funktion.
gruß

Nick Blume

Soweit ich diese Wörter richtig lese und diese frei interpretieren kann, heißt bikubisch »auf der Basis von Würfeln oder Quadern oder Pixeln« (also am besten für gepixelte Bilder und Fotos geeignet). Und bilinear würde also für Vektoren und grafische Sachen eignen…

thomas Junold

es kommt darauf an für welches ausgabemedium man skaliert!!!
wer screenshots für druckerzeugnisse verwenden möchte, sollte es mal mit pixelwiederholung versuchen, dann allerdings nur, wenn von 100 auf 200 % vergrößert, also verdoppeln, wird. klar. alles wird quasi verdoppelt, und die schrift bleibt knackig, sofern sich nicht vorher schon geantialiased wurde.
gilt im übrigen auch für die umrechnung von screen auf print, nicht auf 300 und gib ihm, sondern auf 288, also auch wieder vielfache von 72, und pixelwiederholung. ergebnis, was vorher scharf war bleibt scharf. und 288 dpi reichen im normalen druck völlig aus.
ABER das bedeutet auch, dass man die sachen dann später in ID oder QuarkXpress nur auf 50 % oder 25 % skalieren sollte, sonste wirds wieder matsche.
man muss also vorher bissel planen, aber wenn es sich einrichten lässt, dann sieht dafür umso besser aus :-)

simon

Nunja …
Ich will mich hier ja nicht unbeliebt machen, aber ich persönlich kann auf dem oberen Screenshot besser die Wörter lesen. Die untere Version mag zwar pixelschärfer wirken, aber lesen kann ich oben besser.

Christian Beier

Ich kann die Schrift auf dem oberen Screenshot aus besser lesen als auf dem unteren, obwohl das untere schärfer ist. Das könnte aber auch daran liegen, dass man sich an die »unscharfe« Schrift vom oberen Screenshot inzwischen gewöhnt hat und die Schrift deshalb besser lesen kann.

Michael Bundscherer

»was vorher scharf war bleibt scharf. und 288 dpi reichen im normalen druck völlig aus.«
Die alte Faustregel, dass ca. 250dpi – 300dpi für Fotos ausreiche gilt tatsächlich nur für diese. Verwendet man nämlich niedrigere Auflösungen, werden die einzelnen Pixel sichtbar – und das zunächst einmal unabhängig, ob ich auf einem 600dpi Drucker ausgebe oder mit 2540dpi belichte.
Bei Screenshots (auch mit dem von Thomas Junold beschriebenen Wege) sieht man die Pixel sowieso – dies ist hier ja sogar erwünscht. Deshalb sollte für die Ausgabe in höheren Auflösungen das Bild nicht neu berechnet werden weil keine qualitative Verbesserung bringt (Gerrits Weg beschreibt dagegen die Ausgabe bei einer niedrigeren Auflösung).
Thomas Junold, kannst du erklären, was die vervierfachung der Auflösung – bzw. die vervielfachung der Dateigröße – für Vorteile bringen soll?

Michael Preidel

Die dots-per-inch des Ausgabegeräts haben, für sich allein genommen, relativ wenig Aussagekraft. Mit einbeziehen muss man nämlich nämlich die lines-per-inch, oder anders gesagt, die Rasterweite. Die liegt für ein 60er Raster (der gängigsten Rasterweite für Offsetdruck) bei ca. 150 lpi. Und genau von dieser Zahl kommt auch die Empfehlung, Fotos mit 300 dpi, also der doppelten Rasterweite zu scannen.
In einer idealen Welt würden 150 dpi genügen – ein Pixel des Scans entspricht einem Punkt des Lasers. Da aber ein Laserpunkt unter Umständen nicht vollständig in der vorgegebenen Gerätematrix liegt, gibt es eben die alte Faustregel Scanauflösung = doppelte Rasterweite

thomas Junold

@ michael:
gerrit beschreibt die verkleinerung bei gleichbleidender auflösung, das sind zwei paar schuhe, wie die vom lösch :-)
ich glaube du hast da was falsch verstanden, wir sprechen hier ja wirklich nicht von fotos, denn dort gebe ich dir völlig recht.
ich habe wirklich nur vom druck gesprochen also screenshots drucken müssen und lessen können ist wichtig bei den abbildungen, wie zum beispiel in handbüchern etc.
du hast natürlich recht, wenn du sagst, dass man große sreenshots nicht mehr neuberechnet, aber was ist zum beispiel, wenn du kleine shots hast, die du größer darstellen willst/musst. rechnest du die mit bikubisch hoch oder wie machst du das?
mit der von mir beschriebenen methode ist sichergestellt, dass eine nicht geantilaiaste schrift auch so bleibt und nicht im umrechnungsblur verschwindet. und sooooo groß werden die daten nicht.

thomas Junold

@ michael preidel:
stimmt, faktor zwei bei der ausgabe in etwa, dann klappts auch mit dem cholerischen art-director.
das »shannonsche abtatstheorem« lol :-)

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