Politiker haben was zu verbergen, also auch was zu befürchten.

Schäuble dreht ja schon seit vielen Monaten komplett durch. Doch es geht offenbar immer noch einen Tacken absurder: Nachdem der Normalbürger am besten immer und überall totalüberwacht werden soll, weil ja jeder erst einmal verdächtig bis schuldig ist, lassen sich die feinen Herren Politiker nun von HP und Fujitsu-Siemens spezielle Handys und PDAs konstruieren, die abhörsicheren E-Mail-Verkehr erlauben. Ein Skandal, zum dem mir gar kein lustiger Scherz und Pointe einfallen will. Vielleicht genügt es aber auch einfach, das weiterzusagen.

Die Fakten gibt’s bei Chip, via Sebastian

10 Kommentare

Lars

War doch zu erwarten.

Peter

Ich denke man sollte das Herausforderung begreifen und irgendwas zum Abhören dieser Geräte erfinden. Alle Menschen sind gleich, also sind auch alle gleich verdächtig.

Nathanael

Langsam wirds für Herrn Schäuble wirklich Zeit, aus seinen Ämtern zurückzurollen.

Alexander

Mal etwas weitergedacht: Die Leute hinter Schäuble, die Ahnung von der technischen Materie haben, wissen, dass man Emailverkehr/Kommunikation auch ohne Probleme anderweitig und weitaus günstiger verschlüsseln kann. Dennoch bekommen, wie das meistens bei innerdeutscher Kommunikationsinfrastruktur der Fall ist, zufällig zwei große Unternehmen den Zuschlag.

Simon Reinhardt

Die Ãœberschrift ist mir schon Pointe genug. ;)
Köstlich! Oder erschreckend?

Martin

Eigentlich ist der Umkehrschluss falsch, denn wenn aus A B folgt, folgt aus „nicht B“ „nicht A“. Nicht andersherum. Also: Wer etwas zu befürchten hat, der hat auch etwas zu verbergen. Denn hätte er nichts zu verbergen, hätte er ja auch nichts zu befürchten. (Von dieser Annahme distanziere ich mich aber ausdrücklich, ich wollte nur über die Logik aufklären.)

Alex

Der Schäuble dreht nich nur durch, der erlaubt zur Zeit sachen, da Platzt einem einfach der Kragen! Terror Gefahr hin oder her  … Auch wenn der Herr Schäuble einen Ãœberwachungsstaat hätte  … der Terrorgefahr ist damit weiterhin nicht gebannt!

Tetti

Nur zur Erinnerung:
»Nein, ich öffne grundsätzlich keine Anhänge von E-Mails, die ich nicht genau einschätzen kann. Außerdem bin ich anständig, mir muss das BKA keine Trojaner schicken.«

Quelle: http://www.taz.de/pt/2007/02/08/a0169.1/text

Jens

Die fallen bestimmt auch auf den Bundestrojaner rein.

Julian Schrader

Krass. So langsam finde ich es immer besser, dass bei mir schon GPG läuft — man muss nur genug Leute zum Mitmachen bringen.

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