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Gerrit, 05.10.2006

PDF-Einführung in das Blogdingens

Nachdem ja bereits die Veröffentlichung meiner Diplomarbeit im PDF-Format ein wirklich großer Erfolg war (mit knapp 7.000 Downloads bisher), haben mein Chef und ich den Entschluss gefasst, dies auch mal mit der Agentur als Absender zu probieren. Also habe ich mich hingesetzt und eine unternehmenskommunikationskompatible Einführung in Newsfeeds, Blogs und Wikis geschrieben. Hübsch auf 3 PDF-Dokumente zusammengedampft, nett layoutet zum Ausdrucken und dem Cheffe mal auf den Schreibtisch legen. Sowas nennt man manchmal auch Whitepaper oder Studie. Ich nenne es Fruchtalarm Klolektüre Pflichtlektüre für Web1.0-User.

Im Ernst: Ich möchte mit dieser Einführung erreichen, dass die ganzen Web2.0-Techniken nicht nur von uns abgefahrenen Geeks genutzt werden, sondern tatsächlich von allen. Vor allem von Mitarbeitern in der Unternehmenskommunikation, sei es intern, extern, IR oder PR. Da ist nämlich noch jede Menge Unwissenheit angesagt. Und da kann man einfach mal ansetzen, wie ich finde. Deshalb werden meine regelmäßigen Leser in den PDFs freilich nicht viel Neues erfahren. Aber man kann es jemandem in die Hand drücken, der sich dafür interessiert oder interessieren sollte.

Lange Rede kurzer Sinn: Jetzt runterladen bei 3st kommunikation.

(Der Text steht übrigens unter einer CC-Lizenz. Fürs Karma. Und ja: Ich weiß, dass das mit Permalink nichts wird beim derzeitigen Zustand der 3st-Website. Ja, Linderung ist geplant. Nein, wohl nicht mehr dieses Jahr.)

20 Kommentare

  1. Christian am 5. Oktober 2006 #

    Ganz nett, wären keine kleinen Rechtschreibfehler drin (zumindest in Teil I, Newsfeeds), würde ich es bestimmten Menschen auch schicken/ausdrucken. Auch die Screenshots sind bei mir ein bisschen klein/niedrig aufgelöst, dass kann aber auch am PDF-Viewer liegen.

    Bei Bedarf kann ich dir die fehlerhaften Stellen gerne nennen, einfach so bin ich zu müde, sie herauszusuchen.

  2. Gerrit am 6. Oktober 2006 #

    So schlimm können die Rechtschreibfehler aber nicht sein, wir haben das sorgfältig probe gelesen … Wäre toll, wenn Du ein paar Stellen nennen könntest, dann kann ich das noch korrigieren.

  3. Christian am 6. Oktober 2006 #

    Nein, sind nur winzige Kleinigkeiten. Zwei Wörter zusammengeschrieben oder so  … Morgen, versprochen.

  4. Edoardo am 6. Oktober 2006 #

    Was ist denn das auf einmal für eine Schrift hier? Sieht ganz komisch aus, mit dieser Laufweite.

    Warum werden eigentlich immer Download-Links verwendet, bei denen der Benutzer unter Verwendung von „Ziel speichern unter …“ nur eine download.php bekommt?

  5. Julius am 6. Oktober 2006 #

    Ich habe mir alle drei Teile durchgelesen und habe ein paar kleine Anmerkungen.

    Zu Teil 1 ist mir aufgefallen:
     – Vorwort: »des modernen Web« ist zwar nicht falsch, aber ein s an »Web« (»des modernen Webs«) folgte mehr der Im-Allgemeinen-wird-der-Genitiv-durch-ein-s-gekennzeichnet-Grundregel.
    Apropos Grundregel: »gelayoutet« wäre in dieser Hinsicht auch »layoutet« vorzuziehen, aber beide Formen sind richtig (zumindest so lange wie ich nicht die Macht über den Duden übernommen habe).
     – Newsfeeds in der Praxis (S. 3, linke Spalte): »FAZ.net« wurde bedingt durch das Zeilende nach dem Punkt getrennt.

    Zu Teil 2:
     – Es wird angegeben, das »Weblog« ein Neutrum sein. Auch wenn es für viele ärgerlich, so ist laut Konrad dem Allmächtigen (sprich, Duden) auch »der Weblog« richtig.
     – Vernetzung (S. 3): Meines Erachtens ist es der Lesbarkeit nicht abträglich, »Informations-Quellen« ohne Bindestrich zu schreiben.
     – Abb. 7 (S. 4): Angela Merkel ist mitnichten unsere Staatschefin. Sie ist unsere Regierungschefin. Die Rolle des Staatschefs übernimmt Herr Köhler.
     – Blog-Monitoring (S. 7, linke Spalte, erster Aufzählungspunkt): »so dass« ist ein Wort.

    Aller guten Dinge sind drei – der dritte Teil:
     – Definition und Einführung (S. 2, linke Spalte, erster Absatz): »indem« hat hier die Bedeutung »in welchem« und muss daher getrennt geschrieben werden: »in dem«.
    Zur Verdeutlichung des Unterschieds: »Man erreicht den Bearbeitungsmodus, in dem man Änderungen am Artikel vornehmen kann, indem man auf ›Bearbeiten‹ klickt«.
     – Definition und Einführung (S. 2, linke Spalte, zweiter Absatz): Ich weiß nicht mehr, ob im ersten oder zweiten Teil Wikipedia mit Anführungsstrich geschrieben wurde. Hier sind sie jedenfalls nicht vorhanden. Vielleicht sollten in dem anderen Teil die Anführungsstriche beseitigt werden.

    »Doch es gibt noch viele andere Einsatzmöglichkeiten
    für Wikis, und ganz neu ist die Idee auch nicht: ...«. Es wäre überlegenswert, zwei Sätze daraus zu machen: »Doch es gibt auch noch viele andere Einsatzmöglichkeiten für Wikis. Und ganz neu ist die auch nicht: ...« oder alternativ »Doch es gibt auch noch viele andere Einsatzmöglichkeiten für Wikis. Ganz neu ist die übrigens auch nicht: ...«.

    Grüße
    Julius

  6. Gerrit am 6. Oktober 2006 #

    @Julius: Wow, vielen Dank. Nun, per eMail hätts das auch getan. Aber so sind wir natürlich viel transparenter und höllisch credible!

  7. Christian am 6. Oktober 2006 #

    Wow, auch vielen Dank! Julius, du hast mir die Mühe erspart.
    Gerrit: Hast du auch noch zwei weitere Fehler verbessert? War irgendwas mit zusammengeschriebenen Wörtern. Falls du das nicht gemacht hast, muss ich meinen PDF-Viewer beschuldigen und mich bei dir entschuldigen.

  8. christoph am 6. Oktober 2006 #

    – Blog-Monitoring (S. 7, linke Spalte, erster Aufzählungspunkt): »so dass« ist ein Wort.
    Kann, muss aber nicht.

  9. Kai Uhlemeyer am 6. Oktober 2006 #

    danke, ich hätte es besser nicht zusammenfassen können, weil ich beim versuch ohnehin in unverständnis ausbrechen könnte (ja, jedes mal aufs neue)

  10. Korinthenkacker am 7. Oktober 2006 #

    Wenn wir schon beim Haare spalten (haarspalten?) sind:
    … wir haben das sorgfältig probe gelesen
    Entweder »Probe gelesen« (neu) oder »probegelesen« (alt). Und eigentlich wohl eher »Korrektur gelesen«, denn dass der Text lesbar ist, bezweifle ich bei Deinen typografischen Fertigkeiten nicht.
    ,°)

  11. Sven Wiesner, WebZweiPunktNull.de am 7. Oktober 2006 #

    TRACKBACK:
    Das Web 2.0 ist überall präsent, doch mangelt es bisher an gutem Infomaterial für Aussenstehende, die nicht bereit oder in der Lage sind das Phänomen in etlichen Stunden Surfarbeit selbst zu ergründen …
    http://www.webzweipunktnull.de/info-material-zum-web-20/

  12. Jens Meiert am 8. Oktober 2006 #

    (Leider nicht zum Download gekommen, da bei gefühlten 100 Dezibeln irgendwas Unverlangtes aus meinen Lautsprechern kam und ich deshalb sofort abbrechen musste. Entschuldige, Gerrit, kann da nicht anders. ;)

  13. Gerrit am 9. Oktober 2006 #

    Stell dich mal nicht so an! Der Sample dauert nur 3 Sekunden und erspart uns eine Menge an Verständigungsschwierigkeiten (»Thirst«, »Drei-Es-Te«, »Dritte Kommunikation« ...)

  14. Basti am 9. Oktober 2006 #

    Vielen Dank, Gerrit, für die Dokumente! Selbst bei mir an der Uni gibt es Leute, die das Wort »Wiki« erst annähernd verstehen, wenn man Wikipedia sagt.

    Für dieses Leute kann ich jetzt auf Deine Kurzeinführung verweisen. Toll!

  15. Frank Hamm am 10. Oktober 2006 #

    - Teil 1, Seite 2, erster Satz: Es wird direkt die Abkürzung »XML« benutzt, das dürften nur wenige Leser außer solche wie hier verstehen. Entweder »über XML« weglassen oder erklären.
     – Teil 3, Seite 2, letzter Satz: »auf dem Unternehmes-Server liegen,« – Wie wäre es mit »Unternehmens-Server«?
     – Gefällt mir sehr gut. Könnte sogar sein, dass das ein Firstliner versteht … Ich werde mal gegenlesen lassen :-)

  16. Jens Meiert am 10. Oktober 2006 #

    > Stell dich mal nicht so an!

    Das hat absolut gar nichts mit Anstellen zu tun, und es ist »interessant«, dass ich das hier überhaupt schreiben muss.

    > Der Sample dauert nur 3 Sekunden

    Vielleicht sollte das in blinkender Schrift gleich durch die Seite laufen, damit das auch alle mitbekommen.

  17. Gerrit am 11. Oktober 2006 #

    Jens, man kann es definitiv auch übertreiben, wenn es um die Einhaltung von Dogmen geht. Nicht umsonst ist mein Leitspruch Prägnanz & Pragmatik. Dazu gehört auch, dass man einfach mal sinnvolle Ideen, die sich in der Praxis bewährt haben (Und dazu gehört das Audiologo auf der 3st-Website), nicht grundsätzlich verteufelt, nur weil ein Bruchteil der User damit eventuell einmal eine negative Erfahrung damit gemacht hat. Die meisten Nutzer der Seite sind dankbar, dass sie so erfahren haben, wie man die Firma korrekt ausspricht – das hilft z. B. auch beim ersten Telefonat ungemein. Fazit: Wir brauchen diesen Sample, er nützt uns, er ist wesentlich mehr als nur Schmuck.

    Fundmentalism – of any kind – scares me. (Moby)

  18. Frank Hamm am 11. Oktober 2006 #

    Da ich gerade genau bei dem folgendem bin:

    »nett layoutet zum Ausdrucken und dem Cheffe mal auf den Schreibtisch legen.«

    Wie wäre es mit einem etwas breiterem linken Rand? Dann lassen sich die ausgedruckten Seiten besser in einen Schnellhefter etc. heften / klappen. Momentan wird es beim Umblättern ziemlich eng am Seitenrand …

  19. Jens Meiert am 11. Oktober 2006 #

    > die sich in der Praxis bewährt haben

    Wieviele Seiten mit »Audiologos« gibt es denn, genügt für »bewährt« neuerdings eine einzelne Seite? Und ist Pragmatik neuerdings das »Bewähren« (oder vielmehr Gewähren) von »bad practice« (Sound standardmäßig an)?

    > Die meisten Nutzer der Seite sind dankbar

    Ich nehme an, dass ihr dies ausführlich getestet und dabei Kundenzufriedenheit nicht via »gefällt Ihnen das »Audiologo«?« »gemessen« habt.

    > man kann es definitiv auch übertreiben

    Kann man immer. In alle Richtungen.

    (EOT.)

  20. Mario am 15. Oktober 2006 #

    Für die PDFs auch ein herzliches Dankeschön von mir. Habe dadurch wieder etwas lernen können.

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