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Gerrit, 10.12.2007

Nicht schon wieder: Flashdesignprofilierung.

Watchberlin war zwar bisher keine besonders hübsche Internetseite, aber zumindest die Inhalte fand ich nicht übel. Jetzt Ende Oktober hat man sich gedacht, man könnte da mal eine komplette Flash-Website draus machen. Ganz schlechte Idee.

watchberlin

In der Vergangenheit hat es hunderte und tausende von Versuchen gegeben, komplette Flash-Websites aufzuziehen. Meistens im Designer-, Fotografen- oder Werber-Umfeld. All diese Seiten waren superchic und hip und trendy und haben tolle smoothe Animationen gehabt und wurden in der Page gelobt (was nichts heißt, denn die Page lobt alles).

Allein, keine einzige dieser Seiten hat sich im großen Stile durchgesetzt. Es gibt keine einzige wirklich große und populäre Internetseite, die komplett auf Flash basiert. Sämtliche erfolgreichen Plattformen sind in plain old HTML gehalten. Alle Flash-Versuche von größeren Plattformen wurden nach wenigen Monaten erfolglos abgebrochen. Es passt einfach nicht zu dem, was die Menschen® von einer Website erwarten: pure Information, Wiederverwendbarkeit, Druckfähigkeit, vertrautes Schriftrendering, vertraute Anmutung des Seitenaufbaus, Permalinks, Browserbuttons … All das fehlt. Und auch wenn man einige Dinge versucht, nachträglich nachzubilden, so fühlt es sich immer alles fremd und komisch an.

Liebe Designer: Ich weiß ja, dass man Flashsites so unglaublich toll präsentieren kann. Alles sieht viel mehr sexy und modern aus, wenn man da bei der Präsentation sitzt und die Herzen der drei Entscheider bewegen will. Aber Ihr lügt Euch selber in die Tasche, wenn Ihr denkt, dass ein hochdynamisches Videoportal wie watchberlin auf dieser Designerhochglanzschiene funktioniert. Im Web2.0-Design geht es nicht um das klassische Verständnis von Grafik-Design, sondern um das Erfüllen von Usability-Erwartungen, Universalität und vor allem Glaubwürdigkeit und Transparenz. Mit all diesen Dingen tun sich Flashsites extrem schwer, weil sie immer noch Blackboxen sind, in die man nicht hineingucken kann. Die in sich geschlossen vielleicht gut funktionieren, aber in der Gesamtheit der vernetzten Webanwendungen immer noch ganz blöde Fremdkörper darstellen. Es gilt also der van-Aaken’sche Webdesigngrundsatz:

Lieber authentische Hässlichkeit als geflashte Parallelwelt.

54 Kommentare

  1. David am 10. Dezember 2007 #

    Ganz deiner Meinung! Schöner Grundsatz übrigens. :-)

  2. Stefan | typneun am 10. Dezember 2007 #

    Amen.

    Im Ernst: ja, ich sehe das genauso. Flash muss also wirklich einen echten Zweck erfüllen, einen echten Mehrwert gegenüber »stinknormalem« HTML/CSS bieten – ansonsten ist Flash nichts weiter als Selbstzweck.

  3. Dirk am 10. Dezember 2007 #

    Genau das gleiche hab ich auch einer Bekannten gesagt zu dem komplett in Flash gehaltenem http://www.zucker-tv.de/. Auch wenn es auch dort hauptsächlich um Video geht, sollte man nicht alles komplett in Flash machen.

  4. Mathias Richel am 10. Dezember 2007 #

    Hallo,

    tatsächlich möchte ich sagen, dass wir vor dem Relaunch mehr Zweifel an der Funktionalität und Usability des neuen WatchBerlin durch Flash hatten, als wir es jetzt, nach fast 1 1/2 Monaten Laufzeit noch haben.

    Denn Druckfähigkeit, pure Infomation etc. kann man bei einem 100%igen Videoportal vernachlässigen.

    Tatsächlich versuchen wir dennoch alle Funktionalitäten eine »web2.0-Designs« abzubilden: Permalinks, Bookmarking, Embedded Codes usw. und werden das weiter vertiefen.

    Eine Sache ist tatsächlich die größte Baustelle: Google. Google tut sich nach wie vor schwer mit Flash. Da müssen wir dran arbeiten, obgleich wir an den Userzahlen merken, dass der Google-Effekt keiner ist.

    Mit besten Grüßen von WatchBerlin
    Mathias Richel

  5. Martin Jacobs am 10. Dezember 2007 #

    Sehr schön gesagt! Mich regt es schon auf, wenn ich auf einer Flash-Seite surfe und nicht mal den Zurück-Button meines Browsers benutzen kann.

  6. Mathias Richel am 10. Dezember 2007 #

    Martin,

    bei WatchBerlin kannst du das.

    MfG,
    Mathias

  7. Peter am 10. Dezember 2007 #

    Mein altersschwacher Laptop stöhnt und ächzt unter diesem Flashmonster. Schade, vorher hab ich mir da das Eine oder das Andere gerne mal angesehen. In grauer Vorzeit konnte man bei solchen Seiten wenigstens noch eine flashfreie Alternative anklicken, aber das ist wohl auch außer Mode geraten.

  8. Eckhard Rotte am 10. Dezember 2007 #

    Zustimmung, Zustimmung und Zustimmung.
    Was mir am allermeisten auf den Sack geht, sind diese Fensterchen, in denen irgendwie – aber auch tatsächlich nur irgendwie – ein irgendwie funktionierende Scrollfunktion eingebaut wird. Auch hier muss man wieder ein ein kleines Fitzel-Icon an einem mickrigigen Sehschlitz ermausen. Alles, was die Standard-GUI zu bieten hat (proportionaler Scrollbalken, Scrollen mit Tastatur und Maus u.v.a.m. )
    fehlt. Fühlt sich verdammt nach Web 1.0 an.

  9. Gernot am 10. Dezember 2007 #

    Ein weiterer trauriger Aspekt des leider missglückten Flash-Relaunchs ist, dass eine sehr nützliche Funktion fehlt, die es vorher gab: Der Vollbildmodus.

    Ich hätte mir gewünscht, dass ein Relaunch von WatchBerlin eher in die Richtung geht, »echte« Podcasts anzubieten, mit Download für unterwegs. Und vielleicht sogar alternative Formate anbietet, wie H.264 damits auf dem iPod/iPhone klappt. Nix wars. Leider.

  10. Mathias Richel am 10. Dezember 2007 #

    Hallo Gernot,

    schau hier: http://blog.watchberlin.de/index.php/2007/12/09/countdown/

    Vollbild wird es noch im Laufe dieser Woche geben. Downloads nicht anzubieten ist keine technische, sondern eine momentane, redaktionelle Entscheidung, da wir gerade vor eben einer Format entscheidung stehen.

  11. Martin Jacobs am 10. Dezember 2007 #

    @Mathias: das habe ich bemerkt, aber hier ist WatchBerlin leider eine Ausnahme.

  12. Simon Wehr am 10. Dezember 2007 #

    Für mich als Nicht-Webdesigner ist das eine sehr hübsche Seite. Sie braucht zwar etwas lange, bis sie sich denn mal in allen Untermenüs aufgebaut hat, aber mir macht sie auf jeden Fall mehr Spaß als dieses räudige YouTube. Aber ich habe natürlich auch keine Ahnung, weil ich letzlich mit beiden nicht so schrecklich viel anfangen kann.
    Und, Gerrit: Hässlichkeit sollte sich kein Designer erlauben dürfen! Niemals!

  13. Gerrit am 10. Dezember 2007 #

    YouTube mag keine Beautyqueen sein, aber YouTube funktioniert! Und darauf kommt es an. »Design is how it works!« Es geht nicht darum, dass etwas hübsch anzusehen ist, sondern um die Funktionalität. Natürlich ist im Idealfalle beides gegeben, bestes Beispiel wie immer last.fm.

    Aber wenn ich mich für eines von beiden entscheiden müsste, würde ich ohne zu zucken die Variante nehmen, die hässlich aber funktional ist.

  14. Mathias Richel am 10. Dezember 2007 #

    Hallo Gerrit,

    so kann man das sehen, so sehe ich das privat auch, aber (und
    das ist ein großes und entscheidenes ABER):
    Die Menschen, die wir hauptsächlich mit WatchBerlin erreichen, haben ein anderes Internetempfinden als wir. Hier geht es vor allem um Unterhaltung, weniger um Funktionalität. Die meisten unserer Besucher sehen einfach nur das Video (fast 92%) und machen damit gar nichts weiter, nur ein Bruchteil nutzt die »interaktiven« Usabilitytools.
    Denn unterhalten wird man auf dem neuen WatchBerlin ganz bestimmt, denn genau an der Stelle, bei denen »den Entscheidern das Herz bewegt wird«, genau an dieser Stelle zuckt es auch beim »normalen« Zuschauer.
    Und das ist keine WatchBerlin-»Anormalität« – Das ist usus, auch bei großen Videoaggregatoren, wie Youtube (Vergleich: Views zu Kommentaren).

    Wir sehen, dass wir mit dieser Linie Recht haben: Soviel Unterhaltung und erreichte Herzen, bei gleichzeitig soviel Usability wie möglich.

    An beiden Dingen arbeiten wir permanent und wir können noch nicht sagen, dass wir fertig wären. Aber wir sehen, dass wir auf einem guten Weg sind.

    Beste Grüße,
    Mathias

  15. Rubén am 10. Dezember 2007 #

    Die »meisten Benutzer« werden aber dennoch als störend empfinden, dass die Seite nicht sofort da ist sondern erst umständlich lädt und die einzelnen Elemente aufwändig »reingefahren« werden. Außerdem kommt eine seltsame Fehlermeldung, wenn ich auf den Zurück-Button klicke um wieder hier her zu kommen – das vermittelt den Eindruck, dass der Besucher um jeden Preis festgehalten werden soll.

  16. Lars am 10. Dezember 2007 #

    Ich mag reine Flashseiten übrigens auch nicht. Und um mal einen neuen Grund dafür zu bieten, zeige ich einfach mal, wie so eine typische Flashseite bei mir ausschaut :>

    Screenshot

    Mozilla/5.0 (X11; U; Linux i686; en-US; rv:1.8.1.10) Gecko/20071126 Ubuntu/7.10 (gutsy) Firefox/2.0.0.10

    PS: Nicht davon irritieren lassen, dass die Statusbar noch »Übertrage Daten« sagt, ausgeladen siehts genau so aus.

  17. cube am 10. Dezember 2007 #

    Ich sehe das alles nicht so eng und bin tatsächlich der Meinung, dass manche Fullflash-Seiten durchaus ihre Berechtigung im Netz haben. Dazu sieht man sich einfach mal eine Fotografen-Seite aus der Group94-Schmiede an (www.group94.com). Bei guten Flashsites wird an Deeplinking (back-button, feste URL für bestimmte Inhalte), rss, etc. mittlerweile auch gedacht.
    Außerdem glaube ich, dass man sich selbst schlicht und einfach limitiert, wenn man sich neuen Wegen prinzipiell verweigert. Video im Web ist nun mal ganz groß zur Zeit und mit Flash lässt es sich mit Abstand am besten darstellen; warum nicht mal neue Wege mit einer Fullflash-seite gehen, die Zeit wird es zeigen … Aber ich kann dich schon verstehen: Deine Heimat ist liegt nun einmal beim wunderschönem CSS in der Nähe von HTML. ;)

  18. Stefan am 10. Dezember 2007 #

    Ich muss hier Mathias mal unterstützen. Sicher, es gibt viele verfehlte Anwendungen von Flash, meist kann das gleiche, deutlich geschickter in HTML umsetzen. Bei WatchBerlin sehe ich das aber nicht so. Der Hauptzweck dieser Seite ist das Präsentieren von Videos, und die sind nunmal in Flash. Warum nicht also die gesamte Seite in Flash gestalten, damit erreicht man ein stimmiges Erscheinungsbild.

    Anfängliche (kurze) Ladezeiten haben imho kaum Einfluss auf die Nutzerbewertung, man denke nur an die grottenhässlichen Myspaceportale, die 3 Minuten trotz DSL zum Laden brauchen. Trotzdem ist Myspace beliebt.

  19. Michael Aringer am 10. Dezember 2007 #

    Hi,

    ich bin üblicherweise ebenfalls kein Befürworter reiner Flash-Seiten, trotzdem lasse ich mich gerne eines Besseren belehren. Watchberlin scheint mir hier doch aufgepasst zu haben und einige sehr gute Kniffe anzuwenden um Dinge zu vollbringen, die man sonst von Flashseiten eher nicht gewohnt ist. Einige Navigationselemente sind zwar ein bisschen gewöhnungsbedürftig, manches muss sicherlich auch noch weiter durchdacht werden, aber der Weg ist nicht übel.

    Ich habe mir Watchberlin angesehen und bin zum Schluss gekommen, dass es ein interessantes Experiment darstellt, das beste zweier Welten zu verknüpfen oder zumindest zu simulieren. Ich bin mir sicher, dass sich das Problem mit Google mit den nächsten Versionen von Flash verflüchtigen wird, denn Adobe wird kaum umhin kommen, offenere Standards zu verwenden. Alles in Allem sehe ich Flash dennoch eher als Präsentations-Tool, mit dem man maximal Seiteninhalte wie Bilder, Animationen und Videos einbinden sollte.

    Da hier scheinbar auch Entwickler von Watchberlin mitlesen und schreiben wäre meine Frage auch, wie denn die Accessibility dieses Projektes durchdacht wurde?

    Servus, Michael

  20. Pete am 10. Dezember 2007 #

    Um mal Ehrlich zu sein  ….

    »All diese Seiten waren superchic und hip und trendy und haben tolle smoothe Animationen gehabt und wurden in der Page gelobt«

    Ich bin das Web 2.0 gefasel irgendwie leid … genauso wie deinen Sarkasmus zu diesem Thema. Keine Frage Barrierefreiheit ist wichtig aber der Zweck heiligt die Mittel
    pure Information – Klar  … YouTube is fast n Wikipedia
    Wiederverwendbarkeit – ... hat YouTube ne Wiederverwendbarkeit ? oder GoogleVideo ? Oder versteh ich den ansatz Falsch?
    Druckfähigkeit – ganz wichtig …. auf nem Videoportal
    vertrautes Schriftrendering – interessiert im Grunde keine Sau (seine Zielgruppe)
    vertraute Anmutung des Seitenaufbaus – Da kriegste nen Punkt, stört mich selbst
    Permalinks – google: SWFobject
    Browserbuttons – google: SWFobject

    Ich find es übertrieben und unfair mit solchen Argumenten dieses Flashsystem zu befloskeln. Ich finde den Schritt von Mathias mutig und finds in gewisser maßen sogar ne nette Idee, was usability angeht könnt zwar noch hier und da geschraubt werden, aber ich denke mal die Zielgruppe welche er mit der Site ansprechen will, kann er besser ansprechen als mit ner druckerfreundlichen whitespacelastigen blindenoptimierten barrierefreien Web 2.0 Site mit 3 Farben und einem Farbverlauf (weil diese Argumente so wichtig fürn Videoportal sind)
    »Lieber authentische Hässlichkeit als geflashte Parallelwelt.«
    Wenn ein Flashdesigner deine Site bewerten würde, würde etwas kommen wie: deine Site ist nichtmal hässlich, weil kein Design vorhanden ist. Zugegeben dein Design ist für seine Schlichtheit wirklich schön, aber hab auch schon besseres gesehen.

    Entschuldige dass ich jetzt etwas schroff klinge, ich will dich durchaus nicht angreifen vorallem weil ich Stammleser bin. Aber diese Engstirnigkeit was dieses »Web 2.0« Thema angeht find ich einfach übertrieben, man baut Webseiten für Menschen, geb ich dir recht. Aber ist zB 100%ige Barrierefreiheit wichtig für eine Kino Website ? Oder muss ich wirklich die Website eines Autohändlers auf die Bedingungen eines Blinden optimierten ? Man schreibt Webseiten für Zielgruppen, oder denkst du etwa ein Flashdesigner würde sich für deinen Content interessieren ? ;)

  21. Gerrit am 10. Dezember 2007 #

    @Pete: Ich weiß nicht, was Du mit Web2.0-Gefasel meinst. Und das Thema Barrierefreiheit habe ich auch nicht angeschnitten. Und meine eigene Website steht hier auch nicht zur Diskussion.

    Zum Thema: Ich bin nicht grundsätzlich engstirnig und gegen Flash, sondern ganz im Gegenteil ein großer Fan von Flash, wenn es darum geht Videos anzuzeigen oder Animationen oder Diagramme oder andere Visualisierungen darzustellen.

    Ich halte nur das künstliche Verzögern der Informationsaufnahme durch Animationen oder Splashpages für großen Bullshit! Und ich denke, dass es der falsche Weg ist, wenn man Permalinks und Browserbuttons durch irgendwelche JavaScript-Hacks nachträglich in die Flashsite hineinhackt. Das Argument mit der Schriftglättung m. E. ein ganz erhebliches: Man ist im Netz auf bestimmte Darstellungsformen und Konventionen kalibriert, die mit Flash einfach komplett über den Haufen geschmissen werden.

    Klar, es ist immer leicht, Usability-Bedenkenträgern Konservativismus vorzuwerfen. Aber ich weigere mich einfach zu glauben, dass es Zufall sein soll, dass sich niemals in der Geschichte des Webs eine reine Flashsite wirklich zu einem massentauglichen und beliebten Portal entwickelt hat. Es hat genug Versuche gegeben, die allesamt nicht funktioniert haben. Und wenn ich mir den neusten Versuch der New York Times angucke, wird sich daran auch erstmal nichts ändern.

    Ich wünsche watchberlin wirklich alles Gute und viel Erfolg mit dne tollen Inhalten, bin aber absolut nicht überzeugt von der Präsentationsform!

  22. mike am 10. Dezember 2007 #

    Pete, das Problem sitzt viel tiefer, nämlich in der Unkenntnis der Technologien, die auch Du hier so eindrucksvoll vorführst. Eine barrierefreie Seite muss eben nicht aus: »ner druckerfreundlichen whitespacelastigen blindenoptimierten barrierefreien Web 2.0 Site mit 3 Farben und einem Farbverlauf« bestehen, es gibt Unmengen »bunte« in ansprechendem Design gestaltete Webseiten, die nahe 100% alle Ansprüche erfüllen. Flash kann das nicht.
    In dem Fall muss ich auch Gerrit »widersprechen«, aber aus einer anderen Ecke: zugängliche Seiten müssen nicht »hässlich« sein (wobei ich davon ausgehe, dass es nicht so gemeint, sondern eher bildlich gesprochen sein sollte).

  23. Jürgen am 10. Dezember 2007 #

    Man mag sich streiten, ob schlecht programmierte Full-Flash-Sites eine Daseinsberechtigung haben. Watchberlin.de hingegen ist eine sauber programmierte, erstaunlich schnell ladende und sehr schön anzusehende Site. Dass manche Menschen Nachteile von Full-Flash-Sites direkt auf Watchberlin.de anwenden, ohne diese weitgehend getestet zu haben (z.B. die angeblich fehlende Rücksprungmöglichkeit über den Zurück-Button des Browsers), finde ich schade und unangemessene Kritik.

  24. Stephan am 10. Dezember 2007 #

    @Gerrit -> Javascript-Hacks sind ehr ein Zeichen dafür, dass der momentane Standard in die Jahre kommt und den Ansprüchen einfach nicht mehr gerecht wird. Der Browser-Backbutton kommt aus einer Zeit, in der es keine Tabs in den Browsern gab, Ajax die letzte Rettung für den Herd war und das Internet nichts anderes als ein sehr großer Karteikartenschrank.
    Ich rufe hier mal die »onHistoryBack=function(){undo();};« Bewegung aus.
    Schriftenglättung findet heute doch überall statt, oder was meinst du?

  25. igor am 10. Dezember 2007 #

    watchberlin hatte mich schon verloren, als dort kein rss-feed für die oliver-gehrs-kolumne angeboten wurde.
    in ganz-flash schaue ich das erst recht nicht an.

  26. Funbug am 10. Dezember 2007 #

    Bei mir hat die Seite knapp eine Minute geladen. Danach ruckelte eine Animation ins Bild. Dann noch eine. Und nach weiteren 30 Sekunden noch eine.

    Verdammt, mein PC zu Hause ist einfach zu alt.

  27. Mathias Richel am 10. Dezember 2007 #

    Igor, versuche es doch einmal damit: http://www.watchberlin.de/watchberlin/content/2620?view=rss

  28. Jens am 10. Dezember 2007 #

    Als ich stimme teilweise zu, aber muss sagen, watschberlin ist echt gut gemacht, geht schnell und funktioniert einwandfrei und das bei dem lamen amerikanischen Internet. Ich finde ab und zu kann man schon ne Flashwebsite machen. Und junge hippe Leute haben ja auch alle Flash.

  29. polarity am 10. Dezember 2007 #

    beatport is auch so ein kandidat. und das is auch nochn shop. total furchtbar, aber anscheinend haben sie erfolg. was sich aber überwiegend auf den content begründet. nunja

  30. RaiseHell am 10. Dezember 2007 #

    Seiten komplett im Flash-Gewand sind toll.
    Mit meinem AMD Athlon 1,4 GHz, mit dem es sich sonst eigentlich nach wie vor, trotz mehreren Jahren auf dem Buckel, immer noch recht angenehm arbeiten lässt, erspar ich mir bei solchen Seiten nämlich das Aufstellen des Dia-Projektors.
    Schon allein deshalb sind solche Seiten ein »thanks, but no, thanks« für mich. Gott sei Dank setzen sich derartige Modeerscheinungen nicht durch, sonst müsste man allein deshalb schon alle 2 Jahre einen neuen PC kaufen.

    Oder um es anders zu sagen: In den Kommentaren hier wurde der interessante Content von WatchBerlin angesprochen. Als HTML hätte ich sicher mal gestöbert, aber durch die Umsetzung mittels Flash vergeht mir die Lust und war froh, als der Tab zu war und die CPU-Auslastung wieder unten.

    Außerdem, warum muss man sich eigentlich seine Zeit von diesen unnötigen Animationen und Effekten stehlen lassen? Beim ersten mal ja lustig anzusehen, aber ab dem zweiten mal nervt’s dann schon.

  31. Pete am 11. Dezember 2007 #

    @mike »die auch Du hier so eindrucksvoll vorführst.Eine barrierefreie Seite muss eben nicht aus: »ner druckerfreundlichen whitespacelastigen blindenoptimierten barrierefreien Web 2.0 Site mit 3 Farben und einem Farbverlauf« bestehen«

    Ich bezog mich dabei auf die Argumente von Gerrit (zugegeben etwas überspitzt und sarkastisch – genauso wie er Watchberlin beurteilt hat), die in dem gebrachten Beispiel gerade, praktisch nicht gegeben sind, ich bin kein Feind von Standartkonformen HTML – ganz im Gegenteil, ich krieg selbst immer Magenschmerzen wenn bei uns ein Kunde vor der Tür steht und meint FullFlash wäre die perfekte »Präsentationsform« für seine Firma – aber jeder muss nunmal akzeptieren – und seiens von mir aus die Webkrauts – Eine Website muss Zielgruppen (Kunden) ansprechen und nicht fremde Webdesigner (sagen wir mal »eingeweihte«) zufrieden stellen – da kommt man an Flash nicht vorbei.

    @gerrit: Und ich denke, dass es der falsche Weg ist, wenn man Permalinks und Browserbuttons durch irgendwelche JavaScript-Hacks nachträglich in die Flashsite hineinhackt.

    Der Weg dahinter ist nicht eine Website userunfreundlicher zu gestalten sondern Massentauglicher, Flash ist ein gutes Medium um Massen anzusprechen – der 0815 Internet User will unterhalten werden und sieht das Internet nunmal nicht Hauptsächlich als Informations oder Textplattform sondern dank Leuten wie derBauer oder anderen »Künstlern« eher als »Fernseh/Kinoplattform« (mittlerweile). Flashseiten durch Javascript Hacks »Userfreundlicher« zu gestalten ist nicht der Fehler der Designer sondern der Fehler von Adobe (bzw. früher Macromedia) nicht an solche Dinge vorher gedacht zu haben. Der Zweck heiligt die Mittel wie gesagt.

    Man ist im Netz auf bestimmte Darstellungsformen und Konventionen kalibriert, die mit Flash einfach komplett über den Haufen geschmissen werden.

    Kommt auf die Zielgruppe drauf an. Der 0815 User kommt allein schon wegen dem klickibunti Effekt wieder. Warum glaubst du zB ist UbuntuLinux seit der sehr guten XGL einbindungung, und den guten 3D Treibern so beliebt ? Zufall ? Den interessiert keine Typografie oder dass er 0,5 Sekunden auf den Effekt warten muss – der würde für den Effekt sogar zahlen.

    Klar, es ist immer leicht, Usability-Bedenkenträgern Konservativismus vorzuwerfen.

    ganz und gar nicht – Flash ist mir zu 90% auch zuwider – ich finds nur etwas traurig den wirklich sehr guten Versuch und die Idee von den Jungs mit sarkasmus und ironie zu zerstören. Vorallem weil das Teil da im gegensatz zu vielen andren FullFlash Portalen Potential hat – und dass auf eine gute FullFlash site ca 30 schlechte kommen, wissen wir alle – nur wirds in keinem räusper »Standartkonformerwebdesignerübergottblog« speziell bei SOLCHEN Themen gewürdigt – sondern mit Füßen getreten.

  32. Gerrit am 11. Dezember 2007 #

    der 0815 Internet User will unterhalten werden und sieht das Internet nunmal nicht Hauptsächlich als Informations oder Textplattform sondern dank Leuten wie derBauer oder anderen »Künstlern« eher als »Fernseh/Kinoplattform« (mittlerweile).

    Das glaube ich nicht. Wenn man die Inhalte unbedingt haben möchte, dann nimmt man das Gezappel und die zeitfressenden Animationen vielleicht in Kauf. Aber besser wird’s dadurch nicht. Als ich mir das Impressum von watchberlin angeguckt habe, habe ich entdeckt, dass da beim Scrollen (Scrollrad geht natürlich nicht), ein Verwischungseffekt aktiv wird. Was für eine Scheiße ist das denn? Und genau diese Art von sinnloser Effekthascherei prangere ich an. Oder dass ich nach einem Klick auf ein Videothumb immer 4 Sekunden warten muss, bis dann mal der Bildschirm ins Bild huscht und der Film losgehen kann. Es nervt und ist unnötig. Die Website ist das Medium für die Inhalte, sowie das Fernsehgerät das Medium für die konventionellen TV-Inhalte ist. Hast Du in den letzten 50 Jahren besonders viele Fernseher gesehen, die in schrillen Farben oder mit lustigen blinkenden Lichtern geschmückt sind? Mein, Fernsehgeräte sind schlicht und einfach designed, damit man sich auf die Inhalte konzentrieren kann. Und so müssen Websites auch sein, wenn man die Inhalte in den Vordergrund stellen möchte. Und das möchte watchberlin doch, oder?

  33. Simon Wehr am 11. Dezember 2007 #

    Kann es sein, dass hier nicht zwischen Tageszeitung und Illustrierter unterschieden wird? Ich finde es immer recht spannend, wenn Leute sagen DAS Web IST ... Nein, Papier ist auch nicht DAS Medium FÜR  … Es gibt klickibunti-Websites die echt Spaß machen und – nunja nur auf DSL 6000 mit aktuellen Rechnern laufen. Und es gibt Tageszeitungen die (bis vor kurzem) keine Fotos – und schon gar nicht in Farbe! auf der Titelseite dulden. Komplett verschiedene Ansätze! Warum wohl sieht die Brigitte anders aus als die FAZ? Und warum wohl ist google so schlank und – mit Verlaub: hässlich! und die ganzen Auto-Websites bis zum Rand hin zugeflasht?

    Es geht um verschiedene Wahrnehmungen. Und eben verschiedene Empfindungen. Beim Mac gibt es ständig solche Effekte, die das Empfinden der Maschine angenehmer machen. Manche sind auch überflüssig, aber ich finde es schon richtig, dass Exposee, Dashboard etc. sanft einblenden und nicht einfach ins Bild springen. Ist das jetzt Scheiße oder ist das angenehm in den Augen? Wenn man bei Reason am Fenster wackelt und im Rack die Kabel schaukeln: Ist das Scheiße oder einfach ein Spaß?
    Und zum Fernseher-Vergleich: Welcher Computer Monitor ist den mit bunten Lichtern geschmückt? Das Fernsehprogramm selbst flickert und blinkert ohne Ende (selbst auf arte!).

  34. Tobias am 11. Dezember 2007 #

    Jetzt davon abgesehen das mir reine Flash Seiten aus den schon oft genannten Gründen zuwider sind – Was mich beim Relaunch wirklich gestört hat ist das man einfach mal alle Funktionen der alten Seite abgestellt hat. Mein Bookmark – 500er Fehler. Meine mühsam zusammen gesuchten RSS Feed’s – gehen nicht mehr.

    Echt mal, wenn man die Stammbesucher behalten will dann darf man so was nicht machen. Die Feeds sind bis heute nicht im Reader weil ich einfach keine Lust hatte sie mir neu zusammen zu suchen.

    Mir geht es im wesentlichen um die, wohl gemerkt qualitativ hochwertigen, Inhalte. Das Drumherum ist wir relativ gleich. Ich möchte im Reader die Überschrift und eine Beschreibung sehen, bei gefallen auf den Link klicken und dann das Video sehen. Ohne superdolle Einblende-Effekte und im Vollbild.

    Alles in allem ist die neue Seite für eine reine Flash Seite sehr gelungen. Was mich mal interessieren würde ist warum die Videos über Anker angesteuert werden? Jetzt mal abgesehen davon das Google sich da mit der Indexierung schwer tun wird, semantisch ist das doch für die Katz, oder? Ich meine mit Ankern steuert man doch verschiedene Punkte auf einer Seite an.

  35. Gerrit am 11. Dezember 2007 #

    Was mich mal interessieren würde ist warum die Videos über Anker angesteuert werden? Weil dies die einfachste Möglichkeit der Parameterübergabe ist, die zwischen URL und Flashanwendung besteht. Du kannst keinen echten Verzeichnis-Ordner verändern, weil dann sofort der Browser versucht, eine neue Seite aufzurufen und die Flashanwendung würde beendet. Somit versucht der Browser nur, eine ID anzuspringen, die es nicht gibt und es passiert gar nichts. Die Flashanwendung hingegen liest die URL per JavaScript aus und stellt dann den entsprechenden Film dar.

    Es ist ein ziemlich kruder Hack, wie ich schon sagte.

  36. Tobias am 11. Dezember 2007 #

    Ok, das wusste ich nicht. Sollte mir mal irgend wann zumindest die Grundlagen von Flash reinpfeifen ;-). Klingt auf jeden Fall verständlich. Macht reine Flash Seiten damit, zumindest für mich, noch unsympathischer.

    Ich sehe da auch keinen wirklichen Nutzen da der User es doch gewöhnt ist das sich die Seite neu lädt. Seit dem die Frames abgeschafft sind ist das Prinzip doch Link klicken —> die ganze Seite lädt neu. Vielleicht nicht die schönste Methode aber auf jeden Fall in den Köpfen verankert. Ich wage mal zu behaupten das es den User eher verwirrt wenn sie es nicht tut.

  37. Gerrit am 11. Dezember 2007 #

    @Tobias: Das sind nicht mehr die Grundlagen von Flash, sondern eher die erweiterten Methoden der Kommunikation zwischen Browser, JavaScript und Flash. Man kann da viel tricksen. Das macht auch Spaß! Aber man kann’s auch einfacher haben :-)

  38. Tobias am 11. Dezember 2007 #

    Hört sich nach viel Spielerei an. Interessant  …

    Das die auch immer so umständliche Methoden bauen müssen um das zu erreichen was sie mit ganz normalen HTML Seiten ohne Probleme erreichen könnten. Den armen Anker so zu missbrauchen. Dann lieber eine normale Verzeichnisstruktur und mit den Reloads leben oder einfach nicht die URL ändern und einen »Permallink« Button einbauen.

    Aber für Otto-Normal-User ist das wohl die beste Methode da er einfach die URL kopieren kann. Unschön aber Idiotensicher.

  39. Bishnoi am 11. Dezember 2007 #

    Was auch sehr unschön ist: Die Texte zu den Videos brechen in der ersten Ansicht nach einigen wenigen Buchstaben ab. Dann steht da Zeug wie »Peter Lardong ist Erfinder skurriler Ge« und »Im Mai 1933 wurden auf dem Berliner August-«.

    Was soll das? Entweder kürzer texten oder mehr Platz für Text schaffen. So geht das jedenfalls nicht.

  40. matze am 11. Dezember 2007 #

    Scrollrad geht natürlich nicht
    geht bei mac und flash nie – trotz korrekt programmierter handler. blame macromedia (nicht adobe, das ist schon immer ein bug)

  41. nikosch am 11. Dezember 2007 #

    Hier wurde ja schon vieles gesagt. WatchBerlin ist im Vergleich zu den oben genannten Seiten Beatport oder NYTimes schon recht gelungen und ansehlich. Schlichtweg ihrer Übersichtlichkeit halber. Aber dieses Geflirre und Gehasche bei jeder Buttonüberquerung, das Gefliege und Buchstabendurchlaufen bei jedem Klick – das geht einem in der Tat nach drei Aktionen gründlich auf die  … . Weichgespült und abgerundet. Dort, wo Flash echte Vorteile ausspielen könnte – bei Fließtexten – ists dann ganz vorbei mit lustig. Anstrengende Wischeffekte, 5 km Scrollen, um die letzten beiden Zeilen lesen zu können, alles ist so un-intuitiv. Damit wird das Fehlen einer absoluen Grundlage zum Fullflash Manko: direkte Nutzerinteraktion. Ein Klick = eine Aktion, nicht die Matrix, nicht Minority Report.

    Die Geschichte mit den Ankern geht m.E. voll in Ordnung. Manchmal muß man eben zur Verfügung stehende Möglichkeiten nutzen. Nichts anderes passiert bei dynamischen Wesites. Da geht man sogar noch einen Schritt weiter und imitiert mit mod_rewrite das alte Verzeichnis-in-URL Prinzip, um hinterrücks doch alles über einen Frontcontroller auszuliefern.

  42. Marion am 12. Dezember 2007 #

    Die neue Watch-Berlin Website ist komplett zum Kotzen. Ein Bekannter von mir ist dort Video-Kolumnist, und die Abrufe seiner Videos sind um 80% zurückgegangen. Und als profesioneller Dipl. Des. sage ich auch: Das Design ist mies. Die Videos werden aufgeblasen, und sehen pixelig aus. Und das ist bei weitem nicht Alles, was Scheisse aussieht.
    Also, her mit der alten Seite, dem liebevollen oldschool HTML.

  43. mutilated bimbo am 12. Dezember 2007 #

    Welch emotionsgeladene Diskussion … ich lese hier Ausdrücke wie bullshit und Entgleisungen wie [...] Was für eine Scheiße ist das denn? [...] Lieber Webseitenbetreiber, wollen wir nicht sachlich bleiben?
    Jede Methode / Vorgehensweise hat ihr eigenes Zielgebiet und ihre eigene Daseinsberechtigung. Es gibt keinen Grund, alle websites in der selben Uniform marschieren zu lassen.

    Auch ein Herr Dipl.-Designer sollte nicht auf Dingen herum hacken, die nicht den persönlichen Vorstellungen einer besseren Welt entsprechen. Eine fachliche Qualifikation ist eine gute Vorausetzung für eine anspruchsvolle Aufgabe, aber keine Bedingung oder Heiligsprechung.

    Btw … Jeder kann sich irren – auch in seinen tiefsten Überzeugungen. Wer den Hals zu fest zwischen den Schultern trägt, kann nicht mehr zur Seite schauen :-p

  44. Florian K. am 12. Dezember 2007 #

    ...schön gesagt.
    ich vertrete auch die meinung, dass es für beide möglichkeiten gleich starke argumente gibt.
    WO IST DAS PROBLEM FÜR ALLES OFFEN ZU SEIN und für die anwendung die möglichkeiten abzuwägen??? diese diskussion wäre im keim erstickt wenn sich die verantwortlichen TATSÄCHLICH gedanken machen würden.

    IHR LEGT EUCH DAMIT SELBER STEINE IN DEN WEG!!!

    Gruß flo

  45. Dan Arkway am 12. Dezember 2007 #

    Flash ist meist ein bunt-blickender Werbeflyer, wenn man das will – okay. Gewoehnt man Flash aber alles nervige ab, geht es auch mit HTML & etwas JS.

    Hier geht es ja um eine youtube-Clone Film Seite, da macht inline-flash-video mangels stabiler Alternativen ja noch Sinn. Aber alles in Flash? Und dann ohne Verbesserung der Bedinbarkeit?

    Letztendlich sollte man bei Webseiten den User respektieren und ihm soviel Kontrolle ueber den Content geben wie moeglich. Das geht bei Flash nicht. Schon das Speichern und Ausdrucken von Inhalten ist so eine Qual. Die fiesen mandatory Vorgaben des Plugins, die meist unnoetige Ressourcenverschwendung, sowie die Sicherheitsaspekte will ich hier am Rande als sehr stoerend erwaehnen.

    Ehrlich gesagt bin ich mittlerweile aus Sicherheits- und Usabilitygruenden fuer ein abgespecktes HTML Subset, dass wieder sicheres und »sebstbestimmtes« browsen ermoeglicht. Dies koennte ein Qualitaetsmerkmal wie SSL werden. Habe bei meinen Weihnachtseinkaeufen im Netz wieder schlimme Dinge gesehen.

  46. Tim Neugebauer am 12. Dezember 2007 #

    Da bin ich gerade dabei die Kommentare zu dieser spannenden Flash-vs.-HTML-Page Geschichte zu lesen und mir eine Meinung zu bilden und just in diesem Moment zeigt mir meine Freundin voller Begeisterung die Website http://www.athlete.mu/. Alles Flash, alles bunt, alles Effekt-beladen.

    Was sagt mir das: Man darf als Webdesigner nicht immer von seiner Meinung ausgehen und sein technischen Verständnis zu Grunde legen. Gut ist was gefällt und das hängt nun mal von der Zeilgruppe ab. Die Nachteile kompletter Flashsites sehe ich ebenfalls und wenn es nach mir ginge würde es sowas wohl auch nicht geben. Aber es geht eben nicht um meine Sicht der Dinge, sondern um vielfältige Anwendungsszenarien und Geschmäcker. Und bei Videoportalen wie Watchberlin sollte auch der größte Hobby-Usability-Guru mal ein Auge zudrücken …

  47. Harald am 12. Dezember 2007 #

    Die Einblendeffekte sind wirklich nervend. Warum muss ich denn warten, um ein Video zu sehen? Bei Youtube geht es sofort los, und zwischendurch kann ich auch in den Kommentaren surfen, während das Video läuft. Die Navigation ist schon etwas flotter, auch wenn die Schrift zu klein ist. Etwas später und etwas angeheitert dürfte es schwierig werden, Freunden mal schnell ein tolles Video zu zeigen.

    Gegen Design ist nichts einzuwenden, muss ja nicht alles so eine graue Maus wie Youtube und Google-Video sein. Doch das geschiebe und gehuppel ist wirklich etwas viel. Bis das Video erscheint, hab ich das Interesse bereits verloren.

    Zurück geht auch mit der Browserfunktion, aber wenn ein Video läuft, habe ich keinen Button, mit dem es zurück geht.

    Ich stehe auf dem Standpunkt, dass es mit HTML besser gewesen wäre. Und Videoseiten sollten auch ruhig barrierearm sein. Warum darf ich die Seite nicht mit der Tastatur bedienen? Warum soll ein Sehbehinderter kein Video aufrufen? Warum kann ich die Schriftgrößen nicht skalieren?

    Grüße an den Kulturterroristen.

  48. Ex-Stammleser am 13. Dezember 2007 #

    Es reicht! Die Arroganz dieses Blogs überblendet zunehmend dessen vormals lesenswerte Inhalte.

    Kein Aß interessiert das überhebliche Geplapper eines Bloggers, der von sich selbst in der dritten Person redet.

    Lieber Gerrit: Übermut tut selten gut.

    Genug ist genug: Ein Stammleser weniger! Adieu.

  49. Gerrit am 13. Dezember 2007 #

    Danke für die vielen treuen Jahre als Stammleser. Wenn Du das hier liest, bist Du Deinen Grundsätzen schon wieder untreu geworden. Oder hast es Dir anders überlegt, was mich freuen würde.

    Hat sonst noch jemand was gegen provokante Meinungen? Dann ist er hier vielleicht doch falsch aufgehoben. Ich bin meinungsfreudig. Und solange wir nicht im Pluralis majestatis reden, hält sich das mit der Arroganz in Grenzen, eh?

  50. frerk am 14. Dezember 2007 #

    ein neuer stammleser mehr, für den es bei diesem thema noch polemischer sein könnte. bei diesem thema sind harte bandagen der überzeugungsarbeit angesagt. es gibt zu viele schlechte websites, und zu viele schlechte technik.

  51. Timur am 14. Dezember 2007 #

    naja das hört sich echt nach sehr viel spielerei an.

  52. elfprlef am 15. Dezember 2007 #

    qvuixm yfhtjibvrkvq, [url=http://ibtrpumcjrwa.com/]ibtrpumcjrwa[/url], [link=http://xqqfmqhoqhex.com/]xqqfmqhoqhex[/link], http://zduyyrwgfqdq.com/

  53. Wilken am 1. September 2012 #

    Hm, entweder der Link oben stimmt nicht, oder ich werde mit iPad (mangels Flash – juhuu) woanders hingeleitet?

  54. Wilken am 1. September 2012 #

    Ah. Jetzt erst fällt mir das Artikeldatum auf. Alles klar!

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