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Gerrit, 15.10.2006

Nachträgliche Autorenkorrektur (oder: Mein erster c’t-Artikel)

Da ich jetzt schon zwei E-Mails zum Thema bekommen habe: Ja, ich weiß, dass in der aktuellen c’t meine Portraits freier Schriften erwähnt werden. Das könnte damit zusammenhängen, dass ich den vierseitigen Artikel selber geschrieben habe – und ein bisschen Eigenwerbung hat ja noch niemandem geschadet, richtig?

Computerzeitschriften haben ja immer so putzige Erscheinungsdaten: Eigentlich ist die aktuelle Ausgabe vom 16. Oktober. Ich konnte sie aber schon am gestrigen Samstag, den 14. Oktober im REWE kaufen (Jetzt muss ich wenigstens nie mehr nachdenken, ob es der miniMAL oder der HL-Markt ist.) Mein Belegexemplar kommt dann vielleicht auch noch diese Woche.

Ich bin an sich ganz happy mit der Form, wie der Artikel letztlich erschienen ist. Es geht um freie Schriften im Netz, wo man sie bekommt, woran man die hochqualitativeren Exemplare erkennt, und warum man manchmal doch besser einen Font einfach kauft. Der gesamte Text wurde nochmal durch eine recht engagierte redaktionelle Bearbeitung geschleust, die ihm an einer bestimmten Stelle gar nicht gut bekommen ist:

Kapitälchen sind natürlich keine Großbuchstaben für den Artikelanfang! Das hatte ich in der letzten Autorenkorrektur auch ganz klar angemerkt. Der korrekte Satz müsste also heißen:

Zusätzlich gibt es eigene Varianten für »echte« Kapitälchen, also verkleinerte Großbuchstaben, die jedoch nicht durch geometrische Skalierung gebildet, sondern von Hand neu gezeichnet wurden, um sich besser ins Schriftbild einzufügen.

Ein zweiter kleiner Fauxpax hat sich in der Vergleichsdarstellung der »Antique Olive« mit ihrem Plagiat »Incised 901« eingeschlichen. Diesmal mea culpa, Anfängerfehler: Ich hatte vergessen, im EPS die Glyphen in Pfade umzuwandeln, so dass die eigentlich sehr subtile Abweichung in der Darstellung recht heftig ausfällt.

Und wem das alles nichts sagt, sollte sich einfach mal die neue c’t kaufen, in dem sich neben meinem Artikel noch zwei anderen recht lohnenswerte Artikel zum Thema Fonts befinden. Also: Kaufen! Marsch, Marsch!

P.S.: Leider wurde mein genialer Kalauer nicht vollständig übernommen. Punkte sammeln statt Punkte gut machen. Immerhin ;-)

26 Kommentare

  1. Gerrit am 15. Oktober 2006 #

    Großbuchstaben für den Artikelanfang! sind Initialen!

  2. Gernot am 15. Oktober 2006 #

    Na denn nochmal Gratulation zum c’t-Artikel! Jetzt werd ich mir die zum ersten mal kaufen, seitdem ich sie vor 2,5 Jahren abbestellt habe ;-)

  3. Eric am 15. Oktober 2006 #

    Da schau ich doch auch mal rein … wobei hier in Österreich ja deutsche Zeitschriften immer so teuer sind, da darf ich dann bestimmt 3,20 Euro berappen …

  4. Opa erzählt vom Krieg am 15. Oktober 2006 #

    Geht immer noch schlimmer – einer meiner ersten c’t-Artikel (ich glaube es ging um Flash 3 oder so) erschien just in der Ausgabe, als vom 4-Wochen-Rythmus auf 14-tägig umgestellt wurde. Da ging so viel schief dass es kaum auffiel, dass alle Umlaute irgendwie versaubeutelt waren.
    Anyway, Glückwünsche, da muss ich ja glatt morgen zur Tanke …

  5. Nathanael am 16. Oktober 2006 #

    Jo, morgen wird sich das Ding auch hier geholt.

  6. Jesus Presley am 16. Oktober 2006 #

    Glückwunsch, und wenn ich 1&1 zusammenzähle, erhalte ich demnächst ein Belegexemplar.

  7. Joerg am 16. Oktober 2006 #

    Da Du oben Rewe und Co. erwähnst hätte mich mal Deine Profesionelle Meinung zu deren Logo interesiert.

  8. Heiko am 16. Oktober 2006 #

    Hab’ ihn gerade gelesen Gerrit. Sehr ausführlich ( immerhin 4 Seiten ) und absolut lesenswert. Ein grosses Kompliment an den Autor!

  9. Crissi am 16. Oktober 2006 #

    was ich mich schon immer frage bei c’t-Artikeln: werden die sprachlich stark aneinander angeglichen? Ich meine, wird der sprachliche Stil des jeweiligen Autors übernommen oder überarbeitet?

  10. Gerrit am 16. Oktober 2006 #

    Da wurde schon an vielen Formulierungen gefeilt, allerdings klingt es immer noch wie ich, d. h. ich habe mich in dem neuen Text schon noch wiedergefunden und konnte mich damit identifizieren.

  11. Gerrit am 16. Oktober 2006 #

    @Joerg: Professionelle Meinung, wie? Naja, ich bin ja nicht so der Markenstratege. Das Logo an sich ist ja nicht gerade aufregend oder raffiniert, aber mir gefällt das gesamte Erscheinungsbild, vor allem die kräftige und kosequent genutzte Farbe rot, sowie diese neckische Welle als visuelles Gestaltungselement. Die erinnert an die Form von Preisschildern und das ist ein gelungener Kunstgriff. Die Markenstrategie »Vereinheitlichung« war längst überfällig – eine Flurbereinigung, die man braucht, um gegen die Konkurrenz der Discounter anzustinken, ohne sich selbst zu zerfleischen: Penny gehört ja auch zur Rewe-Gruppe, hat aber das Redesign natürlich nicht mitgemacht :-)

  12. Roman am 16. Oktober 2006 #

    Hatte den Artikel zunächst überblättert, weil ich dachte, das Thema ist doch ein alter Hut, das hat doch der Gerrit schon vor langer Zeit behandelt – ohne zu merken, wer der Autor des Artikels ist ;-)

    Habe den Text natürlich mittlerweile gelesen und fand ihn sehr lesenswert. Sehr schön ist der wirklich unterhaltsame Stil, fast wie man es von praegnanz.de her gewöhnt ist. (Nur die winzige Kleinigkeit, gleich zweimal die Monster-Metapher zu bemühen – »Monsterverzeichnisse«, »Monsterfamilie« – fand ich ein kleines bisschen ungeschickt, aber das nur am Rande  …)

    Interessant zu wissen wäre, wie du an den »Job« gekommen bist – fand ein c’t-Redakteur deine Schriftportraits so toll, dass er dich engagiert hat, oder bist du auf c’t zugegangen und hast deine Schriftkenntnisse angepriesen?

  13. Perun am 16. Oktober 2006 #

    Hallo Gerrit,
    herzlichen Glückwunsch und ich wünsche dir viele weitere Zeitungsartikel. Vorausgesetzt du willst es überhaupt.

    Ich habe als noch immer c’t-Abonennt dein Artikel sofort gelsen, aber nicht auf den Namen des Autors geachtet und als ich dann deine Url und die von Vitaly gesehen habe, dachte ich »cool, der Typ hat Ahnung« :-)

  14. Markus Stefan am 16. Oktober 2006 #

    Da kann man wirklich nur gratulieren – super Sache!

  15. Karsten am 16. Oktober 2006 #

    Von mir auch einen herzlichen Glückwunsch. Mir ging es ähnlich wie einigen anderen hier. Nachdem ich die erste Seite gelesen hatte, wollte ich schon fast eine Email an Dich schreiben, aber ich dachte mir »Schau lieber nochmal nach, vielleicht hat er ja am Artikel mitgewirkt«.

  16. Konstantin am 17. Oktober 2006 #

    Und gleich noch ein Fehler: Im zweiten Absatz steht »Femdsprachliche« statt »Fremdsprachliche«. Da hat der Korrektor wieder geschlampt.

  17. Manuel Maisch am 18. Oktober 2006 #

    ok , ich werde mir wegen dir die c’t kaufen. ;-)
    was kostet die in der schweiz? wird wohl nicht im macwelt-bereich von CHF 11.80 liegen :D

    gruss

  18. Eric am 20. Oktober 2006 #

    Manuel: CHF 5.90

    Zum Artikel selbst: Toll geschrieben, klare Beispiele, wahrscheinlich auch für Laien verständlich und ein bisschen Comic-Sans-Bashing, was will man mehr?

  19. Sascha am 21. Oktober 2006 #

    Gerrit everywhere :-) Anna zeigte ich erst vor ein paar Tagen den Beitrag mit Dir im Frizz-Magazin, Ausgabe September, dann finde ich per Zufall Deinen Audio-Blogg bei Doppelklicker.de und dann noch heute in der c´t. (In welcher Zeitschrift wurde auch noch gleich Deine Diplomarbeit behandelt? Internet Professionell?) Nicht schlecht :-) Weiter so … Gruß, Sascha

  20. Gerrit am 22. Oktober 2006 #

    Über Frizz wusste ich gar nichts. Worüber ging das thematisch und wie umfangreich war die Erwähnung?

  21. Sascha am 22. Oktober 2006 #

    Habe das Magazin eben nochmals rausgesucht. Überschrift war »Schöne neue Medienwelt – Auf die Ohren: Podcast«. Der Artikel ging über 1 1/2 Seiten. Dein Bild erscheint im Zusammenhang mit der ersten Mainzer Bloglesung. Wie ich eben feststellte, wurde zwar Dein Bild genutzt, jedoch erfolgte keine Erwähnung (namentlich u./o. URL-technisch). Ich schicke Dir den Artikel einfach mal per Briefpost.

  22. Sascha am 22. Oktober 2006 #

    Nachtrag: Unglaublich! Soeben die Internet World Business aufgeschlagen, S.22 ist eine Top-Blog-Liste zu ersehen. Platz 15 http://praegnanz.de. Im Artikel erwähnt auch die Quelle: http://www.deutscheblogcharts.de/ Laut dieser ist praegnanz.de schon auf Platz 13.

  23. Gerrit am 22. Oktober 2006 #

    Naja, die Bloglesung ist ja nun schon einige Monate her, und die Deutschen Blogcharts gibt es auch schon seit Anfang des Jahres. Nur weil Du das alles auf einmal entdeckst, passiert es nicht automatisch alles auf einmal, wie ;-)

  24. Gerrit am 22. Oktober 2006 #

    Trotzdem danke für’s Nachgucken! Leider funktionieren die Offline-Trackbacks noch immer nur manuell ;-)

  25. Vitaly Friedman am 25. Oktober 2006 #

    Hat mir gefallen :)
    Eine Frage noch zu c’t. Wie läuft das eigentlich? Wie wird man zu einem Autor? Genügt es eine E-Mail zu schreiben, oder muss das schon ein ordentlicher Brief sein …? ;) Ein Beitrag darüber wäre aber auch lesenswert ;)

  26. Gerrit am 25. Oktober 2006 #

    Der Beitrag würde recht kurz ausfallen. Man wird per E-Mail von der Redakteurin angeschrieben und dann bespricht man am Telefon die Details. Und dann schreibt man :) Zwischendurch flattert der Autorenvertrag ins Haus und irgendwann nach Veröffentlichung kriegt man das Geld. Ich muss mal kurz auf hvb.de gucken  … ;-)

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