praegnanz.de büro für intervernetzte medien

Gerrit, 25.10.2006

Falsche Freunde

Bitte-bitte-bitte, nicht mehr folgende Fehler machen, liebe Web-Menschen!

englisch deutsch deutsch falsch!!!
standard Standard Standart
gallery Galerie Gallerie
calendar Kalender Kalendar
web server Webserver oder Web-Server Web Server
content management system Content-Management-System Content Management System
address Adresse Addresse
Sylvester Stallone Silvester Sylvester
... ... ...

... wird fortgeführt!

90 Kommentare

  1. Michael R. am 25. Oktober 2006 #

    Danke Gerrit, gegen Standart kämpfe ich auch schon lange verbissen wie verbittert! Interessanter Link hierzu.

    Auch zur Gallerie stimme dir zu, aber Web Server finde ich ohne Durchkopplung selbst als typografisch Interessierter nicht sooo schlimm. Ist vielleicht zu sehr Gewohnheit, wie man es von englischen Texten her kennt  …

  2. Philipp am 25. Oktober 2006 #

    Auch ein dickes Danke von mir. So etwas in der Richtung wollte ich schon lange mal schreiben – aber ich nehme mir viel vor. Hier dürfte das außerdem größere Aufmerksamkeit genießen.

    Typografische Argumente für Deppenleerzeichen finde ich übrigens nicht besonders schlagend. Aber da könnte auch meine zunehmende Verzweiflung sprechen – die Dinger sind mittlerweile ja wirklich überall..

  3. Lars am 25. Oktober 2006 #

    Ganz widerlich: Wir reden in 2007 darüber nochmals, was wir bereits in 2006 besprochen haben. Leider schon gesellschaftsfähig.

  4. Silvio am 25. Oktober 2006 #

    Alles soweit klar. Mich würde nur die Begründung für das CMS interessieren.
    Danke im Voraus :-)

  5. Bernhard am 25. Oktober 2006 #

    „Email” statt „E-Mail“ ist auch schlimm. Und „Packet“ erst. schüttel
    (So toll Textile ist, aber da funktionieren aber nie die Sternchen …)

  6. Beate am 25. Oktober 2006 #

    >„Email” statt „E-Mail“ ist auch schlimm.

    Oh ja, und genauso schlimm wie eMail, gell, Gerrit? :)

  7. Ella S. Virtu am 25. Oktober 2006 #

    Ganz deiner Meinung! Nur: Was spricht gegen Content Management System im deutschen Kontext? – Es geht doch nicht um einen false friend, wie bei einigen anderen Fällen (gallery goes Gallerie), sondern um ein rein englisches Wort im Deutschen  … Oder dachtest du neben der (ah) Durchkoppelung an (be) eine deutsche Aussprache oder (ce) gar an eine Übersetzung (etwa Inhaltsbewirtungsvorrichtung) ?! ;-)

  8. Ella S. Virtu am 25. Oktober 2006 #

    Da fällt mir noch ein: pregnant (engl. für schwanger und nicht für prägnant) dürfte auf praegnanz.de auch bei fehlendem Webbezug doch nicht fehlen!

  9. benem am 25. Oktober 2006 #

    Auch gern gesehn: Lizens statt Lizenz. Oder Fred, Treath, ... anstatt Thread.

  10. Andy am 25. Oktober 2006 #

    Bähh: Im vorraus vielen Dank!

    Nebenbei: »...« ≠ »…«

  11. Julius am 25. Oktober 2006 #

    @Silvio
    Dass Content Management System nicht CMS oder Content-Mangement-System bedeutet, begründet sich darin, dass es sich bei der Leerzeichenvariante schlicht um drei zusammenhangslos nebeneinander stehende Wörter handelt. Im Englisch wie auch in anderen Sprachen, ist dieses Konzept nicht unüblich, im Deutschen ist dies nicht gang und gäbe. Sonst sprächen wir ja von Einkommen Steuer Klassen.

    Dass CMS aus dem Englisch komment, macht es nicht zur unschlachtbaren heiligen Kuh. Man schreibt ja auch Jetlag (nicht Jet Lag), Spaceshuttle (nicht Space Shuttle, wobei hier die Wikipedianer eine andere Auffassung haben) und Coming-out/Comingout (und nicht Coming out).

  12. Schnurrbart am 25. Oktober 2006 #

    »Inhaltsverwaltungssystem«, wenn dann schon.

  13. cantor am 25. Oktober 2006 #

    Zum »Packet« habe ich noch etwas »Nettes« – sogar in Verbindung mit einem »Standart«:
    http://www.computer-loewe.de/internet/standartpacket.html

  14. Hendrik am 25. Oktober 2006 #

    Leider sind die von dir angeführten »falschen Freunde« keine false friends im eigentlichen Sinne. Von einem false friend spricht man, wenn zwei Wörter zweier Sprachen gleich geschrieben und/oder ausgesprochen werden, aber eine unterschiedliche Bedeutung tragen (bspw. wenn das englische Wort »actual« im Sinne des deutschen Wortes »aktuell« benutzt wird).

  15. Ella S. Virtu am 25. Oktober 2006 #

    @ Julius

    Gut. Dann ist und bleibt C_ M_ S_ ohne Bindestriche Englisch. Und im Deutschen höre ich es tönen: An meinen Divise sollt ihr mich erkennen! Aber einen false friend haben wir hier nun wahrlich nicht.

    @ Schnurrbart

    Habe mich auch dem System im Deutschen verweigert.

  16. M G Berberich am 25. Oktober 2006 #

    silicon · Silikon · Silizium

  17. Markus Wulftange am 25. Oktober 2006 #

    floating point number – Fließkommazahl
    sensible – sensibel

    Apropos „eMail“: was sehe ich denn da im Kommentarformular …

  18. Bernhard am 25. Oktober 2006 #

    @Julius: Space Shuttle wird von vielen (unter anderem von mir) als Eigenname gesehen. Aber da kann man sich streiten.

  19. SilentWarrior am 25. Oktober 2006 #

    Wow, cool, Deppenleerzeichen, Gallerie und »in 2006« in einem Beitrag – da freu ich mich. Und dann auch noch endlich jemand, der erklärt, dass Pamela Andersons Brüste nicht mit silicon gefüllt sind.

    Übrigens vermisse ich pregnancy.de und/oder die hämische Bemerkung, dass irony »bügeleisenmässig« heisst. ;)

    Markus, wie würdest du denn floating point number übersetzen? Hab noch keine vernünftigere Eindeutschung als Fliesskommazahl gefunden …

  20. Bernhard Benke am 25. Oktober 2006 #

    Galerie – damit hatte ich auch so meine Probleme. Mich wundert wie oft „Strasse“ statt richtig „Straße“ verwendet wird

  21. boris am 25. Oktober 2006 #

    Schöne Diskussion hier!

    Gegen das achselzuckende »Diese Unsitte ist leider schon zu weit verbreitet«, das ich im einen oder anderen Kommentar mitzulesen meinte, hilft übrigens eine Haltung etwa der Art:

    »Mir völlig egal, wer und in welcher Zahl irgendwelche Rechtschreibfehler gewohnheitsmäßig macht (oder gar aus einfältiger ‘Überzeugung’). Ich mache es richtig, und darauf kommt es an.«

  22. Martin am 25. Oktober 2006 #

    @Bernhard: Wohl wahr, die Frei-Schnauze-Verwendung von „ss“ und „ß“ ist wohl DER beliebteste Rechtschreibfehler in Kleinbloggersdorf (und nicht nur da). Denn mittels neuer Rechtschreibung wurde das hassgeliebte „ß“ nämlich nicht vollständig abgeschafft, wie viele leider meinen, sondern kommt im Auslaut von Wortstämmen nur dann vor, wenn ein lang betonter Vokal oder Doppellaut vorausgeht. – Aber, verflixt, was war ein Vokal noch gleich? ;-]

  23. Martin am 25. Oktober 2006 #

    Noch eins:
    Englisch: downloaded o. Ä.
    Deutsch: [wird/wurde] heruntergeladen
    Falsch: gedownloadet, gedownloaded, downgeloadet, downgeloaded
    Furchtbar! Microsoft benutzt bei der Windows-Aktualisierung eine der grausigen Versionen :(

  24. Alfons Göbel am 25. Oktober 2006 #

    Ich möchte noch die »Addresse« als Ergänzung der Liste vorschlagen.

  25. Gerrit am 25. Oktober 2006 #

    eMail ist ja mein persönlicher Spleen, den lasse ich mir nicht wegnehmen, oder doch? Doch, heute ist es soweit! Ich werde umstellen auf die korrekte deutsche Schreibweise »E-Mail«.

    Ansonsten sammle ich für die Liste speziell Ausdrücke, die ich häufig auf Websites und in Blogs entdecke, und nicht false friends im klassischen Sinne. Ich will nicht den Weltfrieden, sondern nur eine kleine Liste mit hartnäckigen und leicht vermeidbaren Irrtümern.

  26. Julius am 25. Oktober 2006 #

    Um nochmal das CMS aufzugreifen. Laut dem Fremdwörterbuch von Konrad dem Allmächtigen (7. Ausgabe) heißt es Contentmanagement. Entsprechend müsste die deutsche Schreibung Contentmanagementsystem lauten.

    @ Martin (geckoblaster.de):
    Auch wenn herunterladen dem eingedeutschten downloaden vorzuziehen ist, so ist downgeloadet nicht falsch.

    @ Gerrit
    E-Mail... dass ich das noch erleben darf …

  27. Nils am 25. Oktober 2006 #

    Sehr schöne Liste. Der Didaktiker sagt allerdings: Niemals den Fehler niederschreiben. Er prägt sich ein.

  28. Matthias am 25. Oktober 2006 #

    Ich hab jetzt mal unten den Hacken bei »Merken« gesetzt  …. gut, das passt nicht so ganz in die ursprüngliche Liste, gehört aber doch irgendwie zum Thema, oder?

  29. Bernhard am 25. Oktober 2006 #

    @hä? Muss ich den Sinn deines Kommentars verstehen?

    Aber „Hacken“ ist auch noch so ein Kandidat für die Liste …

  30. Bernhard am 25. Oktober 2006 #

    @Matthias meinte ich.

  31. Marketingblogger Michael am 25. Oktober 2006 #

    @Martin: ich habe downgeloadet steht zumindest wörtlich so in meinem Duden (22. Auflage). Das muss zwar nicht heißen, dass es richtig ist – akzeptiert ist es aber anscheinend (leider) ganz offiziell.

  32. Moonstar6366 am 25. Oktober 2006 #

    Mein Beitrag ist nicht ernsthaft gelöscht worden,oder?

  33. Jörg Liermann am 26. Oktober 2006 #

    In meiner Jugend gab es die DFÜ. Das hieß »Datenfernübertragung«. Ja, Daten wurden übertragen, nicht geladen, herauf- oder herunter-, und wieso überhaupt eigentlich nicht ab- und auf-, wenn schon -geladen? Ein freundliches »Übertragung beendet« kann man auch in vielen Science-Fiction-Filmen hören, oft von einer angenehmen Frauenstimme. Warum ist die wirkliche Zukunft bloß so holprig geworden? Da hat einer wohl das falsche File downgeloadet.

  34. Martin am 26. Oktober 2006 #

    @Nils: Da ist was dran, wobei ich eine Nennung, wie dort oben in der Tabelle geschehen, noch verkraftbar finde. Deutlich problematischer würde das ganze wohl, höbe man es noch extra hervor, beispielsweise durch rote Schrift.

    Hab mal gelesen, dass das z. B. bei korrigierten Klassenarbeiten ein Problem ist. Abhilfe könnte vielleicht sein, als Korrektor nicht den Fehler hervorzuheben, sondern stattdessen betreffende Wörter durchzustreichen und richtig danebenzuschreiben.

    @Marketingblogger Michael:
    Nun ja, gut möglich, dass man es »offiziell« so schreiben darf, doch gutes Deutsch ist in meinen Augen etwas anderes. Jedenfalls sind dann immer noch die anderen genannten Varianten vermutlich nicht korrekt. Schön ja sowieso nicht, aber wie es scheint hat eh kaum noch jemand ein Gefühl für Sprache. In der Rewe-Fernsehwerbung wird beispielsweise kräftig geplenkt.

  35. e-sven am 26. Oktober 2006 #

    Viel schlimmer empfinde ich solche Sätze:

    This entry was posted on Freitag, Juni 9th, 2006 at 9:38 am.

    Da ist mir ein leicht zu überlesendes Stardart, sei es noch so falsch, ehrlich gesagt lieber.

  36. Tino Flohe am 26. Oktober 2006 #

    Gut so! Weiter wachrütteln bitte! Damit Standart nicht zum Standard wird. Die Liste fort zu führen mach sicher Sinn. Will mich auch nicht freisprechen von kleinen Fehlerchen und groben Verschnitzern ;)

  37. bernd am 26. Oktober 2006 #

    schön das hier mal über so urdeutsche Wörter wie z.b.
    Content-Management-System diskutiert wird ;)

    bernd

  38. Gerrit am 26. Oktober 2006 #

    @e-sven: Das wiederum finde ich nicht so schlimm, weil ich weiß, dass es nicht aus Dummheit entsteht, sondern wenn jemand sich einfach nicht so gut mit PHP und HTML auskennt, dass er in der Lage ist, sein Blogtemplate manuell ins Deutsche zu übersetzen. Das muss man nicht können. Aber Standard zu schreiben, lernt man in der Schule.

  39. Daniel Reckling am 26. Oktober 2006 #

    Ich weigere mich nach wie vor »googlen« als deutsches Wort anzuerkennen.

    Sehr schön: Meine Firefox 2.0 Rechtschreibprüfung streicht das sogar rot an beim Tippen :-)

  40. Markus Wulftange am 26. Oktober 2006 #

    Der deutsche Ausdruck für floating point number ist Gleitkommazahl und nicht Fließkommazahl.

    Ja, Daten wurden übertragen, nicht geladen, herauf- oder herunter-, und wieso überhaupt eigentlich nicht ab- und auf-, wenn schon -geladen?
    Aus dem Standpunkt des Betrachters gesehen, wird beim Runterladen etwas in seine Richtung geschickt, während beim Hochladen etwas in Richtung eines Servers, also von ihm weg geschickt wird. Der Bedeutung der Vorsilben hin- und her- nach müsste es dann sogar herunter- und hinaufladen heißen.

    Sehr schön: Meine Firefox 2.0 Rechtschreibprüfung streicht das sogar rot an beim Tippen :-)
    Schade dass Firefox nicht auch die fehlenden Bindestriche in „Firefox-2.0-Rechtschreibprüfung“ angekredet hat.

  41. joerg am 26. Oktober 2006 #

    Wo wir schon dabei sind: Eigennamen sind auch kein rechts(chreib)freier Raum. „Axel Springer Verlag“ ist daher falsch – es sei denn, man arbeitet da ;-) – genauso wie „nach Informationen des Spiegel“ (es sei denn  … na, Sie wissen schon.)

  42. Klaus am 26. Oktober 2006 #

    Hallo Gerrit,
    schöner Beitrag.
    Leider bist du aber selbst so einer Unsitte verfallen.
    »deutsch falsch!!!«
    Was sollen denn die zwei überflüssigen Ausrufezeichen bewirken?
    Eigentlich reicht doch eins, oder?

    Klaus

    »Made in Germany – da ist der Wurm drin.« (Heinz Erhard, deutscher Komiker)

  43. Michael am 26. Oktober 2006 #

    Wie erfreulich ist es doch zu sehen, dass es noch Menschen gibt, die die deutsche Sprache bewahren wollen.

    Als Unternehmensberater leide ich sehr darunter, dass meine Kollegen ständig »Requirements meeten«, »Issues raisen«, »sich committen«, »Awareness increasen«, »den Kunden supporten« und ungeahndet unzählige weitere Verbrechen am Deutschen wie Englischen begehen. Besonders schmerzt, wenn man davon angesteckt wird und beginnt, selbst händeringend nach dem richtigen deutschen Ausdruck suchen zu müssen.

    Viele Grüße,
    Michael

  44. Gerrit am 26. Oktober 2006 #

    Es geht mir nicht darum, die deutsche Sprache zu wahren. Das ist mir relativ egal, jeder kann so viele Anglizismen verwenden, wie er will. Ich möchte, dass eindeutig deutsche oder eingedeutschte Begriffe nicht in ihrer englischen Schreibweise auftauchen. Das ist ein Unterschied.

  45. Michael am 26. Oktober 2006 #

    Ich möchte, dass eindeutig deutsche oder eingedeutschte Begriffe nicht in ihrer englischen Schreibweise auftauchen.

    – Das würd’ ich durchaus auch »Bewahrung der deutschen Sprache« nennen.

  46. Georg am 26. Oktober 2006 #

    Noch ein schöner Fehler:
    nonsense – Nonsens – Nonnsense

    Wird insbesondere von Designern mit grünen Websiten für Schriftmusterblätter benutzt. Im Duden befindet sich die korrekte Schreibweise.

  47. Gerrit am 26. Oktober 2006 #

    Wir können natürlich auch anfangen, sämtliche Rechtschreibfehler in meinem Blog zu finden. Das würde aber lange dauern bei über 1.000 Artikeln. Ich mach mir die Arbeit nicht, das im Nachhinein zu korrigieren :-)

  48. Ella S. Virtu am 26. Oktober 2006 #

    @ [grinse-] joerg [übrigens: falsche schreibung des eigeneigennamen, weil klein und »oe« ;-]

    Sollten alle Verlegerverlage ohne Bindestrich wirklich falsch sein? Gustav Lübbe Verlag | Karl Alber Verlag | Hans Holzmann Verlag | Max Hueber Verlag | Peter Lang Verlagsgruppe | Ch. Links Verlag | Barbara Lüdde Verlag | eigentlich alle, wenn ich es mir überlege  …

    Als Verlachsfrau interessiert mich das wirklich! Aber bei der umgekehrten Stellung Verlag Jörg Grins ist die Bindestrichabwesenheit doch gänzlich O.K., oda?

  49. manuel am 26. Oktober 2006 #

    hehe coole liste.
    mein vater hatte mit mir letztens ne diskussion und wollt mir partout nich glauben das es standard heißt und nich standart.

  50. Markus am 26. Oktober 2006 #

    Ich würde noch einen echten false friend vorschlagen wollen:
    »realize« und »realisieren« haben, so wie es viele benutzen, eine völlig unterschiedliche Bedeutung! (Ja, »to realize« kann auch »verwirklichen« bedeuten.)

  51. ikke am 26. Oktober 2006 #

    CMS gibts doch gar nicht wirklich in deutsch ^^

  52. mnt am 26. Oktober 2006 #

    Weitere Kandidaten: Haken, Paket …

    Ich hab mir schon »post« abgewöhnt (zugunsten von Beitrag), aber Fred lass ich mir nicht nehmen. Faden klingt einfach zu sehr daneben.

  53. Ella S. Virtu am 26. Oktober 2006 #

    achtung, jetzt wird hier gleich water in die crowd gesprayt!

  54. Julius am 26. Oktober 2006 #

    @ Ella S. Virtu: Die Schreibung Vorname Nachname Verlag ist orthografisch gesehen nicht korrekt, Verlag Vorname Nachname hingegen ja.

    @ Markus: Warum seien realize und realisieren echte falsche Freunde? Beide haben die Bedeutung ›in die Tat umsetzen‹ bzw. ›erkennen, einsehen, begreifen‹. realize kann zudem noch ›zu Geld machen, Geld einbringen‹ bedeuten.

  55. Horscht am 26. Oktober 2006 #

    übrigens is bald wieder sylvester  …

  56. Nick Blume am 26. Oktober 2006 #

    »Zitat: Als Unternehmensberater leide ich sehr darunter, dass meine Kollegen ständig »Requirements meeten«, »Issues raisen«, »sich committen«, »Awareness increasen«, »den Kunden supporten« und ungeahndet unzählige weitere Verbrechen am Deutschen wie Englischen begehen.«

    Hallo geht’s noch? Das ist einfach nur noch kraß...

  57. Michael am 26. Oktober 2006 #

    Nick, ich weiß ja nicht, was genau Du an meinem Kommentar krass findest – nur tu’ mir bitte den Gefallen und nimm meine Wortwahl (leiden, ungeahndet, Verbrechen begehen) nicht ganz sooo ernst …

  58. Jörg Liermann am 26. Oktober 2006 #

    @Markus Wulftange:
    Schon klar, was die Vorsilben »her« und »hin« bedeuten. Ich weiß nur nicht, warum Daten geladen werden sollen. Was bedeutet das bloß, wenn man es ernst nimmt? Und »runter« bzw. »rauf« ergibt auch wenig Sinn, mit Höhenunterschieden hat das doch nichts zu tun, nicht einmal im übertragenen Sinn (heißt das demnächst »geladener Sinn?«)

    Selbst im Englischen ist oder war man sich wohl nicht einig, was mit »data« zu geschehen habe. Mit FTP überträgt man Daten per »get« und »put«. Ich glaube, mit »load« oder gar »download« läuft da nix. »Transmit« scheidet schon deshalb aus, weil es zu lang und damit zu unbequem ist.

  59. Jens Meiert am 27. Oktober 2006 #

    Danke, Gerrit :)

    (Solange du nicht mit Webseite anfängst, fällt mir gerade ein ;)

  60. Nick Blume am 27. Oktober 2006 #

    @Michael. Ich meine, daß die Leute ihre Sprache so verenglischen, daß die Deutsch und English mixen und that’s cool! Yeah.

    Das finde ich so krass, das habe bislang noch nie gehört, daß einer sagt »sich committen« oder so … Sorry.

    Und Silvester ist korrekt, allerdings gibt es wirklich viele, die immer noch Sylvester sagen. Unglaublich, die müssen wohl zu viele Sylvester Stallone Filme angeschaut haben … ;)

    Wer findet meinen Englischen Fehler? ;)

  61. Michael R. am 27. Oktober 2006 #

    »Also, das Management Team hat sich im letzten Meeting ad hoc darauf committed, das Update auf Version 2.5 asap zu deployen!«

    Völlig normal, so ein Gespräch.

  62. Nick Blume am 27. Oktober 2006 #

    Noch normal ist für mich:

    Also, das Management Team hat sich im letzten Meeting darauf verständigt, das Update auf Version 2.5 so schnell wie möglich machen …

    Aber das noch mit Verben und so …

  63. Michael R. am 27. Oktober 2006 #

    Auch fast schon Wort-Unkraut: Ausweiß

    brrrr  …

  64. Ralf Herrmann am 27. Oktober 2006 #

    Sollten alle Verlegerverlage ohne Bindestrich wirklich falsch sein?

    Nein. Das sind Eigennamen und die entziehen sich bekanntlich jeglicher Rechtschreibung. Ein Unsitte ist es trotzdem. Denn bei »Lübbe Verlags Katalog«, »Lübbe Verlags-Katalog« und ähnlichem Unsinn geht das Theater dann wieder weiter.

    Ralf

  65. Ella S. Virtu am 27. Oktober 2006 #

    @ Ralf-Herrmann-Typo zu den Ohne-Bindestrich-Verlagen

    Warum immer dieses Nachkarten im Sinne von Eine Unsitte ist es trotzdem ... – Das Modell kenn ich nur im Deutschen: Es ist richtig, aber eine Unsitte.

    (Historisch:) Verlegerverlage hatten noch nie Bindestriche. (Reputation:) Verlegerverlage mit Bindestrich sind die schlechteren Verlage. (Optik:) Und typografisch ist ein Signet mit Bindestrich-Koppelung doch ein Katastrophe. Geht es doch im Imprint gerade um die Etablierung eines Namens, eines Markenzeichens.

    Im Sinntext außerhalb der Buchdeckel und jenseits der Vakatseiten ist die Bindestrich-Koppelung doch auch keine Lösung. Erschienen im Carl-Hanser-Verlag würde ich glatt weglektorieren zu verlegt bei Carl Hanser.

  66. Julius am 27. Oktober 2006 #

    @ Ella S. Virtu:
    Das Modell »Es ist richtig, aber eine Unsitte.« passt hier nicht ganz, denn die Schreibweise Vorname Nachname Verlag ist offensichtlich orthografisch falsch (sonst wäre ja auch die Einkommen Steuer Erklärung richtig). Dieser Fehler ist aufgrund des Eigennamencharakters nicht ahnbar, aber es ist und bleibt ein Fehler.

    Auch wenn ich damit vom Thema abkomme, aber es gibt noch eine Vielzahl weiterer Unsitten:

    - »ich bräuchte« ... brauchen ist ein regelmäßiges Verb und hat im Konjunktiv keinen Umlaut, also »ich brauchte«. »brauchte« klingt zwar nach Vergangenheit, aber dies ist bei den Konjunktivformen gang und gäbe.

    - nehm/geb/leß/ess/helf (statt nimm/gib/ließ/iss/hilf)

    - »ein oranges Kleid« – orange ist wie eine Vielzahl anderer ursprünglich fremdsprachlicher Farbadjektive (mit Ausnahme von beige, ocker, oliv, pink und türkis) unveränderlich.

  67. Florian am 27. Oktober 2006 #

    @ Julius: »bräuchte« ist im Duden als umgangssprachliche Alternativfom enthalten. Da finde ich den überhöflichen Konjunktiv an sich überflüssig, nicht den Umlaut.

    Einen noch: Diplomand, Konfirmand etc. mit t. Matthias erklärt den Sachverhalt (Hatten wir ja schonmal).

  68. Michel am 27. Oktober 2006 #

    Wer findet meinen Englischen Fehler? ;)

    @Michael. Ich meine, daß die Leute ihre Sprache so verenglischen, daß die Deutsch und English mixen und that’s cool! Yeah.

    Englisch, nicht english ;)

  69. Julius am 27. Oktober 2006 #

    @ Florian: Warum sei brauche eine überhöfliche Konjunktivform? Sie ist von ihrem Sinngehalt nicht mehr oder nicht weniger höflich als bräuchte.

    Das Problem an bräuchte ist ja, dass die Umlautung unregelmäßig ist. Welche Motivation gibt es, aus einem regelmäßigen Verb ein unregelmäßiges zu machen? Und warum nur dieses Verb? Warum sagt man nicht: »er sagte mir, er köche/läche gern«?

    Fragen über Fragen.

  70. Florian am 27. Oktober 2006 #

    Entschuldige, das kam in Deinem Kommentar gar nicht vor. Ich hatte das automatisch auf die von mir (zu) oft mitgehörten Kunden-Anfragen bezogen, wie z.B. »Ich bräuchte ein Brot, bitte.« Da, meine ich, reichte auch der Indikativ. :)

    Und warum nur dieses Verb? Ich vermute, wegen der dann vorhandenen Ähnlichkeit mit dem im eben beschriebenen Beispiel gleichbedeutenden »möchte« …

    In Süddeutschland wirst Du öfter mit »brauchte« unangenehm auffallen als mit Umlaut. Ausgesprochen wird’s aber eh »braicht« – oder gleich »braichàt«.

    Naja, alles nur Fickfackerei (bitte im Duden nachzuschlagen).

    Was haltet ihr eigentlich von »Brauser«? Immerhin über 300000 Google-Treffer …

    @Gerrit: Auch wenn Du da wohl nicht verantwortlich zeichnest: Die Textile-Hilfe erfüllt z.Zt. nicht das, was sie verspricht.

  71. Ralf Herrmann am 27. Oktober 2006 #

    >>>Warum immer dieses Nachkarten im Sinne von Eine Unsitte ist es trotzdem  …

    Es ist richtig, weil sich Eigennamen nicht der Rechtschreibung unterordnen müssen. Es ist eine Unsitte, weil es der Rechschreibung widerspricht und so bei entsprechender Verbreitung Nachahmung provoziert.

    >>Und typografisch ist ein Signet mit Bindestrich-Koppelung doch ein Katastrophe.

    Form follows function.

    >>> Erschienen im Carl-Hanser-Verlag würde ich glatt weglektorieren zu verlegt bei Carl Hanser.

    Dem stimme ich gerne zu. Gerade bei der Übersetzung vom Englischen ins Deutsche könnte sich die Koppelungsproblematik so sehr leicht umgehen lassen. Warum macht das nur keiner?
    http://www.flickr.com/photos/ralf_herrmann/117814724/in/set-1204025/

    Ralf

  72. Markus Wulftange am 28. Oktober 2006 #

    Da ich öfter in Foren unterwegs bin, in denen es um HTML, CSS und PHP geht, treffe ich auch auf Beiträge, in denen es um „Functionen“, „Classen“ oder „Objecte“ geht.

  73. Markus Wulftange am 29. Oktober 2006 #

    Seht mal, was ich gerade in einem meiner englischsprachigen Büchern gefunden hab: „Distributed to the book trade worldwide by Springer-Verlag New York …“

  74. Ella S. Virtu am 29. Oktober 2006 #

    @ Markus-WulfTange & Ralf-HerrMann

    Der wissenschaftliche Springer-Verlag (früher Julius Springer GmbH) ist ja mittlerweile Teil der Verlagsgruppe BertelsmannSpringer (- noch ‘ne neudeutsche Schreibweise); dort in der Division Springer Science+Business Media (- und noch eine) ... nur so am Rande für die Orthopuristen.

    Man kann die Sache auch mal umkehren: Wäre es nicht (orthografisch) regelrecht falsch, Eigennamen mit Bindestrich durchzukoppeln, nur um der Nachahmungsgefahr einen Riegel vorzuschieben? (- à la Julius-Springer-GmbH)

  75. Anne am 30. Oktober 2006 #

    Kein richtiger false friend, aber auch gern gesehen »Triologie«.

    Nein, nein, nein!

  76. nadin am 30. Oktober 2006 #

    Bei solchen Fehlern tränen einem die Augen! Also bitte, bitte weiter vervollständigen!

  77. Harald Kampen am 31. Oktober 2006 #

    > Wäre es nicht (orthografisch) regelrecht falsch, Eigennamen mit Bindestrich durchzukoppeln  …

    Ja und nein. Bei Straßennamen werden Namen mit einem Bindestrich gekoppelt. Warum sollte das bei GmbH anders sein? Allerdings sind Karl-Erich Meyer und Karl Erich-Meyer unterschiedliche Namen.

  78. zelt inger am 31. Oktober 2006 #

    Das ist schlimm.
    Grad bei der Jugend findet man solche Fehler sehr häufig. Die größten Probleme macht den Schülern das ss und ß.

  79. Sven am 31. Oktober 2006 #

    seit | seid | ...

  80. J. Krämer am 31. Oktober 2006 #

    @ Markus Wulftange (28. Oktober 2006)
    Da ich öfter in Foren unterwegs bin, in denen es um HTML, CSS und PHP geht, treffe ich auch auf Beiträge, in denen es um „Functionen“, „Classen“ oder „Objecte“ geht.

    Diese Schreibweise entspricht sicher nicht actuellen ;-) Rechtschreibevorstellungen, ist aber dennoch nicht völlig falsch, ja war einst sogar die einzig richtige Variante auch im deutschen Sprachraum!

    Der Grund ist einfach: Diese Fremdwörter wurden ursprünglich mit c geschrieben, weil sie von mit c geschriebenen Wörtern abstammen.

    Zwar wissen um diesen Hintergrund wohl die wenigsten, die diesen „Fehler“ begehen, aber daß die „classicistische“ Schreibweise über den Umweg der englischen Sprache wieder in die deutsche Sprache einkehrt, finde ich nicht schlimm (immerhin gibt es auch heute noch Befürworter dieser Schreibweise).

    Übrigens: In den vorherigen Comm— Pardon, Kommentaren mußte ich mehrfach die haarsträubende Konstruktion „macht Sinn“ lesen. Eindeutig ein Kandidat für obige Liste (was auch immer für Fehler diese nun enthalten soll)!

  81. SilentWarrior am 1. November 2006 #

    Besser spät als früh (oder so): Author ist auch sehr beliebt, aber schlichtweg falsch.

  82. Troll am 2. November 2006 #

    Hühnerscheisse wird so richitg geschrieben.: Hühnerscheiße. In Zukunft bitte Hühnerscheiße schreiben.

  83. John am 2. November 2006 #

    willkommen / welcome —-> NICHT wellcome!

  84. Anonym am 2. November 2006 #

    Warum eigentlich nicht »E-Post« und »Anschrift«?

  85. unmountable am 3. November 2006 #

    »Übrigens: In den vorherigen Comm— Pardon, Kommentaren mußte ich mehrfach die haarsträubende Konstruktion „macht Sinn“ lesen. Eindeutig ein Kandidat für obige Liste«

    Au ja, da stimme ich zu! Ich habe jedenfalls noch nie einen Sinn gemacht und ich wüsste auch nicht, wie ich das anstellen soll … :)

  86. Wolle am 4. November 2006 #

    Diese Diskussion ist anscheinend ziemlich von »Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod« inspiriert.
    Es fehlt z.B. noch: „etwas erinnern“

  87. Kilian am 7. November 2006 #

    Apropos Tod: Es gibt ja Leute, die sich todlachen oder behaupten, es gebe ein Leben nach dem Tot.

    Mir kam neulich zu Ohren, dank Rechtschreibdeform sei das Genitiv-Apostroph-S (ehemals Deppostroph) mittlerweile akzeptabel. Stimmt das?

    Sag, dass das nicht wahr ist. Wenn das so weiter geht, dann wird »Alda!« auch bald in den Duden aufgenommen, zusammen mit, »ey« und »Bauer’nfrüstück«.

Kommentar schreiben

Nutzt Textile zum Strukturieren eures Textes.
SEO-Beiträge werden gelöscht, auch bei thematisch passendem Spam.