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Gerrit, 27.05.2011

Essentielle WordPress-Plugins für Nicht-Blogs (update)

Dass man mit WordPress nicht nur Blogs, sondern auch kleine bis mittelgroße Websites umsetzen kann, hat sich inzwischen herumgesprochen. Ich habe das auch schon gemacht, obwohl ich ja nicht unbedingt ein uneingeschränkter Fan des Systems bin.

Wie dem auch sei – ich habe in den letzten Jahren eine Liste von wirklich wichtigen Plugins zusammengetragen, die bei fast keiner Installation fehlen dürfen. Selbstverständlich ist mir bewusst, dass Ihr noch eine Million Ergänzungen habt. Und dass ich eh keine Ahnung habe und so. Dazu ist die Kommentarfunktion selbstverständlich freigegeben :-)

RB Internal Links

Wer innerhalb einer Seite eine andere Seite verlinken möchte, sollte dies nicht manuell über die URL machen, sondern selbstverständlich mit der Datenbank-ID agieren. RB Internal Links hilft mit einem netten Navigationsmenü bei der Suche nach gewünschter ID und fügt die Verlinkungs-Syntax automatisch ein.

wpTypography

Korrigiert typografische Tippfehler wie Trennstriche, Mal-Zeichen und Anführungszeichen, schafft CSS-Klassen für bestimmte Zeichen wie &, verhindert Hurenkinder und kann sogar Silben-Trennung. Ein mächtiges Tool, das mit etwas typografischem Sachverstand konfiguriert werden muss, sonst richtet es Unheil an.

WordPress Database Backup

Macht Datenbank-Backups von den Core-WP-Tabellen, auf Wunsch auch von Third-Party-Tabellen. Entweder »on the fly« oder auch regelmäßig. Verschickt die Dumps sogar per Mail, was hyperinteressant ist in Kombination mit einem GMail-Account.

CMS Tree Page View

Für jede anständige Website mit mehr als 10 Unterseiten ist die »Seiten«-Übersicht im WordPress-Backend eine Zumutung. Abhilfe schafft »CMS Tree Page View« und spendiert dem System eine ajaxfizierte Aufklapp-Baumstruktur mit Drag und Drop zum Umsortieren und anderen Späßen. Unverzichtbar für komplexere hierarchische Strukturen.

Permalink-Titel in deutsch

Kein richtiges Plugin, sondern eine Datei, die man einfach locker in den »languages«-Ordner schmeißt. Dort verrichtet sie stumm ihren Dienst und ersetzt bei der automatischen Generierung vom Permalinks Umlaute und Esszett-Zeichen zu sinnvollen Alternativen.

TinyMCE Advanced

Der Name ist irreführend: ich verwende das Plugin eigentlich selten zum Erweitern des visuellen Editors, sondern eher zum Simplifizieren. Aber man kann natürlich auch das eine oder andere sinnvolle Tool damit freischalten, wie zum Beispiel die Überschriften-Ebenen, damit die Redakteure nicht ständig Absätze als <strong> auszeichnen und denken, sie hätten damit eine Überschrift gesetzt.

Custom Fields Template

Custom Fields sind eine Super-Sache, wenn die Handhabung nicht so fummelig für den Redakteur wäre. Dieses Plugin nutzt die ganz normalen Custom Fields von WordPress, doch der Webentwickler kann schöne Eingabemasken mit Erläuterungen und verschiedenen Content-Typen erstellen, die den Redakteur führen und das Eingeben von komplexeren Datensätzen einfach machen.

Relative Image URLs

Beim Einfügen von Bildern in den Textbereich werden relative statt absolute URLs erzeugt. Sieht übersichtlicher aus und erleichtert enorm das Umziehen zu anderen Servern!

W3 Total Cache

Im Gegensatz zum schrottigen WP SuperCache lässt sich W3 Total Cache ziemlich problemlos zum Laufen bekommen. W3TC setzt an sehr vielen unterschiedlichen Stellen an, um die Seitenaufrufe für Besucher der Website zu beschleunigen und den Server zu schonen. Viele der Features lassen sich zwar nur mit Root-Zugriff auf den Server nutzen, aber auch für Billighoster-Nutzer ist genug Funktionalität dabei, um von 2 Sekunden auf 0,2 Sekunden zu kommen ;-)

Simply Show IDs

Für Entwickler während der Entwicklund nützlich: Dieses kleine Tool fügt in jeder Artikel-, Seiten- und Kategorie-Auflistung eine Spalte hinzu, in der die Datenbank-ID der entsprechenden Ressource angezeigt wird.

Adminimize

Mit ein paar gezielten Klicks lässt sich hiermit das Backend von WordPress vereinfachen. Feingranuliert nach Benutzertyp kann man alle möglichen Dinge ausblenden, die den Redakteur stören könnten!

WPML

Inzwischen kostenpflichtig, aber trotzdem (oder deswegen?) das einzige ernstzunehmende Mehrsprachen-Plugin für WordPress. Arbeitet sauber und zuverlässig und wird auch aktiv weiterentwickelt. Ich habe die 79 Euro bisher nicht bereut! Wer zahlt, darf meckern – das kann auch mal sinnvoll sein!

21 Kommentare

  1. Jo am 20. Oktober 2010 #

    sehr schöne Liste, würde noch um 2 ergänzen:

    WP Title 2

    fügt ein zweites Titelfeld zum Editor hinzu: eines für die Seite (»Nehmen Sie Kontakt auf«), eines für die Navigation (»Kontakt«).

    Duplicate Post

    erstellt schnell und einfach eine Kopie der aktuellen Seite bzw. des Posts, unsere HR-Managerin liebt es um bestehende Jobbeschreibungen zu kopieren.

  2. Hazamel am 20. Oktober 2010 #

    In wie fern ist denn das Backup hyperinteressant im Zusammenhang mit einer gmail-Adresse? So wirklich konnte ich das da aus den FAQ/Forum nicht rauslesen. Aber an sich ne interessante Geschichte

  3. Micha am 20. Oktober 2010 #

    @Hazamel: mir würde da ganz spontan die Menge an Speicherplatz und die Größe der Mails einfallen.

  4. Marcel am 20. Oktober 2010 #

    DAS Plugin für (multilinguale) CMS Projekte:

    http://wpml.org/

  5. Lars am 21. Oktober 2010 #

    Ich lese hier gar nichts mehr über das gute alte Textpattern.
    Nutzt Du mittlerweile was anderes?

  6. ThL am 21. Oktober 2010 #

    Du meinst wohl »unverzichtbare« plugins?

  7. Gerrit am 21. Oktober 2010 #

    Ich liebe Besserwisser wie ThL. Danke für deinen unverzichtbaren Hinweis. Die Welt ist nun eine bessere!

  8. Kai am 21. Oktober 2010 #

    Wow :) Super Tipps dabei, vielen Dank!

    WP-DB-Backup ist ja genial, so ne Lösung kommt genau richtig.

    Als Alternative zu RB Internal Link kann ich noch Link to Post empfehlen. Das ist sehr nett und einfach in der Bedienung.

  9. Hazamel am 21. Oktober 2010 #

    @micha: Okay, wenn das alles ist :D Ich dachte da gäb’s noch eine Finesse die ich vielleicht übersehen habe

  10. ThL am 22. Oktober 2010 #

    Spaßbremse. Es gibt nicht nur Ja-Sager und Anbeter da draußen. »Essentiell« war meine Meinung natürlich nicht. ;-)

    Die Aufstellung war aber ganz nett.

  11. Claudio am 22. Oktober 2010 #

    Suche bislang vergebens ein Kalender-Plugin welches die Synchronisation z.B. zum Google Kalender oder auch einfach einer ICS-Datei in einem Web-Pfad ermöglicht. Gern möchte ich meinen Wordpress Kalender im Blog pflegen und diesen dann automatisch mit meinem mobilen Endgerät abgleichen können. Gibt es dazu irgendwelche Vorschläge?

  12. Thomas Noll am 24. Oktober 2010 #

    Ausgezeichnet zusammengefasst! Durch die Kommentare gibt es noch weitere Tipps. Echt klasse. Ich bin auch ein echter Wordpress-Fan geworden und habe schon einige Website damit umgesetzt.

  13. David Hellmann am 25. Oktober 2010 #

    Eins meiner Favs: More Fields: http://wordpress.org/extend/plugins/more-fields/

  14. janr am 26. Oktober 2010 #

    danke, gute Tips dabei.
    bei mir meistens an Bord:

    Adminimize (Backend individuell anpassen, nerviges Zeug ausblenden, gut für Kunden Logins)
    Magic Fields (CMS Plugin, Fork von einst Fluttr, mit diversen Input Feldtypen, Anlegen von mehreren Post Panels …

  15. MuschPusch am 3. November 2010 #

    Magic Fields++

    Unbedingtes muss bei groesseren Sites!

  16. Gerrit am 8. November 2010 #

    Für mich als Notiz: W3 Total Cache mal ausprobieren!

  17. fwolf am 4. März 2011 #

    @ Gerrit: W3 Total Cache lohnt sich – vor allen Dingen in Verbindung mit memcached.

    Ist u.a. bei KERNenergie im Einsatz (Blog + CMS, Shop ist Magento).

    Du kannst da auch so Nettigkeiten wie etwa »kein Caching für eingeloggte Benutzer«, Minify für die verschiedensten Dateitypen (CSS, JS, …) usw. benutzen.

    In Bezug auf die »Kein Caching für eingeloggte Benutzer«-Option solltest du aber immer brav auf »empty Cache« drücken, sobald du entscheidende Änderungen gemacht hast. Das vergisst man nämlich leicht, und dann wundert sich der Kunde, warum dieser und jener Bug immer noch drin ist, oder die tolle neue Erweiterung nirgends zu sehen ist, obwohl der lt. Mail doch grad behoben worden sei .. (natürlich abhängig von der Caching-Time) ;)

    cu, w0lf.

  18. Marc am 13. April 2011 #

    Um es kurz zu machen: Danke!

  19. Martin am 27. Mai 2011 #

    W3TC war das einzige von den mir getesteten Cache-Plugins, welches ich nicht zum laufen gekriegt habe.

  20. Martin (MacMacken) am 27. Mai 2011 #

    <blockquote>WordPress Database Backup

    Macht Datenbank-Backups von den Core-WP-Tabellen, auf Wunsch auch von Third-Party-Tabellen. Entweder »on the fly« oder auch regelmäßig. Verschickt die Dumps sogar per Mail, was hyperinteressant ist in Kombination mit einem GMail-Account.</blockquote>

    Leider scheitert diese Erweiterung an grossen Datenbanken. Bei kleineren Weblogs aber ohne Zweifel eine empfehlenswerte Erweiterung.

  21. hans am 30. Mai 2011 #

    duplicate post installiere ich immer als erstes. und dann »wp dummy content« zum testen (http://wordpress.org/extend/plugins/wp-dummy-content/)

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