Der Unterwegs-Mythos

Lange Zeit ging ich relativ fest davon aus, dass der Desktop-Computer nur ein Relikt aus vergangener Zeit sei. Ich benutze seit acht Jahren ausschließlich Notebook-Rechner von Apple. Erst ein 15-Zoll-Powerbook, dann das legendäre »Spendenbook« – das weiße 13-Zoll-MacBook der ersten Generation – und seit über zwei Jahren das 13-Zoll-Alu-MacBook, welches eigentlich MacBook Pro heißen müsste, wenn Apple sich damals nicht so mit den Produktlinien verzettelt hätte.

Mitte nächsten Jahres steht also wieder mal eine Neuanschaffung ins Haus, denn wer will schon länger als drei Jahre die gleiche Hardware benutzen? Und dieses Mal bin ich tatsächlich versucht, mir einen iMac 27 Zoll mit SSD zuzulegen, und dafür im mobilen Bereich etwas abzurüsten. Ganz entschieden habe ich mich zwar noch nicht, aber vieles drängt in diese Richtung.

Was hat sich verändert? Der größte Faktor ist sicherlich die Tatsache, dass ich Privatleben und Arbeit noch stärker trennen möchte. Der iMac stünde zum Arbeiten im Büro, während ich zu Hause ganz andere Dinge mit einem Computer machen möchte. Hauptsächlich im Internet lesen, TV-Serien gucken und ein bisschen Online-Shopping. Dass dafür das iPad wie gemacht erscheint, ist sicher kein Zufall. Es genügt mir für 90% der Tätigkeiten, die ich zuhause erledige. Und die anderen 10% haben dann eben noch bis morgen Zeit. Das iPad ist im abendlich-häuslichen Alltag stressfreier, kommunikativer und angenehm einschränkend. »Fokussiert« könnte man auch sagen.

Nachdem nun also Arbeitsplatz und Heimsphäre bestens versorgt sind, bleibt noch die Frage nach dem »unterwegs arbeiten«. Und ob es sich dabei nicht um einen Mythos handelt. Wenn man es recht bedenkt, kann ich die Situationen, bei denen ich in den letzten Jahren wirklich gewinnbringend im ICE oder Hotelzimmer am Notebook gearbeitet habe, an zwei Händen abzählen. Meistens beschränkt sich die Unterwegs-Nutzung dann doch auf die Dinge, die ich mit iPhone oder iPad genauso gut, wenn nicht sogar besser, hätte erledigen können.

Der gewichtigste Faktor, der meines Erachtens noch immer ein eigenes Notebook rechtfertigen könnte, sind Vorträge oder Seminare, die man eben manchmal doch ganz gern halten möchte. Wenn ich Anfang nächsten Jahres in Zürich meinen dreitägigen HTML-Kurs anbiete, brauche ich dafür selbstredend ein vollständiges Notebook mit einem ordentlichen Arbeits-Betriebssystem. Und natürlich ist mir klar, dass hierfür das neue MacBook Air sowas von in Frage kommt. Nur mal Hand aufs Herz: Das ist selbst mir ein bisschen zuviel der Dekadenz! Zwei Szenarien wären nämlich denkbar:

1.) Ich habe das Air ständig bei mir, weil es so hübsch klein und leicht ist. Dann gerät es aber zuhause in Konflikt mit dem iPad und würde die selbstgezogene Grenze zwischen privat und geschäftlich wieder verschwimmen lassen.

2.) Ich lasse das Air im Büro und benutze es ausschließlich auf Dienstreise. Dann käme es kaum mehr als viermal im Jahr zum Einsatz, was ich für eine gigantische Verschwendung halte.

Um mal auf dem Teppich zu bleiben: Mein jetziges Arbeitstier, das Alu-MacBook, ist ja immer noch voll funktionstüchtig und würde sich auch gut als reiner Unterwegs-Rechner eignen. Es wäre auch nicht schade drum, wenn ich es nicht mehr obligatorisch dabei habe, weil es ja in den letzten Jahren seine Schuldigkeit als Hauptarbeitstier getan hat. Dennoch bleibt die Frage, ob ich es nicht doch einfach verkaufe, um mir einen noch schnelleren iMac mit noch mehr SSD-Speicher kaufen zu können. Und einfach meinen Computer-Fuhrpark ein wenig zu entschlacken. Dann würde ich für die wenigen Male, wo ein Unterwegs-Rechner unverzichtbar ist, auf das alte weiße MacBook zurückgreifen, welches derzeit als Medienserver zuhause seine Dienste noch ganz ordentlich tut.

Vielleicht ist das die Lösung: Arbeits- und Heimsphäre deutlich mit sehr unterschiedlichen Gerätekategorien abgrenzen, und den seltenen Unterwegs-Anwendungsfall mit einem etwas älteren Notebook-Rechner bestreiten.

Ich geb euch dann Bescheid, wenn mein Alu-MacBook zum Verkauf steht! Wenn ich mich nicht doch noch anders entscheide …

32 Kommentare

Don

..durchaus gute Ãœberlegungen.
Ich arbeite seit 2008 auf meine IMac 20«, der mir vollends reicht. Er ist mittlerweile auch schon ein bisschen in die Jahre gekommen doch ist die Geschwindigkeit noch akzeptabel.
Ich kann einfach besser arbeiten, wenn ich einen »vernünftigen« Bildschirm hab und diese 20« reichen mir, wie gesagt, eigentlich auch zum Arbeiten. Dank Spaces brauch ich eigentlich auch keine 2ten Bildschirm, wennschon das eine Option wäre.
Wiederum auf der andern Seite weiss ich nicht, ob die etwas kleineren Bildschirme der iBook ect. ein bisschen Augenfreundlicher sind? Der iMac »strahlt« manchmal doch ganz schön, was ein Grund ist, weshalb ich den 27« nicht unbedingt in Betracht ziehe, lieber eine 2.ten Bildschirm daneben??
Bzgl. Neuanschaffung warte ich auch noch ein bisschen, für die 3GHz + 500MB mehr Speicher + Full HD, dafür geb ich keine 1200€ aus, lieber wareten, bis die neue Generation auch Quadcore Prozessoren haben und SSD wäre natürlch supper :)

Wex Stallion


Vielleicht ist das die Lösung: Arbeits- und Heimsphäre deutlich mit sehr unterschiedlichen Gerätekategorien abgrenzen, und den seltenen Unterwegs-Anwendungsfall mit einem etwas älteren Notebook-Rechner bestreiten.

Als Logistiker nenne ich das eine sinnvolle Einschätzung. ;)

Der Begriff »Unterwegs-Mythos« gefällt mir auch ganz gut.

Vielleicht liegt es an mir, aber mit Notebook in der Bahn war ich nie wirklich produktiv, Handy als Navi brauch ich irgendwie auch nicht wirklich; Routen kann man vorplanen, wenn man sich verfährt nimmt man eben für ein paar Euro einen Stadtplan an der Tanke mit, was immer noch günstiger und (vor allem) sinnvoller ist, als die Kölner Innenstadt auf drei Zoll Bildschirmdiagonale.
Ich kam auch nie in die Verlegenheit Motive zu fotografieren, die sofort ins Netz mussten. Es war immer ausreichend, die vom stationären Rechner aus hochzuladen. Und wenn alle Stricke reißen kann man immer noch ins Internet-Café gehen.


und den seltenen Unterwegs-Anwendungsfall mit einem etwas älteren Notebook-Rechner bestreiten.

Gefällt mir auch sehr gut. Ich glaube, die Fälle in denen unbedingt 200 Seiten in InDesign CS5 während der dreistündigen Bahnfahrt gesetzt werden müssen halten sich im recht überschaubaren Bereich. Und wenn es wirklich mal so brennen sollte, dann sollte das Budget auch für entsprechendes Leih-Equipment ausreichen.

Grütze
Wex

david

Ich habe seit drei Monaten ein 13-Zoll-MacBook Pro fürs Studium, neu gekauft direkt beim Apfelkonzern. Das heißt, gesehen habe ich es bislang kaum, da es gerade zum dritten Mal den Service verlässt. Mit externem Bildschirm (Original-DVI-Adapter!) hängt es sich stets nach ein paar Stunden auf.

Beim ersten Mal konnte das Problem nicht nachvollzogen werden, dafür machte man mein Festplattenkabel kaputt. Beim zweiten Mal wurde das behoben, und jetzt beim dritten Mal hat man offenbar endlich irgendetwas ausgetauscht, ich bin gespannt. Erst nach dem dritten Mal werde ich im Zweifel ein Neues bekommen können.

Leider ist mir das Problem nicht innerhalb der ersten zwei Wochen aufgefallen. Dann ging der Spaß natürlich los: stundenlange Fehlersuche (da der Fehler ja sehr verzögert auftritt), Neuinstallationen, Daten hin, Daten her etc. pp.

Natürlich ist das Betriebssystem seinen Konkurrenten haushoch überlegen; trotzdem werde ich in Zukunft wieder auf andere Hersteller setzen. Ich kaufte (als Student) ein Gerät in der Preisklasse, weil ich da auch ein wenig Zuverlässigkeit erwartete. So einen Service kann ich mir einfach nicht leisten.

Wollte ich mal loswerden, weil in deinem Blog (natürlich aus guten Gründen) ganz selbstverständlich nur von Apple-Produkten geredet wird. Bei anderen Herstellern sind ja schon die Modellpaletten der Horror, aber da muss ich in Zukunft wohl wieder durch.

david

Ach so, kurz noch: Den gleichen Fehler beklagen unzählige andere Benutzer in den Apple-Support-Foren. Von einem einzelnen »Montagswagen« kann also kaum die Rede sein. Den Apple-Genies ist davon freilich bislang stets kein einziger Fall zu Ohren gekommen. So ein serienmäßiges Problem hinzubekommen und dieses dann derart wenig entgegenkommend zu regeln, finde ich schon stark.

Matthias

Mir steht momentan leider nur mein Mac Pro als Arbeitsrechner zur Verfügung. Unterwegs habe ich zwar ein iPhone mit ich Emails schreiben und telefonieren kann. Aber vorort bei Kunden vermisse ich schon ein vernünftiges Notebook. Da würde ich allerdings kein MacBook Air nehmen, sondern (aus den Erfahrung mit meinem leider defekten iBook 12«) eher ein 15«-MacBook. Die 13er finde ich zu klein wenn man jemanden etwas zeigen will, das 17er wäre sicherlich ein Traumarbeitsgerät, aber leider nicht transportabel genug.
Ich denke, dass eine Kombination aus Desktop- und Notebookrechner für mich ideal wäre. Dagegen hätte ich wahrscheinlich keine sinnvolle Verwendung für ein iPad.

Tim Becker

Ich habe mich vor gar nicht allzu langer Zeit mit dem selben Problem beschäftigt.

Seit 2003 arbeite ich auch ausschließlich mit Notebooks. Seit 2007 auf dem Mac.

Da ich in den ersten zwei Jahren meiner Selbständigkeit viel zuhause, bei Kunden Vor-Ort und in Cafe’s die Arbeit erledigt hab, stellte sich die Frage nach einem festen Rechner nicht.

Seit einem Jahr im Büro habe ich einen großen Monitor, Tastatur mit Nummernfeld und eine gute Maus wieder schätzen gelernt. Das MacbookPro liegt somit nur noch zugeklappt und verkabelt auf dem Schreibtisch.

Bei der kürzlichen Neuanschaffung wäre es dann auch fast ein iMac im Büro und iPad für zuhause geworden.
Letztendlich habe ich mich aber erstmal wieder dagegen entschieden. Auch wenn ich mittlerweile fast 70% der Arbeit im Büro erledige, kommt es doch immer wieder mal vor das dort die Konzentration flöten geht und ich mich ins Cafe oder nach Hause verziehe.
Auch unterstütze ich hin und wieder Firmen als Freelancer – das dann meist Vor-Ort wo die eigene Arbeitsumgebung einfach produktiver ist.

Auf lange Sicht wird es aber wohl auch bei mir (wieder) einen festen Arbeitsplatz und wohl ein MacbookAir geben.

fwolf

Um den Apple-Fanboys mal in die Suppe zu spucken: Für Szenarien wie etwa Vorträge oder »ein kurzer Hack für unterwegs« tuts auch das (möglichst unixoide) Netbook ;)

Habe seit 2 Jahren ein hübsches Asus EeePC 1005H-Netbook, das mir schon in so mancher Lebenslage (Kurzvorträge am Webmontag, 1-wöchige Kundensessions in HH, Vorbereitungsarbeit unterwegs) geholfen hat.

Ich grüble allerdings momentan, ob ich mir aus Gründen der stärkeren Desktop-haftigkeit* noch ein gutes altes IBM/Lenovo ThinkPad oder Dell Latitude besorgen soll – mit beiden Marken habe ich bis dato (d.h. seit über 10 Jahren) nur gute Erfahrungen gemacht, was man von den Apfel-und-Ei-Tests nicht gerade sagen kann.

cu, w0lf.

* außerdem darf ich seit ein paar Monaten regelmäßig zwischen meiner aktuellen Heimstatt und der meiner Freundin pendeln; 2 1/2 Stunden Bummelbahn (und dank Bahnstreik gerne auch mal 6 Stunden) kann man durchaus sinnvoller nutzen als doof aus dem Fenster / in die Weltgeschichte hinaus zu glotzen.

Jan

Schöner Artikel. Vielen Dank dafür!

Ich bin auch dabei mein Apple Setup neuzustalten.

Ich habe gerade mein iPad verkauft und mir ein MBA 13« bestellt. Als Nächstes wird das 15« MBP verkauft und dann nach dem nächsten Produktupdate ein 27« iMac gekauft. In der Zwischenzeit werde ich mit dem MBA auskommen müssen.

Ich dachte das iPad wäre praktisch fürs bloggen unterwegs, aber man braucht einfach ein Multiwindow-System um ordentlich arbeiten zu können. Daher kommt mir das neue MBA sehr gelegen.

Simon Wehr

Neben unserer kompletten Desktop-Umgebung im Büro (Notebooks haben für manche Aufgaben zu wenig Leistung) haben wir daheim ein 12 Zoll Powerbook (oldskool!). Das kann nicht mehr viel, aber DVD spielen und DVBT decodieren und OnlineTickets buchen geht noch sehr prima. Und ein PDF für die zwei Vorträge im Jahr laufen auch noch formidabel. Mehr braucht’s daheim eigentlich nicht. Ein iPad fürs Sofa wäre natürlich lecker, aber ich habe zu viele DVDs, von daher geht das doch nicht so gut.

Gerrit

@Simon: Das DVD-Laufwerk des Powerbook 12 Zoll ist nicht kaputt? Das wundert mich wirklich! Bei mir geben alle Mac-Laufwerke nach einem Jahr kaputt!

hans_hansen

ich habe nie ein laptop besessen, ich bevorzuge schon immer desktop-rechner. der imac ist aber sehr fehleranfällig, ich habe mir daher einen mac-mini (aktuell 700 euro) mit schönem monitor dazu gekauft. mit 8GB ram hat der mini für mich als webdesigner genug leistung.

Simon Wehr

Gerrit, es hilft, keine Salamischeiben da reinzuschieben, obwohl die so schön das Laufwerk schmieren! :-)

Nein, das Ding läuft einwandfrei! Wir hatten einmal einen Akkutausch, weil der alte sonst explodiert wäre. Und der »neue« Akku ist inzwischen eher dazu da, unangenehme Lücken im Gehäusedesign zu unterbinden, er kann noch so ca. 5 Minuten. Aber das kennen wir ja von den Herren Akkus.

(Oh Gott, ich rede ja die ganze Zeit von wir und uns! Ich muss dringend zum Hofnarr und uns beraten lassen!)

Alexander Rutz

@Gerrit/@Simon Bei mir halten die DVD-Laufwerke auch nie lange. Vielleicht leben wir besonders staubig? Jedenfalls wäre ich nicht traurig ein 13er MBP ohne optisches Laufwerk, dafür aber mit i5 oder i7 zu haben.

Philipp

Toll, dass man hier erst eine Vorschau sieht, darf ich noch mal schreiben :-(

Also:

Der Grund für die kurze Lebensdauer der DVD Laufwerke hat mir ein Apple Techniker mal erklärt (dessen Lebensgeschichte ich nach einem halben dutzend Besuchen übrigens gut kenne).

Die Laser von DVD Laufwerken altern wohl bei Benutzung anfangs sehr stark, daher müssen die dann neu kalibriert werden, weil sich die Lichtstärke oder Frequenz ändert. Bei Apple geschieht dies anscheinend nicht, daher funktionieren die Laufwerke am Anfang ganz normal, Altern dann stark und müssten neu kalibriert werden. Das geschieht natürlich in einem fertig verbauten Laufwerk nicht, also liest es keine DVDs mehr (oder schreibt keine mehr)

Bei meinem 4 Monate altem MBP 15« Core i5 habe ich auch schon wieder enorme Probleme CDs zu schreiben. Von einer 10er Packung kann man höchstens 3 verwenden, der Rest geht in den Müll…

Es ist nicht alles Gold was äpfelt.
Der Unterschied zu anderen Herstellern ist aber, dass Apple sich wenigstens wirklich Mühe gibt Defekte zu reparieren, dies auch noch sehr schnell. Mein neues MacBook Pro habe ich übrigens von Apple umsonst bekommen. Auf Kulanz im Tausch gegen mein 2 Jahre altes MBP, welches den 5. Defekt in 24 Monaten hatte. Sehr Kundenfreundliches Angebot!

Lukas

@Philip, 14: Das klingt gerade so: Ich hab die CDU gewählt, die habens aber verkackt, deshalb wähle ich wieder CDU.

Schepp

Hol Dir für unterwegs doch einfach ein $netbook und pack Dir Mac OS X drauf. Kost´ doch zusammen kaum was, ist leicht und läuft 5-7 Stunden auf Akku. Die ASUS-Geräte scheinen sich da übrigens aufzudrängen

Christian Blume

Hast Du denn nicht die Möglichkeit das alte weiße MacBook mit einer SSD aufzurüsten?
Dann verkauf dein Alu-MacBook, hol dir den iMac und das Setup ist nahezu perfekt.

name

ich finde es schade, dass dein blog zu einem apple-schwuppen-blog verkommt :( war früher interessanter als es noch nicht solche iparaden gab…

Gerrit

@Christian Blume: Ja, das müsste ich dann mal testen. Neuer Akku ist dafür eh fällig!

@name: Ja, früher war alles besser. Stimmt. Jetzt wo du’s sagst, hör ich sofort auf damit.

j.d.

Geritt, vor solchen Ãœberlegungen steht glaub ich jeder ganz oft. Jedenfalls jedesmal wenn eine neue Anschaffung ins Haus steht. Ich habs ganz ähnlich wie du gelöst indem ich mir ein Spielzeug zum Surfen und Mails schreiben geholt habe (Dell Streak) den ich aber vorallem mobil nutze und zum arbeiten wird der Laptop rumgeschleppt da ich mir einfach nicht die Mühe mit zwei separaten vollständigen Systemen machen möchte und mir auch die Trennung von Arbeit und Privatem nicht so gewichtig ist.

Willi

Ich hatte jetzt drei Jahre lang ein Macbook C2D und habe es nun durch einen iMac 27” mit i3-Prozessor abgelöst (leider ohne SSD, da für mich zu teuer). 95% aller mobilen Aufgaben kann ich auch mit meinem iPad erledigen und für die restlichen 5% (Vorträge, solange Keynote für das iPad noch nicht mit der Mac-Version mithalten kann, sowie Xcode) habe ich ja noch das alte Macbook im Schrank.

Das Macbook hatte ich sowieso die meiste Zeit auf dem Schreibtisch an einen externen Monitor und weiteres Zubehör angeschlossen und nur noch selten unterwegs mit dabei. Es hingen also konstant etwa 5+ Kabel am Notebook, die in ein riesiges Kabelgewirr endeten – und natürlich litt darunter auch die Mobilität, da ich das Notebook zum Mitnehmen erst hätte „befreien“ müssen. Jetzt bin ich dank iMac zwar noch nicht ganz Kabel-frei, aber fast (was für ein Traum es doch wäre, wenn alle Geräte über Bluetooth oder Wifi kommunizieren könnten, hoffentlich kommt Wireless-USB bald mal in Fahrt!). Und dazu habe ich viel, viel mehr Leistung. Ganz davon zu sprechen, dass mein Macbook beim Anschluss eines externen Monitors ständig kochend heiß wurde, den Lüfter auf 6000 UPM hochjagte und trotzdem recht instabil lief – Gravis konnte trotz zweimaligen Mainboardaustauschs nicht helfen. Der iMac dagegen ist kaum zu hören.

Notebooks sind schon praktisch, wenn man hauptsächlich unterwegs einen Computer braucht oder am Schreibtisch mit einem kleinen 13” oder 15” Display auskommt (lies: für Eltern). Sobald man regelmäßig einen externen Monitor anschließen muss, haben sie meiner Meinung nach das große Nachsehen gegenüber einem iMac + einfachem Notebook.

Timtim

Das kommt sicher hauptsächlich auf die Lebensumstände an. Ich bin oft bei meiner Freundin oder mal am Wochenende bei meinen Eltern. Da brauche ich einen schnellen Laptop. Zuhause HDMI-Kabel und USB-Hub rein, fertig!

Jeena Paradies

Ich habe bisher immer am MacBook + großer Bildschirm, Tastatur und Maus von zu Hause aus gearbeitet.

Ich arbeite sogar sehr oft produktiv unterwegs. Ich habe täglich je eine Stunde Fahrt zur uni und zurück, muss auch an der Uni für die Arbeit Sachen sofort und nicht erst wenn ich zu Hause bin fixen können und ich arbeite auch alle paar Wochen für ein paar Tage in Stockholm in der Firma das 500 km weit weg ist.

So lange ich nur Web gemacht habe war das ganze perfekt, seit einem Jahr habe ich aber umgeschwänkt und arbeite vor allem an iPhone applikationen und da ist das zwei jahre alte MacBook einfach irgendwie zu langsam um lange produktiv zu arbeiten. Deshalb kommt bei mir auch ein iMac 27” (mit i7 und 16 GB RAM).

Das Problem ist, die unterwegs-Situation hat sich nicht geändert. Jetzt muss ich mal schauen wie ich die zwei Rechner in Zukunft synchronisiere so dass ich auch von Unterwegs auf alles zugreifen kann falls es notwendig wird.

Free the Pixel

@Jeena Paradies

Kauf dir doch ein aktuelles MacBook Pro, das ist doch auch wesentlich schneller als dein altes MacBook. Dann hast du das Problem mit dem Synchronisieren nicht und kannst auch unterwegs flott arbeiten.

fwolf

@ Free The Pixel: Nachteil beim MBP ist halt, dass er (Jeena) damit nur maximal 8 GB RAM haben kann. Wäre für mich übrigens auch ein Hinderungsgrund – außer, das aktuelle MBP hätte noch Luft nach oben, also Platz für weitere 8 GB oder gleich volle 16 GB RAM.

cu, w0lf.

Mark

Ich hab seit Anfang 2007 ein MBP im Dienst hab jetzt aber vor ca. 3 Monaten einen Mac Pro (wegen mehr Laufwerken als bei einem iMac möglich und der möglichkeit günstigere und bessere Fremd SSD´s zu verbauen) gekauft.

Mein MBP liegt seit 2 Monaten 3 Wochen und 6 Tagen geschlossen und unbenutzt auf meinem Schreibtisch.
Ich hab es früher ab und an mit zu Kunden genommen bis auf 2-3 Fälle war es aber nie Nötig.

Ich werd es wohl demnächst verkaufen das MBP in der Bucht gibt es ja noch ein par hunderter dafür…

Ãœberlegen solltest du auch ob ein Mac Pro mit SSD von Cosair und Co. nicht günstiger kommt als ein iMac mit SSD.
60GB kosten 100€ zum Booten und für die Programme mehr als genug. Dagegen stehen 675€ beim iMac für 256GB.
und noch Platz für 2 Weitere Platten mit 1-2 TB eine Davon hab ich als reine Photoshop Scratch Disc was das Arbeitstempo echt Positiv beeinflußt.
Und der MacPro hat mehr USB und FW800 Anschlüsse…

David Hellmann

Also ich hab nun seit zwei Wochen den ganz großen iMac mit 2.93 i7 und 8GB Ram. SSD ist mir immernoch zu teuer.

Von mir gibt es eine klare kaufempfehlung für den imac. super bildschirm und super leise und schnell.

ein 13« Air werde ich mir aber auch noch holen, klar braucht man es vielleicht nicht oft und es ist schon einwenig »luxus« aber es ist einfach ein tolles gerät.

Also kauf doch beide :)

ach ja das ipad liegt hier auch noch rum. gestern erst die diskussion gehabt bezüglich des ipads. es ist noch mehr luxus als ein air würde ich sagen. aber es macht spass es zu nutzen :)

Gerrit

@David: ich würde wahrscheinlich eher einen langsameren Prozessor nehmen und statt dessen die SSD. Preislich etwas das gleiche, aber effektiver.

David Hellmann

so gehts natürlich auch. aber mein gedanke war, das ich ne ssd nachrüsten kann. cpu eher nicht.

aber hol dir doch nem 21.5« + nen kleines Air, das sollte doch in etwa die gleiche Preislage sein.

Gerrit

@David: Ne, es müssen 24 Zoll sein. Und ich verkaufe das MacBook 13 Zoll dann wohl.

Simon Wehr

Sach mal Bescheid, wenns soweit ist! Könnte für mich interessant sein!

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