praegnanz.de büro für intervernetzte medien

Gerrit, 23.09.2007

Das www ist Vergangenheit

Diese schnuckelige Domain existiert nun schon seit 6 Jahren, es wurde Zeit, dass endlich Ordnung einkehrt:

  • www.praegnanz.de geht!
  • praegnanz.de kommt!

Endlich habe ich mich aufgerafft und in stundenlanger 3-minütiger Recherche drei wichtige Zeilen Apache-Code gefunden, die es nun möglich macht, dass sämtliche Anfragen auf die www-Subdomain direkt auf die Hauptdomain umgeleitet werden.

RewriteEngine On
RewriteCond %{HTTP_HOST} ^www\.praegnanz\.de$ [NC]
RewriteRule ^(.*)$ http://praegnanz.de/$1 [R=301,L]

Somit gibt es keinen doppelten Content mehr (Nachdem ich auch endlich die Domain typenfunk.de woanders hingeleitet habe).

Fühlt sich gleich viel besser an. Und ich bin jetzt auch Teil einer Bewegung: www. is depraced deprecated. (Hatte ich das nicht schon einmal verlinkt gehabt? Egal.) Wer macht mit?

45 Kommentare

  1. Ralf G. am 23. September 2007 #

    Niemand macht mit. Niemand der Ahnung von Netztradition und -konfiguration hat, zumindest. Aber wen’s schön macht, Cheers! ;)

  2. tom am 23. September 2007 #

    Nach der, ähem, überraschenden Erkenntnis, dass PNGs Alpha-Transparenz beherrschen nun also der nächste Hammerschlag des Fortschritts. Nicht mehr lange und praegnanz.de wird die technische Entwicklung der letzten zehn Jahre aufgeholt haben. ;)

  3. Peter am 23. September 2007 #

    Ich für meinen Teil bin und bleibe Teil der Pro-www-Bewegung (wenn es denn sowas gibt).

  4. Jens am 23. September 2007 #

    Wie immer man auch zu dem Thema stehen mag. Mit mod_rewrite sollte man das aber nicht machen. Das schluckt alleine wegen dem regulären Ausruck Performance. Besser und vor allem auch einfacher ist es in der httpd.conf (oder einer inkludierten conf für die Domain) die Option ServerAlias zu bemühen. Hast du also sowas wie ServerName www.praegnanz.de hängst du einfach ein ServerAlias preagnanz.de darunter.

    Weiteres im Apache-Manual: http://httpd.apache.org/docs/2.0/mod/core.html#serveralias

  5. Boris am 23. September 2007 #

    Es ist aber schon klar, dass »praegnanz.de« die Domain ist und »www« der Computer (in diesem Fall der Webserver), auf dem die Website eingerichtet ist?

    Und dass man das normalerweise in der Webserverkonfiguration (und nicht in der .htaccess) so einrichtet, dass beide URIs auf dasselbe Contentverzeichnis (document root) zugreifen? So, wie mein Vor-Kommentierer Jens das beschreibt, über einen ServerAlias.

  6. Dominik am 23. September 2007 #

    @tom
    Die »überraschende Erkenntnis, dass PNGs Alpha-Transparenz beherrschen« gab es hier gar nicht. Es ging explizit um PNG8, nicht um PNG32.

  7. amenthes am 23. September 2007 #

    Der Sinn ist ja gerade, dass genau das nicht passiert. Bzw. dass folgendes Passiert:

    Client fragt nach www.praegnanz.de
    Webserver sagt »Nö, hier is nix, schau nach praegnanz.de«

    Der Sinn ist, dass man nur unter einer der beiden Adressen tatsächlich Content anbietet, die andere aber nicht ins 404-Datennirvana zeigt.

    Ob es sinnvoll/nötig ist, das www. wegzulassen finde ich aber ebenfalls fraglich.

  8. Ritter Roland am 23. September 2007 #

    Als Englisch-LKler frage ich mich, was Onkel Gerrit wohl mit depraced meint.
    Als Mathe-LKler weiß ich, dass er deprecated meint.

  9. Florian am 23. September 2007 #

    Da mache ich schon länger mit. Finde aber das es eigentlich Geschmackssache ist ob man www. verwendet oder nicht. Und wegen der Suchmaschinen sollte eine der beiden auf die andere weiterleiten. Zumindest hört man das immer aus SEO-Kreisen, ich persönlich kann mir aber nicht vorstellen das Google nicht erkennt wenn www.praegnanz.de und pragnanz.de den gleichen Content haben, dass es sich um die selbe Webseite haltet.
    Und ich mache das auch nicht mit htaccess, sondern einfach in der Konfigurationsoberfläche meines (virtuellen) Webservers. Wie das technisch von statt geht? Keine Ahnung.

  10. stefano picco am 23. September 2007 #

    boah wat fies du bist,
    dat arme www,
    du fiese möp du!

    :D

    ... ich bin konservativ ^^

  11. Johannes am 23. September 2007 #

    das »www« ist sowieso eine total unsinnige und redundante Adresserweiterung. Ich verwende bei mir auch keine www’s mehr, Besucher die das tun werden unauffällig umgeleitet.

    Wenn mir mal jemand erklären kann wozu das »www« Sinn macht (außer Technik-DAUs zu vermitteln, dass es hier um »eine Adresse im Internet« geht – das geht leider schon so weit, dass es Leute gibt die glauben, dass man vor JEDE Adresse ein www setzen muss …. auch Emailadressen …), bin ich gespannt.
    Ich finds überflüssig und richtig dass du das »www abgeschafft« hast, Gerrit!

  12. Hannes am 23. September 2007 #

    Nur weil’s so schön passt (und ganz ohne Werbung machen zu wollen:)) http://www.fun.drno.de :)

  13. Stefan am 23. September 2007 #

    Mit Hilfe von https://www.google.com/webmasters/tools/ kann man übrigens selbst bestimmen, ob in Google-Suchergebnissen die URL mit oder ohne www. angezeigt werden soll.

    Davon abgesehen, finde ich das www. keinesfalls störend. Welche sachlichen Argumente sprechen denn gegen die Nutzung? Dass der User 4 Tastenanschläge weniger benötigt?

  14. Michel am 23. September 2007 #

    Mach ich schon lange, aber wenn ich mir so die Kommentare anschaue frage ich mich, ob das so richtig ist.

    Aber schön, dass du es nach 3 Jahren mal geschafft hast ;)

  15. Gerhard am 23. September 2007 #

    Anstatt die Dokumente sowohl direkt unter domain.tld als auch unter einer Subdomain wie www zu veröffentlichen sollte man sich für eine der beiden Varianten entscheiden und alle anderen Anfragen entsprechend umleiten.

  16. Martin am 23. September 2007 #

    Mit Hilfe von https://www.google.com/webmasters/tools/ kann man übrigens selbst bestimmen, ob in Google-Suchergebnissen die URL mit oder ohne www. angezeigt werden soll.

    Ja toll, da hat euch Google mal wieder was beigebracht, was nur ihnen nützt. Eine permanente Weiterleitung hingegen verstehen alle. Nicht nur andere Suchmaschinen, sondern auch Browser, die dann auch nichts mehr doppelt puffern müssen und besuchte Links konsequent kennzeichnen können. Siehe auch Kanonische Adressen bei schneegans.de.

  17. Gerrit van Aaken am 23. September 2007 #

    Whow, was für eine Resonanz, ich bin überwältigt. Scheint ja ein heißdiskutiertes Thema zu sein. Mein Hauptgrund für die Weiterleitung ist eigentlich ästhetischer Natur: Meine kleine Firma heißt »praegnanz.de«, in der E-Mail-Adresse gibt es auch kein www., warum sollte es also bei der URL dabei stehen? Natürlich wird auch weiterhin alles mit www. zugänglich sein, aber es wird halt umgeleitet. So macht’s übrigens auch der Gruber’s John.

    Und tom: Wie ich schon des öfteren geschrieben habe: Ich erhebe keinen Anspruch auf 1) Vollständigkeit 2) Aktualität und 3) Coolness meiner Beiträge. Alles nur ein kostenloses Angebot von meiner Seite – wer’s nicht lesen mag, trolle sich!

  18. Raven am 23. September 2007 #

    @Johannes:

    Den »Sinn« gab es vermutlich nie. Meine Verständnis der Angelegenheit: Es gab Zeiten, in denen ein Hostname in aller Regel einer Kiste im Schrank entsprach. Da stellte man sich dann halt unter anderem einen einen »www« (und einen »www2« und einen »www3«, ...) ins Regal, die sich um’s HTTP-Geschäft kümmerten. Ausgefeiltes Load Balancing, 1000 Kunden pro Server, Virtualisierung etc. kamen erst später.

    Außerdem wurde das Web populär und »http://www.foobar.de/« schien ach so häßlich zu drucken. Es wurde gekürzt, was suspekt aussah — Protokoll vorne, Slash hinten — begünstigt von den Browsern, die diese Teilchen auch nicht (mehr) verlangten. Als vermeintliches Substitut für’s Protokoll blieb in den Köpfen das »www« hängen.

    Jedenfalls bleibt es imo ein Indikator für einen technischen Sachverhalt (»Wir haben hier unter anderem so eine Kiste stehen  …«), der dann ad absurdum geführt wird, wenn gar keine anderen Hostnamen vorhanden sind — bzw. spätestens, wenn diese doch alle auf den selben Host verweisen.

  19. alex am 23. September 2007 #

    Sehe es ähnlich, es ist ästhetischer, dass man nebenbei noch google gefallen kann, soll da nur recht sein. Ich finde die Zeiten des www sind vorbei, es ist nur überflüssig. Die Art wie man die Besucher umleitet ist da schon spannender.

  20. Julian Schrader am 23. September 2007 #

    @Johannes: Richtig! Und deshalb ist es bei mir schon seit Jahren mit obiger Methode (@Gerrit) entfernt.

  21. John-P. Bader am 23. September 2007 #

    Natürlich kann man sich fragen ob man denn überhaupt noch www braucht aber es gibt einfach wirklich viele Leute die, egal wie die Adresse wirklich ist, immer ein www davor schreiben.

    Zu deinem Problem und deiner Lösung:

    Ein Rewrite ist der schlechteste Weg. Dieser kostet nämlich deutlich mehr CPU cycles als zum Beispiel ein Redirect.

    Der Redirect hat wiederum das Problem das Google selbigen nicht so toll findet und nicht cachen kann. Das kann man allerding umgehen in dem man dem Apachen noch sagt das www.domain.org »301 Moved permanently« ist. Das bedeutet das Browser oder Suchmaschinen mitgeteilt bekommen das sie erstens: auf domain.org weitergeleitet werden (redirect welcher im client also browser etc. passiert und nicht auf dem server selbst) und das zweistens dem Client gesagt wird das die Ressource www.domain.org nicht mehr existiert und fortan unter domain.org zu finden ist was dien Client veranlasst auch alte Caches nicht mehr zu benutzen.

    Also noch mal kurz. Statt einem Rewrite machst du einen Redirect und gibst für www.domain.org ein 301 HTTP Status Code zurück (Moved Permanently).

    Das spart dem Apachen einiges an CPU zeit und Protokollkonform ist das auch in höchstem Maße. Freuen sich die Browser und Google + Konsorten ebenso.

    Grüße, der John

  22. Matthias Mauch am 23. September 2007 #

    Zuerst ein kleiner Hinweis.

    Das Code-Beispiel ragt bei Windows mit großer Schrift (120dpi) aus dem dafür geschaffenen Rechteck (der graue Hintergrund) heraus.

    Zum Thema www-Subdomain und doppelter Content ist zu sagen, das es bis jetzt keine eindeutige Empfehlung hierfür gibt. Viele Einsteiger tippen www, viele Webseiten aus meinen Bookmarks (auch internationale) haben ebenfalls das www. Für meine eigene Seite habe ich es umgedreht auf die www-Subdomain, trotz »www is deprecated«.

  23. tolki am 23. September 2007 #

    na also mal einen kommentar aus den ‘SEO-Kreisen’:

    per httpd-conf den ServerAlias umzustellen ist eine praktik, die google per downranking (abzüge beim pr) bestraft; stichwort ‘duplicate content’, manchmal auch fälschlich ‘double content’
    gerade aus vorh. punkt muss man sich aus seo-sicht für oder gegen das www entscheiden
    dauerhaft wird der traffic durch suchmaschinen hervorgerufene traffic verhindert, s.u.

    die einzige für suchmaschinen sinnvollen umleitungen geschehen mit status 301. warum? 301 ist der http-code für ‘ständige weiterleitung’! der kann hervorgerufen werden durch:
    htaccess (nur apache – logisch) ([R=301])
    script-header (in z.b. php header)

    wers anders macht hat sich nicht bewusst entschieden, ist ein nobelpreiswürdiges genie oder hat die problemstellung nicht verstanden  …

    dadurch, dass sowohl jeder browser (jawohl, sogar mosaic!) als auch der blödeste bot gesagt bekommt ’301 – ständige weiterleitung’ wird er zukünftig nicht mehr beim angegebenen url nachfragen, sondern seine anfrage auf die umgeleitete domain ‘bündeln’.

    zusammengefasst: ausser dem ästhetischen empfinden bringt das umleiten, das google´s pr nicht mehr ‘downgeranked’ wird (die ‘doppelten’ seiten bringen natürlich nix, sondern werden im index ja nur einmal berücksichtigt ;)), spart man sich traffic.

    ps
    google & co. erkennen natürlich NICHT selbständig, dass nur ein url abgerufen werden soll! wäre ja auch noch schöner, wenn google die hälfte des webs nicht durchsuchte, weil da ‘irgendeine’ subdomain vorhängt.

    pps
    ‘www’ an sich ist eine historisch gewachsene abkürzung. in jüngerer vergangenheit gab es relativ viele unternehmen, die hinter dem ‘www.’ ihren internet-auftritt hatten und ohne ihr intranet zur verfügung stellten  … und so  …

    ppps
    die redirect-lösung ist tatsächlich cpu-freundlicher, funktioniert aber nur bei neuen domains. warum?
    Redirecthttp://pragnanz.de – OK
    http://www.praegnanz.de – umgeleitet auf praegnanz.de – OK
    http://praegnanz.de/weblog/artikel – OK
    http://www.praegnanz.de/weblog/artikel – umgeleitet auf pragnenz.de – ahhhhh, meine Parameter!!
    Rewrite
    http://pragnanz.de – OK
    http://www.praegnanz.de – umgeschrieben auf praegnanz.de – OK
    http://praegnanz.de/weblog/artikel – OK
    http://www.praegnanz.de/weblog/artikel – umgeschrieben auf pragnenz.de/weblog/artikel – OK
    Ganz Einfach!

  24. Raven am 23. September 2007 #

    @Jens und John-P.: Habt ihr Gerrits Codeschnippsel überhaupt mal angesehen? Ein 301 Moved Permanently ist doch genau das, was er benutzt  …

    (Und Performanceprobleme gibt’s auch keine, mod_rewrite ist ja wohl kaum langsamer als ein einzeiliges Skript, das den gleichen Header ausgeben würde. Abgesehen davon, dass die Umleitung eh nur ein einziges Mal stattfindet, wenn überhaupt.)

  25. Gerrit van Aaken am 23. September 2007 #

    Die Performance-Problematik sehe ich bei mir nicht wirklich: Schließlich ist das nur ein kleines Blog mit überschaubaren Nutzerzahlen, außerdem ist so ein kleiner Rewrite im Verhältnis zu Ladezeiten-Killern wie Flickr-Galerie und Gravateren komplett vernachlässigbar!

  26. at am 23. September 2007 #

    Solange es viele Seiten wie beispielsweise die von Cyberport gibt, die »cyberport.de« im Titel trägt, über diese Adresse ohne »www.« jedoch nicht zu erreichen ist, wird sich wenig daran ändern, dass das »www.« von vielen intuitiv mit eingegeben wird.
    Und auf Geschäftspapieren finde ich das »www.« als Equivalent zu »fon« oder »fax« sogar ganz praktisch, zumal das Weglassen der Subdomain besonders dann seltsam wirkt, wenn direkt darüber eine E-Mail-Adresse steht. Geradezu als würde dort etwas fehlen, schließlich steht bei der E-Mail-Adresse ja auch etwas vor der Domain. Und »Internet:« wirkt dort doch sehr fremdartig.

  27. Agor am 23. September 2007 #

    Jemand der professionell Websites entwickelt, macht sich unglaubwürdig, wenn er keine Standard-Domain verwendet. Denn wäre die Website sowohl mit Third-Level-Domain www als auch ohne eine Third-Level-Domain erreichbar, so hätte der Webmaster seine Hausaufgaben im Bereich Suchmaschinenoptimierung nicht gemacht. Dass Double Content von schlechteren Platzierungen bis hin zum Verschwinden aus den SERPs der Suchmaschinen führen kann, ist SEO-Grundwissen. Und das sollte Voraussetzung sein, wenn man seriöse Website-Erstellung anbietet.

    Davon abgesehen, finde ich das www. keinesfalls störend. Welche sachlichen Argumente sprechen denn gegen die Nutzung? Dass der User 4 Tastenanschläge weniger benötigt?

    Es gibt einige Gründe, die dafür sprechen, auf die Third-Level-Domain www zu verzichten:

    - Die Third-Level-Domain ist schlicht unnötig und sollte alleine deshalb weggelassen werden.

    - Zeitungen und Zeitschriften drucken eine lange URL möglicherweise nicht ab, da sie nicht ins Layout passt. Bleibt nur zu hoffen, dass wenigstens nicht die URL der Konkurrenz erwähnt wird, da sie kürzer ist.

    - Wird eine lange URL auf einer Website erwähnt, so zerschießt diese evtl. das Layout. Das sieht häßlich aus.

    - Um das zu vermeiden, wird der Link möglicherweise umgegebrochen. Mit etwas Pech geht dabei die (korrekte) Verlinkung verloren. (Gerade in Foren und E-Mail passiert dies häufig. Reintextnachrichten z. B. brechen in der Regel nach 72 Zeichen um.)

    - Ohne die Third-Level-Domain www ist die URL kürzer. Dadurch werden in den SERPs möglicherweise Keywords in der URL fett markiert, für die ansonsten kein Platz mehr gewesen wäre. Dies wiederum erweckt die Aufmerksamkeit des Suchenden.

    - URLs ohne die Third-Level-Domain www sind webzweinullig und erwecken den Anschein, der Webmaster wäre 1337. ;-)

  28. Perun am 23. September 2007 #

    Ich mache in meinem Weblog genau das Gegenteil. Ich leite alle Anfragen auf www um. Das macht Sinn, weil ich es einfach schöner und sinnvoller mit www. finde und weil ich auf Visitenkarten wie auf Briefpapier überall www. davor habe.

    Zudem habe ich gemerkt, dass speziell weniger erfahrene Nutzer (mit denen ich sehr viel beruflichen Kontakt habe), eine URL nicht erkennen wenn z.B. nur domain.de ausgeschrieben ist. Für die muss man dann noch extra das http:// ausschreiben. Allerdings www.domain.de erkennen die sofort und www.domain.de sieht schöner aus als http://domain.de.

    Auch ein großer Teil der Foren-Software macht aus www.domain.de automatisch einen Link. Wenn man dagegen nur domain.de einfügt passiert logischerweise nix, also muss man dann hier auch http:// davor schreiben um das gleiche zu erreichen.

    Mich überzeugen die Argumente der www-Gegner überhaupt nicht. Es gibt vieles im Leben was redundant ist und wir es gerne machen. Das www. gehört für mich dazu wie ein gutes Espresso oder Mocca nach dem Essen.

    Und es gibt vieles im Leben was (angeblich) überholt ist: höflich zu sein, freundlich zu sein etc. und wir es trotzdem noch machen.

    Und die duplicate-content-Geschichte nimmt imho langsam aber sicher hysterische Ausmaße an. Ich warte nur darauf dass sich Leute keine zwei paar gleicher Unterhosen kaufen, weil die Angst haben von Google wegen duplicate-content abgestraft zu werden :-).

    Für mich gehört das www. einfach dazu, kommt vielleicht u.a. deswegen, weil die »web-sozialisation« Mitte der neunziger gemacht habe.

  29. Perun am 23. September 2007 #

    @Agor,

    wenn man sich deine Argumente anschaut, ist dieses:

    URLs ohne die Third-Level-Domain www sind webzweinullig und erwecken den Anschein, der Webmaster wäre 1337. ;-)

    das einzige was Stand hält ;-). Und das ist auch der wirkliche Grund warum die Leute auf www. verzichten wollen. Aber das ist auch OK.

  30. Julia am 23. September 2007 #

    nennt sich im fach-jargon auch: url canonicalization

  31. Söan am 23. September 2007 #

    Ich weiß dass du nicht wordpress hat, passt aber zum Thema. Morgen erscheint Wordpress 2.3:

    SEO Verbesserung

    Für gewöhnlich ist es möglich, einen Blog sowohl über www. als auch ohne aufzurufen. Suchmaschinen können, sofern sie beide Versionen “entdecken” dies als duplicate content ansehen und deshalb abstrafen. WordPress leitet nun intern immer zu der Adresse um, die im Adminmenü eingestellt wurde. Ist also z.B. http://example.org als Blog-URL definiert, so wird automatisch auf diese Adresse umgeleitet, sollte jemand den Blog über http://www.example.org aufrufen.

  32. Gero am 24. September 2007 #

    Wie durch Zufall hatte ich kürzlich mal drüber nachgedacht, um des Effektes Willen mal eine Minisite nicht mit www.xyz.tld, sondern mit qqq.xyz.tld oder einem anderen Buchstaben vorneweg zu versehen. ... Und sag mir bitte keiner, dass das für den Google PR nichts bringt – das wäre wirklich nur als Spaß für ein begrenztes Publikum gedacht.

  33. Rubén am 24. September 2007 #

    Ich mache das ebenfalls schon lange. Ganz simpel über das Webserver-Interface, wo die Subdomain www. einfach auf die normale URL umgeleitet wird. Keine Ahnung wie das intern abläuft, aber es funktioniert tadellos.

    Ein Argument gegen www. ist auch noch, dass ich sinnvolle Subdomains (also für Länderauftritte oder einzelne Bereiche einer Seite) eine schöne Sache finde, und da stört das www. dann erst recht.

    Dass das www. vielleicht dazu beiträgt, eine URL zu erkennen, halte ich zwar für möglich, das http:// halte ich aber für um einiges schöner, zumal es tatsächlich immer im Browser zu sehen ist und daher auch für unerfahrene Nutzer als bekannt voraussetzbar ist.

  34. Michael am 24. September 2007 #

    Mal ne dumme Frage: Wie ist denn das bei 1&1 geregelt?
    Da habe ich gar nichts konfiguriert und trotzdem werden dieselben Inhalte unter der www.domain.de als auch unter domain.de gefunden. In der Hilfe habe ich nichts gefunden. Kann man das abschalten?

  35. codethief am 24. September 2007 #

    Ein weiterer Grund gegen www. ist außerdem der erhöhte Konfigurationsaufwand beim Web-Server. Wie gesagt, das mag früher vielleicht Sinn gemacht haben, als Mail-, Web- und alle anderen Server noch auf verschiedenen Kisten liefen, aber den hat es seit langem verloren. Und foo@bar.tld muss auch noch nicht mal eine Email-Adresse sein, es kann genauso gut auch eine MSN- oder eine Jabber-ID sein.

    @denjenigen, der meinte, dass ein www. auf Geschäftsbriefen schöner ist und usw.: Wie wär’s denn, wenn du folgendes schreibst: »www: domain.tld« ?

    Bei einer direkten Weiterleitung von www.domain.tld auf domain.tld sehe ich nur das Problem, dass es den Benutzer nicht erzieht. Denn er wird auch weiterhin www. eingeben, und sich höchstens wundern, wieso es denn immer verschwindet. Ich werde wohl demnächst unter meiner www.-Subdomain eine Infoseite zu diesem Thema einrichten, die die Besucher vielleicht endlich aufklären wird. Macht wer mit? :)

  36. Sebastian Gruber am 25. September 2007 #

    michael:
    1&1 wird wohl die weiter oben schon erwähnte methode mit ServerAlias verwenden.

  37. Raven am 25. September 2007 #

    Das 1&1-Problem hab ich auch bei einem Kunden. www liefert den gleichen Content, ist aber nicht im Backend in der der Liste der Subdomains verzeichnet.

    Ich bin nun dazu übergegangen, eine andere (»sinnvolle«) Subdomain zu nutzen und Domain plus www-Subdomain umzuleiten (mit [R=permanent], ohne L ;).

  38. Dentaku am 27. September 2007 #

    Ich mache auch mit.

  39. Michael am 27. September 2007 #

    Zum 1&1 »Problem: Na ja, die Frage ist, ob Duplicate Content wirklich so schlimm ist. Google selber sagt ja, dass dem nicht so sei, es wird einfach eine der beiden Versionen berücksichtigt, die andere ignoriert.

  40. Dominique am 27. September 2007 #

    Also meine Meinung ist ganz klar pro www.
    Hier wird der Grundgedanke, dass ein Server, der mit einer Domain erreichbar ist auch automatisch ein Webserver sein muss in den Vordergrund geschoben. Das stimmt aber bei Weitem nicht. Ich selber betreue mehrere Server für Kunden die eine domain nutzen aber keinen Webserver dahinter haben. Mag vielleicht ungewöhnlich sein aber kommt nunmal vor.
    Die Einteilung mit dem WWW ergibt sich spätestens wenn man eine Domain ala ftp.domain.tld vorfindet. es wird also unterschieden zwischen verschiedenen Protokollen oder Diensten. Wenn der Kunde/Nutzer/Besucher nun nur ein domain.tld sieht weiß er nicht um welchen Dienst es sich handelt. Ich muss dazu sagen, dass wer www weglässt auch kein ftp oder ähnliches machen sollte weil das sieht sehr ungleich aus …
    Wer www weglässt muss dass http:// halt angeben um das Protokoll zu klären weil sonst das Problem mit den unerfahrenen Nutzern und ihr ständiges WWW dazuschreiben nur verlagert wird. Hier wird eine Revolution angestrebt die unnötig ist und es nicht besser sondern erstmal unüberischtlicher macht.

  41. Gerhard am 28. September 2007 #

    Unter der Subdomain „www“ kann ein Webserver zu finden sein. Aber auch genauso gut ein FTP-Server. Gerade für unerfahrene Nutzer ist das letztendlich egal: Der Inhalt eines FTP-Servers kann schließlich auch in einem Webbrowser betrachtet werden.

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