Darum ist Google+ derzeit keine Gefahr für Twitter

Die gleiche Information. Links auf Google+, rechts auf Twitter (mit der offiziellen Mac-OS-X-Applikation):

Mehr Worte, aber exakt meine Meinung im t3n

30 Kommentare

Toni

Und warum genau ist Google+ denn derzeit keine Gefahr für Twitter?

Wenn es um die visuelle Aufbereitung der beiden Dienste geht, würde ich die linke Information der rechten vorziehen, also Google Plus.

Wenn für dich die Sperrung des Google-Plus-Accounts gegen den Dienst spricht – Google wird sich bei dem Prozedere etwas gedacht haben und sicher auch wieder mal Grenzen ausloten. Die werden mit Sicherheit relativ schnell einen Standardprozess für entsprechende Fälle einführen.

Gerrit

@Toni: Die linke Information ist geschwätzig und redundant, falls es dir nicht aufgefallen ist. Das ist keine Geschmackssache, sondern Gesetz ;-)

Was die Klarnamen angeht. Ist mir schnuppe, weil ich keinen Nickname habe und immer mit Klarnamen kommuniziere.

Dirk

Aus meiner Sicht, stellt sich das etwas anders dar. Wie man sieht, hat der ursprüngliche Autor nicht nur einen Link gepostet, sondern auch noch persönliche Anmerkungen dazu ergänzt. Zudem entspinnt sich auf G+ offenbar umgehend eine Diskussion (laut Screenshot 6 Kommentare).

Von all dem bekommst man auf Twitter nichts mit, weil Twitter nicht auf Kommunikation, sondern vordergründig auf »Rufen in den Wald« ausgelegt ist. Wer mithören will, kann dies zwar tun, das Feedback bleibt mitlesenden aber in der Regel bereits verschlossen.

Wenn man 500 Leuten folgt, dann zählt bei Twitter sicher die Masse an Informationen, die nur als 4-Zeiler erträglich – und dennoch auf Dauer nicht immer überschaubar – ist (oder liest Du alle Tweets, die in 8 Stunden Nachtschlaf gepostet werden?).

Bei G+ gibts im Mittel mehr Informationen pro Post, da heisst es halt, aussortieren, um das Rauschen zu reduzieren. Dafür ist das Followerprinzip aber auch bestens geeignet. Deshalb ist das für mich kein Nachteil.

DrWatson

Für genau diesen Post mag das so sein. Für viele andere Posts auch. Für viele weitere andere Posts aber gerade eben nicht (nämlich für solche, die einen interessieren). Im Moment stolpert man bei Google+ noch über viele Posts, die einen in ihrer Ausführlichkeit nicht interessieren. Dann ist die platzraubende Art sicher nervig. Auf Twitter stolpert man über ebensoviele Themen, die einen nicht sonderlich interessieren. Man skippt leichter darüber hinweg. Meine Schlussfolgerung wäre aber nicht, dass Google+ deshalb noch keine Gefahr für Twitter ist, sondern dass Google+ nicht Twitter ist, derzeit aber noch viel so genutzt wird. Wenn das so bleibt, wäre Google+ das schlechtere Twitter und deine Aussage umfänglich korrekt. Ich denke aber, dass sich das noch ändern wird. Man wird sowohl als Leser als auch als Publisher auf Google+ anders agieren (müssen), sonst ergibt das keinen Sinn (wir brauchen ja kein zweites Twitter). Vielleicht tritt das auch nie ein. Dann hättest du auch wieder recht ;)

Martin

Man erweitere die Twitter-Spalte um noch 10 weitere Tweets darüber, daß sich jemand am Hintern gekratzt hat, dann würde der Vergleich in etwa stimmen. :)

Gerrit

Wer mehr zu sagen hat als 140 Zeichen (was für die meisten Themen nicht zutrifft), setzt in Twitter einen Link. Somit enthält die Twitter-Timeline zwei Arten von Beiträgen: Die einen sind in 140 Zeichen abgeschlossen. Die anderen sind Teaser auf vollständige Beiträge, die meines Erachtens in Blogs gehören, nicht in Walled Gardens.

Ich sehe nicht den Nutzen, eine komplexe Diskussion über ein Thema auf einem Social-Network abzuhalten. Es gibt hochinteressante, 10 Jahre alte Blogeinträge von Dave Winer, weil das offene Web bleibt, doch Social Networks kommen und gehen alle drei bis vier Jahre.

@Martin: Welchen Idioten folgst du denn? Selber schuld!

no

Ich habe mir das Bild angeschaut, ohne irgendetwas über den dort beschriebenen Vorgang (Sperrung des G+-Pofils, SPON-Artikel etc.) zu wissen.
Nachdem ich die Twitternachricht gelesen hatte, wusste ich nur, dass da ein Profil gesperrt und wieder freigeschaltet wurde. Nachdem ich die G+-Diskussion gelesen hatte, fühlte ich mich dagegen umfassend über den gesamten Vorgang informiert, und das in relativ kompakter Form.
Von gleicher Information kann also überhaupt nicht die Rede sein.

no

Gerrit, dein letzter Kommentar erklärt einiges. Wer den Sinn von Social Networks nur im Veröffentlichen von Links sieht und dort keine Diskussionen sehen will, wird natürlich kein Social Network mögen, das nicht Twitter ist.

Martin

Schau dir mal deine eigene Timeline an. Gleich in den ersten Tweets ist von Gynäkologenstühlen, Pissoirdeckel und Nagelscheren die Rede.

Dieter

Tja, nach meiner Auffassung ist Google+ für Twitter etwa die gleiche Gefahr wie Google Chrome für den Firefox. Nicht sofort, aber mittelfristig schon.

Konkret: Google Chrome scheint überwiegend Nutzer vom Firefox statt vom Internet Explorer für sich zu gewinnen und Google+ überwiegend Nutzer von Twitter statt von Facebook. Hätte mir das anders erhofft, aber vielleicht kommt das ja noch. ;-)

Fazit: Deine Einschränkung »derzeit« halte ich für zutreffend. :-)

Michael Schmid

@gerrit: Ich hab die Intention deines Beitrags verstanden und stimme dir zu…

DrWatson

@gerrit: Wobei die Darstellung(smöglichkeiten) auf Google+ mich öfter dazu verleiten, einen Link zu klicken, als auf Twitter. Schwierig finde ich dabei nur, dass sich die Kommentare auch eher verteilen – auf den Blogbeitrag und auf G+ (wie an diesem Beitrag zu sehen)

Willi

Ich habe Social Networks wie Facebook oder jetzt Google-Facebook noch nie in Konkurrenz zum Kommunikationskanal Twitter gesehen. Bei Social Networks gehts um Kontakte, bei Twitter um Informationen.

Markus Schlegel

Wer kam denn ursprünglich auf die hanebüchene Idee, Google+ mit Twitter zu vergleichen? Nur weil beide ein Follower-Modell haben? (Google+ ein verkacktes und Twitter ein funktionierendes)

Google+ hat genau ein Feature, das man will und das bei Twitter nicht funktioniert: Kommentarthreads. Den Rest kann man vergessen:

* Seltsames semi-bidirektionales Follower-Modell
* Privacy-Blödsinn durch Circles
* Keine 140-Zeichenbegrenzung
* Bei Facebook geklautes und immernoch unsinniges Liken/Pluseinsen
* Die »Retweets« gehen davon aus, derjenige, der den Inhalt re-postet sei wichtiger als der ursprüngliche Autor (was imho falsch ist)

Zur Klarnamendiskussion: Gut so, wie es ist! Dadurch wird von Anfang an sinnlosen Handles wie »tolle_eierkocher«, »iPhoneBloggerdotcom« und »Marketing3000Yeehawirsindcool« ein Riegel vorgeschoben. Klares Statement von Google: Auf G+ geht es ausschließlich um Personen. Meine Timeline wird nicht durch Firmen, Organisationen, Vereine oder sonstige Gruppierungen verwässert. Ich kann mir sicher sein, dass sich in meiner Timeline nur subjektive Meinungen finden. Anders als mit der Klarnamen-Policy ließe sich das wahrscheinlich nur schwer durchsetzen.

Mshdgm Junior

Ich hab keine Ahnung warum die ganze Weltbevölkerung so blöde ist den Geldhungrigen Marxisten Ihre Seelen zu übertragen so damit diese Linken Sch es für jede Menge Kohle eintauschen können.

Es war Jahrhunderte schon bekannt aber wurde erst jetzt durch all die noch mehr verdummenden Sozial Networkseiten endlich bestätigt!

Intelligenz ist am aussterben. Verbleiben werden wild auf den Straßen herumrennende, gebeugte, ineinander zusammenstossenden so gierig in ein keines Hand-Fenster klotzende Menschenaffen

Das is die neueste, sch schnellstens entwickelnde Globale Rasse.

Nach über tausenden von Jahren in seiner Existenz ist der gesunde Mensch nun endlich am aussterben!

Na endlich.

Und die Morale?

Na die erfreuliche Nachricht dabei ist dass diese neue Rasse eine unglaublich kurze Lebenserwartung besitzt und sich selbst am schnellsten vom Fenster wegputzten wird (natürlich nur durch ihren unglaublich hohen Verblödungsanteil in deren geringen Gehirnmasse).

Wenn dann die Möchte-Gern-Affen dann endlich weg sind, dann ist es Zeit für die ehrlichen Affen wieder die Welt in den Griff zu nehmen.

Vielleicht, 3 Million Jahre später, vielleicht dann wird ein Affe wieder lernen sich als ein Mensch auszugeben und vielleicht dann wird er gelernt haben was ein Mensch wirklich mit seinem Gehirn anfangen soll.

lab

Ein wichtiger Vorteil von Blogs scheint mir – gerade jetzt in dieser Minute – zu sein, dass der Hausherr eines Blog Kommentare, die ein gewisses Maß an Trolligkeit überschreiten, einfach löschen kann…

Ansonsten kann ich Deine Einschätzung (Gerrit) auch nicht teilen.
Ja, in Deinem Beispiel gibt es auf der Seite von Google+ redundante Informationen – dafür fehlen auf der Twitter-Seite welche.
Da Google+ neu ist, müssen sich die optimalen Nutzungsgewohnheiten erst einstellen. Nach einer Weile wird vermutlich niemand mehr auf die Idee kommen, Postings von Sascha Lobo zu resharen. Aber auch das Resharen ist mMn. ein Beleg, dass Twitter sich warm anziehen muss: die Leute sehen offenbar in Google+ ein Tool, das wie Twitter zu nutzen ist.

Google+ wird mMn. Twitter das Leben sehr schwer machen, eben weil es mehr als 140 Zeichen zulässt, weil es nachverfolgbare Diskussionen ermöglich und nicht zuletzt, weil es die selbe Zielgruppe anspricht.
Vermutlich wird Twitter das (zumindest eine Zeitlang) überleben – es gibt ja trotz der Google-Suche z.B. auch noch Yahoo – aber es wird Twitter ziemlich schaden.

Willi

„Google+ wird mMn. Twitter das Leben sehr schwer machen, eben weil es mehr als 140 Zeichen zulässt, weil es nachverfolgbare Diskussionen ermöglich und nicht zuletzt, weil es die selbe Zielgruppe anspricht.“

Twitter ist nicht trotz, sondern wegen der Begrenzung auf 140 Zeichen so erfolgreich. Das ist keine technische Begrenzung, sondern eine ganz bewusste Entscheidung, um die Informationen auf das wesentliche zu fokussieren. Google Plus ist kein Twitter und keine Konkurrenz zu Twitter. Google Plus ist bestenfalls eine Konkurrenz zu Blogs wie Tumblr.

no

@Willi: »Das ist keine technische Begrenzung, sondern eine ganz bewusste Entscheidung, um die Informationen auf das wesentliche zu fokussieren.«

Ich weiß zwar nicht genau, was in den Köpfen der Schöpfer von Twitter vorging. Aber ich vermute eher, dass die maximale Länge einer SMS von 160 Zeichen der entscheidende Grund für die 140-Zeichen-Begrenzung war (man braucht ja noch etwas Platz für den Benutzernamen).

Bertram Simon

Ich muss mich an das Mehr an Informationen auch erst einmal gewöhnen, finde es aber gut. Da ich die Tastatur benutze (j und k), kann ich mich sehr schnell durch die Beiträge bewegen.

Ulf J. Froitzheim

@Markus Schlegel (14.):

Was soll dieser Hass? Sind wir hier in einem Glaubenskrieg? Niemand wird gezwungen, Google+ zu nutzen. Man könnte ja einfach auch tolerieren, dass andere Menschen Privacy nicht für blödsinnig halten und die Circles gut finden. Vielleicht haben sie ja länger oder gründlicher darüber nachgedacht.

Klar: Jeder Mensch hat das Recht, die ihm zustehende informationelle Selbstbestimmung durch den Schornstein zu jagen. Aber er hat eben nicht die Pflicht dazu.

Dass es eine Menge Idioten gibt, die aus Ahnungslosigkeit die Maschinerie des Datenhandel mit Rohstoff versorgen, heißt nicht, dass sich andere an diesen Deppen ein Beispiel nehmen sollten.

Wenn Privacy wirklich Bullshit und von gestern wäre, müsste man konsequenterweise dafür plädieren, dass jedem Baby noch in der Entbindungsstation ein Wattestäbchen durch die Schnüss gezogen wird – zwecks Vorratsspeicherung in der Großen DNS-Datenbank des fürsorglichen Staates. Das Kind könnte sich ja eines Tages für eine kriminelle Laufbahn entscheiden. Da muss man also was tun und zugreifen, solange der spätere Deliquent noch nichts zu verbergen hat.

Ich kenne einen früheren Datenschützer, der hat mal den Begriff des »totalitären Rechtsstaats« geprägt, in dem jede Ãœberwachungsmethode eine gesetzliche Grundlage hat.

Auch was die Klarnamen angeht, springst Du zu kurz. Trolle und Marketingfuzzis sind flexibel genug, sich unter Namen wie Florian Müller oder Jana Schulze zu registrieren. Spam à la »Marketing3000Yeehawirsindcool« erkennt man dagegen sofort. Ohne die Circles als vom Empfänger gesetzter Filter bringen Klarnamen also rein gar nichts.

Willi

@no: Bei Twitter geht es bewusst um Kurznachrichten, so hebt es sich ja von Blogs ab. Dass es einen Zusammenhang der genauen Nachrichtenlänge mit der Zeichenbegrenzung von SMS geben mag, kann sein. Aber dass man sich überhaupt für Kurznachrichten entschieden hat, war garantiert genau durchdacht und stand sicher vor der Frage, ob man zu SMS kompatibel sein will.

Frank

Ich gebe Dir vollkommen recht, Gerrit. Der Wert der Einfachheit im Netz wird häufig unterschätzt.

Oder anders ausgedrückt: mit Google Circles hätte man wohl kaum die Arabische Revolution in Gang gesetzt.

Sinto

@Frank: Doch, hätte man. Und du wirst es kaum glauben, aber es gab sogar schon erfolgreiche Revolutionen, bevor es überhaupt das Internet gab.

Pascal

Ich denke nicht das Twitter durch Google+ sonderlich bedroht wird. Dennoch denke ich das Twitter generell auf einem absteigenden Ast sitz ;-)

Jan

Ich denke, dass der Vergleich zwischen Google+ und Twitter nicht unbedingt passt, wie es die Vorredner auch schon geäußert haben.

Google will meines Erachtens als Informationsplattform im Sinne von Sozialer Suche Marktanteile an Facebook nicht verlieren. Daher der Dienst und die Like/Plus funktion.

Bei Twitter kannman seinen Nachfolgern eine kurze Info über etwas nützliches mitteilen. Mit dauerhafter sozialer Suche hat dies nichts zu tun, denke ich (als Nichtnutzer von twitter, Facebook und Google+) ;)

Schröder

So wie ich das ganze sehe sind Go…e + und Twi..er 2 völlig verschiedene Systeme die unabhänig voneinader ihre Zielgruppen ansprechen und somit völlig Konkurenzfrei funktionieren.

Herr Trekkinghose

@ Schröder: ich sehe das genauso, denn Tw….er ist ja nur auf Kurznachrichten ausgelegt und Go…e plus soll ja ein eigenständigen Social Network darstellen. Somit denke ich bestehen beide auf dem Markt.

Mister Security

Ich weiß nicht, auf mich wirkt es so als würde Google plus nicht so wirklich von den leuten angenommen, bei twitter und facebook bestand ja eine wirkliche flut an nutzern.

Tobi

Mich hat es bis jetzt auch noch nicht überzeugt, aber vielleicht liegt es auch daran, dass sich viele meiner Bekannten dort nicht angemeldet haben und ich es daher gar nicht so richtig nutze. Mal sehen, ob sich das mit der Zeit noch ändern wird.

Dimi

Das einzige Bedenken ist, dass Google soviele Dienste inzwischen anbietet, dass eben die Kombination der unterschiedlichen Daten ein sehr genaues Gesamtbild ergeben kann…

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