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Gerrit, 04.07.2008

Basteleien

Neulich kam ich zu folgender Schlussfolgerung:

  • Unter Linux will man basteln.
  • Unter Windows muss man basteln.
  • Unter Mac OS X kann man basteln.

Wahlweise kann man basteln auch ersetzen durch rummöhren, rumnerden, schrauben, konfigurieren, problemlösen …

46 Kommentare

  1. Brutos am 4. Juli 2008 #

    Muss und Kann? Haha guter Witz.

  2. Torsten am 4. Juli 2008 #

    … frickeln …

  3. macx am 4. Juli 2008 #

    Ich möchte ein System, welches funktioniert. Als ich mal kleiner war und viel Zeit hatte, da war das anders. Deshalb würde ich das heute so zusammenfassen:

    * Linux ist für Profis, die alles konfigurieren wollen, möglichst auf open-source-Basis * Windows ist für Frickeluser, die kein Linux können, oder für welche, die nur Windows kennen und deshalb frickeln müssen * Mac OS X für die Leute, die nicht mehr frickeln wollen, aber könnten

  4. Gerrit van Aaken am 4. Juli 2008 #

    @Macx: Jau. Nur meine Strings sind kürzer als deine ;-)

  5. Lars Klaufer am 4. Juli 2008 #

    Da spricht wohl mal wieder kein Windows XP User sondern einer dieser Feinde von Windows die aus Prinzip Mac besser finden weil es so hip und stylish ist…

    Dieses kindische Gestachel Apple vs. Microsoft ist so langweilig und nervig.

  6. Gerrit van Aaken am 4. Juli 2008 #

    Lars: Ja, aber lustig! Übrigens kenne ich alle Versionen von Windows von 3.11 bis Windows XP sehr gut. Besser, als mir lieb ist :-)

  7. Max am 4. Juli 2008 #

    Da spricht wohl mal wieder die Lust ein Kommentar abzugeben und nichts wirklich Relevantes beizufügen sondern die allgemeine Stachelei über Über-Mac-User anzufachen…weil diese ja so arrogant sind.

    Dass Apple stylish und hip ist, das weiss man nunmehr. Weiss man aber wieso?

  8. Gregor am 4. Juli 2008 #

    zum Thema Linux vs. MAC OS finde ich Teile des folgenden artikels sehr nett: Sic Transit Gloria Laptopi

    About eight months ago, when I caught myself fighting yet another battle with suspend/resume on my Linux-running laptop, I got so furious that I went to the nearest Apple store and bought a MacBook. After 12 years of almost exclusive use of free software, I switched to Mac OS X.

    Ivan Krstić ist schon ein Begriff in der Linux Szene, soweit ich weiß. Der kennt sich aus.

    Ich bin übrigens leidender Windows User seit über 10 Jahren. Und ich habe die Schnauze voll.

    Wenn mich jemand fragt, welches Betriebssystem ich empfehle, fasse ich das wie folgt zusammen:

    Wenn man jeden Tag vor dem Computer sitzt, weil man damit arbeiten musst, dann macht es einen sehr großen Unterschied, ob es Spaß macht oder nicht.

    Und MAC OSX macht auf jeden Fall Spaß, es ist inspirierend und überraschend und sehr ästhetisch. Windows … nicht

  9. Martin am 4. Juli 2008 #

    Es ist bei Apple leider auch nicht alles immer schoen. Und dummerweise kann man dann halt nicht immer selber eingreifen. Wo man unter Windows vielleicht einen alten Grafiktreiber installiert, steht man bei Apples neusten tragbaren Produkt mit nVidia Grafikkarte schon ab und an im Regen. Naja, trotzdem ganz nette Produkte.
    Aber auch Apple wird noch einiges lernen muessen, fuer das MS schon vor Jahren verklagt wurde.

  10. Ole am 4. Juli 2008 #

    Hier mal ein Paar Sätze zum Thema von SPON:

    »(Windows ist) Für Männer, die jeden Registry-Eintrag von Hand festzurren, die noch selbst unter die Motorhaube ihres Gigahertz-Boliden kriechen, um ölverschmiert und laut fluchend eine neue Grafikkarte ein- oder die durchgeschmorte Festplatte auszubauen.

    Bei einem Mac geht das nicht. Den bringt man zum Mac-Doktor, wenn mal was kaputtgeht, zärtlich und ängstlich, so wie ältere Damen ihre weißen Pudel zum Tierarzt tragen.«

    Herrlich! Hier nochmal der Link zum gesamten Artikel:

    BÖSER STEVE, GUTER STEVE

    Schönes Bastelwochenende!

  11. Oliver am 4. Juli 2008 #

    Ich bastel gern, will aber nicht immer unbedingt basteln müssen… Und genau deswegen wurde das Win-Notebook in Rente geschickt – meinen Schreibtisch ziert nun ein MacBook Pro ;-) Oliver (bastelschubla.de)

  12. Karsten am 4. Juli 2008 #

    Ich denke wenn man eine der aktuellen Linux-Distributionen auf einer nicht zu exotischen Hardware einsetzt, dann trifft hier auch zu, dass man basteln kann aber nicht muss. (Vielleicht trifft das aber sogar auch auf Windows zu.)

    Das Problem bei so einer Beurteilung, ist meiner Meinung nach, dass keiner von uns ein Betriebssystem wirklich unvoreingenommen nur als Benutzer betrachtet.

    Basteln muss man immer wollen. Das was der Ottonormalanwender nämlich mit einem Rechner erledigen will (Web, E-Mail, Office, ein wenig musikhören und videoschauen) kann man mit jedem erwachsenen Betriebssystem anstellen, ganz ohne Basteln.

  13. Marcel Böttcher am 4. Juli 2008 #

    Nach 10 Jahren Windows und viel Gelächter über Apple User die viel zu viel Geld für Hardware ausgeben, habe ich mir einen Mac gekauft. Nun lache ich über Windows User, die Krampfhaft ihre nachgerüstete Soundkarte unter Vista nicht zum laufen bekomme. Mir gefällt die sorgenfreie(re), funktionierende(re) Seite irgendwie deutlich besser. Gates Hinterlassenschaften sind für mich gestorben. Und Linux war nie eine Alternative für mich.

  14. Gott am 4. Juli 2008 #

    @Ole Danke! Ein bezauberndes Bild!

    So, ich will jetzt auch basteln. Kann aber nicht, da ich muss.

  15. Orlando am 4. Juli 2008 #

    Meine Geschichte entspricht Marcels zu 100 Prozent. Und es waren in der Tat die fundamentalistischen Fanboys, die mich in diversen Foren »angefixt« hatten. Apples virales Marketing funktioniert so gut wie OS X.

  16. michael am 4. Juli 2008 #

    Ne, Basteln muss man bei Windows nicht. Es geht schon so. Aber es klappert überall. Windows ist ein unhomogener Brei, der zwar grundsätzlich funktioniert, aber nie toll. Nie hat man das Gefühl, dass da mal einer mit Blick füs ganze drüber gesehen hat.

    (Tatsächlich finde ich rumbasteln bei Windows im Vergleich zu OS X extrem frustrierend. Bei OS X geht’s und macht hin und wieder Spass.)

  17. Perun am 4. Juli 2008 #

    @Marcel,

    ich habe unter Vista keinen einzigen Hardware-Problem feststellen können weder mit der Soundkarte noch mit der Grafikkarte: beide Treiber waren mit dabei. Auch sonst läuft alles reibungslos.

    So wie mit der selbterfüllenden Prophezeiungen kann man sich natürlich auch alle Probleme herbeiwünschen, herbei- und auch einreden.

    Noch heute reden diverse Leute von den regelmäßigen Bluescreens die unter allen Version von Windows angeblich stattfinden sollen.

    Den letzten Bluescreen hatte ich vor vielen Jahren als ich unter Win 98 mit der Taktrate der Grafikkarte rumexperimentierte. Unter Win 2000, XP und Vista keinen einzigen, was unter anderem daran lag das ich keine Overclockin- und ähnliche Experimente mehr unternommen habe :-).

    Als ich noch in der Uni und im Max-Planck-Institut gearbeitet habe, liefen die allermeisten wissenschaftlichen Programme unter Windows und siehe da, alles stabil und zuverlässig … komisch, nicht wahr. Was alles so klappen kann, wenn man ohne Vorurteile durch die Welt geht.

  18. Dominik am 4. Juli 2008 #

    Punkt eins kann ich ganz klar zustimmen. Ich habe erst vor kurzem Ubuntu getestet. Ich war zwar wirklich positiv überrascht. Wenn man so etwas wie Compiz aktiviert bekommt man sogar echt nette Effekte. Jedoch sind diese ohne Konfiguration vor allem Spielereien…

    Mein Vista x64 läuft immer noch nur mit Abstürzen (Treiberprobleme).

    Mal sehn wann ich reich genug bin mein ersten Mac zu kaufen um Punkt 3 richtig auszuprobieren.
    Als Schüler hat man es eben doch schwer :-)

  19. Artur am 4. Juli 2008 #

    Ich sehe ein klein wenig anders:

    - Unter Linux MUSS man basteln. – Unter Windows WILL man basteln. – Unter Mac OS X KANN man basteln.

  20. Johann Heyne am 4. Juli 2008 #

    @Lars Klaufer: Ich halte das »Gestachel« für die netteste Art und Weise mit einem schwerwiegenden Problem umzugehen.

    Meine Variante geht so:
    Unter Mac MUSS man basteln wegen Windows.

    Zur Sache. Als Webdesigner habe ich hier seit Jahren erheblichen Bastelaufwand wegen des InternetExplorers 6 und 7, den ich meinen Auftraggebern berechnen muss. Ich schlage deshalb vor, dass Nutzer des IE diesen Aufwand ersetzen sollten…

    Ganz nach dem Vorbild der KSK rufe ich hiermit die InternetExplorer-Entschädigungs-Kasse aus. Alle Nutzer des IE müssen ab sofort in diese Kasse einzahlen. Mit den Geldern werden alle durch den IE geschädigten Berufsgruppen entschädigt. Die Endverbraucher und Wirtschaft sollen somit entlastet werden. Die Höhe der zu entrichtenden Beiträge richtet sich nach der Browserversion und Grad der Inkompatibilität mit den anerkannten Standards und danach, ob der Browser vorsätzlich unter Missachten von geeigneten Alternativen oder in Abhängigkeit, zum Beispiel in Unternehmen, genutzt wird.

  21. Marcel Böttcher am 4. Juli 2008 #

    @Artur: Nein, wenn meine Ma anruft und mich fragt, wieso dies und jenes nicht funktioniert und was ein Absturzt des Dienstes X146123 für auswirkungen hat, WILL meine Mutter ganz bestimmt nicht basteln.

    Ich bin total unvoreingenommen an Windows heran getreten. Wie gesagt: Meine Vorurteile galten eher der Mac-Welt. Ich war sogar nach dem Umstieg auf Vista – jedoch auch nur, weil ich Aufgrund eines Education-Programms von MS für Lau dran gekommen bin – wirklich begeistert und fühle mich mit Vista wohler als mit Win XP. Das Feeling bei der Bedienung macht für mich halt doch einen großen Unterschied. Jedoch bin ich nicht wirklich Problemfrei. Bisher konnte ich nicht erforschen, wieso mein System urplötzlich rebootet.

    Sobald die Adobe CS4 kommt werde ich mir diese erstmalig für Mac holen und komplett umsteigen. Besonders in Kombination mit Meebo und meinem iPhone (noch sieben Tage!) für mich einfach die perfekte Lösung, alles schön synchron zu halten ohne Bammeln vor dem nächsten ungewollten Reboot haben zu müssen.

  22. Sylke am 4. Juli 2008 #

    Ja, ich will!

    sagte ich damals.
    Und ich habe es nie bereut :o)

  23. Peter P. am 4. Juli 2008 #

    Mir persönlich geht es ja so, dass ich Apple/Mac aus moralischen Gründen boykottiere. Da kann es noch so gut sein/aussehen, iTunes-Zwang für den iPod, kasteiende Lizenzbedingungen für Safari (Win-Version darf nur unter OS X installiert werden??), Massenabmahnungen gegen Blogger, Updatepolitik (Safari als Zwangs-Update für Quicktime??) etc. pp. kann und will ich nicht unterstützen!

    Nein nein, ich bleibe bei meinem Arch Linux, dass allen euren Betriebssystemen davonrennt. :-)

  24. Andreas am 4. Juli 2008 #

    Wir haben hier in der Firma Windows XP 32/64 und Ubuntu laufen und in der Grafikabteilung stehen Macs. Letztere scheinen am häufigsten Probleme zu haben. Ich vermute die Ursachen sitzen hier eher vor den Bildschirmen :)
    Ich hatte schon viel mit Mac OSX zu tun, aber so schick das auch ist, Windows ist mir zum arbeiten immer noch viel, viel lieber. Wirkliche Probleme habe ich an keinem System, aber ich arbeite damit eben am liebsten.

  25. Peter am 4. Juli 2008 #

    Ich als langjähriger Linuxnerd darf einfügen, dass man immer irgendeinen Anlass zu fluchen findet, bei jedem OS. Nur hat man es bei Linux eben selbst in der Hand, was bei einer entsprechenden Ich-krieg-das-jetzt-hin-Einstellung zu einem insgesamten Abnehmen des Fluchens führt. Meine Erfahrung.

  26. Peter Meyer am 4. Juli 2008 #

    Oder eher:

    Unter Linux muss man basteln.
    Unter Windows kann man basteln.
    Wofür braucht man dann noch Mac OS X?

  27. Peter Meyer am 4. Juli 2008 #

    Oder noch einer, nach erneutem Lesen der anderen Kommentare, die Nicht-Windows Sicht reflektierend:

    Unter Linux heißt basteln »konfigurieren«.
    Unter Windows heißt basteln »frickeln«.
    Unter Mac OS X heißt basteln »geht irgendwie«.

    Ich stimme Karsten voll zu: »Basteln muss man immer wollen. Das was der Ottonormalanwender nämlich mit einem Rechner erledigen will […] kann man mit jedem erwachsenen Betriebssystem anstellen, ganz ohne Basteln.«

    Meck^H^H^H^HBasteln macht aber trotzdem immer noch Spaß :-)

  28. SonicHedgehog am 4. Juli 2008 #

    Irgendwie ist nicht jedes das Wahre …

    Aber über dieses Thema könnte ich ewig diskutieren, aber Mac gefällt mir ganz toll .. Bin selber total leidiger Vista-User . (Obwohl, was ist schlecht dran? Mich stört gar nicht so viel dran, aber trotzdem wärs besser, wenn es funkt …

    Aber das Nervigste ist ja, wenn man ein Elektrogerät/Computer – wie jeden Tag – einfach nur einschaltet und plötzlich geht es nicht wie sonst …

  29. Milian Wolff am 4. Juli 2008 #

    Ich als Linux-User kann den einen Part zumindest schon unterschreiben:

    Die Möglichkeiten die mir der FOSS Stack bietet, müssen doch erkundet werden! Und ich bereue es nicht. Ich arbeite dadurch effektiver und kann durch die riesige Auswahl an Programmen auch mal was neues ausprobieren. Ohne dafür Geld bezahlen zu müssen, oder eine Testversion mit Regestration o.ä. durchzumachen.

    Ja – ich will basteln!

  30. Philipp Maan am 4. Juli 2008 #

    Ich bin mit Macs aufgewachsen und hatte die letzten acht Jahre iMacs, iBooks und MacBook Pros. Die Qualität hat für mich zwar spürbar abgenommen, wobei das größtenteils wohl auf die anfällige neue Technikfülle und Schnelligkeit der Komponenten seit Intel zurückzuführen ist…

    Ich kenne Windows gut genug, habe selbst in jüngeren Jahren PCs gebastelt und hatte meine Freude an Boot-Disketten etc. War aber immer nur ein Hobby, und das ist auch gut so.

    Denn mittlerweile verdiene ich meinen Lebensunterhalt mit meinen Macs, und da will ich, dass es einfach nur funktioniert. Und wenn man sich nicht davor scheut, etwas Kapital in seinen Computer zu investieren, hat man ein schnelles, formschönes und stabil laufendes Arbeitsgerät, das seinen aufrüstbaren Kollegen aus der PC-Welt durchaus das Wasser reichen kann.

  31. michael am 4. Juli 2008 #

    Da glaubt tatsächlich ein Windows-Nutzer, dass Stabilität das Problem sei.

    Zwischen funktioniert und funktioniert nicht gibt es eine Reihe von Graustufen. Windows ist stabil. Windows funktioniert trotz Millionen verschiedener Hardwarekonfigurationen erstaunlich gut. Aber darüber hinaus? Das Problem liegt wo anders. Manche werden das nicht als Problem sehen, aber ist ja kein Problem wenn die weiterhin Windows nutzen.

  32. mario am 5. Juli 2008 #

    ich studiere jetzt im dritten jahr grafikdesign. zu beginn meines studiums brach bei uns die (schnell entschiedene) diskussion aus, welchem system man den vorrang geben sollte. resultat: 12 komolitionen kauften sich einen mac und 2 einen pc. das resüme sieht mittlerweile so aus, dass 10 (!) der macs wenigstens schon einmal in der reparatur waren und das ein pc durch selbstverschulden den grausamen wassertod gestorben ist. mir gehört der andere verbleibenede pc und ich bin sicherlich nicht immer mit meinem system zufrieden, finde es aber schon erstaunlich wieviel »markentreue« meine mitstudenten an den tag legen. die ganze thematik ähnelt für mich mehr einer religionsfrage als einer wirklichen auseinandersetzung mit den vor- und nachteilen eines systems. und als grafiker muss es halt mac sein. mmmh, irgendwie seltsam das ganze.

  33. Adam am 5. Juli 2008 #

    Linux: Man will und muß basteln.
    Windows: Man kann / muß basteln.
    MacOS: Man kann basteln.

    Zum arbeiten nutzen wir Linux und einige Mac (DESY) das ist für Programmiererei und reines Rechnen super geeignet. Privat hab ich ne Windows Mühle und dachte ich geb Linux mal ne Chance. Andere Platte rein, Linux rauf. Anfangs sah das auch toll aus, die Hardware wurde unterstützt… aber dann…
    Für jede Einstellung, die man ändern möchte muß man ein File editieren, im Prinzip gut, aber man muß dazu auch ein telefonbuchdickes Manual lesen — Nerv!
    Und dann die Software… es gibt ja so viel tolle freie Software! Ja, es ist schon erstaunlich, was da alles auf die Beine gestellt wird, aber Gimp ist eben nicht Photoshop, und so schlecht Word auch sein mag, OpenOffice ist kein MSOffice. Ich find die OpenSource Idee super und will die Software nicht schlecht machen, aber man muß mal wirklich versuchen das dauerhaft zu benutzen, nachdem man was anderes verwendet hat. Benutze mal Quanta oder NVU, wenn du Dreamweaver kennst! Man wird irre! — Platformunahängige Software ist ja auch mehr ein Wunschtraum und das wird mit dem 64-Bit Kram noch schlimmer. Es ja die Software, die man nutzt, neben dem System.
    Linux ist im Prinzip toll und eigentlich funktioniert auch alles, eigentlich (genau das eigentlich, was man immer dann verwendet, wenn man über Computer redet).

    Nach ca. einem Monat war mir die Konfiguriererei zu blöd und die alte Platte kam wieder rein, ja mit Windows drauf. Und ich muß sagen, daß ich Windows besser finde, als sein Ruf ist. Es hat seine Macken, ja, aber das haben andere Systeme auch und die Sachen, die ich nutze, funktionieren. Und es wird auch nicht immer langsamer, wenn man es mit etwas Verstand verwendet. Einige Ich-hab-nen-Mac-und-bin-cool-Bekannte(innen!, das ist Tatsache) haben mit ihrem Mac genau dieses Problem. Wenn man nicht ein bisschen unter die Haube gucken will, muß man damit leben.

    und z.B: Seit Jahren der gleiche Tanz bei Vorträgen. Das Notebook an den Beamer stöpseln. Unter Windows schaltet man den zweiten Monitor an, fertig. Die Linux User frickeln dann erst mal ne halbe Stunde, um sich dann von jemandem ein Notebook zu leihen, das funktioniert. Jedesmal das gleiche!

    Macs haben den einfach Vorteil, daß Hard- und Software zusammenpassen, Windows und Linux laufen ja auf allen möglichen Kisten, das muß irgendwann schiefgehen. Und man muß Apple definitiv lassen, daß das Design drinne und draußen durchdacht ist. Schwabbelige Gehäuse mit Noppen, Füßchen usw. und bunter LED-Beleuchtung sehen nicht nur bescheuert aus, sie sind auch unpraktisch. Gummifüßchen an Notebooks sind die Pest, wenn man es in die Tasche stecken will.

    Es gibt eine Haufen kleine, aber wichtige, Details (Usability und Ergonomie!), die seit Jahren bekannt sind, aber zu Linux (und Windows) nicht durchdringen.

    … Huch, so viel wollt ich garnicht schreiben, ich konnt ›s nicht lassen…

    Ich will nicht basteln müssen, um basteln zu können!

  34. Patrick Kempf am 5. Juli 2008 #

    Sehr gut. Gefällt mir sehr. »Frickeln« fehlt noch. :-)

  35. Adam-Apfel am 5. Juli 2008 #

    Also ich find beide Systeme interessant; wobei ich schon seit etwa 1995 Windows-Fan bin. Was Viren und Abstürze angeht, die ja an Windows immer groß beklagt werden:

    Viren: Es gibt den Firefox und ne Menge Addons. Seit 3-4 Jahren ist meine Kiste tiptop sauber (WinXP).

    Abstürze: Gut; der Explorer ist immer noch das alte Übel… nervt wirklich – was auf Windows kaputt ist, bleibt kaputt. Ansonsten stürzt meist nur Software ab, die mit MS zwar nichts am Hut hat, aber denen man es gern in die Schuhe schiebt. Ich habe auch 3 Jahre an modernen Macs gearbeitet und da ist häufiger was abgeschmiert oder ganz kaputtgegangen (Prog-Einstellungen, Schriften, …) als auf meinem alten 600Euro-Gammel-PC.

    Ansonsten mag ich an Macs nicht, dass mir zu viele Einstellungen vorenthalten und Daten versteckt werden, die die Festplatte regelrecht zumüllen – die ganzen Vorschaudaten z.B. – Jedesmal wenn ich einen Stick an einem Mac hatte, habe ich hinterher ein paar MB versteckten Müll drauf. Da bin ich Purist. Wozu brauche ich den ganzen ressourcenfressenden Schnickschnack und tolle Glossybuttons; ich will arbeiten und fertig – zudem hat Windows, mit Ausnahme der F1-Taste (*kann man deaktivieren, s.u: »Verwaltungskünstler«) einfach mehr, bessere und einfachere Tastenkürzel. Beim Mac dachte ich mehrfach, ich brech mir gleich die Finger.

    Langer Rede, kurzer Sinn:

    Ich bin und bleibe lieber ein von Windows gestresster Registry-Akrobat und Verwaltungskünstler, der sich seine Rechte selbst aussuchen kann.

  36. Philipp Maan am 5. Juli 2008 #

    @Adam-Apfel

    Zuerst einmal muss ich dir zustimmen, wenn man mit Windows nicht täglich/oft surft, bleibt es auch recht brav..

    Leider kann ich dir bei den anderen Dingen nicht ganz zustimmen:

    »Ressourcenfressender Schnickschnack«: Welcher?
    Solche Schlagworte deuten oftmals darauf hin, dass man keine Ahnung hat, wie Mac OS X eigentlich konzipiert ist und funktioniert.

    Die von Mac OS X angelegten Daten kann man, wenn man möchte, für externe Medien und Netzlaufwerke deaktivieren. Im Gegenzug »nervt« mich XP mit MB-großen Thumbs.db-Dateien, ist also um nichts besser.
    Außerdem hat man dieses Problem in Vista behoben, unsichtbare Mac OS X-Dateien werden auch dort ausgeblendet, zumindest soweit ich das beobachten konnte bisher…

    Tastenkürzel lassen sich systemweit in den Systemeinstellungen für alle Menüpunkte, die sich irgendwo im Hauptmenü befinden, egal ob System oder 3rd party app, ändern bzw. festlegen.
    Weiters folgen auf dem Mac die meisten Programme einem gewissen Schema, was die Tastenkürzel für meinen Geschmack durchschaubarer macht. Kann aber auch daran liegen dass es eine kleinere Fülle an Software für Mac OS X gibt und es deshalb »geordneter« rüber kommt…

    Möchte deine Ansichten nicht in Frage stellen, wollte sie nur kommentieren!

  37. fwolf am 5. Juli 2008 #

    vor kurzem ein Gespräch gehabt, bei dem das Ergebnis folgendes war: Unter Linux (und teils auch Mac OS X, dank BSD-Unterbau) weiß man, warum etwas nicht funktioniert – unter Windows tappt man ständig im Dunkeln und muss sich gänzlich auf die Trial-and-Error-Methode verlassen.

    Den Mac mag ich persönlich nicht, weil ich aufgezwungenes Verhalten als nicht sonderlich »intuitiv« empfinde. Und das nicht erst seit Mac OS X – schon beim G3 / G4 hat mir die abgrundtief hässliche Ein-Tasten-Klickmaus (aka »Hockeypuck«) immer wieder Ärger gemacht, z.B. in Sachen Ergonomie.

    cu, w0lf.

    ps: gut, dass es hier ne erzwunge Vorschau gibt. Hatte Textile ganz vergessen :D

  38. Moof am 5. Juli 2008 #

    eine welt ohne adams-apfels wäre schon schön,
    achso ich meine ignorante menschen.

  39. Erik am 5. Juli 2008 #

    Ich würde noch hinzufügen: Auf dem Mac muss man basteln, wenn man irgendwas anfasst wo ODBC draufsteht. In den letzten paar Tagen würde ich die Abkürzung mit Open Database Corruptivity übersetzen. Einmal den ODBC-Manager angefasst und jeder Mac fühlt sich wie ein Windows-Rechner an. Ansonsten finde ich die Aussage zutreffend.

  40. Pascal am 5. Juli 2008 #

    Da möchte ich doch mal eine kleine Geschichte zum Besten geben, die mir vor einiger zeit in den Sinn kam. :-)

    Drei Computer-Anwender fahren auf einem Fluss.

    Der Linux-Benutzer hat sich ein einfaches Motorboot gekauft. Er baut es zuerst auseinander und es setzt es dann wieder so zusammen, dass es auf genau diesem Fluss perfekt fährt. Während der Fahrt hält er immer wieder an und stattet sein Boot mit interessanten Dingen aus, damit es noch schneller wird. Außerdem unterhält er sich sehr gern mit anderen über sein Boot, damit diese sich das gleiche Boot bauen können.

    Der Windows-Benutzer hat sich ebenfalls ein Motorboot gekauft. Man hat ihm gesagt, dass er nur mit diesem Boot auch wirklich an jedem Steg anlegen könne und dass das Boot unzählige Funktionen hätte, die er dringend braucht. Endlich auf dem Wasser bemerkt er, dass im Rumpf ein paar Bleiblöcke liegen. Er wirft den Ballast ab und fragt sich, wer so einen Unsinn macht – bis er das Blubbern hört. Ab diesem Zeitpunkt weiß er den großen Eimer zu schätzen, den es gratis zum Boot dazu gab. Den Rest der Fahrt ist er immer wieder damit beschäftigt, das Wasser aus dem Boot zu bekommen.

    Der Mac-Benutzer hat eine Yacht erworben, weil er es leid ist, nur Motorboot zu fahren. Vielleicht konnte er auch einfach dem Reiz der Exklusivität nicht widerstehen – wer weiß. Auf jeden Fall weiß er, wie man eine Fahrt genießt: Er macht Fotos und Videos, gibt Yacht-Parties und trinkt Margaritas auf dem Sonnendeck. Er weiß zwar, wie man einen kaputten Motor repariert, hat aber keinen Schlüssel zum Maschinenraum. Für jede Reparatur fährt er also in die Werft und ärgert sich über die Rechnung.

  41. Yuhnizz am 6. Juli 2008 #

    Ein gar verzückendes Gleichnis, Pascal.

  42. wassi am 6. Juli 2008 #

    Mein HeimRechner ein WinXP seit Jahren kein Absturz, und wenn ich mal basteln will dann mach ich das ;-)
    Mein Mobiler ein Debian Etch, der läuft und läuft und läuft, obwohl man immer was dran basteln könnte. Mein nächster wird ein MAC, denn daran kann man auch basteln, wenn man will ;-)

  43. Julian L. am 7. Juli 2008 #

    Na, ist schon richtig- ein bisschen »Desktopoptimierung« kann nie schaden und sorgt für Kurzweil, wo Kurzweil angesagt ist!
    Ein frisches Wallpaper aufgezogen, ein paar feine Icons dazu und fertig ist das »neue Betriebssystem« _

    Aber als Self-made-»Xpert« muss man eigentlich nur sehr gelegentlich richtig kämpfen.
    Nein, ich mag mein Windoof :)

    @ Pascal
    Auch als Xpler kann ich den Mac-benutzer sehr gut nachvollziehen :D

  44. Memedai am 9. Juli 2008 #

    Toll beschrieben. Also einen »Bluescreen of Death« hatte ich bei meinem Windows XP auch schon laaange nicht mehr. Aber dafür musste ich bei jedem Neuaufsetzen von Windows auf meinem Labtop stundenlang Treiber installieren. Erstmal Windowsupdates, dann Treiber, von denen ich nicht mal wusste, welche funktionierte und welche überhaubt weggelassen werden konnte, da die Treiber nicht dementsprechend gekennzeichnet waren. Naja, war auch lange her, da war ich noch Rookie.

    Nun hab ich einen MacBook Pro und mein Bruder ein MacBook. Er hat sich sogar ein T-Shirt gekauft, wo vorne »I escaped Windows« steht. Und mit meinem MacBook Pro hatte ich bei der Installation keine Schwierigkeiten.

    Ich habe Parallels installiert. Mac OSX funktioniert perfekt, bis Windows dazukommt. Nun hab ich in Parallels, also XP, oft Bluescreen of Deaths‹.

    Aber ansonsten entspricht es dem Kliché, dass Apple besser funktioniert, als Windows.

  45. Torsten am 16. Juni 2009 #

    Alle Betriebssysteme haben ihre Vorteile:
    Linux ist gut zum Entwickeln,
    Mac ist gut für Anwendungen,
    Windows ist gut für Solitaire.

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