praegnanz.de büro für intervernetzte medien

Gerrit, 14.03.2007

Am Rande

Die wichtigsten Zielgruppen für barrierefreies Webdesign sind m. E. nicht etwa blinde oder sehbehinderte Nutzer.

Es sind genervte, alte, aufmerksamkeitsschwache, mobil surfende, müde, effizient denkende, pragmatische, gehetzte, ans Modem gefesselte und grobmotorische Nutzer.

Und sind wir das nicht irgendwie alle irgendwann einmal?

21 Kommentare

  1. werther am 14. März 2007 #

    Gestern, aus einer Laune heraus, prägnanz.de auf dem Handy (UMTS via K800i) ansehen wollen. Es kam nichts …

  2. Stefan am 14. März 2007 #

    So ist es… Mein Besuch auf der CeBit-Seite endete in einem Wutanfall: 8pt Schriften, multiple Pop-ups, kompliziert zu bedienen, Messy-Code, JavaScript-Links – ein wahres Musterbeispiel für eine Technik- und Innovationsmesse :>
    Printdesigner, lasst vom Web die Finger, oder lernt das Medium zu verstehen!

  3. Gerrit am 14. März 2007 #

    @werther: Die nächste Reinkarnation von praegnanz.de wird besser und zugänglicher als je zuvor ;-) Abgesehen davon: Mit Umlaut-Domains will ich nichts zu tun haben.

  4. apa am 14. März 2007 #

    Ab und an sehe ich mir praegnanz.de auf meinem PDA (xda-neo mit Opera via W-Lan) an. Ich hab dabei keine großen Probleme  …
    Aber auf die nächste Inkarnation freue ich mich schon.

  5. simon am 14. März 2007 #

    apa – Du lebst noch? Und kommentierst hier? Wie nett!

  6. Philipp am 14. März 2007 #

    Ich bin mir gerade nicht sicher, ob sich das Argument letztlich leichter verkaufen lässt. Zumindest in Punkto Schriftgröße muss ich aber nicht erst auf mobile Geräte zurückgreifen um über festge-px-te Angaben zu schimpfen. Entweder werden meine Augen schlechter oder ich fauler – jedenfalls zoome ich mittlerweile in praktisch jede Seite ordentlich rein (Danke, Opera!). Zugegeben, selbst in meine eigene, aber auch da gilt: Beim nächsten Aufguss wird alles besser.

  7. Nick Blume am 14. März 2007 #

    @simon. Alle leben noch. Das weiß ich. ;)

  8. /T am 14. März 2007 #

    »...wie wahr!«

    ...wie falsch!

  9. Gerrit am 14. März 2007 #

    »...wie falsch!«

    Das hängt von der Perspektive ab. Wahrscheinlich hätte ich »Zugänglichkeit« schreiben sollen statt »Barrierefreiheit«. Wie man’s macht  …

  10. Tim Wölfle am 14. März 2007 #

    Nicht zu vergessen Google! Suchmaschinen sind ja praktisch auch blind.

  11. Sebastian Gruber am 14. März 2007 #

    Philipp:
    Geht mir genauso. Bei fast allen Seiten, deren Lesetextschriftgröße unter 1em ist, drück ich als erstes [8]. Hier z.B. brauch ich das nicht, da auch so alles groß genug ist. Liegt vielleicht am erhöhten ppi meines Macbooks.
    Ich bin in einer der wahrscheinlich sehr wenigen, die auf dem Mac Opera benutzen. Für den Alltagsgebrauch ein sehr bequemer Browser :)

  12. EarMaster am 15. März 2007 #

    Irgendwo in dem Beitrag ist Inhalt versteckt…aber wahrscheinlich zu klein geschrieben…

  13. Martin Labuschin am 15. März 2007 #

    Ich versuche diesen Artikel mal mit einem Wort zu beschreiben: Genial.

  14. Kai Müller am 15. März 2007 #

    Post des Tages! Grossartig.

  15. beewee am 15. März 2007 #

    Auch von mir Zustimmung, Gerrit, an Deiner Aussage ist viel Wahres dran. Ob man den von Dir damit zwischen den Zeilen formulierten extrem hohen Ansprüchen an optimiertes Webdesign wirklich überhaupt genügen kann, wage ich zu bezweifeln, aber versuchen sollte man es, keine Frage.
    I’ll try my very best  … ;-) Gruß aus HH.

  16. Jörg L. am 17. März 2007 #

    Ihr seid alle so modern. Nun lasst Euch mal eine Website von diesen Spezialisten hier machen:
    http://www.mcrush.com/

    Die »customers« Seite ( http://www.mcrush.com/Customers.htm ) scheint mir klarzustellen, dass der Betreiber keineswegs 2001 gestorben ist.

  17. Heiko am 17. März 2007 #

    Jupp!
    Eines dieser Dinge traf sicher auf jeden von uns schon ein Mal zu und daher erfreue auch ich mich unterwegs immer an der »Zugänglichkeit« von praegnanz.de

  18. ConnyLo am 19. März 2007 #

    Yes! Ich denke an ein Alltagsbeispiel: Handys können das Fotografieren, Klingelmusizieren, MP3-tragen usw. Wollen wir das wirklich? Lenkt das ab, entmündigt es aufgrund des Bedienerverhaltens?

    Vielleicht sollte es mehr Sites geben, die analog zum Handygenerve im Gegenteil das Multiverhalten sein lassen.

    Wo ist der Kern? Es lohnt sich, darüber nachzudenken.

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