Rich Internet Applications

7. April 2007 von Gerrit van Aaken

Okay, reden wir mal über Rich Internet Applications und diesen Kram. Neugierig geworden bin ich bei Dr. Web, wo ich etwas über Flex gelesen habe, was ich nicht verstanden habe. Ich weiß zwar, dass Adobe (und vorher Macromedia) schon seit einigen Jahren einige Webentwicklungs-»Lösungen« (wie ich dieses Wort hasse) im Angebot haben, die fast keiner kennt und die in der Webrealität auch so gut wie nicht auftauchen. Aber was das genau war/ist, konnte ich nicht sagen. Es hat mich auch kaum interessiert.

Ein bisschen weitergelesen habe ich dann erst einmal in der Wikipedia, wo ich erfuhr, dass Flex ein sogenannter »Präsentationsserver« ist, der – grob gesagt – dynamisch unterfütterte .swf-Dateien zur Bedienung von Webapplikationen ausspuckt. Womit wir dann in der weiten Welt der sogenannten Rich Internet Applications (RIA) angelangt sind. Was das wiederum genau ist, weiß keiner, denn es gibt keine amtliche Definition. Glück gehabt, denn auch ich konnte bis dato mit der Bezeichnung nicht viel anfangen. Marketingsprech halt, was sonst?

Aber ich stieß dann auf einen ganz exzellent geschriebenen Artikel bei java.net, in dem es zwar eigentlich um eine Kurzeinführung in Lazlo geht, einer Open-Source-Konkurrenz zu Flex. Der Autor William Grosso liefert in seinem Artikel jedoch gleichzeitig eine perfekte Einführung darin, was RIA sind, warum sie bisher kaum jemand einsetzt und warum das teilweise auch gut so ist. Wie werden RIA hier definiert? Anhand von mehreren typischen Merkmalen (Übersetzung von mir):

  • Die Applikation wird von einem Webdokument aus gestartet (oder ist gar in einem enthalten).
  • Die Applikation liefert dem User sofortiges Feedback, wenn dieser mit der Applikation interagiert (anstatt einer zwei- bis viersekündigen Pause, während eine Anfrage von einem Server irgendwo verarbeitet wird).
  • Und sie macht Schluss mit dem »Weißer Bildschirm während wir die Seite neu laden«-Verhalten der herkömmlichen Webapplikationen.
  • Die Applikation verwendet moderne Bedienelemente, wie zum Beispiel Baumstrukturen oder Tabs, anstatt mit dem auszukommen, was gerade aktuell war, als HTML 4.0 entworfen wurde.
  • Die Applikation erlaubt dem User Operationen durchzuführen, die typisch für »Fat Clients« sind, wie Drag & Drop oder umfassende Tastaturbedienung.
  • Die Applikation sollte gleichzeitig einfach zu entwickeln sein und die universelle Reichweite von herkömmlichen Webapplikationen besitzen.
  • Die Applikation tut all diese Dinge, ohne dabei auf große Mengen von plattform- oder browserabhängigem JavaScript angewiesen zu sein.

In einer gewissen Weise riecht das nach bösen Java-Applets aus dem ersten Webjahrzehnt, sowie nach vermeintlich bösem Flash. Doch wer hätte gedacht, dass die Spezifikation des SWF-Dateiformates seit geraumer Zeit öffentlich dokumentiert ist und von jedermann eingesehen werden kann, sofern er sich kostenlos registriert? Schande über mich, dass ich das bisher nicht wusste, aber es ist tatsächlich so!

Also: SWF ist mitnichten so böse und proprietär, wie immer behauptet wird! Nur weil SWF kein menschenlesbares Format ist und nicht vom W3C als Standard verabschiedet wurde, heißt das nicht, dass man nicht ohne Probleme einen SWF-Generator bauen kann. Und wenn man dynamisch SWF-Dateien erstellen kann, lässt sich daraus auch eine Webapplikation basteln. Und genau das macht Lazlo.

Eigentlich eine tolle Sache! Kein unterschiedliches Browserverhalten mehr, visuelle Nettigkeiten, hohe Performance der UI-Elemente, hohe Verbreitung des Flash-Plugins usw. Warum gibt es dann überhaupt noch langweilige HTML-Apps da draußen? Worauf warten wir noch? Wieso nutzen wir nicht die tollen, eleganten, gestalterisch anspruchsvollen und nutzerfreundlichen Möglichkeiten, die uns RIA mit Flash bieten? Sogar hierauf hat der Lazlo-Artikel (am Ende) ein paar Antworten parat. Das Fazit des Autors:

Zusammengefasst, HTML und HTTP werden allgemein eingesetzt, weil sie unglaublich nützlich sind. Um ein besseres Entwicklungsmodell für Applikationen zu finden, benötigen Sie eine Anwendung, für die das Web nicht so gut funktioniert!

Chancen sieht William Grosso vor allem in Gebieten, wo es nicht so sehr auf Semantik/SEO ankommt, sondern auf das Handling einer komplexen Benutzerführung, wie bei Webmail- oder Kalender-Programmen. Blogs seien hingeben wohl besser mit klassischem HTML bedient.

Gut, der Artikel ist von März 2005, als von Ajax noch nicht so die Rede war. Und in der Tat löst diese alt-neue Technik eine Menge der klassischen UI-Probleme bei HTML-basierten Webapplikationen. Dennoch sehe ich ganz klar die guten Argumente, die man in manchen Bereichen für eine flashbasierte RIA anbringen kann. Das Problem ist nur, dass die Anzahl der Personen, die sich mit dem dynamischen, serverseitig generierten Flash auskennt, sehr gering sein dürfte. Es fehlt die Community und der Spirit wie bei Ruby on Rails! Sicher gibt es nicht minder engagierte Leute aus der Flash-Ecke, doch irgendwie kommen die nicht aus ihrem Designerklischee heraus. Die Flash-Technologie wird im allgemeinen nicht mit modernen und flexiblen Open-Source-Frameworks in Verbindung gebracht. Zu Unrecht, wie ich jetzt finde.

Somit denke ich, dass flashbasierte RIA, ob nun mit Flex, Lazlo oder einer anderen Lösung umgesetzt, auch weiterhin ein Nischendasein führen werden. HTML/CSS/JavaScript sind eben seit vielen Jahren ein bewährtes und zigtausendfach erprobtes Team, und die ganzen modernen Frameworks (Rails, YUI, Script.aculo.us usw.) tun inzwischen ihr übriges, damit Flex und Co. gar nicht erst als nötig erachtet werden. Ob das nun gut oder schelcht ist, vermag ich kaum zu sagen. Aber ich werde mal drüber nachdenken, soviel ist klar.

... und eben sehe ich, dass man mit der neuesten Version von OpenLazlo sogar wählen kann, ob man am Ende Flashdateien oder ajaxfiziertes HTML herausgerendert bekommen möchte. Die Welten verschmelzen. Da tut sich was. Und wir sollten alle mal über den Tellerrand gucken, es lohnt sich bisweilen!

Disclaimer: Ich weiß, dieser Blogeintrag ist nicht gerade meinungsbildend und strotzt auch nicht vor konkreten Tipps und Handlungsempfehlungen. Aber wer sich durch die verlinkten Seiten liest, merkt schnell, worum es mir geht: Scheuklappen ablegen und mal gucken, was es da draußen außer PHP, Rails und JavaScript noch so alles gibt!

update: Bitte auch die Kommentare beachten!

19 Kommentare

  1. Brutos am 7. April 2007 #

    Das Problem ist das die Flash UI nicht funktioniert wie HTML. Man ist zusehr daran gewohnt, dass wenn man das letzte Textfeld ausfüllt mit einem Enterdruck das Formular abgesendet wird. In den Beispielen im Java.net Artikel zu Lazlo waren das solche Kleinigkeiten die stören.
    Die RIAs verhalten sich genau sowenig wie Programme auf dem Betriebsystem.
    Aber es ist wahrscheinlich nicht das Ziel HTML in Flash nachzubauen.

  2. Rusty am 7. April 2007 #

    Ja Flex gibt es schon seit 3 Jahren und ich bin auch erstaunt wie wenig damit im Web bisher gearbeitet wird. Allerdings bin ich mir sicher, dass wir es einfach nicht sehen und das es auch wohl eher so bleiben wird. Denn Platz für solche UIs und Applikationen ist eher bei den Content Management Systemen und spezifischen Informationsseiten, die komplexe Filterungssysteme benötigen und eher nicht von SEO abhängen (z.B. Börsendaten)

    Flex oder OpenLazlo dagegen selber zu kennen und zu nutzen ist auf alle Fälle sehr vorteilhaft! :)

  3. ben_ am 7. April 2007 #

    Disclaimer: ich hoffe ich langweile damit niemanden:

    Der Spaß geht ja eigentlich sogar noch weiter: Actionscript die Programmiersprache hinter Flash ist Ecma-Script Kompatibel, was wiederum der Standard ist, der auch Javascript definiert. Und besser noch: Actionscript ist eine hochwertigere und sauberere Implementierung von Ecmascript, als Javascript. Sprich: man kann eigentlich viel mehr und viel sauberer damit machen.

    Aber auch da ist noch nicht Ende: Adobe, die ja Macromedia aufgekauft haben waren (neben Firefox) die einzigen, die noch an einer SVG Implementierung gearbeitet haben. Da Flash ja auch eine Vektrografiksprache ist ist es eigentlich nur eine Frage der Zeit bis das Flash-Plugin beides kann.

    Und es geht noch weiter: Adobe hat Mozilla die ActionScript Virtual Machine geschenkt, die Ecmascript 3 Implementiert und damit einen erheblichen Sprung nach vorne bedeutet.
    http://www.heise.de/newsticker/meldung/80637

    Die Welten verschmelzen.

  4. ben_ am 7. April 2007 #

    Und nochmal, ohne wen langweilen zu wollen, also wer das schon weiß – einfach so tun als hätte ich das nie geschrieben:

    Am Ende ist das alles nur Ausdruck der großen Entwicklung, die sich in allen Softwarebereichen schon immer abspielt: wir stehen auf Schultern von Riesen und eines nicht so fernen Tages wird sich jemand auf unsere Schultern stellen.

    Software erlaubt es praktisch immer, die gerade bestehenden Funktionen zu wiederum abstrakteren, spezialisierteren und höher Entwickelten neuen Ebenen zusammen zu fassen. Mit C hat jemand PHP erstellt. Aus PHP wiederum sind CakePHP Smyphony oder auch Drupal und Wordpress entstanden, die man je nach Betrachtungsweise auch als Framework sehen kann.

    Für all diese Entwicklungen dient der Browser als Universal-Anwendung. All diese Entwicklungen haben zum Ziel einfacher, sauberer und schneller hochwertige Internetanwendungen im Browser implementierbar zu machen. Die selbstveständlichkeit mit der inzwischen in allen Bereichen und Frameworks unterschiedliche Anwendungsebene (Multi Tier) voneinander getrennt werden, erlaubt es die unterschiedlichen Frameworks ineinander greifen zu lassen.

    »Rich Internet Applikation« sind das Ziel jeglicher bedachter Weiterentwicklung im Netz. Ich hab hab das Gefühl, dass das Netz schneller »rich« wird als uns lieb ist. :]

    (Puh, das ist länger geworden als ich wollte … what Klugschiss is all about … ich hoffe ich habe niemandens Verstand beleidigt.)

  5. Micha am 7. April 2007 #

    Flex verursacht hohe Kosten, deshalb wird es sich nicht durchsetzten. Mit Ajax sind solche Anwendungen einfach zu implementieren, die auf jedem herkömmlichen Webserver laufen.
    Ich habe in meinem Blog mal eim Ajax Blogarchive gebaut, mit dem man schnell und intuitiv einen Blog durchsuchen kann. Einfach mal in meinem Blog auf Blogarchive klicken(läd etwas lange). Allerdings hat soetwas natürlich auch Nachteile, ein Screenreader wird es nicht lesen können, drucken funktioniert noch nicht vernünftig, die Suchmachinen können sie nicht lesen. Ich denke, man kann damit einen Zusatznutzen schaffen, nur auf solche Systeme setzen würde ich nicht.

  6. Gerrit am 7. April 2007 #

    Kein Grund zur Zurückhaltung, ich finde die Kommentare zum Artikel sehr spannend! Ich glaube insgesamt schon, dass wir in Zukunft häufiger mal auf die eine oder andere RIA stoßen werden, und zwar immer dann, wenn es um kleine, sehr spezielle Anwendungsfälle geht. Audio- und Video-Interaktion beispielsweise – hier leistet der FlashCom-Server von Adobe gute Dienste. Oder auch bestimmte Backend-Interfaces, bei denen HTML/Ajax versagt, weil es immer noch zu langsam ist. Auf jeden Fall werden es Insellösungen sein, die in einen größeren HTML-Zusammenhang eingebunden sind.

  7. molily am 7. April 2007 #

    »Actionscript ist eine hochwertigere und sauberere Implementierung von Ecmascript«

    ActionScript ging einst aus ECMAScript hervor, ist aber schon seit Version 2 mit vielen »proprietären« Zusätzen und Weiterentwicklungen ausgestattet. ECMAScript 3 hat nur noch entfernt mit ECMAScript/JavaScript zu tun, sie ist einfach eine eigenständige, von Macromedia/Adobe erfundene Sprache. Momentan versucht man mit der Entwicklung von ECMAScript Edition 4 ActionScript und JScript.NET wieder einzuholen; Mozilla geht mit seinen JavaScript-Ergänzungen schon in diese Richtung.

  8. jpr am 7. April 2007 #

    @Ben (1.Kommentar): Die Hoffnung, dass Flash auch SVg unterstützen wird würde ich nicht teilen. Adobe hat das SVG-Plugin mit dem Kauf von Macromedia aufgegeben. Ich denke eher weniger, weil sie das integrieren wollen, sondern weil sie sich das sicherlich im eigenen Haus keine Konkurrenz produzieren werden.
    Die Geschichte mit dem »offenen« Flash-Format ist im Prinzip eine ähnliche. Das die Dokumentation offen zugänglich ist, ist ja kein Garant dafür dass Du tatsächlich auch alles zu sehen bekommst. PDF (inzwischen aus dem gleichen Haus) ist ein gutes Beispiel dafür. Bestimmte Erweiterungen zu PDF (Funktionen im Reader freischalten) funktionieren nur mit den Adobe-Tools. Spezifiziert ist das imo nirgendwo öffentlich. Aber PDF ist ja »offen« zugänglich.
    Das sich RIA im grossen nicht wirklich durchgesetzt haben hängt, denke ich, eben an den kleinen Nachteilen. Keine Bookmarks, meist grosse Mengen an Content zu laden vorab (was für Leute ohne Breitband einfach nervig ist) und fehlende Konformität. Ich meine, die Leute sind jahrelang auf HTML-GUIs »trainiert«, was im Umgang mit solchen Oberflächen ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist. Da ist AJAX der deutlich sanftere Migrationspfad um den Leuten dann auch noch ein wenig Komfort zukommen zu lassen.

  9. norrix am 7. April 2007 #

    Adobe selbst sieht anscheinend ja Flex und damit gebaute RIAs nicht als direkte Konkurrenz zu AJAX. Sie bieten mit Spry selbst ein AJAX-Framework. Zudem kommt mit LiveCycle Data Services eine Schnittstelle Flex-AJAX. Ich denke mal Adobe will mit Flex an richtig »dicke« Applikationen im Web, also Sachen die man derzeit noch nicht oder kaum im Web findet. Apollo weisst auch auf diese Richtung, also Webapplikationen dann zurück auf den Desktop zu holen.

  10. Simon Reinhardt am 7. April 2007 #

    Selbst wenn ich all meine Vorurteile von wegen klicki-bunti gegenüber Flash ablege: es sind immer wieder so Kleinigkeiten, die mich daran stören. Neulich zum Beispiel – so ein dämlicher Bug macht es mir unmöglich, in einem Email-Feld ein @ zu tippen (und alle möglichen anderen Zeichen auch) und zudem sehe ich manchmal keinen Cursor in Eingabefeldern.
    Nicht nur die Entwickler, sondern auch die Internetsurfer haben sich über Jahre hinweg an den Umgang mit HTML-Seiten mit Formularen gewöhnt, das lässt Flash-Formulare (und auch andere UI-Controls) befremdlich erscheinen. Es braucht wieder eine ganze Zeit, bis man sich daran gewöhnt hat. Bei HTML weiß ich einfach, was passieren muss und welche Möglichkeiten ich habe, ich fühle mich bei der Benutzung von Software immer ein bißchen sicherer, wenn ich weiß, was dahinter abläuft, ansonsten stehe ich hilflos davor.
    Und natürlich sind die Anwendungsfälle auch nicht klar abgetrennt: HTML für Dokumente und einfache Formulareingaben und Flash für RIAs? Was ist aber, wenn in RIAs Dokumente auftauchen? Zum Beispiel in einem Webmail-Client. Ich möchte Dinge einfach markieren und kopieren können, ich möchte, dass ich mir Dinge ausdrucken oder abspeichern kann, ich möchte eine gute Interoperabilität zu anderen Anwendungen (z.B.: Kopieren von Texten -> Einfügen in Office-Programm – Formatierung bleibt erhalten). Hier ist also vor allem Fingerspitzengefühl gefragt beim Zusammenspiel von Flash- und HTML-Inhalten und der Oberflächendesigner muss dem User ein sicheres Gefühl geben können.
    Zudem vertraue ich HTML als offenem Standard. Wie gut ist die Umsetzung von i18n in Flash? Kann es bidi?

  11. Webmaster am 7. April 2007 #

    Flash und Flex sind ja nicht wirklichwas Neues. Es fängt halt nur langsam an auch in D. mehr von gebrauch zu finden. Um wirkliche Webapplications zu schreiben sollte man heute immer mehrere Dinge beherrschen. Ich hoffe das sich das eines Tages entkrampft.

  12. Brutos am 7. April 2007 #

    Außerdem unterstützten die Flash RIAs keine Firefox Erweiterungen (oder andersrum). Damit ist es für mich gestorben, ich will in Feldern meine Rechtschreibkorrektur haben. Ich will mit Stylish Seiten, die ich häufig besuche und deren Inhalt auf etwa 50px breite gequetscht wurde, verändern.

    Vllt wird es irgendwann eine Browserunterstützung für Flash geben, aber bis jetzt ist der Sinn von Flash mit YouTube Videos erschöpft und ich glaube, dass sich Flash RIAs nicht durchsetzten werden.
    Dafür bräuchte es eine mod_swf für den Apache. Oder eine stabile Unterstützung für Flash in PHP (oder anderen Sprachen). In PHP gibt es zwar Ming, das ist aber nur experimentell und es fehlt ein Framework um anständige und überall zumindestens ähnliche Elemente, die man wiedererkennt, zu erschaffen.

    Ich hoffe das war nicht zu chaotisch ;).

    Grad ist Firefox an einer Laszlo Demo abgestürzt. Ich mag es jetzt nicht mehr. RIA == Tot.

  13. Peter am 7. April 2007 #

    Einzelne Bereiche der Adobe Site sind Flash-Anwendungen. Ich musste mit letztens durch diese Seiten wühlen weil ich Erweiterungen für Flash gesucht habe. Dabei hatte ich mit folgenden Problemen zu kämpfen:

    - der Text ist nicht zoombar und winzig klein – Lesezeichen konnte ich nur auf einige Einstiegsseiten setzen – auf die meisten Seiten konnte ich keinen Link setzen – der Zurückbutton des Browsers ging nicht – die Navigation war unübersichtlich, verspielt und lies wesentliche Möglichkeiten vermissen, zum Beispiel das konsequente Zurückspringen auf Suchlisten. – die Probleme von denen Simon schreibt hatte ich auch.

    Ich habe nach etwa 20 Minuten die Seiten ziemlich genervt verlassen. Mein Eindruck: nützlich wie ein Tanga im Winter. Schick anzusehen, aber macht eindeutig nicht warm.

    @Micha: Dein Blogarchiv hat die gleichen Problem wie viele Ajax-Anwendungen: Lange Ladezeiten beim ersten Aufruf, man kann keine Lesezeichen auf die Einträge setzen und die Artikel nicht einzeln anlinken. Du solltest in den Artikeln zumindest einen Permalink zum Auskopieren angeben, sonst fehlt dem Archiv eine wesentliche Grundfunktion.

  14. Micha am 7. April 2007 #

    @Peter: Danke für Dein Feedback. Das Archiv ist noch nicht fertig.
    Es fehlen noch grundlegende Funktionen, wie eine Kommentarfunktion, ich möchte einen Favoritenbaum hinzufügen, in den man per Drag&Drop seine Lieblingsbeiträge hineinziehen kann und das per Cookie speichern. So hat man seine Beiträge schnell im Blick oder kann die Kommentare besser verfolgen.
    Schauen wir uns doch mal herkömmliche Archive an, ich bekomme eine riesenlange Liste, klicke auf einen Permalink, Seite wird neu geladen …Wartezeit …, der Beitrag ist doch nicht das was ich suchte, Zurückbutton, wieder Liste …usw.
    Ich will mit diesem Archiv einen Zusatznutzen schaffen (wenn es fertig ist), allerdings würde ich auf die herkömmlichen Blogfunktionen nie verzichten.

  15. Georg Seifert am 7. April 2007 #

    der Artikel hat mich mal wieder an eine alte Idee erinnert. Ich brauche für meiner Webseite endlich mal ein vernünftige Schrift Vorschau. Das ist IMHO eine wunderbare Anwendung für RIA. ich kann innerhalb des Clips machen was ich will (Schriften präsentieren) und habe nach außen nicht die Nachteile die oft für Flash Menus angeführt werden (diese sind auch wirklich eine Katastrophe und gehören verboten (siehe Adobe, wenn das Menu über dem darunter liegenden Film flimmert)).
    Es gibt also durchaus Funktionen für Flash die nicht versuchen HTML nachzubauen sondern sehr spezialisiert Inhalte anzeigen.

  16. Gerhard am 8. April 2007 #

    Als größten Nachteil dieser Flashfilme empfinde ich noch immer die unverhältnismäßig langen Ladezeiten. Während ich ein in HTML realisiertes Formular längst ausgefüllt und abgeschickt habe, warte ich bei einem in Flash realisierten Formular oft noch immer auf einen optisch mehr oder weniger ansprechenden Ladebalken. Außerdem funktioniert die automatische Vervollständigung nicht, so dass ich meinen Namen und meine E-Mail-Adresse per Hand eingeben muss.

  17. Valentin am 10. April 2007 #

    Mein Eindruck: nützlich wie ein Tanga im Winter. Schick anzusehen, aber macht eindeutig nicht warm.

    Hihi, den muss ich mir merken …

    Ansonsten: Toll, dass OpenLazlo jetzt AJAX kann, werde ich mich auf jeden Fall mit beschäftigen. Was Flash betrifft, habe ich seit heute wieder eine massive Allergie.

    Fälle wie dieser sprechen zwar nicht unbedingt gegen die Technologie an sich, aber trotz allem ist Flash imho zur Zeit keine ernstzunehmende Alternative zu vernünftigen Standards:

    90% von dem was man mit Flash anstellen kann geht inzwischen auch mit AJAX & co., die restlichen 10% sind in den meisten Fällen unnützes Eye-Candy. Und was die Konditionierung des Users betrifft, ist Flash – wie von anderen Kommentatoren schon angemerkt – im Hintertreffen.

  18. webtechnologie am 29. April 2007 #

    Joar …ähh …wo soll ich anfangen. Als Flash-Entwickler bekommt man natürlich ordentlich Bauchweh, wenn man liest, was hier über Flash, Flex, RIAs etc. geschrieben wird. Leute, die Flash allen Ernstes nach wie vor als Gimmick bezeichnen, haben möglichweise die letzten fünf Jahre Webtechnologie verpennt. Man könnte jetzt seitenweise über Sinn und Einsatz von Flash schreiben, wieso Ajax teilweise viel problematischer ist etc., aber das wird ja zur Genüge auf anderen Seiten diskutiert. Schwierig wird’s jedenfalls, wenn ständig irgendwelche Unwahrheiten verbreitet werden oder uralte Argumente herausgekramt werden (es gab schließlich auch mal bekackte HTML-Seiten mit blinkenden Texten!). Flash und ActionScript (inzwischen sprechen wir von ActionScript 3.0) haben eine Entwicklungs- und Reifeprozess hinter sich wie keine andere Technologie im Web. Wer mal ActionScript 3.0 programmiert hat und sich näher angesehen hat, was die Sprache alles bietet, will bestimmt nicht mehr zurück zu JavaScript-Prototypes und irgendwelchen aufgeblähten Ajax-Frameworks.

    Also erst mal das hier lesen (ich kann allen HTML- und Ajax-Spezies nur nahelegen, sich endlich mal mit diesen Technologien auseinanderzusetzen und sich NEUE, anständige Urteile zu bilden):

    ActionScript 3.0:
    http://www.adobe.com/devnet/actionscript/articles/actionscript3_overview.html

    Wissenswertes über Apollo:
    http://www.mikechambers.com/blog/2007/03/28/why-apollo#more
    http://www.adobe.com/devnet/videos/apollo_demo07/index.html

  19. Giulio am 10. Mai 2010 #

    Ich frage mich wie man mit HTML die gleiche Interaktivität hinbekommen soll wie sie in Flash ermöglicht wird. Die Ajax Effekte die ich bisher im Web betrachten durfte erinnern an eine schlechte Nachahmung von Flash Animationen. Aber vielleicht hab ich auch nur sehr »schlechte« Seiten zu Gesicht bekommen. Ich glaube wer wissen will warum Flash nicht so schnell aus dem Web verschwinden wird, sollte auf <a href=»http://www.thefwa.com« >FWA</a>die Seiten ankucken die da erstellt wurden. Da bleibt einem der Atem weg…

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