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Gerrit, 14.09.2013

Zur Hölle mit Parallax!

Um es gleich vorweg zu nehmen: Natürlich haben sie ein neues Spielzeug gefunden, um ihr Ego strahlen zu lassen und die Benutzer zu quälen. Die Rede ist von den »Kreativen« im Webdesign. Ihr altes Spielzeug waren komplett auf Flash basierende Websites. Darüber ist viel geschrieben worden – warum man das nicht machen sollte, und dass es nicht sinnvoll ist, abstruse neue Bedienkonzepte zu erfinden. Dass Websites keine interaktiven Tüftel- und Knobelspielchen sind, sondern Informationsangebote. Das war alles auch vor dem Jahr 2007 bekannt.

Doch erst mit der Einführung des iPhones (und dann ganz bestimmt seit dem iPad), als also klar war, dass Flash und ARM-Prozessoren sich nicht gut vertragen, waren die Kreativen gezwungen, ihren Erlebnisspielplatz umzuziehen. Dass es dabei tatsächlich nur um einen Umzug ging, nicht etwa um eine konzeptionelle Neuausrichtung der ehemals Killer-Websites getauften Usability-Höllen, wird in diesem Jahr besonders deutlich. Denn eine Zutat darf bei heutigen fancy »Designerwebsites« nicht fehlen: Eine verwirrende und langsame One-Pager-Navigation mit Parallax-Scrolling, sowie viel zu viele und zu hoch aufgelöste Stimmungsbilder auf einem einzigen Webdokument. Ihr kennt diese Art von Websites. Hier sind ein paar Beispiele:

Dezent eingesetzt ist gegen den Parallax-Effekt im Grunde nichts einzuwenden. Doch wie bei so vielen Dingen macht die Dosis das Gift. Es ist ja schön, dass viele der Parallax-Websites responsiv daherkommen und den Browser-Viewport ausnutzen und mit Touch-Geräten gut zurechtkommen. Es ist jedoch nicht okay, die gesamte Aufmerksamkeit des Nutzers mit Gewalt vom Inhalt fernzuhalten und komplett auf die Effekthascherei zu lenken. Und das ist im Kern der Denkfehler unserer »kreativen« Kollegen. Sie wollen eine Website mit Wow!-Effekt, die geil aussieht und Eindruck schindet. Nebenbei sind sie von den Inhalten, die der Kunde zu bieten hat, nicht sonderlich beeindruckt. Das wiederum geht uns allen meistens so.

Eine gute Designerin versucht jetzt, die Inhalte der Website zu verbessern, engagiert eine Texterin, lässt bessere Fotos machen, um so die Situation auf der Content-Front zu verbessern, um dann eine angemessene Gestaltung zu finden.

Eine »kreative« Designerin schert sich nicht um Inhaltsarbeit. Sie entwirft eine bombastische Grafikflut, die von den kümmerlichen Inhalten ablenkt. Damit steht sie super da beim Kunden, denn dieser musste sich nicht mit seinem Unternehmen beschäftigen und kriegt ohne eigenen Aufwand eine schicke Website.

Die klassische Zwickmühle: Sowohl Kunde als auch Designer haben nicht die Endnutzerbrille auf. Sie kennen das Unternehmen bereits, sie kennen die Website ebenfalls. Doch der unbedarfte Nutzer hat keine Lust, langwierig die Struktur und Bedienung einer Website zu erlernen, bevor er an die spärlichen Informationen über das Unternehmen herankommt. Er mag es übersichtlich, schnell und erst an dritter Stelle beeindruckend. Wenn überhaupt.

Unabhängig von der Technik gilt auch im Jahr 2013: Webdesign bedeutet zum großen Teil: Übersicht schaffen, Dinge aufräumen, klare Strukturen herausbilden, Informationen zugänglich gestalten. Der Wow!-Faktor ist zu vernachlässigen. Uns ist eine tiefe und nachhaltige Befriedigung beim Nutzer wichtiger, wenn er sich umfassend und unkompliziert informieren konnte. Die schnelle Nummer mag aufregend sein, liegt aber letztlich schwer im Magen.

Inspiriert durch den hier:


24 Kommentare

  1. Michael am 14. September 2013 #

    Schön, dass du dir da so viele Gedanken machst und ich stimme dir auch 100% zu. Jedoch ist diese Ansicht realitätsfern / idealistisch unter dem Aspekt, dass Agenturen und Serviceanbieter im Web-Bereich versuchen den Kunden zu frieden zu stellen / zu begeistern (mit ihren Produkten / Leistung). Unter dem Aspekt verdienen diejenigen welche die soeben genannten Punkte erfüllen, alle anderen verdienen i.d.R. (bis auf wenige Ausnahmen) weniger vom Kuchen. So war das schon immer und so wirds auch bleiben, ob mans mag oder nicht :-)

  2. KChristoph am 14. September 2013 #

    Herzliche Grüße aus Hannover, dem Universum im Norden !
    Danke.
    —-
    http://t3n.de/aggregator/die-schnelle-nummer-mag-aufregend-sein-zur-hoelle-mit-parallax

  3. Struppi am 14. September 2013 #

    Doch der unbedarfte Nutzer hat keine Lust, langwierig die Struktur und Bedienung einer Website zu erlernen, bevor er an die spärlichen Informationen über das Unternehmen herankommt. Er mag es übersichtlich, schnell und erst an dritter Stelle beeindruckend. Wenn überhaupt.

    Das ich solche Aussagen auf dieser Seite lesen darf, erfreut mich. Seit Jahren sage ich das schon. Das Problem ist, dass der klassische Designer oftmals die bessere Reputation als der Webdesigner hat (er ist ein Studierter) und wie du schreibst auch oft beeindruckende Ergebnisse liefert. Dummerweise hilft das dem Enduser weniger und dem Webdesigner bleibt nur, auf den Erfolg von google, Amazon und ebay zu verweisen, die »hässliche« Webseiten hatten oder haben, aber Millionen von Usern anziehen. Weil die Webseite funktioniert.

  4. torsten am 15. September 2013 #

    Hmm, bei Locanda ist doch nicht wirklich Parallax, oder?

    Als dezentes Beispiel würde ich gerne die iPhone-5C-Seiten vorschlagen (http://www.apple.com/iphone-5c/ und http://www.apple.com/iphone-5c/design/). Das finde ich eigentlich ziemlich gut. Manche Effekte sieht man zuerst garnicht und denkt »hat sich da grade was bewegt?« und guckt nochmal nach. Außerdem sind die Effekte auf Abbildungen der neuen iPhones angewendet, d.h. sie ziehen nochmals extra Aufmerksamkeit auf diese Abbildungen und damit das neue Produkt. Und genau das ist ja der Sinn dieser Seite.

  5. dot tilde dot am 15. September 2013 #

    frage: wieviel designer braucht es, um eine glühbirne einzuschrauben?

    antwort: muss es denn wirklich eine glühbirne sein?

    .~.

  6. Maike am 15. September 2013 #

    Parallax hin oder her – in den aufgeführten Negativbeispielen steckt doch auch viel gutes Grafikdesign.

  7. Gerrit am 16. September 2013 #

    @Maike: Ja, aber es muss eben auch webgerecht sein, sonst ist es kein gutes Grafikdesign. Der Kontext muss einbezogen werden. Ein gut gestaltetes Buch macht sich auf einer Litfasssäule auch nicht so gut.

  8. Pjotr am 16. September 2013 #

    @torsten am dezentesten sind die beiden Apple-Seiten im IE10, der mir hier im Büro aufgezwungen wird. Da bewegt sich im Gegensatz zu Gerrits Beispielen nämlich gar nichts?

    Ich halte den Effekt auch nicht per se für schlecht. Das wird im Blogeintrag zwar erwähnt, kommt mir aber zu kurz. Die angesprochene Kritik ist für mich auf sämtliches Webdesign anwendbar. Unübersichtliche Benutzerführung und unperformante Effekthascherei gilt es überall zu vermeiden, Parallax hin oder her. Ich würde für diese Universalprobleme keinen spezifischen Trend verantwortlich machen.
    Einen Artikel gegen Killerwebsites gibt es hier ja bereits.

  9. Simon Wehr am 16. September 2013 #

    In den genannten Websites sehe ich allerdings viele Inhalte die gedruckt in die Kategorie »Coffeetable« fallen würden. Bei z. B. cyclemon und vondutch geht es doch gar nicht um schnelle Inhalte. Es geht um Image und bunte Bildchen. Das kannst du langweilig finden. Viele finden es schick. Aber Du hast natürlich recht, dass die Inhalte auf der Strecke bleiben, bei Leuten wie dir und auch mir. Aber vielleicht ist das in den konkreten Fällen sogar gezielt so angelegt. Positionierung würde man das nennen.

    Im Übrigen kann man den Diskurs getrost von der Webtechnik lösen. Ich kennen ne Menge Bücher und Magazine, die genau so funktionieren, wie die von dir kritisierten Flash-/Scroll-/Dingsbums-Websites. Bunt, wild, »anders« und die Inhalte fallen unter den Tisch.

  10. Gerrit am 16. September 2013 #

    @Simon: Dass es hier immer ein wenig überspitzt zugeht, ist ja bekannt :-) Coffee-Table ist ein gutes Stichwort. Ich habe das nie ganz verstanden, da werden tatsächlich Dekorationsgegenstände unter der irreführenden Bezeichnung »Bücher« verkauft …

  11. Ein Leser am 16. September 2013 #

    http://imgs.xkcd.com/comics/slideshow.gif

  12. Thomas am 19. September 2013 #

    Ganz extrem da ja auch die Firefox OS Homepage:
    http://www.mozilla.org/en-US/firefox/os/

  13. Boris Schneider am 20. September 2013 #

    Zu viele Effekte tun einer Webseite sicherlich nicht gut, denn letztendlich kommt es auf die eigentlichen Inhalte an. Mir passt es, wenn eine Webseite größtenteils grafisch einfach und textuell gehalten ist. Mehr braucht man nicht ;-)

  14. Chris am 7. Oktober 2013 #

    »Der Wow!-Faktor ist zu vernachlässigen.«

    Kommt mit Sicherheit immer auf Zielgruppe und Kunde an, schon etwas sehr pauschal der Beitrag.

    Parallax ist meiner Meinung nach nicht das Problem, sondern Scroll-Seiten wie die in deinem letzten Beispiel: www.arnoldclark.com/challenge — Diese Art von Seiten haben mit Parallax nicht mehr viel zutun und sind eigentlich nur zum schnellen vorbeiscrollen geeignet.

    Leider werden die momentan inflationär gestreut und nerven mich auch schon gewaltig.

  15. Gerrit am 7. Oktober 2013 #

    @Chris: Oh, ich habe die unbenutzbaren Parallax-Websites und die unbenutzbaren Scrolle-Events-Websites in einen Topf geworfen. Hmm. Schade. #agenturporno

  16. David Hellmann am 9. Oktober 2013 #

    Zum ersten sind die Beispiele die du zeigst fast alle nicht mal schön. Den Effekt den du hier zeigst der ist doch schon fast 3 Jahre alt oder so und Nike hat das damals wohl Massentauglich gemacht… What ever…

    Ein paar Beispiele die ganz schick sind (in meinen Augen):
    http://www.misfitwearables.com/
    http://www.mrvisual.info/
    http://artemjuliawedding.com/en
    http://andrevv.com/
    http://www.newflyingspur.bentleymotors.com/de/luxury_and_presence

    Sorry aber so ein Beitrag regt mich auf. Ich mag auch keine Websites wo Effekte über Effekte eingesetzt werden. Ganz deiner Meinung. Aber woher willst DU denn immer genau wissen was der Nutzer will? Klar, wenn ich auf einen Blog oder online Magazine gehe um mir was durchzulesen ist mir das WOW völlig egal. Aber wenn ich ein Smartphone kaufen möchte kann die Website mit dem WOW schon sehr viel mehr bewirken.

    Große bunte Bilder ist doch super wenn es zum Thema passt. Nicht immer ist der Content das wichtigste einer Website sondern das Gefühl das sie rüber bringt… Was du schreibst ist einfach zu pauschal…

    —-
    Unabhängig von der Technik gilt auch im Jahr 2013: Webdesign bedeutet zum großen Teil: Übersicht schaffen, Dinge aufräumen, klare Strukturen herausbilden, Informationen zugänglich gestalten. Der Wow!-Faktor ist zu vernachlässigen. Uns ist eine tiefe und nachhaltige Befriedigung beim Nutzer wichtiger, wenn er sich umfassend und unkompliziert informieren konnte. Die schnelle Nummer mag aufregend sein, liegt aber letztlich schwer im Magen.
    —-

    Warum ist der Wow Faktor denn zu vernachlässigen? Begründung?
    Wenn es nur Websites geben würde wie du sie machst wäre das Web ziemlich langweilig…

  17. Gerrit am 9. Oktober 2013 #

    @David Hellmann: Ich glaube, du hast das Konzept eines »Rants« nicht so ganz verstanden. Hier geht es nicht um eine objektive Beurteilung, sondern um zugespitztes und einseitiges Dampf ablassen, früher auch in ähnlicher Form als »Polemik« bekannt. Das passt schon so.

    Das Web wäre vor allem dann langweilig, wenn es keine guten Inhalte gäbe. Websites, die die Menschen dauerhaft begeistern, sind inhaltsorientiert (siehe Wikipedia, IMDB, Facebook oder Foren).

  18. Achim am 18. Oktober 2013 #

    Mal so nebenbei, Gerrit. Die Verwendung des Begriffs „Kreative“ in dieser Konnotation wundert mich, Rant und auch Guillemets hin oder her. Zumindest bei mir ist der Begriff ausschließlich positiv besetzt. Wenn sich innerhalb der eigenen Branche eine Geringschätzung kreativer Leistungen breit macht, muss man sich nicht wundern, wenn die Gesellschaft Kreative als Werbe-, Video, oder Grafik-Fritzen abkanzelt.

    Und natürlich reißen sich Kreative ein Bein aus, um es dem Kunden recht zu machen. Das Bedienen von Trends, auch wenn Parallax Scrolling, wie David anmerkt, nicht wirklich neu ist, halte ich für sehr legitim. Gestern Flash, heute Parallax, morgen…? Man muss die Welle Reiten, so lange es geht, oder eben auf die nächste warten. Soviel Ehrlichkeit sollte man sich eingestehen, denke ich. Aber natürlich wünsche auch ich mir neue Ideen.

    Bin ja, wie Du selbst, ein Freund des Inhalts, jemand, der sich nicht von einer hübschen Oberfläche blenden lässt, zumindest hoffe ich das, aber auch der WOW-Effekt hat sein Berechtigung! Ein Umstand, den Jakob Nielsen offenbar bis heute nicht einsehen mag. Schon vor vielen Jahren hatte der Usability- und Utility-Guru sich in diese nerdige Ecke zurückgezogen: bunte Bilder seien Hürden (verkürzt wiedergegeben).

    Dass die besonders Netzaffinen den Effekt nicht mehr sehen können, wird die Mehrheit der jeweiligen Nutzer einer solchen Anwendung nicht stören. Insofern würde ich gerne Dein „passt schon“ auch auf den Effekt erweitern, denn der Effekt bringt ja durchaus auch Positives mit sich, nämlich, dass nahezu der gesamte Inhalt der Website ohne Klicks, rein per Scrollen zugänglich ist. Wenn man es so will, eigentlich eine sehr zugängliche und nutzerfreundliche Aufbereitung des Inhaltes.

  19. Gerrit am 22. Oktober 2013 #

    Weil vielen mein Gemecker auf die Nerven geht: So sieht eine Website aus, die das beste von Scrollevents/Onepager zusammenbringt und dabei auch noch halbwegs performt. Mehr Wow!-Effekt braucht kein Mensch.

  20. icon am 23. Oktober 2013 #

    Hi Gerrit … danke für das Beispiel … aber die Karl-Marx-Allee im Scrolling mit viel Massentext und dann noch im überfüllten Berlin zu zeigen … wer möchte das? Ich denke da ist Parallax zwar ok im Einsatz, aber anders wäre es einfach besser!

    Ein gutes Beispiel was unterhält, alltagstauglich ist und von Bildern, ein wenig Text und Icons lebt ist die Seite von Spotify spotify.com … Parallax-Seiten sollen spielend einfach Dinge erklären ohne Bleiwüsten zu erzeugen …

    Die Zeit Seite über die Karl-Marx-Allee ist eine Seite, die ein Produkt nicht gerade spannend und unterhaltsam erklärt … hier ist einfach zu viel Kontext … zu kompaktes Wissen und die Bilder einfach zu schlecht aufbereitet …

    Parallax Seiten wie vom OS und Spotify zeigen stepbystep die Inhalte und das redaktionell geleitet, weniger WummWumm ist natürlich besser, aber man erinnert sich daran … Parallax ist nun mal auch ein Bestandteil einer entertainmentangehauchten FlatDesign Area …

    Im übrigen wenn du mal in der Karl Marx Allee mal gewohnt hast … stellst du dir eine andere Form der Präsentation vor … kann mich persönlich nicht damit identizifizeren :)

    Danke dennoch für deine Mühen!

  21. fwolf am 10. November 2013 #

    Hach ja, typisch deutsch, auch noch in den Kommentaren am »Genervtheits-Grad« anderer Leute rumzumäckeln.

    <popcorn hinstell>

    cu, w0lf.

  22. Sascha Fuchs am 3. Dezember 2013 #

    Das eigentliche Problem liegt mehr im Inflationären Verwenden von Paralaxen, Slidern oder Scrollseiten. Wenn es nett gemacht ist, durchdacht und auch mit den richtigen Bildern (ich mein damit keine Bildrecherche nach »tollen« Stockfotos) und man auf den rest auch noch achtet (ich weis Performance ist ein Reizthema das man lieber umschifft weil die Zeit ist ja immer knapp) dann geht es schon in die richtige Richtung.

    Die Balance halten können nur die wenigsten, der Kunde will was Geiles, der Designer möchte Punkten und am Ende darf der Developer dann alles gerade biegen und wenn nicht ist der Developer halt der Gearschte »Warum läuft das auf dem IE8 des Marketingleiters so schlecht« »Warum gehts auf dem Iphone3 des Kunden so langsam« – warum dies, warum das. Für den Designer ist es ein leichtes ein paar Pixel durch die Gegend zu schubsen, mit ein paar Erklärungen.

    Wie gesagt wenn es gut gemacht ist, durchdacht ist und auch zum Kontext der Seite selbst passt, ist es ok aber das ist in der heutigen Praxis immer schwerer. Der Kunde selbst ist Geizig, er möchte Sparen, man hat nicht unendlich Zeit, da passt der Content nicht wirklich ist oft genug einfach langweilig. Entweder man haut dann soviel Text rein das einem schlecht wird oder man versucht mit ein paar Paralaxen oder Slidern für einen Wow Effekt beim Kunden zu sorgen, ob seine eigenen Kunden dann damit klar kommen oder das beste geliefert bekommen ist dann erst mal zweitrangig.

    Oft erinnert einen das an die Zeit nach dem Millenium, da findet man ein paar neue Grafische Effekte, baut damit ein zwei Elemente und der rest der Seite wird außen herum gebaut. Wenn einer meint »Sieht langweilig aus« kommt dann »Aber hey diese geilen 3D Effekte die wir da mit Photoshop reingehaunen haben, waren irre aufwendig sehen aber total Geil aus«, »Ja aber…«, »nix aber«

  23. David Hellmann am 4. Dezember 2013 #

    Um mal ein wirklich gutes Beispiel zu zeigen: https://www.spotify.com/de/2013/

    @Sascha
    Naja, der Designer hat es am einfachsten finde ich auch nicht. Ein dynamisches Design zu machen ist ja nun kein Kinderspiel da muss man ja schon viel direkt mit dem Entwickler machen und wohl auch in kleinen Steps vorgehen. Testing… Im Idealfall hat der Designer natürlich auch ein wenig Ahnung im Thema um gewisse Sachen vielleicht einfach einschätzen zu können.

    Diese »Beim Chef läuft’s auf dem IE8« nicht Geschichten werden zum Glück weniger. Und die Leute verstehen das man nicht moderne Sachen machen kann und dann aber bis zum IE6 runter das alles super ausschaut. Es sollte halt noch benutzbar sein das ganze und dann sind Kunden auch damit zufrieden. Und solche Seiten werden ja auch eher für Sachen gebaut wo es eben um dieses WOW Faktor geht.

    Es gibt halt immer Leute die meinen Sie machen was cooles wenn sie ihre Website mit solchen Effekten überschütten… Aber das macht die Sache an sich ja nicht schlecht!

  24. Gabriele Müller am 14. Dezember 2013 #

    Auf der Suche nach einem neuen Webdesign und Trends 2013/14 bin ich auf diesen Blog gestoßen. Da ich alles selbst mache, also designen, entwickeln, texten usw., muss ich einfach mal meinen Senf dazu geben.

    Dort, wo es um Emotionen und Fotos geht, z. B. bei Reisen, ist Parallax ein Muss. Eine der besten, wenn nicht die beste Homepage, ist unter http://www.tourism.gov.my/de-de/de zu finden.

    Dort, wo es um Wissen und viel Texte geht, ist Parallax nahezu tödlich. Wer soll sich denn http://www.zeit.de/kultur/karl-marx-allee/index.html#prolog bloß ansehen?! Dass die Seite noch als gelungen bezeichnet wird, ist schon sehr verwunderlich! Ich habe sie genervt überscrollt! Schlimmer geht es nimmer!

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