Android-Font »Droid« entschlüpft

19. November 2007 von Gerrit van Aaken

Android, Googles Open-Source-Betriebssystem für Handys wird in den nächsten Monaten wahrscheinlich ziemlich groß rauskommen. Und wie es sich gehört, hat dieses schmucke OS auch ein paar schmucke Schriften mit an Bord. Eine davon ist die Droid. Es gibt sie in einer Serifen-Familie:

Droid Serif

Sieht ein bisschen aus wie die Georgia oder die Utopia, aber etwas schlanker und schön stabil. Screenoptimiert und sehr gut lesbar, wie es scheint. Darstellung mit Photoshops »schärfer«-Glättung.

Dazu gesellt sich eine Sans-Familie, die zwar ohne kursive Schnitte auskommt, dafür aber einen Monospace-Font mitbringt, der jedoch eher semi-gelungen ist und gegen Consolas oder Vera/DejaVu keine Chance hat:

Sans

Die Schriften wurden von Ascender bereit gestellt. Es handelt sich um TrueType-Fonts, die sich sehr leicht aus dem Android-Filesystem extrahieren lassen. Hier gibt es die entsprechende system.tar.gz, mit der man sich versorgen kann. Über die exakten Lizenzbedingungen habe ich auf die Schnelle nichts Genaues gefunden. Da jedoch Android einer Open-Source-Lizenz unterliegt, kann man davon ausgehen, sich nicht die Fingers schmutzig zu machen, wenn man bei den Schriften beherzt zugreift. Viel Spaß!

(via damieng)

17 Kommentare

  1. Nathanael am 19. November 2007 #

    Ach übrigens: Im internen Browser von Vienna wird praegnanz.de nicht wirklich korrekt angezeigt.

  2. Gerrit am 19. November 2007 #

    Bei mir im Vienna sieht’s subba aus.

  3. Daniel am 20. November 2007 #

    Schöner Font, danke für den Tipp.

  4. Michael am 20. November 2007 #

    Weiß jemand was über die im (ich traue es mich gar nicht zu schreiben) iPhone oder in anderen Handys verfügbaren Schriften?

  5. apa am 20. November 2007 #

    Hm, die Buchstabenabstände wollen mir gar nicht gefallen. Zwischen r und g klafft, im kursiven Schnitt eine arge Lücke.

  6. Chris am 20. November 2007 #

    Im iPhone gibt es:

    American Typewriter
    American Typewriter Condensed
    Arial
    Arial Rounded MT Bold
    Courier New
    Georgia
    Helvetica
    Marker Felt
    Times New Roman
    Trebuchet MS
    Verdana
    Zapfino

    http://daringfireball.net/2007/07/iphone_fonts

  7. Michael am 20. November 2007 #

    danke chris!

  8. Tobias am 20. November 2007 #

    Ich sehe in Zukunft endlos lange font-family Angeben auf uns zukommen. Damit auch jedes System die gewünschte Schrift zugewiesen bekommt. Irgend wann kommt dann FFF ( Font Family Framework ) g.

    Aber jetzt mal im ernst – Was hat man den davon wenn alle ihr eigenes Süppchen kochen? Die neuen Vista Schriften sind kool? Android bringt auch richtig hübsche mit? Fuck off, ich will das meine gewünschte Typo überall gleich ist! Ein größere Auswahl an Schriften, so 10-15, mit ordentlichen Schnitten, die auf allen Systemen installiert wird. Wie abwechslungsreich das Web dann wäre  …

  9. Gerrit am 20. November 2007 #

    Fuck off, ich will das meine gewünschte Typo überall gleich ist!

    Tja, da wirst Du im modernen, geräteunabhängigem Web Pech haben. Und das ist auch gut so. Viel zu lange hat sich das Web von der Print-Denke beeinflussen lassen. Ich finde es gut, wenn der Webdesigner ein paar Vorschläge macht, die dann akzeptiert werden können, oder auch nicht. Alle Macht dem User, nicht dem eitlen Designer.

  10. Tobias am 20. November 2007 #

    Da missverstehst du mich. Meintewegen kann sich der User die Comic Sans auf 20px als einstellen. Wenn er das schön findet- bitte. Das Layout zerschießt er damit im Normalfall nicht. Die Lesbarkeit ist zwar eine andere Frage aber darum geht es nicht.

    Aber man sollte doch wenigstens eine Grundlage Abseits von Arial und Konsorten haben um dem User einen lesbaren Text zu liefern.

  11. Jörg L. am 20. November 2007 #

    Ja. Was mach Ihr, wenn der Text im Idealfall in calibri gesetzt sein soll, aber eben auch Alternativen geboten werden müssen? Die gängigen Rückfallebenen wie verdana haben größere x-Höhen und sehen in derselben Zeilenhöhe wie Calibri nicht gut aus.

  12. Volker am 21. November 2007 #

    Die unterschiedlichen Größen bei gleicher Größenangabe sind ein wirkliches Problem. Die neuen Vistaschriften sind im Vergleich zu Verdana & Co ein bis zwei Pixel kleiner. Da man nur eine Schriftgröße für die gesamte font-family-Angabe machen kann sehen die Alternatvischriften bei Nicht-Vista-Font-Verwendern unmöglich aus.

    Aber davon mal abgesehen: Schöner Font.

  13. Gerrit am 22. November 2007 #

    Es ist eigentlich nur Verdana, die größer ist, ansonsten haben eigentlich alle Screenschriften die gleiche gefühlte Größe, glaube ich jedenfalls.

  14. Bernd am 22. November 2007 #

    Nett, habe die Fonts via einem Screenshot auf Smashing magazine (Thema originelle Blogthemes) gesehen. Sowas lasse ich mir natürlich nicht entgehen :-)

  15. Ralf Herrmann am 22. November 2007 #

    ansonsten haben eigentlich alle Screenschriften die gleiche gefühlte Größe

    Stimmt schon was Jörg und Volker sagen: die ClearType-Schriften sind allesamt deutlich kleiner (um mehrstufigen Akzenten auf dem Kegel Platz zu geben).
    Kann man nochmal etwas ausführlicher in meinem Artikel für den Designkalender (designcalendar.de) nachlesen.

    Ralf

  16. Jörg L. am 22. November 2007 #

    Verdana, arial und auch georgia sind deutlich größer in meinen Augen. Times würde noch passen. Aber eine serifenlose Schrift finde ich nicht im »Standardbaukasten«.

  17. Merchants am 24. November 2007 #

    Danke für die Info, war schon immer Fan vom »Georgia-Style«.
    Das Problem der Laufweite zwischen einigen kursiven Zeichen, z.B r und g, besteht, wie bei den Schriften »Times New Roman« oder »Georgia«, aber weiterhin. Ich habe das Gefühl diese Schriften wurden nie wirklich für kursive Schriftlagen gestaltet.
    aber trotzdem isse ne Schmucke die Droid Serif …

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