Eine Woche ZOE – ein erstes Fazit

Seit einer guten Woche fahren wir nun unsere ZOE – wobei ich selber meist nur Beifahrer bin, denn meine Frau hat schnell eine große Begeisterung für das elektrische Fahren entwickelt und seitdem wird um jeden Kilometer gerungen. Logisch, wer hier meistens gewinnt :-)

Das geräuschlose Fahren mit der festen Übersetzung und der sanften Beschleunigung im Eco-Modus sind ein Traum und verleiten zum langsamen und entspannten Gleiten. Erstaunlicherweise fahren wir tatsächlich freiwillig langsamer als mit unserem alten Benziner, denn die Fahrt wirkt schneller, weil das Geräusch und das Ruckeln fehlt. Es ist so viel stressfreier, dass man sich ernsthaft fragt, warum so viele Europäer nicht auf ihre archaische Handschaltung verzichten mögen.

Beinahe zeitgleich mit der Abholung des Wagens wurde auch die Wallbox geliefert, eine wallb-e Home mit 22kW in blau, so dass ich auch Zuhause genauso amtlich schnellladen kann wie unterwegs an den meisten professionellen Ladestationen. Wenn diese denn mal funktionieren! Leider haben sich bei unserem ersten »längeren« Ausflug nach Schwäbisch Hall alle Götter gegen uns verschworen. Drei Dinge gingen schief:

  1. Unsere Unerfahrenheit mit der kuriosen Eco-Streckenführung des eingebauten Tom-Tom-Navis führte dazu, dass wir über eine extrem kuriose Apfelstrecke parallel zur B19 geleitet wurden und nun jedes Kuhkaff südlich von Würzburg kennen.
  2. Mit einem solchermaßen erschütterten Vertrauen hatten wir dem Navi nun absolut nicht mehr geglaubt, dass die B19 auf mehreren Kilometern Strecke vollständig gesperrt wäre. Leider entsprach das jedoch der Realität. Hektisches Vergleichen von drei Navigations-Apps bei schlechtem Edge-Empfang waren die Folge. Nicht schön.
  3. Die öffentlichen Schnellladestationen im Hohenloher Land sind spärlich gesäht und dazu auch noch zu zwei Dritteln kaputt (eigene Statistik an diesem Wochenende). Die erste Woche ZOE beinhaltete also auch die obligatorische Notladung beim Nachbarn mit Verlängerungskabel.

Wir haben also festgestellt, dass Ingelfingen bei Künzelsau ein Pflichtstopp auf zukünftigen Reisen nach Schwäbisch Hall sind, da die dortige Ladestation nicht nur schnell, sondern auch kostenlos ist. Und da es wohl ein gutes Restaurant in Laufweite gibt. Solche Dinge beginnen, wichtig zu werden, wenn man sich nicht im unmittelbaren Umkreis von seiner eigenen Ladestation befindet.

Diese wurde heute dann von einem sehr freundlichen und kompetenten Elektriker angeschlossen. Danke dafür an Behringer Electric in Estenfeld – saubere Arbeit! Jetzt muss ich noch mit den Nachbarn absprechen, ob sie das hochfrequente Fiepen des Aufladevorgangs für ca. 60 Minuten ertragen können, oder ob ich den normalen Ladevorgang lieber in die Nacht programmieren soll

Kommentar verfassen