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Gerrit, 25.09.2007

WordPress wird immer besser

Ich bin ja traditionell ein Textpattern-Fan, wie viele meiner Leser wissen. Dennoch gibt es einige Gründe, die mich in den letzten Wochen überzeugt haben, nun doch auch tiefer in die WordPress-Welt einzutauchen.

Es sieht nämlich so aus, als ob Matt und die WP-Crew verstanden haben, dass der WordPress-Code sich seit Jahren in einem eher fragwürdigen Zustand befindet, und schaffen nun Abhilfe – Wie ich höre, wird seit einiger Zeit unter der Haube ganz schön aufgeräumt, vereinheitlicht und stärker objektorientiert gearbeitet als früher.

Sam Ruby, einer der ganz großen Web-Helden, wird, beginnend mit dieser neuen Version 2.3, das Atom Publishing Protocol einführen, eine ganz neue und zukunftsweisende, aber vor allem standardbasierte Methode, Inhalte ins Netz zu publizieren.

WordPress 2.3 unterstützt nun außerdem Tagging von Haus aus – und ist nicht mehr auf eines der vielen Plugins angewiesen, die diese wichtige Funktionalität nachgerüstet haben. Auch nett: Es gibt Importskripte für die populärsten Tagging-Plugins, damit auch der Upgrade reibungslos funktioniert.

Ich freue mich, dass ich mich im Oktober ausgiebig mit WordPress beschäftigen kann, um 1) einen interessanten Job für einen Kunden zu erledigen, und 2) das jetzige Layout dieser Website als Theme umzuwandeln. Zwei großartige Gelegenheiten, mich in WordPress einzuarbeiten, da kommt mir das jetzige 2.3-Update gerade recht!

Und natürlich danke ich schon mal im Voraus dem lieben Vlad für seine WP-Theme-Einsteigerartikel (Teil 1, Teil 2), die mir sicher eine wertvolle Hilfe sein werden!

Aber zum Abschluss: Ich werde sicher nicht von Textpattern umsteigen, schon gar nicht hier auf praegnanz.de. Aber ich werde mir beide Systeme zu eigen machen, damit ich im Einzelfall entscheiden kann, was sinnvoller ist, denn beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile.

30 Kommentare

  1. Nicolas am 25. September 2007 #

    Mein erstes Weblog war noch selbst geschrieben, bis ich dann schließlich zu WordPress wechselte, um mir weitere Programmier-Arbeit zu ersparen. Für was ich allerdings bis jetzt noch kein Verständnis habe, ist das grausige Dateisystem und die Gestaltung des Backends. Da aber wohl an beidem gearbeitet wird, kann man wohl noch auf Besserung hoffen.

  2. hypatext am 25. September 2007 #

    Objektorientierung ist nicht unbedingt besser. Gerade in verhältnismäßig wenig komplexen Anwendungen wie CMSen und Blogtools scheint es mir oft etwas übertrieben.

    Aber die Integration von Tags klingt sehr interessant.

  3. Gerrit am 25. September 2007 #

    Genau deswegen stehe ich noch mehr auf Textpattern. Aber ich denke, es wird wirklich besser, da auch einige richtig gute Leute mit an Bord sind!

  4. Christian am 25. September 2007 #

    Bah, Wordpress ist mir zu populär ;)
    Ich versuche mich da immer ein wenig von der Masse abzuheben. Wordpress-Profis gibts wie Sand am Meer. Dabei dachte ich eigentlich das Gerrit gerade in letzter Zeit Textpattern immer mehr als Favoriten gesehen hat ;)

    Das ist aus meiner Sicht auch ein bissl wie mit Windows und Mac:

    Windows ist populärer, was viele Virenschreiber dazu bewegt die meisten Viren darauf auszulegen. Bei Mac ist das nicht/kaum der Fall.

    Ich würde daher denke das ein Wordpressblog auch eine etwas höhere Angriffsfläche hat, bzw. mehr Sicherheitslöcher bekannt sind.

    Ich bleibt meinem Textpattern (und vor allem dem genialen Textile) erstmal treu :P

  5. Matthias am 25. September 2007 #

    Serendipity hüstel

  6. Martin Hiegl am 25. September 2007 #

    lach Christian, es ist fast nie sinnvoll aus reinem Selbstzweck gegen den Strom zu schwimmen – und so argumentierst du.

    Ich nutze Wordpress jetzt schon seit Ewigkeiten, bin aber nicht wirklich davon begeistert. Was mich ärgert ist zum Beispiel, dass es keine saubere Logik/Layout-Trennung gibt und im Theme selbst immens viel Code steht.

    Klar wird stetig daran verbessert, aber es wird nicht immer wirklich besser. Mit Wordpress 2.3 hab ich grad auch so meine Probleme (http://hiegl.net/archives/992 – warum kann man Links hier nicht sauber einbauen?)

  7. Nils Hörrmann am 25. September 2007 #

    Falls du ein System suchst, dass einen aufgeräumte, zurückhaltenden Adminbereich hat, kann ich Dir einen Blick auf Symphony empfehlen. Ist sehr flexibel, da sich die Eingabefelder je Sektion frei definieren lassen. Die HTML-Ausgabe basiert auf XML und XSLT. Wird allerdings erst mit der demnächst erwarteten Version 2.0 OpenSource, ist aber schon jetzt kostenfrei.

  8. Gerrit am 25. September 2007 #

    Wow, Nils, jetzt habe ich da etwas fundamental missverstanden :-) Auf css neustart erzählst Du, dass Du jetzt von Textpattern auf Symphony umgestiegen bist. Ich dachte, dass Du jetzt händisch mit dem PHP-Framework Symfony hantierst. Dabei meintest Du das fast gleichnamige CMS! Ich habe mich schon gewundert  …

  9. Nils Hörrmann am 25. September 2007 #

    Ja, ja, der Name :) Das ist immer etwas missverständlich. Den Symfony-Framework kenne ich nicht wirklich, da reichen meine Programmierkenntnisse nicht aus. Symphony (das CMS) ist auf jeden Fall toll!

  10. Christian am 25. September 2007 #

    @Martin Man sollte aber auf der anderen Seite auch nicht immer dem großen Strom folgen, damit haben sich schon viele auf die Nase gelegt.

    Und es kann auch geschäftliche Vorteile haben sich von der Masse ein wenig abzuheben. Ich sage nicht das Wordpress schlecht ist, aber es war einfach das damals populärste Blog-CMS und hat daher einen ähnlichen Hype erfahren wie Typo3. Aus meiner Sicht gibt es für beide Systeme heute teilweise bessere Alternativen (natürlich von Fall zu Fall unterschiedlich), aber sie interessieren kaum einen weil alle mit dem Strom schwimmen … so ist leider schon so manch ein tolles Projekt im Sande verlaufen.

  11. Dirk am 25. September 2007 #

    »Textpattern Fan« – Herr van Aaken, Sie werden nachlässig! Ich bin enttäuscht und werde Ihre Website unverzüglich aus meinem Feedreader entfernen.

  12. Gerrit am 25. September 2007 #

    Reine Faulheit – Textile hat hier eine echte Schwachstelle, wenn es um partielle Verlinkung innerhalb von Wörtern geht  …

  13. Perun am 25. September 2007 #

    @Christian,

    Und es kann auch geschäftliche Vorteile haben sich von der Masse ein wenig abzuheben. Ich sage nicht das Wordpress schlecht ist, aber es war einfach das damals populärste Blog-CMS [...]

    Du hast schon in gewisser Weise Recht, es macht Sinn (vor allem als Freelancer) auch auf Systeme zu setzen, wo der Konkurrenzdruck nicht so stark ist, aber ich weiß nicht ob Textpattern und Serendipity die »kritische Masse« haben, dass sich auch die Einarbeitung lohnt bzw. rentiert.

  14. Nils Hörrmann am 25. September 2007 #

    @Textile – naja, eigentlich sollte [»Textpattern« : http://textpattern.com]-Fan funktionieren (ohne die Leerzeichen beim Doppelpunkt).

  15. Eric Eggert am 25. September 2007 #

    Nö, Gerrit, mit Textile 2 ist das kein Problem, dann wird aus dem Textpattern Fan ein Textpattern-Fan. Siehe hier: Textile 2-Manual

    Der Schlüssel sind eckige Klammern.

    Oh und zum Thema: Über Textpattern gibt’s bei mir momentan nix und Symphony hab ich mir angeschaut, aber mein XSLT-Verständnis reicht noch nicht aus um damit wirklich produktiv zu arbeiten. Mit Wordpress muss ich mich bei den Webkrauts rumschlagen und es raubt mir den letzten Nerv dort. Schon alleine das Admin-Interface ist jedes Mal ’nen Aufreger wert und PHP in den Vorlagen fühlt sich einfach nur falsch an. Fürchterlich.

  16. Christian am 25. September 2007 #

    @perun: Genau das meine ich. Bei mir hat sich der Weg zu Textpattern schon gelohnt, ab und an gehen auch dazu Anfragen ein. Es schlägt sich dann auch noch darin nieder wie schnell man eine Seite auch fertigstellen kann, aber das liegt wieder am Können des einzelnen. Textpattern wird in der Verbreitung leider immer noch etwas unterschätzt.

    Was den Nutzen von Textile angeht, so bin ich immer noch der Meinung das Textile 10x besser als jeder WYSIWYG ist, auch für Laien. Ich habe schon Leuten Textile beigebracht die auch mit Word ihre Probleme hatten. Hat mans einmal drin (was aus meiner Sicht schnell geht) ist man einfach schneller. Übrigens gibt es auch eine fertige PHP-Klasse womit man Textile im Prinzip überall einsetzen kann, vielleicht möchte es ja der eine oder andere auch für andere CMSe nutzen :)

  17. Michel am 25. September 2007 #

    Mindestens die Sternchen und Unterstriche werden ein paar »Entscheider« aus Word kennen, da müsste das auch fetten oder kursiven [!] Text ergeben ;)

  18. Steffen Mehner am 25. September 2007 #

    Alles wichtig – gut wäre auch, den Editor mal von seinen Tücken zu befreien – Umwandlung von Divs etc … – sobald man im »Normalo«- Modus editiert. Oder daß Code einfach mal ignoriert wird bzw. verschwindet. Als Webdesigner ists ja kein Problem – sobald aber Clienten im Backend rumwuseln dürfen und sollen, kanns schon recht schwierig werden … Oder hab ich da selber was verpasst?

  19. Claudius Coenen am 25. September 2007 #

    Wenn ihr so an Textile hängt – das gibt’s bei WP als Plugin.

  20. Robert 'wet' Wetzlmayr am 26. September 2007 #

    Wer über die Verbreitung on Textpattern vs. WordPress beziehungsweise den Appeal der Systeme für den auftragssuchenden Freelancer nachdenkt: Vergleicht nicht die Nutzung von WordPress oder Textpattern als Blog-Engine für den »Amateur« (da hat WordPress schon auf Grund der Theme-Engine einen Featurevorteil) – denkt eher an die Einsätze im professionellen Bereich.

    Die relativen Marktanteile sind da ausgeglichener, schon auf Grund der einfachen Templategestaltung mit dem Textpattern-Tag-System, in dem ein HTML/CSS-geübter Webdesigner mit nur wenigen/keinen PHP-Kenntnissen und in einer ihm/ihr geläufigen Syntax gute Lösungen recht flott umsetzen kann.

    WordPress ist leicht zu identifizieren und hat daher ein auffälligeres »Branding«, sowohl durch die obligaten Links zu wordpress.org im Standardtheme (proudly powered by WP) als auch durch das eingefügte »generator«-Meta-Element im HTML-Source. Das gilt für Textpattern nicht, und zwar nicht aus einer Marketing-Ungeschicklichkeit heraus, sondern weil damit ein möglicher Angriffsvektor für Spambots und Script-Kiddies wegfällt.

  21. Frank am 26. September 2007 #

    Was meiner Meinung nach WordPress so beliebt und mächtig macht, ist die Flexibilität. Es gibt fast nichts, was ich schon mit WP umsetzen konnte. Das Konzept und Code sind verständlich und es einfach und recht schnell erlernt, ebenso die Erweiterung außerhalb der Core-Daten, via Plugin.
    Auch deshalb habe ich dem Verlag damals zugesagt ein Buch über WordPress zu schreiben. Ich will dem Leser diese Flexibilität darlegen und dafür begeistern. Die Bedienung von WP ist intuitiv.
    Mein Tutorial geht in den nächsten Tagen weiter, vielleicht findet der eine oder andere Tipps und Hinweise, die auch im Profiumfeld sehr nützlich sind.

  22. Johannes am 26. September 2007 #

    Ich persönlich finde selbstgeschriebe Blogs schöner.

    Gut, mir geht es auch mehr um das Programmieren als dann das Bloggen an sich – aber fertige Blogs finde ich einfach langweilig.

  23. Thorben am 26. September 2007 #

    Ich würde damit warten auf Wordpress 2.3 umzustellen aus mindestens 2 Gründen:

    - Probleme mit dem Datenschutz durch die Updateroutine (http://www.tamagothi.de/2007/09/23/datenschutzproblem-in-wordpress-23/) – Eingebautes Werbeplugin von LinkLift (http://spam.weltretter.de/2007/09/25/spam-23-von-wordpress-deutschland/)

    Aber da es mit dem Datenschutz in Deutschland ja eh bergab geht, wird es wahrscheinlich genug Blogger geben, die ohne Bedenken die neue Version installieren werden.

  24. Cassiel am 27. September 2007 #

    Ich habe mir »damals« zwei Systeme angeschaut bevor ich meinen Blog eröffnete: Textpattern und WordPress.

    WordPress ist Quellcode-technisch ein Albtraum: Will man z.B. ein neues Plugin verwenden, so muss der PHP-Aufruf dieses Plugins in die jeweilige Template(!) eingefügt werden.

    Das führt unweigerlich zu einer Unübersichtlichkeit und zum absoluten graus für alle diejenigen, die objektorientiert und mit Trennung von Layout und Programmlogik, entwickeln. Darüber hinaus ist WordPress von Haus aus nicht auf Konformität (XHTML) und Barrierefreiheit bzw. Semantik ausgelegt.

    Textpattern hingegen kann alles »out of the box«: XHTML-konform, Semantisch und Barrierefrei. Darüber hinaus ist die Template-Erstellung ein Traum: Platzhalter bzw. Variablen sind im XML-Stil gehalten und zerstören einem dadurch nicht die Syntaxeinfärbung im Lieblings-Editors.

    Deswegen kam WordPress nie für mich in Frage. Funktionen wie Tagging kann man auch bei Textpattern problemlos per Plugin nachrüsten. Darüber hinaus ist Textile eine tolle Auszeichnungssprache: Simpel und einfach – da benötigt man keinen WYSIWYG-Editor mehr (abgesehen davon das einem diese meist die einheitliche Formartierung zerschiessen).

  25. Robert Hartl am 27. September 2007 #

    lesenswert zur aktuellen Entwicklung von Wordpress (wertungsfrei): http://www.fixmbr.de/quo-vadis-wordpress/

    Im Übrigen bin ich schon gespannt, was Du sowohl zu TXP als auch zu WP sagst, sobald Du eingearbeitet bist.

  26. Frank am 27. September 2007 #

    Alle Textpattern-Fans sollten sich mal Expression Engine ansehen. Beide Systeme sind ähnlich und die EE kann noch viel mehr und das flexibler als TXP. Vor allem was die Informationshierarchien angeht, ist die EE »out of the box« viel stärker als TXP (bis zu 9 Ebenen).

    Ich mag beide wesentlich lieber als Wordpress. Das PHP-Markup Chaos in den Templates von WP ist grausig …

  27. Cassiel am 28. September 2007 #

    @ Frank: Expression Engine macht in der Tat einen soliden Eindruck!

    Symfony scheint aber auch nicht von schlechten Eltern zu sein. Ich glaube ich werde mir XLST noch einmal genauer anschauen müssen. ;-)

  28. Peter Müller am 29. September 2007 #

    WordPress wird immer besser
    Komisch. Mir geht’s irgendwie genau anders rum. Da sind vielleicht gute Leute an Bord, aber es wird mehr an z. T. seltsamen Details als an verbesserten Strukturen gewerkelt. Ich finde es immer langsamer, umständlicher und aufgeblähter  …

  29. Nici28Em am 25. Januar 2010 #

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