Videolastiges Surfen ohne Flash ist noch Zukunftsmusik

2. Februar 2010 von Gerrit van Aaken

Noch ein iPad-Text? Okay, ich fasse mich kurz! Aus privaten Gründen habe ich ein bisschen Einblick in das Surfverhalten einer Nicht-Geek-Person. Und wenn ich mir das so angucke, erkenne ich, dass diese Person zwar einerseits trennscharf zur Zielgruppe des iPads gehört, andererseits mit solch einem Gerät derzeit nicht glücklich werden wird.

Sie (die Person) macht mit ihrem derzeitigen WinXP-Laptop fast ausschließlich drei Dinge: Surfen, E-Mails und (iTunes-)Musik hören. Das Surfen besteht zu einem überwiegenden Teil aus dem Angucken von Videos, und zwar auf diversen Plattformen:

  • YouTube
  • Andere Videohosting-Sites
  • Mediatheken der großen Fernsehsender

Für die derzeitige Beschäftigung mit dem »Feierabend«-Computer ist also weit über die Hälfte der Zeit das Flash-Plugin notwendig. Andersherum: Schenkte ich besagter Person ein iPad, wäre sie zwar zunächst von Formfaktor und Gewicht begeistert, beschwerte sich aber nach etwa 3 Minuten der Benutzung über die Unfähigkeit, die gewünschten Inhalte zu konsumieren. Die Schuld bekäme selbstverständlich das Gerät, denn Argumente wie »Adobe ist ganz doll gegen Webstandards« ziehen hier nicht wirklich.

Das ist der pragmatische Grund, warum ein iPad als WinXP-Notebookersatz erstmal höchstwahrscheinlich nicht in Frage kommt, auch wenn es theoretisch absolut perfekt passen würde.

41 Kommentare

  1. paul am 2. Februar 2010 #

    Sehr schön, dass du zwischendurch immer wieder auf deine Grundsätze Prägnanz und Pragmatik zurückkommst.

  2. Francesco am 2. Februar 2010 #

    Das iPad hat doch überhaupt kein Problem mit YouTube, oder täusch ich mich da?

  3. Gerrit am 2. Februar 2010 #

    YouTube ist eine absurde Ausnahmeregelung, die keine technischen, sondern politische Gründe hat. Das funktioniert nur, weil alle YouTube-Videos auch als H.264 vorliegen und mit dieser Sonderlösung auch auf dem iPad abgespielt werden können.

    Darauf, dass alle Mediatheken und Videohoster ebenfalls eine Sonderrolle auf dem iPad bekommen, kann man aber lange warten, und es wäre auch keine elegante, standard-basierte Lösung.

  4. Tobias am 2. Februar 2010 #

    Wieso eine Sonderrolle? Es reicht, wenn sie ihre Videos mit dem <video>-Tag einbinden. Vimeo macht das sehr schön.
    Für die ZDF- und 3sat-Mediathek braucht man auch kein Flash.
    Außerdem kann ich mir gut vorstellen, dass die Fernsehsender das iPad für sich entdecken und ihre Video-Inhalte über eine extra App anbieten werden. Die Privaten können so Werbung schalten und die Öffentlich-Rechtlichen ihr Image stärken. Für uns/dich ist das sicherlich ein Mehrwert.

  5. Gerrit am 2. Februar 2010 #

    @Tobias: Ja, in einem Jahr vielleicht. Aber derzeit wird man sich sehr über die vielen blauen Legosteine ärgern, das sage ich schon mal voraus.

  6. Bijan am 3. Februar 2010 #

    Hi Gerrit,
    ja die fehlende Flash-Unterstützung ist zwar in meinen Augen ein konsequenter Schritt von Apple, diesen Murks in endlich in die verdiente Niesche zu drängen, allerdings geht dies unter Umständen auf Kosten der Nutzer.
    Ich sehe das Gerät als zukunftssicher an und es werden wohl viele weitere Dienste in den nächsten Monaten eine HTML5 Beta anbieten.
    Vimeo & Youtube sind hier nur der Anfang. Bevor ich allerdings eine uneingeschränkte Kaufempfehlung für Casual-User geben kann, muss ich so ein Gerät mal in den Händen halten.
    CSS3, JavaScript, HTML5 und SVG sind gute Waffen gegen Flash.

  7. Christian am 3. Februar 2010 #

    Also ich weiß ja nicht, aber der normale Non-Geek User in meinem Dunstkreis surft nicht nur, er hat meistens auch ICQ, Jabber, AIM oder sonst was laufen…um mit anderen zu Chatten. Solang das iPad kein Multitasking verträgt wird damit aus meinem Bekanntenkreis keiner sein Windows XP Notebook verbannen.

    »Wie, ich muss jetzt das Chatfenster hier schließen damit ich meine Mails abrufen kann?? Und was wenn mir die Anika jetzt antwortet während ich dem Herrn Müller eine Mail schreibe?«

    Nein, die erste Version des iPads ist und bleibt für mich wieder ein öffentlicher Beta-Test. Was auf dem iPhone noch Ok ist, weil es eben nur ein »Ich guck mal kurz ins Internet«-Handy ist, geht das als vollwertiger Desktopersatz so einfach nicht in der Praxis, dafür haben sich alle User schon zu sehr an einige Vorteile eines richtigen Betriebssystems gewöhnt.

  8. Gerrit am 3. Februar 2010 #

    @Christian: Ich bin mir nicht sicher, wie populär Instant Messaging insgesamt ist. Hast Du das verlässliche Zahlen? Ich kenne zum Beispiel keinen einzigen »normalen« Menschen, der regelmäßig chattet. Vielleicht bin ich auch schon zu alt ;-)

  9. Mathias Bank am 3. Februar 2010 #

    @Gerrit: ich würde sagen, du bist zu alt :p

    Aus meinem Bekanntenkreis gibt es zwei potentielle Nutzer: die einen, die nicht mit dem Internet augefwachsen sind, stellen meiner Ansicht nach eine recht gute Zielgruppe für das iPad dar. Sie nutzen auch weniger intensiv video-Plattformen, allerdings oft Flash-Spiele. Deshalb sehe ich hier auf jeden Fall ein Problem.

    Die zweite Nutzergruppe ist mit dem Internet aufgewachsen und da ist die ständige Aktivität eines Instant Messengers, von Social Networks und Co. ein muss. Hier wird neben dem Fehlen von Flash das Multi-Tasking sicher ein Problem darstellen. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass das über entsprechende Dienste wie z.B. meebo kompensiert werden könnte.

    Aber es bleibt dabei. Warum brauch ich ständig eine neue App, nur damit ich normale »Web-Sites« anschauen kann. So kann ich meine Statistik auch verschönern.

  10. cmi am 3. Februar 2010 #

    Genau diesen Punkt brachte ich von Anfang an, Gerrit. Natürlich kann man (als Firma Apple) sagen: Flash ist Murks, das gehört abgeschafft, unterstützen wir nicht. Sie haben damit sicherlich auch zu einem nicht unerheblichen Teil recht.

    Nur: die Realität sieht halt anders aus. Auf dem iPhone stört mich das fehlende Flash nicht soooo sehr, soviel browse ich damit nicht. Wenn, dann RSS-Reader, Newsseiten o.ä.

    Von einem »couch toy«, das quasi alles besser machen will erwarte ich aber einfach, das es die Realität erkennt und nicht der Meinung ist, selbst festlegen zu können wie diese Realität aussieht.

    Ich stelle mir das so vor: sitzt auf der Couch, surfst rum, kommst auf eine Seite die Flash z.B. als Navigation oder (noch schlimmer) Fullcontent verwendet.

    Geht es nach Apple würde ich die Seite für immer aus dem Gedächtnis verbannen.

    Die Realität sieht dann wohl zu 50% so aus, das man genervt ist, aufsteht und den PC oder Laptop anwirft.

  11. hans am 3. Februar 2010 #

    ich glaub die meisten leute die was gegen flash haben haben von flash schlicht keine ahnung. mit flash kann man tole sachen machen.
    http://en.tackfilm.se/?id=1265188998186RA59
    ^^

  12. hans am 3. Februar 2010 #

    auch sehr witzig:
    http://www.mrpicassohead.com/create.html

    klar, jeder »profi« hier wird jetzt sagen »alles gedöhns«, ja so sind sie die »profis« …

  13. Gerrit am 3. Februar 2010 #

    @hans: Niemand bestreitet, dass man mit Flash »tolle Sachen« machen kann. Aber das kann man auch mit C++ und die Grafik auf der PlayStation 3 sieht auch super aus. Es geht darum, dass Dinge als offene Standards spezifiziert werden müssen, damit jeder Browserhersteller eine performante, sichere und kontrollierbare Implementation machen kann. Plugins sind immer eine Krückenlösung gewesen, egal wie verbreitet sie sind oder waren.

  14. Thilo am 3. Februar 2010 #

    iPad, iPhone, i… = Leichtmatrosenhardware.
    Dass das iPad die vorhandenen EBook-Formate nicht vernünftig unterstützt, seh ich ebenfalls als ein Minus an.

  15. Gerrit am 3. Februar 2010 #

    Das vorhandene eBook-Format »ePub« wird vom iPad unterstützt.

  16. Karsten am 3. Februar 2010 #

    @Christian: Du kennst Non-Geek-User die Jabber/XMPP nutzen?

  17. hans am 3. Februar 2010 #

    @gerrit: sicher, aber standards brauchen teilweise eeewig …

  18. Thilo am 3. Februar 2010 #

    SPIEGEL OINLINE: »Doch viele EPUB-Bücher bleiben beim iPad erst mal außen vor, weil Apple einen anderen Kopierschutz verwenden will, als die meisten anderen Anbieter.«

  19. Gerrit am 3. Februar 2010 #

    @Thilo: Aber DRM-freie ePubs sind kein Problem, denke ich. Das verwendete DRM hat ja jetzt erstmal nichts mit dem verwendeten Dateiformat zu tun.

  20. Thomas am 3. Februar 2010 #

    @Karsten: Ja, ich kenne einige. Die nennen es nur nich Jabber/XMPP, sondern z.B. Google Talk.

    Wieso bekommt Apple Multitasking eigentlich nicht hin, schließlich geht es bei Android problemlos.

  21. Gerrit am 3. Februar 2010 #

    @Thomas: Fehlendes Multitasking hat keine technischen, sondern konzeptionelle, politische und erzieherische Gründe…

  22. Dentaku am 3. Februar 2010 #

    Thema Multitasking:

    Ich möchte auf einem Gerät, das ausschließlich auf den Akkubetrieb ausgelegt ist, eigentlich garkeine echten Hintergrundtasks haben. Das hat mir auf dem Nokia N80 (Symbian Series60) schon immer mal wieder überraschend das Telefon leergesaugt, und es macht es in geringerem Maße auf dem BlackBerry, den ich im Moment benutze, auch.

    Die Benachrichtigunsfunktionen, wie sie iPhone-Push im Moment benutzt (vielleicht erweitert um ein paar Callback-Strukturen für die Entwickler) sind da eigentlich der intelligentere Weg. Wenn man ganz ehrlich ist, dann reicht es nämlich aus, wenn im Hintergrund informiert werden kann, dass im Chat etwas neues anliegen würde, und wenn es dann (erst) nach dem Wechsel der Vordergrundanwendung tatsächlich geladen und angezeigt wird.

  23. struppi am 3. Februar 2010 #

    Die »Normaluser« die ich kenne würden den fehlenden USB Anschluss für den MP3 Stick und S-Card Reader für die Fotokarte vermissen.

    Und was du auch schon schreibst, kaum einer von denen nutzt sein Rechner zum lesen von längeren oder langen Artikeln.

    Insofern fehlt dem iPad alles was ein user braucht und unterstützt Dinge die niemand nutzt.

    Trotzdem wird er sicher ein Erfolg, wie alles von Apple
    http://clapclub.de/clap-club/?p=2552

  24. xtin am 3. Februar 2010 #

    HTML5 konkurrenziert Flash nur im <video>-Tag, überall sonst (Games, Werbung, Flashwebsiten) bringt HTML5 nichts neues. Mit Flash sind Applikationen in beliebiger Komplexität möglich: 3D, Games, you name it. HTML hingegen ist genau das, was es sein soll: Text. Und darüber täuscht auch Javascript nicht hinweg: Denn da holt man sich die alten Probleme wieder ins Haus die man dank Flash nicht mehr hatte (Man probiere nur mal transparente PNG’s zu animieren.): Bei Flash muss ich um die (zugegebenermassen viel zu vielen) Bugs von nur einem Hersteller herumnavigieren. Ich brauch nicht in 5 Browsern nachschaun ob es sich wirklich so verhält – es tuts. Und der Bugs gibt es in Browsern und JS implementationen auch nicht weniger als in Flash.

    Ich find es auch nicht toll, dass Flash closed source und richtig schlecht programmiert ist. Es ist aber so dass (closed source + bugs eines Herstellers + programmiererische freiheit) > (bugs von 4 herstellern + open source)

    Allein schon meiner Nerven wegen.

  25. Simon Wehr am 3. Februar 2010 #

    @xtin:
    (closed source + bugs eines Herstellers + programmiererische freiheit) > (bugs von 4 herstellern + open source)

    Wie jetzt? Wohin sollte das hungrige Krokodil nun zeigen?

    Du meinst Closed source etc. < bugs von 4 Herstellern – oder?

  26. Thomas am 3. Februar 2010 #

    @xtin: Das ist ja nun wirklich nicht richtig, guck Dir doch bitte mal dieses Canvas-Demo an: HTML5 Canvas and Audio Experiment

    Flash wird hoffentlich bald zu einer kleinen Nische werden.

  27. Alf am 3. Februar 2010 #

    @Gerrit: Kommst du dir mit Aussagen wie »Flash ist eben doch eine recht schrottiges Browser-Plugin, welches verschwenderisch mit Systemressourcen umgeht und häufig abstürzt« oder »Adobe ist ganz doll gegen Webstandards« nicht total lächerlich vor? Geht deine Erfahrung mit Adobe’s Plattform eigentlich über dämliche Intros und Video-Einbettung hinaus? Schon mal eine Flex-Enterprise-RIA gebaut oder doch immer wieder nur dieselben langweiligen statischen HTML-Seiten (Standards! Halleluja, geil!)? Seltsam, dass dieses »verschwenderische« Plugin von Jahr zu Jahr leistungsfähiger wird, während Standard-Gremien erst mal 10 jahre brauchen, um Neuerungen zu beschließen, die mich nicht mal ansatzweise vom Hocker hauen.

    Ansonsten noch kurz zu den Fakten: Flash ist nur bedingt proprietär, das SWF-Format ist o f f e n. Das Flex SDK ist O p e n S o u r c e. Die Tamarin VM des Flash Players, die auch von Mozilla TraceMonkey genutzt wird, ist O p e n S o u r c e. Flash Player 10.1 wurde im Rahmen des O p e n Screen Projekts (ja, Flash in Zukunft auf fast allen mobilen Plattformen, SetTop Boxen etc.) wurde auf in Bezug auf Hardware-Ressourcen und Speicher extrem optimiert. Und übrigens hat »verschwenderisch« in 99% Prozent aller Fälle eher was mit schlechter Programmierung zu tun. Du kannst auch eine JavaScript-Seite bauen, die den Rechner in die Knie zwingt.

    Immer wieder verblüffend, wie ein Blog mit einer doch nicht gerade unerheblichen Leserschaft solchen Müll posten kann. Geht’s noch unprofessioneller?

    Nutzt du eigentlich Photoshop? Schade, proprietär. Apple-Produkte? Schade, erz-proprietär.

  28. hans am 3. Februar 2010 #

    »http://9elements.com/io/projects/html5/canvas/«

    hmmm… dieses argument ist eigentlich ziemlicher käse und beweist eher das du dich nicht viel mit flash beschäftigt hast (?) flash hat den großen vorteil das es eine sehr gute autorensoftware hat die recht einfach und schnell zu bedienen ist, auch für grafiker/nicht-coder. und dein html5-beispiel ist jetzt nicht soooo komplex, da kann flash schon ein bisschen mehr wage ich mal zu meinen ^^

    für mich ist es schon ziemlich nervig das das iphone kein flash kann, ich weiß aber auch das andere smartphones flash auch nur »mehr schlecht als recht« unterstützen. trotzdem – eine surfkiste ohne flash ist irgendwie keine richtige surfkiste. meine meinung. und ich mache jede wette jobs wäre froh wen flash auf dem iPad flutschen würde!

  29. Thomas am 4. Februar 2010 #

    @hans: Canvas ist neu, sehr neu sogar und Apple hatte großen Anteil an der Standardisierung.

    Hier findet sich ein wenig mehr Dokumentation dazu: <canvas>

  30. brigitte am 4. Februar 2010 #

    @hans Danke für den guten Hinweis!

  31. Thomas Loschen am 4. Februar 2010 #

    Ich denke auch, dass es rein technisch kein Problem darstellen sollte, Flash einzubinden – mittlerweile gibt es ja auch einige iPhone-Apps, die auf Flash basieren. Auch wenn es mittlerweile gute Alternativen gibt – erstens sind sie kein »Standard« (wie es Flash dann doch quasi ist) und zweitens gibt es keine Langzeiterfahrungen damit. Flash ist einigermaßen sicher (auch wenn es heutzutage nervig ist, ständig Inhalte zulassen zu müssen), was ja von Javascript nicht immer behauptet werden kann. Insofern finde ich es sehr engstirnig, diese Technologie auszusperren.
    Es ist ja schon blöd, dass sogar an Bildern von dem iPad manipuliert werden muss, um das fehlende Flash zu kaschieren. Mal sehen, wie viele Käufer ihr Gerät genervt wieder zurückgeben…

  32. xtin am 4. Februar 2010 #

    @Thomas: Das ist nett. Aber ein paar hundert primitives Tweenen ist jetzt auch nicht son ding. Im vergleich zu dem was Flash sonst noch so kann ist das relativ lächerlich. Schau dich mal z.B. mal auf thefwa.com um, da bekommt man einen guten Überblick was mit Flash so möglich ist.

    Zur Performance von Flash: Während des Programmierens hat man einen normalen Enduser Computer im Sinn, d.h. man nutzt Flash Möglichkeiten bis an das Limit aus, dass es auf einem normalen Computer flüssig läuft. Dass die Konsequenz völlige unbrauchbarkeit auf mobilen Geräten ist, ist nur logisch. Es wurde nicht in Hinblick auf deren Leistungs(un)fähigkeit entwickelt.

  33. hyperkeks am 4. Februar 2010 #

    Es ist schmerzhaft, aber wichtig und richtig, das Apple kein Flash auf dem Ding unterstützt.

    So ist das mit Revolutionen. Sie machen keinen Spaß, aber hinterher ist etwas besser.

  34. Thomas am 5. Februar 2010 #

    @xtin: Aber wäre das nicht ein wichtiger Grund für Canvas? Für die normale Flash-Anwendung braucht man bestimmt weniger als das, was Flash wirklich kann. So wird in vielen Fällen Canvas vollkommen ausreichen und es wird wohl besser laufen, weil es kein Plugin ist.

    Übrigens soll ActionScript durch JavaScript abgelöst werden, bzw. Adobe möchte die beiden Sprachen zusammenführen.

  35. hans am 5. Februar 2010 #

    »So ist das mit Revolutionen. Sie machen keinen Spaß, aber hinterher ist etwas besser.«

    hmm … sowas hör ich zum ersten mal. aber typisch, wenn apple mist baut ist es natürlich ein »feature« und wer es nicht versteht ist dumm, tja so winfach ist die welt ^^

  36. tom am 8. Februar 2010 #

    Apples letzter Erfolg war mit Multitouch und einfacher Bedienung seiner Zeit voraus. Jetzt ist das Fehlen von Flash eher ein Schritt zurück.
    Apple hätte eine Menge iPads verkaufen können, wenn Flash dabei gewesen wäre, denn der eBook Markt ist mit echten e-Readern (e-ink, da augenschonender) besser bedient und in ein paar Monaten ist der Markt von Tablets mit Flash überschwemmt.

  37. Gerhard am 8. Februar 2010 #

    Apple findet ich soll mir keine Videos anschauen und auch keine Spiele spielen? Dann ist dieser Couchcomputer gerade für die gemütliche Couch absolut ungeeignet. Schade.

    Note 6. Setzen.

  38. flying sheep am 8. Februar 2010 #

    thefwa.com hat mich total abgeschreckt: gegen den am anfang einfliegenden content hab ich nix (außerdem kann das jeder mit jquery), aber die winzige schrift und die tatsache, dass nach 5 sekunden unprovoziert ein popup von rechts eingeflogen kam haben mich die seite wieder verlassen lassen, bevor ich auch nur einmal geklickt hab.

    flash soll als elementares webseitenelement sterben. werbung filtere ich eh raus, also wurscht, und spiele kann ich mir in näherer zukunft nicht anders vorstellen, aber alles andere bitte ohne flash.

  39. Gerrit am 9. Februar 2010 #

    @Gerhard: Ganz so einfach darfst du es dir auch nicht machen. Eine vollständig kompatible Flash-Version, die alle Inhalte anzeigen kann, ist rein konzeptionell nicht möglich, weil es auf Touch-Screens keinen Hover-Zustand gibt, was nicht wenige Flash-Anwendungen und -Spiele schon mal untauglich macht. Als nächstes steht Adobe in der Schuld, eine performante ARM-kompatible Version von Flash anzubieten. Die traurigen Experimente unter Android sind da kein besonders gutes Aushängeschild derzeit.

    Alos: Selbst wenn Apple wollte, könnte man eine 1:1-Flash-Experience auf dem iPad gar nicht hinbekommen.

  40. Alexander Luck am 16. Februar 2010 #

    @Gerrit @Thomas: Fehlendes Multitasking hat keine technischen, sondern konzeptionelle, politische und erzieherische Gründe…

    Also ich verstehe diese Dokumentation auf dem Iphone, aber ür das iPad nicht. Ich möchte z.b. mir nicht vorschreiben lassen, dass ich Chat und eMail nicht gleichzeitig nutzen darf, ohne ein Programm wegen dem anderen beenden zu müssen. Das ist ehrlich gesagt, dann Steinzeit für mich. Sorry.
    Ich war und bin sehr für ein iPad und überlege ob ich es mir zulege. Aber mit diesen Einschränkungen möchte ich nicht leben und das kann man auch keinem normalen Nutzer des iPads vermitteln, wenn dieser PC/Mac-Vorkenntnisse hat.

    Aber wir werdden sehen, wenn das iPad auf dem Markt ist…

  41. Patrick W. am 17. Februar 2010 #

    Thomas: „Übrigens soll ActionScript durch JavaScript abgelöst werden, bzw. Adobe möchte die beiden Sprachen zusammenführen.“

    So ein Schwachsinn. Sowohl ActionScript, als auch JavaScript basieren auf dem ECMAScript Standard. Nur im Gegensatz zu AS hat sich JS jahrelang überhaupt nicht weiter entwickelt und wird nur durch extreme Interpreteroptimierungen (ausgelöst durch V8) nutzbar.
    ActionScript ist mehrere Entwicklungsstufen durchgegangen und hat sich zu einer extrem mächtigen objektorientierten Programmiersprache entwickelt, die mit JS kaum vergleichbar ist.

    Dein toller Link zu dem Canvas Beispiel, das die Ersetzbarkeit von Flash zeigen sollte, ist auch ziemlich schlecht. Nicht nur, dass das nur ein ganz kleiner Bruchteil von den Möglichkeiten zeigt, die Flash zu bieten hat, nein, es verbraucht auch noch extrem viel CPU Rechenzeit, nur um dieses bisschen von Interaktivität darzustellen.

    Ich habe wirklich nichts gegen Standards und Open Source. Ich unterstütze beides. Aber nur deswegen gute Technologie auf der Strecke lassen zu wollen, ist für mich eine ganz schlechte Lösung.

    Gerrit: „[…] weil es auf Touch-Screens keinen Hover-Zustand gibt, was nicht wenige Flash-Anwendungen und -Spiele schon mal untauglich macht.“

    Und der Hoverzustand wurde ja auch von Flash erfunden? Genau das gleiche trifft auch auf sämtliche anderen Technologien im Web zu. Natürlich kann jedes Gerät nicht alles unterstützen. Aber ich behaupte mal, dass Flash deutlich bessere Methoden zur Verfügung stellen wird, zu erkennen, was möglich ist (also an was für einer Art von Gerät man sich befindet) als es für JavaScript oder irgendwas anderes möglich sein wird.
    Zum Beispiel die Multitouch Implementierung bringt eigene Möglichkeiten mit sich, abzufragen, ob Multi-Touch und Mouse Gestures verfügbar sind; und dementsprechend kann man dann die Interaktion relativ simpel anpassen.

Kommentar schreiben

Textile zur Textstrukturierung. Werbliche und SEO-Links werden gelöscht.

Kommentarfeed

Zusatzinfos

Aktuelle Artikel