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Gerrit, 13.02.2013

Opera macht einen in WebKit

Wenn einem soviel Gutes widerfährt, das ist schon einen Blogeintrag wert! Die Anzahl der zu unterstützenden HTML/CSS-Rendering-Engines schrumpft in Zukunft um eins: Opera hat es eingesehen und wird WebKit einsetzen, und sich auch aktiv im WebKit- und Chromium-Repo tummeln.

Somit sind es nur noch drei große, aktive Engine-Familien, die es zu testen und unterstützen gilt: Trident (Internet Explorer), Gecko (Firefox) und WebKit (Safari, Chrome, Opera und ganz viele kleine Mobilbrowser). Selbstverständlich muss man sich bewusst sein, dass es ungefähr 30 Zazillionen verschiedenen Versionen von WebKit gibt, doch insgesamt wird unsere Arbeit als Frontend-Engineers leichter.

Viel weniger als drei Engines hingegen halte ich auch wieder nicht für gesund, weil sonst die Idee mit den unabhängigen Webstandards ins Trudeln geraten könnte, und wir zu sehr von nur einem Entwicklerteam abhängig werden könnten.

8 Kommentare

  1. Florian am 13. Februar 2013 #

    Besonders dem letzten Absatz stimme ich zu! Viel zu viele denken, dass das Internet ein besserer Ort währe, wenn es nur noch WebKit gäbe. Doch eben genau so ein freier Raum sollte unabhängig und nicht „diktatorisch“ geleitet werden!
    Man kann auch ansehnliche Webseiten bauen, ohne gleich das gesamte CSS Filter Lab zum Einsatz zu bringen.

  2. erlehmann am 14. Februar 2013 #

    Hast du konkrete Beispiele für die Behauptung, dass die Arbeit leichter werden soll? Ich habe Opera als sehr standardkonform in Erinnerung.

  3. Gerrit am 14. Februar 2013 #

    @ehrlemann: Für CSS 2.1 und Konsorten kein Problem. Allerdings: Allein das Nachgucken und Testen kostet Zeit, auch wenn es nichts anzupassen gibt!

  4. erlehmann am 14. Februar 2013 #

    Ich weiß nicht, inwiefern das Argument zutrifft. Bei Apple-WebKit und Google-WebKit bemerke ich gelegentlich störende Idiosynkrasien – da glaube ich durchaus, dass die Opera-Variante ebenfalls ein paar „Überraschungen“ haben könnte.

    Auch: Magst du über dein Test-Setup erzählen?

  5. Emanuel am 24. Februar 2013 #

    den letzten absatz hättest du nicht im konjunktiv schreiben müssen ;-)

    und den teil mit dem verringerten test-aufwand sehe ich skeptisch. opera spielt momentan faktisch kein rolle. wenn sich das ändert, gibt es einen weiteren browser, auf dem getestet werden muss. dabei wird die regel, dass auf browsern mit der webkit-engine alles gleich ge-rendert wird, durch einige ausnahmen bestätigt werden.

    aber grundsätzlich sehe ich in operas wechseln auch nicht den untergang des abendlandes :-)

  6. David am 4. April 2013 #

    Ich mache sehr viel mit alten PC’s /Laptops- und so unglaublich es ist, aber auf einem Pentium2 M Prozessor mit 256Mb Ram war und ist die Presto- Engine die schnellste, so das man selbst so eine alte Maschine mittels Opera/Linux zum Surfen nehmen kann.
    Auf Smartphones macht Opera eine unheimlich gute Figur, wenn es darum geht nicht Smartphoneoptimierte Seiten anzuzeigen. Gutes Beispiel ist hierfür das taktische Online Game Earthlost. Es ist also für mich ein Verlust. Webkit ist viel Ressourcenhungriger und bei schwacher Hardware instabil. Da hätte man eher den IE (Trident) einstampfen können- denn die »Sonderwünsche« dieses Browsers machen ja oft richtig »Spass«.

  7. Nico am 26. April 2013 #

    Ich war auch jahrelanger Nutzer von Opera, bin aber wegen der Synchronisationsfähigkeit letztendlich auf Chrome umgestiegen. Leider wurden auch immer einige Seiten nicht korrekt dargestellt, was allerdings daran lag, dass Opera sehr strikt mit HTML-Code umgeht. Bin gespannt wie es mit dem Webkit und Opera dann weitergeht. Auf jeden Fall war Opera immer sehr progressiv und hat viele Sachen »erfunden« die in heutigen Browsern Standard sind (Tabs, Suchkürzel, Bookmarklets, etc.).

  8. Stefan am 2. Mai 2013 #

    Ganz so einfach ist es übrigens nicht: Opera wird voraussichtlich gemeinsam mit Chrome einen neuen Fork von WebKit wählen. Das Kind soll »Blink« heißen. Vermutlich bleibt es mittelfristig also wieder bei vier Engines, es sei denn, Apples Marktanteile stürzen in den Keller und keiner testet mehr auf Safari:
    http://www.theverge.com/2013/4/3/4180260/google-forks-webkit-with-new-blink-rendering-engine-for-chrome

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