Das merkwürdige Mediennutzungsverhalten geschlechtsreifer College-Studenten zur Web2.0-Zeit
Guy Kawasaki ist ein bekannter Kolumnist, Analyst und Technologie-Kenner aus den USA. Er hat auch mal bei Apple gearbeitet und verdient sein Geld im Wesentlichen als Tausendsassa rund um Medien, Internetwirtschaft, Soft- und Hardware. Außerdem scheint er ein ziemlich sympathischer Typ zu sein.
Der Guy hat sich gedacht, man könnte doch mal ein paar junge Leute im Alter von 15 bis 24 Jahren einladen, damit sie auf einem Panel darüber plaudern, wie sie im Jahre 2006 die Medien nutzen, angefangen von Handys, über MySpace und Fernsehen, bis hin zu Videospielen.
Die Ergebnisse sind überraschend bis erschütternd, zumindest für den einen oder anderen klassischen Marketing-«Experten«:
- Die Jungs und Mädels gucken kaum noch Fernsehen.
- Sie kommunizieren hauptsächlich per SMS und Instant Messenger.
- Sie wissen nicht, was ein Wiki ist, aber nutzen eifrig Wikipedia.
- MySpace und Facebook nehmen einen abstrus hohen Stellenwert ein.
Und vieles mehr! Das einstündige Video mit bequemen Sprungmarken zu den einzelnen Themen sollte man sich nicht entgehen lassen. Natürlich ist nicht alles 1 zu 1 auf Deutschland zu übertragen, aber in einigen Punkten zeigt es deutlich auf, wohin in einigen Monaten auch bei uns die Reise gehen wird. Tschüss, klassische Werbung, wir werden Dich nicht vermissen!
(via Tautoko)
symyp am 11. Oktober 2006 #
Bezügl. Wiki Vs. Wikipedia: Ich trink ja auch Kaba und keinen löslichen Kakao! ;)
Was sollen’s die »Kleinen« wissen, wenn’s auch »die Großen« falsch machen. (Disclaimer: Das Verlinken zu einer Pressemitteilung dient mir ausschliesslich informativen Zwecken. Ich hab nix mit dem Laden zu tun!)
typneun am 11. Oktober 2006 #
»Tschüss, klassische Werbung, wir werden Dich nicht vermissen!« Dumm nur, dass die Gruppe der 15- bis 26-Jährigen in ein paar Jährchen eine dermaßene Minderheit sein werden, dass es nur so raucht. Und mir kann keiner erzählen, dass die 40- bis 70-Jährigen Instant Messenger benutzen … ;)
Gerhard am 11. Oktober 2006 #
> Die Jungs und Mädels gucken kaum noch Fernsehen.
Kein Wunder. Im Zeitalter des Internets sind es die Menschen gewohnt, aktiv in das Geschehen einzugreifen und lassen sich nur ungern alle paar Minuten zwangsweise mit Werbung berieseln.
> Dumm nur, dass die Gruppe der 15- bis 26-Jährigen in ein paar Jährchen eine dermaßene Minderheit sein werden, dass es nur so raucht. Und mir kann keiner erzählen, dass die 40- bis 70-Jährigen Instant Messenger benutzen … ;)
Von wegen. Die Anzahl der Benutzer wird in den nächsten Jahren enorm steigen. Schließlich kommen laufend neue Benutzer hinzu, während die bestehenden Benutzer dem vertrauten System höchstwahrscheinlich treu bleiben.
marcus am 11. Oktober 2006 #
4000 sms im monat :O
Robert Hartl am 11. Oktober 2006 #
Überrascht hat mich, dass wohl nur einer wusste, was RSS-Feeds sind (ein Blogger). Bedenkt man den bequemen und schnellen Informationsgehalt wäre diese Art der Wissensbeschaffung und des Meinungsaustausches aufgrund der weiteren Aussagen geradezu prädestiniert. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.
Gerrit am 11. Oktober 2006 #
Naja, die kennen halt mein Paper noch nicht ;-)
Patrick am 11. Oktober 2006 #
Hihi, bin Ersi und das erste was vor zwei Wochen gefragt wurde ist: Biste auch schon im studivz.de angemeldet ;).
Und da ich Kommunikationsdesign studier quillt meine ICQ Adressliste schon über :P
Ben am 12. Oktober 2006 #
Im Internet sind weitaus mehr Informationen verfügbar als über die klassischen Medien, wobei das Fernsehen als Informationsquelle nur noch bedingt geeignet ist. Ich finde es auf jeden Fall besser, dass die Jugend sich mehr zu Internetangeboten hingezogen fühlt. Schlimmer wäre es, das momentan auf dem Tiefpunkt angelangte Angebot der Fernsehsender zu nutzen.
Gerhard am 14. Oktober 2006 #
Eine hervorragend moderierte Diskussion. Sehr interessant sind auch die Fragen des Publikums.