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Berichte vom Studium

4. November 2005 von Gerrit van Aaken

Ich habe ab dem Sommersemester 2001 bis zum Wintersemester 2005/2006 an der Fachhochschule Mainz im Studiengang Medien-Design studiert. Hier sind meine Erfahrungsberichte:

Theoretisches und Mündliches

4. November 2005 von Gerrit van Aaken

Das letzte (halbe) Semester Medien-Design an der FH Mainz

Man kann schon wirklich sentimental werden dieser Tage, auch wenn man die Tragweite der sich verändernden Dinge noch kaum zu erfassen vemag. Der letzte von insgesamt elf Studiums-Berichten handelt von meinem letzten Gefecht an der FH Mainz. Das Gefecht teilte sich in zwei Runden und endete am 2. November um 16:25 Uhr.

Doch zunächst eine Rolle rückwärts: Am 26. Juli schrieb ich an dieser Stelle die Zusammenfassung des neunten Semesters, in dem ich mich jedoch bereits komplett meinem Diplom gewidmet hatte. Das sollte nun nicht anders sein – und wieder begann es in den Semesterferien: Der Juli und August standen komplett im Zeichen der Diplomtheorie – sieht man mal von meinem zeitraubenden, aber lukrativen Job beim ZDF-Fernsehgarten ab. Aus irgendwelchen Gründen hatte ich mich freiwillig dazu entschlossen, nicht nur eine Dokumentation über die Entwicklung von Loudblog anzufertigen, sondern darüber hinaus auch noch das Phänomen Podcasting und die damit verbundenen gesellschaftlichen Strömungen zu beleuchten. Selber Schuld, kann man da nur sagen …

Entstanden ist die inzwischen allseits bekannte Arbeit unter dem fröhlichen Titel Ich bin der Sender!, die bis zum heutigen Tage 1402 Mal herunter geladen wurde und allseits großen Anklang fand – auch ohne wissenschaftlichen Anspruch. Oder gerade deswegen? Die Gestaltung des 63-seitigen Druckerzeugnisses erinnert auch eher an ein Magazin als an eine Diplomarbeit. Und flockig zu Lesen sind die Worte angeblich ebenfalls. Na dann! Layout, Druck und Produktion zogen sich noch einmal über einige Wochen hin, so dass ich Ende September abgegeben habe, und damit nun wirklich den Anfang vom Ende des Studiums einläutete.

Fünf Wochen (und beinahe eine ganze Loudblog Version später) dann das lange erwartete Kolloquium; Ein Scherzbold forderte in den Kommentaren des letzten Studium-Artikels einen Videocast der Veranstaltung und ich lachte innerlich laut. Habe es dann aber doch gemacht! Ein Anzeichen dafür, wie rasant sich hier alles entwickelt. Videopodcasting kommt erstaunlich schnell und vehement auf uns zu – und Loudblog ist gerüstet. Rosige Aussichten also. Nur die Gesamtnote vom Diplom bin ich meinen Lesern noch schuldig. Sie soll das letzte Wort sein, was ich in dieser mir liebgewordenen Rubrik schreiben werde.

Mit Tränen der Rührung in den Augen ob der vielen Glückwünsche zum bestandenen Diplom, grüßt herzlichst,

Euer Gerrit
Danke, Taschentuch brauche ich keins ;-)

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Loudblog und Verlängerung

23. Juli 2005 von Gerrit van Aaken

Das neunte Semester Medien-Design an der FH Mainz

Ich hab’s verschwitzt! Den diesjährigen Semesterbericht natürlich! Das Sommersemester 2005 ist schon seit einigen Tagen vorbei und ich muss ja noch meine obligatorischen Zeilen hier hinterlassen. Also los!

Nachdem ich mir im Januar eine komplette Liste meiner bestandenen Scheine besorgt hatte, konnte ich mich beruhigt zurücklehnen: Alle zwölf erforderlichen Hauptstudiums-Kurse waren vermerkt und mit äußerst zufrieden stellenden Noten versehen. Das Diplom konnte also beginnen, eine Lehrveranstaltung sollte ich in den nächsten fünf Monaten allerdings nicht zu Gesicht bekommen.

Allerdings gab es zum Diplom einen langen Vorlauf. Bereits am 4. November 2004 schrieb ich folgende Mail an meinen Professor:

Ich studiere zurzeit im 8. Semester und möchte ab Februar meine Diplomarbeit erstellen. Es dreht sich alles um die Schlagwörter Audioblogging und Podcasting, einen groben Fahrplan für das, was ich hier auf die Beine stellen möchte, habe ich auch schon im Kopf. Gedanken und erste Tests dazu auf meiner Website.
Falls Sie mehr erfahren möchten, würde ich mich gerne persönlich mit Ihnen unterhalten. Vielleicht haben Sie auch Interesse daran, dieses Diplom zu betreuen? Nennen Sie mir doch einfach einen Termin, wann wir uns treffen könnten!

Das Ganze funktionierte reibungslos und der Rest ist fast schon Geschichte: Loudblog ist bekanntermaßen meine Diplomarbeit und ich denke, dass ich mit dem praktischen Teil bisher ganz zufrieden sein kann.

Unregelmäßigkeiten gab es im Übrigen beim Zeitpunkt des Kolloquiums. Ursprünglich sollte ich nämlich Anfang Juli mit allem komplett durch sein, um dann im Kolloquium kritische Fragen zum Projekt zu beantworten. Nun war ich allerdings in meiner unendlichen Strebsamkeit der einzige Student, der sich für diesen frühen Termin eingetragen hatte. Folgerichtig fiel das also flach, und ich habe eine automatische Verlängerung bis Anfang November bekommen. Eine Tatsache, die sich natürlich studienverlängernd auswirkt. Doch zum Glück ist das 10. Semester noch nicht mit Strafgebühren belegt, so dass ich einfach im August meine Theorie fertig mache, und den Kram dann komplett abgebe. Dann habe ich’s nämlich vom Hals und kann mich wieder vermehrt um die Weiterentwicklung von Loudblog kümmern.

Wer übrigens Lust hat, sich das halbstündige Kolloquium über Podcasting und Loudblog anzuhören, sollte Anfang November nach Mainz kommen – die Veranstaltung ist öffentlich. Den genauen Termin gibt’s selbstredend hier im Weblog.

Und damit verabschiede ich mich zum vorletzten Mal an dieser Stelle, denn nach dem bestandenen Kolloquium gibt es zum Studium eigentlich nicht mehr viel zu berichten! Bis dahin,

Euer Gerrit

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Pflicht oder Wahrheit

26. Januar 2005 von Gerrit van Aaken

Das achte Semester Medien-Design an der FH Mainz

Immer mysteriöser werden die Headlines der Semester-Resümees. Diesmal kann ich es aber erklären! Natürlich habe ich es auch dieses Mal für meine studentische Pflicht angesehen, pünktlich zu allen Seminaren zu erscheinen und halbwegs engagiert meine Projekte voranzutreiben und vorzustellen und weiterzuentwickeln und wieder vorzustellen usw. – das Übliche eben. Doch in Wahrheit muss ich zugeben, dass ich mich die meiste Zeit in Gedanken schon ganz weit in der Praxis befunden habe. Das hängt in erster Linie mit der Tatsache zusammen, dass ich nun, ohne meinen wenig arbeitsintensiven, aber gut bezahlten ZDF-Job, sehen musste, wo ich mein Geld herbekomme. Und wer nach realen Aufträgen Ausschau hält und damit auch durchaus Erfolg hat, kann sich nicht mehr so eifrig am Studium beteiligen. Schade? Irgendwie schon, irgendwie auch nicht.

Dennoch lohnt es sich, kurz zusammenzufassen, was alles los war – denn eigentlich war es ein sehr feines Semester. Mein Hauptkurs (A-Kurs oder WP I, wie das hier an der FH Mainz genannt wird) war ein webbasiertes Lehrsystem, dass den User mit allerlei Grundlagenwissen zur Computergrafik füttern soll. Mit interaktiven Flash-Spielereien und einem legendären Off-Sprecher: mir. Dieser Kurs war wirklich eine sehr nette Angelegenheit, das Ergebnis unserer Gruppenarbeit könnt Ihr unter praegnanz.de/wbt ansehen. (Die Aufbereitung fürs Web ist noch etwas rough. Wenn Zeit ist, wird das natürlich gefixt.)

Ansonsten besuchte ich in diesem Semester meinen wohl letzten Kurs bei Prof. Voelker, dem ich ja meine Begeisterung für Typografie seit dem 1. Semester zu verdanken habe. Leider blieb mir zu wenig Zeit, um hier nochmal richtig loszurocken, denn an sich war die Vorstellung, ein Erscheinungsbild für den Studiengang Design zu entwickeln, eine extrem spannende Aufgabe. Gleichzeitig jedoch für mich deutlich zu zeitraubend, um es richtig gut zu machen. So habe ich mich letztlich mit einem Kommilitonen zusammen getan; Wir hoffen nun, dass unser Entwurf das Rennen machen wird. Daumen drücken!

Ich beginne in weniger als einer Woche offiziell mit meinem Diplom. Meine Tage als Student sind somit fast gezählt. Ich bedanke mich an dieser Stelle bei allen mir wohl gesonnenen Professoren und Dozenten, sowie bei meinen Kommilitonen für die stets gute Teamarbeit. Das war richtig funky!

Und bevor ich jetzt in Tränen ausbreche, mache ich Schluss und wünsche Euch erfolgreiche weitere elf Monate im Jahr 2005!

Euer Gerrit


Meine Kurse im Überblick

Design- und Mediengeschichte bei Herrn Thomas Meder

Di, 10 Uhr

Typografie bei Herrn Jean-Ulysses Voelker

Di, 14.30 Uhr

Interaktive Gestaltung / Web Based Training bei Herrn Jirka Dell’Oro-Friedl

Fr, 14.30 Uhr

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Visuals & Virtuelles

8. Juli 2004 von Gerrit van Aaken

Das siebte Semester Medien-Design an der FH Mainz

Der Ärger zu Beginn des Semesters beginnt langsam zur Tradition zu werden. Diesmal regten mich folgende zwei Dinge auf:

  1. Man konnte als Medien-Designer nicht einen einzigen Kurs der Designer offiziell wählen.
  2. Erst am Tag der Kurswahl wurde bekannt gegeben, welche Dozenten überhaupt welche Kurse anbieten.

Somit musste ich innerhalb von zwei Stunden meine Kurswahl treffen. Und da verschätzt man sich dann leicht, zumal viele neue und/oder Gast-Dozenten am Start waren, so dass Ratlosigkeit und Enttäuschung beim Wählen vorprogrammiert waren; So schlimm wurde es dann zwar doch nicht, aber von meinen Spezialgebieten (Web/Interface/Flash/Typo/Corporate), habe ich dieses Semester überhaupt nichts gesehen. Schade!

Dennoch heraushebenswert: Der Kurs im virtuellen Studio. Hier haben wir Neuland betreten, und das FH-eigene Blauraum-Studio mal so richtig austesten können. Auf der technischen Seite pendelte die Stimmung ständig zwischen Euphorie und Frustration. Der Kursaufbau provozierte so manche hitzige Diskussion und auch einige kleine Scharmützel. Unsere Kursleiterin betonte zwar am Ende, dass Ihr der Kurs sehr viel Spaß gemacht hat, was jedoch nur ein Teil der Wahrheit sein kann, denn zwischendurch gab es des öfteren gepflegte dicke Luft. Das Endergebnis ist weit davon entfernt, perfekt zu sein, dennoch hatten wir letztlich alle Spaß daran, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen, was lustig und technisch herausfordernd war.

Weniger schön im SS 2004: In zwei von vier Kursen wurde ich nicht verschont von den künstlerischen Visionen und Kopfgeburten eines gewissen zukunftsweisenden VJs, der es immer wieder schafft, innerhalb von zwei Wochen den gesamten Kurs, inklusive Dozenten, gegen sich aufzubringen. Wer grundsätzlich eine Stunde zu spät kommt (wenn überhaupt), und sich dann nicht für das eigentliche Thema des Seminars interessiert, sondern sich nur auf seine eigene autistische Gestaltungswelt konzentriert, hat eigentlich nichts zu melden und gehört nicht an eine praxisnahe Fachhochschule.

Zusammenfassend: Ein interessantes und völlig okayes Semester, was mich zwar nicht sonderlich weitergebracht hat, jedoch – wie immer – relativ entspannt und nett verlaufen ist. Viel Gruppenarbeit, die jedoch sehr gut funktioniert hat (Danke, Simone & Sonja!), und ein eher misslungenes, weil langweiliges Projekt in »Generative Installationen«. Hoffe, nächstes Semester wird wieder spannender!

Kommt gut über den Sommer!
Euer Gerrit


Meine Kurse im Überblick

Textgestaltung bei Herrn Thomas Daum

Di, 9.30 Uhr

Generative Installationen bei Herrn Tjark Ihmels

Di, 14 Uhr

TV-Design / »Der Leere Raum« bei Frau Christiane Büchner

Fr, 14 Uhr

Auditive Gestaltung bei Herrn Ernst-August Klötzke

Wochenende, unregelmäßig

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